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  • Betrifft

    wursteln or wurschteln?

    Kommentar
    It's one of my favourite German words, but I'd like to know which way most of you say it. I originally knew it as 'wurschteln' (and that was in Berlin, not Schwaben!), but have since heard wursteln quite often.

    So, what are your votes?
    VerfasserAardvark (557363) 21 Mai 09, 19:14
    Kommentar
    Ich glaube das hängt rein von der Gegend ab. In Österreich sagt man bestimmt eher wurschteln (würde ich auch sagen), 'sich durchwurschteln' ist ja eines unserer Wesensmerkmale. (Sind wir nicht alle ein bisschen balkan?)
    #1Verfasser tigger (236106) 21 Mai 09, 19:17
    Kommentar
    DWDS schreibt beide Versionen:
    wursteln, oft wurschteln /Vb./ salopp langsam, im alten Trott arbeiten, dahinleben: wenn ihr weiter so wurstelt, werdet ihr nie fertig;

    Bei umgangssprachlichen Ausdrücken ist das oft nicht eindeutig festgelegt. Es ist sozusagen wurst / wurscht.
    Meine private Tendenz:
    gesprochen wurschtln,
    geschrieben wursteln.
    #2Verfasser manni3 (305129) 21 Mai 09, 19:42
    Kommentar
    Re #2:

    Meine private Tendenz:
    gesprochen: wurschteln,
    geschrieben: wursteln 
    . . . ;-))
    #3VerfasserDaddy . . . (533448) 21 Mai 09, 19:48
    Kommentar
    Re #2
    Daddy, bei meiner Aussprache handelt es sich um eine 'laterale Lösung':
    "Folgt auf den Plosiv ein Lateral, so entweicht die Luft über die laterale Engstelle."

    Im Deutschen und Englischen
    eagle riddle Dattel paddeln
    [eag'l ridd'l Datt'l padd'ln]

    Das Zeichen nach IPA ist ein hochgestelltes "l", das sich hier in Leo bzw. auf meinem PC leider nicht darstellen lässt. Deshalb habe ich es durch den Apostroph ersetzt.

    Für meinen Geschmack gehören übrigens "scht" und "eln" nicht der gleichen Stilebene an. ;-))
    #4Verfasser manni3 (305129) 21 Mai 09, 22:02
    Kommentar
    :-))

    Es gibt beides, und es kommt auf die Gegend an, meine ich, wie schon jemand bemerkte.

    Ich komme aus dem Ruhrgebiet und würde wahrscheinlich eher "wurschteln" benutzen.
    Aber "wursteln" geht auch!
    #5VerfasserMimi22 Mai 09, 11:15
    Kommentar
    Ich kenne nur "wurschteln" (NRW, Ruhrgebiet, Muensterland).
    "wursteln" habe ich ehrlich gesagt noch nie gehoert und kommt mir seltsam vor.
    Stadessen kenne ich aber noch "wuseln".
    #6Verfasser Jools (432226) 22 Mai 09, 11:20
    Kommentar
    Beides geht und wird meiner Meinung nach auch überall verstanden. Von daher entscheide Dich doch einfach für die Variante, die Dir persönlich leichter über die Lippen geht. :o)
    #7VerfasserlaleLu22 Mai 09, 11:21
    Kommentar
    Ich sage wurschtln - Österreich!
    #8VerfasserGeena8022 Mai 09, 11:44
    Kommentar
    Also, ich kenne nur die Aussprache "wurschteln" oder auch "das ist mir wurscht", auch in den Gegenden, wo man sonst "Wurst" und nicht "Wurscht" sagt. Ich würde es daher zur Klarstellung auch mit "sch" schreiben.
    #9VerfasserJanZ22 Mai 09, 12:06
    Kommentar
    mit "sch" klingt's doch auch viel besser :-)
    #10Verfasser Birgila/DE (172576) 22 Mai 09, 12:13
    Kommentar
    Ich kann mich nur anschließen, dass ich eher "wurschteln" sagen würde, aber dass sicher auch wursteln nicht falsch wäre.

    Ich (Österreich) finde allerdings die Definition von manni3 interessant.. Bei mir würde "durchwurschteln" in einem anderen Zusammenhang vorkommen.
    Wenn ich mich mit der Arbeit "so durchwurschtle" verstehe ich darunter nicht etwa, dass ich mir Zeit damit lasse, sondern dass ich in Arbeit untergehe oder mich nicht 100% auskenne, aber dass ich eben mache so gut / schnell ich kann.

    "Wie geht's Dir denn damit?"
    "Naja, ich wurschtel mich halt so durch."
    #11VerfasserTimain22 Mai 09, 13:04
    Kommentar
    Hier in NRW sagt niemand "Wurscht", aber jeder "wurschteln".

    Ich würd's daher auch so schreiben.
    #12VerfasserSophil <de> (239990) 22 Mai 09, 13:16
    Kommentar
    Hey,
    also ich komme aus Hamburg und ich würde auch wurschteln sagen, aber im Zusammenhang mit durchwurschteln.
    Mit Zeitlassen oder gar mit Wurst hat das bei mir nichts zu tun.
    Sehr interessant...
    =)
    #13VerfasserAnni22 Mai 09, 14:18
    Kommentar
    Ich kenne wurschteln in der Bedeutung "etwas ohne Plan, ohne Ahnung, ohne Struktur tun". Das ist dann zwar im Ergebnis auch langsam, aber mit einer bestimmten Ursache.

    Die Bedeutung aus dem DWDS "im alten Trott arbeiten" verstehe ich nicht. Für mich ist das "wurschteln" eher ein Zeichen davon, dass man etwas zum ersten Mal macht und noch wenig Erfahrung hat.

    Faktisch verwendet wird es eigentlich auch nur in zwei einigermaßen festen Wendungen/Bedeutungen:
    - sich durchwurschteln: Sagt man, wenn derjenige zwar "wurschtelt", aber auf ein festes Ziel hin zustrebend.
    - vor sich hin wurschteln: Betont eher das ziellose, einfach irgendwie arbeiten, ohne ein festes ziel vor Augen zu haben und mit wenig oder keinem erkennbaren Fortschritt.
    #14VerfasserSophil <de> (239990) 22 Mai 09, 15:03
    Kommentar
    Es gibt auch noch das "wurschteln" im Sinne von "es ist viel los, aber man kommt zurecht"

    "Wie geht es euch?" - "Danke, wir wurschteln uns so durch."
    #15Verfasser Birgila/DE (172576) 22 Mai 09, 15:20
    Kommentar
    Annis Bemerkung # 13 hat mich mal im Kluge (etym WB) nachschauen lassen -- nix Gwiß weiß er nicht.
    Auszüge:

    kann mit wirren (idg. Wurzel *werz) zusammenhängen.Ebenfalls möglich der Zusammenhang mit werden und Wirtel, idg. *uert drehen.
    Die Wurst hat zwei gleichartige Enden, sie kann an der einen wie an der anderen Seite angeschnitten und aufgehängt werden. vielleicht von da "das ist mir Wurst".


    Die Grimms wissen mehr dazu:

    WURSTELN, vb., wie worsteln zu mnd. mnl. nl. worsteln, ae. wræstlian, engl. to wrestle 'ringen, kämpfen', das auf dt. boden in ostfries. worsteln, wursteln 'ringen, kämpfen, sich anstrengen' DOORNKAAT-KOOLMAN 3, 571a weiterlebt; dazu noch worsteln prügeln SCHMIDT Westerwald 333 ? die mehrfach vermutete beziehung zu 2wursteln (s. d.) und wursten (s. d. 2) besteht trotz gelegentlicher sekundärer bedeutungsannäherung ursprünglich nicht. vielleicht aber noch hierher ein von C. F. CRAMER in den Göttinger Hainbund gebrachtes, einigermaszen isoliertes wursteln im sinne von 'scharf, vernichtend kritisieren' (s. auch 1wurstelei, wurstelung), s. dazu in immerhin vergleichbarer bedeutung 'to engage in argument, debate, or controversy; to debate, dispute' s. v. to wrestle I 3 c bei MURRAY: wenn so chikaniren critisiren heiszt, so ... ich bin unterdessen eher stolz darauf, dasz er (Wieland) mich gewurstelt, als dasz er ganz von mir stillgeschwiegen hätte (1773) CRAMER in: br. von u. an G. A. Bürger 1, 118 Strodtmann; vgl. 119; 171. --


    (wurschteln-wrestle: Es geht doch nix über a gscheide Wissenschaft!!)
    ;-))

    #16Verfasser manni3 (305129) 22 Mai 09, 17:59
     
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