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    Land und Leute

    Die Redewendung vor die Hunde gehen

    Betrifft

    Die Redewendung vor die Hunde gehen

    Kommentar
    Hallo, kann mir jemand sagen, wo diese Redewendung herkommt - ich meine vom Ursprung her. Wieso ich gerade vor die Hunde gehen soll, wenn es mir mies geht, ist mir unverständlich. (Ich bin leider derzeit hundelos.)
    Verfassergoli29 Apr. 09, 14:05
    Kommentar
    to go to the dogs
    #1Verfassernoli (489500) 29 Apr. 09, 14:12
    Kommentar
    to go to the dogs
    #2Verfassernoli (489500) 29 Apr. 09, 14:12
    Kommentar
    Sankt Guhgel bietet folgende Erklärungen an:

    1. "Vor die Hunde gehen", bzw. "Vor die Hunde kommen" stammt (wahrscheinlich) aus der Jägersprache: Krankes, schwaches Wild wird leicht ein Opfer der Jagdmeute - es "kommt vor die Hunde".

    2. Nach einer anderen Herkunftsdeutung ist damit gemeint, dass Bergleute (quasi zur Strafe ...) vor die "Hunte" (Hunte oder auch Hunde = Bergbaulore) gehen müssen, um diese dann zu ziehen.

    Wahrscheinlicher ist die 1. Möglichkeit, da sie auch schon in sehr früher Zeit möglich war.

    Davon ausgehend kannst du ja weiter recherchieren :-)
    #3Verfasser Birgila/DE (172576) 29 Apr. 09, 14:12
    Kommentar
    Ob's stimmt, weiß ich nicht, aber das sagt die Wikipedia dazu:

    Vor die Hunde gehen — verkommen, verludern. Kranke oder schwache Tiere werden schnell zur Beute von Jagdhunden

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_...
    #4Verfasser Dragon (238202) 29 Apr. 09, 14:12
    Kommentar
    the dogs live under the master's table... from the crumbs/whatever falls from the table
    #5Verfassernoli (489500) 29 Apr. 09, 14:14
    Kommentar
    kleine Anmerkung am Rande: vor die Hunde gehen ist keine aktive Tätigkeit, da kommst Du hin, ohne selbst etwas zu tun ... und zwar genau deshalb, oder, trotz aller Bemühungen, da nicht hinzukommen
    #6VerfasserLouisa29 Apr. 09, 14:21
    Kommentar
    "verkommen" und "verludern"? Was Tante Wiki da vorschlaegt finde ich seltsam. Unter diesen beiden Begriffen verstehe ich eher etwas wie die Kontrolle ueber sich selbst oder die Selbstachtung verlieren. Im Sinne von: "Frueher war er sehr gepflegt und hoeflich, aber seit er seinen Job verloren hat, ist er total verkommen/verludert, aka ungepflegt und unhoeflich."

    "(elendig) vor die Hunde gehen" verstehe ich aber eher synonym zu: "qualvoll sterben" oder "krepieren". Da passst dann der Jagdzusammenhang auch wieder sehr gut.
    #7VerfasserJools unplugged29 Apr. 09, 14:24
    Kommentar
    (kann mich neuerdings auf der Arbeit nicht mehr einloggen, sonst wuerde ich meinen Beitrag oben bzgl der Fehler editieren)
    #8VerfasserJools unplugged29 Apr. 09, 14:26
    Kommentar
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/essigs...

    Ganz generell - viele Erklärungen für Redewendungen findet man auch unter oben angegebenem Link. Habe gerade keine Zeit, weiter nachzuforschen, aber vielleicht ist die angefragte Redewendung ja dabei?
    #9VerfasserPW29 Apr. 09, 14:26
    Kommentar
    @Jools: 'verkommen', verludern' sind hier im eher ursprünglichen, realen Sinne gebraucht: Der Jäger spricht von einem waidwunden Tier, das an seiner Wunde eingeht, , z. B. weil es sich unauffindbar flüchten kann, von 'Luder', der Vorgang ist dann 'verludern'. Auch 'verkommen' ist hier real aufzufassen, als verwandt mit 'umkommen'.
    Du hast den eher figürlichen, übertragenen Sprachgebrauch im Sinn, wenn Du es mit 'verlottert', 'aus der Bahn geraten' in Verbindung bringst.

    Röhrich, Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, sagt zur eigentlichen Frage:
    vor die Hunde gehen: verkommen, entzweigehen, zuschanden werden; die Rda. ist vielleicht hergeleitet von krankem und schwachem Wild, das leicht den Jagdhunden zum Opfer fällt (seit dem 17. Jh.). Wahrscheinlicher aber als diese Herleitung aus der Jägersprache ist wohl die Geringwertigkeit des Hundes, die für die Wahl der Metapher ausschlaggebend gewesen ist (vgl. 'das ist für die Katz', 'in die Wicken gehen', 'flöten gehen' und verwandte Rdaa.).

    NB: die von Birgila genannte zweite Erklärung halte ich eher für eine Volksetymologie
    #10Verfasser Pierrot (236507) 29 Apr. 09, 15:08
    Kommentar
    Oh Mann!
    Da (vgl. #10) hatte ich wieder mal nicht den richtigen Hut aufgesetzt ...
    #11Verfasser Peter <de> (236455) 29 Apr. 09, 15:15
    Kommentar
    @10: Mein Jaegerlatein ist tatsaechlich nicht-existent. Mit "Luder" haette ich jedenfalls nie ein verstecktes und verwundetes Wild in Verbindung gebracht. Wieder was gelernt.
    #12VerfasserJools unplugged29 Apr. 09, 15:32
     
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