| Kommentar | Disclaimer: Das ist keine Faden, um über die USA im Allgemeinen zu lästern. Es geht mir lediglich um die Erfahrungen von anderen Umzüglern.
Ich wohne jetzt seit 1.5 Jahren an der Westküste. Mein Arbeitgeber, ein europäisches Modeunternehmen hat mir diesen Umzug angeboten, und ich arbeite überwiegend von zuhause. Mir gefällt es hier ganz gut, auch wenn ich Deutschland sehr vermisse.
Aber es gibt Sachen, die mich hier unendlich stören. So sehr, das ich jetzt überlege, nach Deutschland zurückzugehen. Am meisten stören mich die Wohnverhältnisse. Ich bin inzwischen 3 Mal umgezogen, aber besser wird nix. Ich kann von allen Nachbarn hören, wenn sie duschen beispielsweise. Laut. Sehr sehr laut, das Wasser in den Leitungen klingt wie ein Wasserfall in meiner Wohnung, war in meiner Wohnung davor ähnlich. Ich kann auch von allen Nachbarn das Telefon klingeln hören (laut), den Fernseher, etc. Ich habe in Deutschland definitiv schlechter (und billiger) gewohnt, aber IN meiner Wohnung war es meistens ruhig. Also, meine Schlussfolgerung, die amerikanische Bauweise, neu oder alt, ist einfach cheapcheapcheap. Und Amerikaner generell rücksichtsloser, wenn es um Lautstärke geht. Oder?
An die alten Haare unter der 'frischen' Farbe an den Wänden von Mietwohnungen (ich zahle einen gepfefferten Preis, und wohne relativ 'schön'), besonders im Bad, habe ich mich langsam schon gewöhnt.
Überall ist fluffiger Teppich (oder wahlweise in einer alten Wohnung mit Parkett, keine isolierten Fenster und Eiseskälte, man hat die Wahl), gerne in hell-beige. Weil es am unpraktischsten ist zum sauberhalten? Und richtig warm wird es nie. Was ist denn mit einer guten alten Heizung? Zum 6stufigen Selbstregulieren?
Was mich am meisten sauer macht ist das Gefühl, das ich (und alle anderen) hier veräppelt werde. Minderste Qualität zum normalen bis hohen Preis.
Und die fehlende Ruhe macht mir langsam Bauchschmerzen. Ich kann mich nicht erinnern, in De so empfindlich gewesen zu sein. Aber hat man 24 Stunden fast permanentes Wasserlaufen/ Telefon/ Fernseher, treibt es einen in den Wahnsinn.
Wenn ich amerikanische Freunde frage sagen die, Ja, das hat man hier halt überall, zumindest in den älteren Wohnungen (das heißt hier 10 Jahre alt. Die 'neueren', wenn existent, sind unbezahlbar). Nimm doch Ohropax. Ich will in meinen eigenen 4 Wänden aber nicht mit Ohropax rumlaufen. Ich will nachhause kommen und meine Ruhe haben. Mag sein, dass ich empfindlicher als die Landsleute mit Lärm bin, aber es lässt mich langsam die Wände hochgehen.
Geht das nur mir so? Macht es Sinn, nochmal umzuziehen, oder ist das etwas, mit dem ich klarkommen muss, wenn ich hierbleiben will?
Ich will eigentlich gerne hierbleiben, vieles gefällt mir sehr sehr gut, und ich zwinge mich auch, mich an manches zu gewöhnen (wie den Nahverkehr) ohne zu motzen. Ist halt ein anderes Land.
Aber die Wohnverhältnisse machen mich krank, im wahrsten Sinne des Wortes. Geht es anderen ähnlich? |
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