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    Sprachlabor

    Briefanfang die zweite (oder 102?)

    Betrifft

    Briefanfang die zweite (oder 102?)

    Kommentar
    Darf man einen deutschen Brief tatsächlich nicht mit "wir" oder "ich" beginnen? Wenn nein, wer sagt das? Und wieso nicht? Bevor ich mir ständig einen abbreche, wäre es viel einfacher, "Sehr geehrter Herr X, ich beziehe mich / wir beziehen uns auf ..." zu schreiben.

    Menno ...
    Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jul. 09, 14:40
    Kommentar
    Man darf es tun, aber es gilt als unhöflich. Das sagt keiner, wird aber so gelebt.
    Das hat den gleichen Ursprung, wie die Regel in einer Aufzählung nicht sich selber zuerst zu nennen ("Der Esel nennt sich immer selber zuerst"). Eine Voranstellung der eigenen Person kommt einem Besserstellen anderen gegenüber gleich!

    #1VerfasserHHA13 Jul. 09, 14:45
    Kommentar
    Diese Regel ist uralt und in meinen Augen einem Höflichkeitsverständnis zu verdanken, dass die heutige Zeit nicht mehr widerspiegelt. Was ist denn an einem "Sehr geehrter Herr Y, ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihr...." unhöflich?

    Wenn man sich an jemanden mit einem Anliegen wendet, gibt es keinen Grund, das nicht schon im ersten Satz kenntlich zu machen. Vor allem bei Bewerbungen finde ich die Ich-Vermeidung extrem krampfig.

    In Bubbs Fall wäre das "ich" allerdings sehr einfach zu umgehen: "Sehr geehrter Herr X, in Bezug auf Ihr blabla, möchten wir blabla..."

    #2Verfasser Birgila/DE (172576) 13 Jul. 09, 14:45
    Kommentar
    Naja, in meinem Fall möchte ich ja gar nichts, jedenfalls nicht gleich im ersten Satz ;-)

    Ich will sagen: "Sehr geehrter Herr X, wir nehmen Bezug auf das mit Ihnen geführte Telephonat, in dem Sie bestätigten, daß Feuerwehrautos rot sind" (danach geht's weiter, warum die meisten von ihnen heutzutage blau sind oder wenigsten blau sein müßten).

    So und nu? "S.g.H.X, in Bezug auf ..." und dann? Hängt der Satz in der Luft ...
    #3Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jul. 09, 14:49
    Kommentar
    Ich sehe kein Problem mit "S.g. Herr, wir nehmen Bezug auf..."

    Natürlich könntest Du schreiben

    "S.g.H, unter Bezugnahme/bezugnhemnmend auf das Telefonat, in dem Sie dasunddas sagten, teilen wir Ihnen hiermit mit, dass..."

    - wäre aber unnötig kompliziert.


    (Übrigens: Telephonat zu schreiben, macht Dich - unnötigerweise - noch älter, als Du ohnehin schon bist ;-)
    #4VerfasserGaleazzo13 Jul. 09, 14:54
    Kommentar
    Danke, das wollte ich hören - also das mit dem "wir" am Anfang.

    Und ich schreibe schon aus Prinzip "Telephong", "Photographie", etc. ;-)
    #5Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jul. 09, 14:55
    Kommentar
    Diese Schreibweisen waren aber schon in unserer unendlich lang zurückliegenden Schulzeit veraltet...
    #6VerfasserG.13 Jul. 09, 14:57
    Kommentar
    Dit is mir sowas von titte ;-)
    #7Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jul. 09, 14:58
    Kommentar
    Wenn man's ganz genau Wissen will:

    DIN 5008: Briefgestaltung
    DIN 676 : Brieflayout (Seitenaufteilung).

    Mir ist aber ein Brief, der nicht ganz so perfekt ist, lieber.
    #8VerfasserWilli13 Jul. 09, 14:58
    Kommentar
    Ich habe bislang nicht versucht, dass "ich" am Briefanfang zu vermeiden und auch bei Bewerbungen scheint sich bislang keiner daran gestört zu haben, zumindest kam meistens ein positives Feedback.

    Ich habe mir aber auch noch nie Gedanken darüber gemacht, dass es unhöflich sein könnte...
    #9VerfasserBrittany13 (384017) 13 Jul. 09, 14:59
    Kommentar
    In der DIN steht dazu nichts ...
    #10Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jul. 09, 15:03
    Kommentar
    Na Gott sei Dank. Es gibt doch noch Grenzen dafür, was man alles normieren kann!
    #11Verfassertigger13 Jul. 09, 15:09
    Kommentar
    Schreib' "s.g.Herr Y, wir nehmen Bezug auf" und gut is'.

    Dein Mandant (oder die Gegenseite) hat sicher andere Sorgen als darüber nachzugrübeln, ob das eine angemessene Art ist, einen Brief zu beginnen und, wenn nicht, was höflicher gewesen wäre. Es geht doch um den INHALT.
    #12VerfasserGaleazzo13 Jul. 09, 15:09
    Kommentar
    Das höre ich hier auch zum ersten Mal... :/ Erklärt aber die holprig-umständlichen Formulierungen à la "bezugnehmend auf..."
    #13Verfasser mEo (571325) 13 Jul. 09, 15:10
    Kommentar
    Ich sehe diese Regel auch nicht so recht ein. Wenn ich schreibe: "Sehr geehrter Herr XY, wir nehmen Bezug auf das heutige Telefonat mit Frau Z...", dann habe ich Herrn XY doch genannt, bevor "wir" kommen. Also nix von wegen "Der Esel nennt sich immer zuerst".
    #14Verfasser Thusnelda (337075) 13 Jul. 09, 15:11
    Kommentar
    Mal ehrlich, dann schreibe ich "S.g.H.X, wir nehmen Bezug auf das mit Ihnen geführte T. Darin bestätigten Sie, daß ..." Das paßt mir nicht.
    #15Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jul. 09, 15:12
    Kommentar
    Wir nehmen bezug auf...
    Nehmen wir bezug auf...

    Hilft es einfach die Wortreihenfolge zu ändern? :)
    Jedenfalls steht dann das Wir nicht mehr am Anfang^^
    #16VerfasserKing Rollo13 Jul. 09, 15:18
    Kommentar
    Nein, hilft nicht. Dann wäre es schließlich eine Frage ;-)

    "S.g.H.X, nehmen wir Bezug auf unser Telephonat? Wissen wir noch nicht ..."
    #17Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jul. 09, 15:19
    Kommentar
    Moment da hab ich grad was verwechselt^^
    #18VerfasserKR13 Jul. 09, 15:19
    Kommentar
    Lass vielleicht einfach das ganze Bezugskrimskrams weg.

    "Sehr geehrter Herr X, in unserem Telefonat vom 13.4. dieses Jahres behaupten Sie, dass alle Feuerwehrautos rot seien. Dem müssen wir leider widersprechen. usw. usw."

    oder


    "S.g.Herr X, im Anschluss an unser gestriges Telefonat, in dem Sie ...., teilen wir Ihnen hiermit mit, dass..."
    #19VerfasserGaleazzo13 Jul. 09, 15:21
    Kommentar
    das erste gefällt mir, das zweite nicht - dann wird der Satz NOCH länger ...
    #20Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jul. 09, 15:22
    Kommentar
    Wie wärs mit:

    Sehr geehrter Herr XX

    a) Herzlichen/Besten Dank für Ihr Schreiben vom.......

    b) Bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom.....

    ???
    #21Verfasserenibas13 Jul. 09, 15:22
    Kommentar
    Auch nicht schlecht, enibas, auch wenn wir telephoniert (sic!) haben ;-)
    #22Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jul. 09, 15:23
    Kommentar
    In einem Seminar hat man uns beigebracht, dass bei "Sehr geehrter Herr XY, ich beziehe mich auf..." der Satz mit "Sehr geehrter Herr..." und nicht mit "ich" anfängt. Somit also völlig korrekt ist.
    #23VerfasserSeminarteilnehmer13 Jul. 09, 15:26
    Kommentar
    ups... selbstverständlich dann so:

    Sehr geehrter Herr....

    Besten Dank für das freundliche Telefongespräch von ..... /soeben. Gerne bestätige ich / leider muss ich Sie korrigieren....

    Bezugnehmend auf das soeben geführte Telefongespräch....

    :-)
    #24Verfasserenibas13 Jul. 09, 15:32
    Kommentar
    Es gilt ja nur diese Art von Schreiben (besonders Bewerbungen) "Ich bewerbe mich hiermit auf blabliblubb. Ich habe an der Dingsda Uni Diesda studiert. Ich, ich, ich....." zu vermeiden und so extrem macht das ja wohl eh kaum einer. Ein krampfhaftes Vermeiden des "ich" am Anfang ist genauso schlimmm, denn dann klingt das Schreiben meist sehr gekünstelt, finde ich zumindest.
    Ich halte das so, wenn ich unkompliziert das "ich" oder "wir" am Anfang vermeiden kann, dann mach ich es auch. Ansonsten nicht! Dann ergibt sich eine ausgewogene Mischung :-)
    #25Verfasserstarshine13 Jul. 09, 16:13
    Kommentar
    Danke, starshine ;-)
    #26Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 13 Jul. 09, 16:16
    Kommentar
    Auch wenn hier alle sagen, diese Höflichkeitsregeln seien veraltet:
    Ich lege Wert darauf, dass ein Brief nicht mit "ich" anfängt, alles andere ist schlechter Stil und zeigt, dass der Schreiber sich keine Mühe gibt. Derlei gedankenlose "quick & dirty"-Briefe greifen um sich und sind auch oft im restlichen Teil unüberlegt. Unüberlegte Briefe /E-mails erschweren mir aber mehr und mehr meinen Arbeitsalltag. Ich würde nicht sagen, dass ich niemals eine Bewerbung ernst nehmen würde, die mit "ich" anfängt aber die müßte dann sonst schon seeehr gut sein!
    #27VerfasserHHA13 Jul. 09, 16:41
    Kommentar
    Na, besser als "bezugnehmend" ist doch das substantivierte "Unter Bezugnahme auf" ... ;o)

    Erinnert mich an den Sprachkurs "In 6 Schritten zum perfekten juristischen Satz".
    #28Verfasserneutrino, nicht eingestöpselt13 Jul. 09, 16:56
    Kommentar
    "Ich lege Wert darauf, dass ein Brief nicht mit "ich" anfängt, alles andere ist schlechter Stil und zeigt, dass der Schreiber sich keine Mühe gibt."

    Sich sklavisch an Dogmen, die man noch nicht einmal verstanden hat, zu halten, ist schlechter Stil. Ausserdem fängt dein Satz auch mit "ich" an.
    #29Verfasser Birgila/DE (172576) 13 Jul. 09, 17:01
    Kommentar
    Diesen Faden wollte ich noch mal kurz ausgraben...
    Unser Rethorik-Lehrer hat uns beigebracht, einen Brief nicht mit "ich" zu beginnen. Seine Begründung: Das wird ein Brief, kein Geständnis! Und es geht nur um den Anfang des Briefes, später ist es immer möglich, einen einzelnen Satz mit "Ich" oder "Wir" anzufangen.

    Meine Briefe fangen meistens mit "vielen Dank für..." an. In diesem Fall also:

    "Sehr geehrter Herr X,
    vielen Dank für das interessante/freundliche/informative Telephonat, das wir heute/soeben geführt haben. Hierin haben Sie bestätigt, daß Feuerwehrautos rot sind" (danach geht's weiter, warum die meisten von ihnen heutzutage blau sind oder wenigsten blau sein müßten).

    Für den Brief in der Anfrage hilft das nicht, aber vielleicht jemand anderem oder für einen anderen Brief?
    #30Verfasser kedi31 (394684) 06 Aug. 09, 13:21
     
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