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    Sprachlabor

    Erzählform Präsens im Deutschen

    Betrifft

    Erzählform Präsens im Deutschen

    Kommentar
    Würde man im Englischen das Tempus beibehalten und auch im Präsens schreiben oder, falls das Geschehen eindeutig in der Vergangenheit ist (z. B. er wächst im Alter von 3-7 Jahren in Manchester auf), hier auch ein Perfekt nehmen?

    Vielen Dank schon mal!
    Verfassersilvi17 Jul. 09, 15:18
    Kommentar
    Was denn nun, im Englischen oder Deutschen?

    Im Praesens schreiben kann man in beiden Sprachen
    #1Verfasser dude (253248) 17 Jul. 09, 15:35
    Kommentar
    Ich find das ganz generell grauslig.

    Die Frage bezieht sich offensichtlich aufs Englische. Auch da gibt es das sog. historische Präsens.
    #2Verfasser Selima (107) 17 Jul. 09, 15:39
    Kommentar
    Im Englischen.
    Die sog. Erzählform. Ich frage mich nur, ob es stilistisch besser ist, im Englischen das Präsens beizubehalten, wenn es im Dt. auch so geschrieben ist.
    Wenn man z. b. schreibt:
    Hans Eder wird 1981 in Bern geboren. Mit sechs Jahren beginnt er
    Cello zu spielen und bleibt dem Instrument zehn Jahre treu.
    Zwischendurch versucht er sich auch am Schlagzeug und an der Gitarre.
    ...
    dann ist es hier im Engischen auch angebracht das Präsens zu nehmen bei der Übersetzung oder?
    #3Verfassersilvi17 Jul. 09, 15:45
    Kommentar
    Ohne den Text zu kennen, lässt sich hierzu wirklich nicht viel sagen. Möglich ist der historische Präsens, ob man ihn verwenden "würde", ist letztlich eine Frage des Stils.
    #4VerfasserHeiner17 Jul. 09, 15:46
    Kommentar
    Ich sehe da kein Problem, doch wie Heiner schon sagt, es ist eher eine Frage des Stils als der Richtigkeit.
    #5Verfasser dude (253248) 17 Jul. 09, 15:51
    Kommentar
    Hier nen Artikel zum Präsens in der Literatur:

    http://www.zeit.de/2009/19/Glosse-Literatur
    #6VerfasserAlias17 Jul. 09, 15:55
    Kommentar
    Alias, danke für den Link. Interessant, daß das nicht nur mir so geht. Das erzählende Präsens wird doch einfach absurd, wenn das Erzählte eine gewisse zeitliche Tiefe bekommt. Man fängt bei der Geburt im Präsens an und mußt dann über die Jungenstreiche, die erste Liebe, den Ärger im Büro bis hin zum Dahinsiechen im Sanatorium immer im Präsens bleiben. Wie öde!
    #7Verfasser Selima (107) 17 Jul. 09, 16:14
    Kommentar
    If I were translating the text in #3, I would use the past; present sounds very strange to me. I think you're right to suspect that this is simply a difference between English and German convention.

    You could, however, vary the sentence structure a little more.

    Born in 1981 in Bern, Hans Eder began playing the cello at age six and continued studying that instrument for ten years. During that time he also experimented with playing percussion and guitar.
    #8Verfasser hm -- us (236141) 17 Jul. 09, 21:29
    Kommentar
    Ich glaube, im Deutschen gibt es weniger Vorbehalte gegen das Präsens als im Englischen, wenn es eindeutig um ein Ereignis in der Vergangenheit geht.

    In einem deutschen Zeitungsartikel steht häufig das Präsens, wenn Äußerungen wiedergegeben werden, auch wenn der Artikel die Ereignisse ansonsten im Präteritum berichtet, z.B.: "Ministerpräsident Hinz äußerte sich in dem Interview erstmals öffentlich zum Thema XY. Es sei nämlich so und so, rechtfertigt Hinz den Kabinettsbeschluss. 'Das ist Unsinn', hält dem Oppositionsführer Kunz in einer am Vormittag veröffentlichten Presseerklärung entgegen." In einem englischen Zeitungsartikel steht nie etwas anderes als das simple past: "John Smith gave a press conference where he told reporters: 'Blah blah.' 'And that's the way it is," Mr Smith said."
    #9Verfasser Frank FMH (236799) 18 Jul. 09, 00:26
     
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