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    Transkription von Chinesisch-Englisch in Deutsch-Englisch

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    Transkription von Chinesisch-Englisch in Deutsch-Englisch

    Kommentar
    Hallo an alle!

    Erst einmal vorweg: Ich kann (noch ;-)) überhaupt kein Chinesisch.

    Ich übersetze gerade ein Buch aus AE ins D. Das Buch spielt in China und es kommen chinesische Namen und Begriffe vor, und zwar in englischer Transkription. Kennt Ihr eine Möglichkeit, die Wörter schnell, genau und lesbar von der englischen in die deutsche Transkription zu übertragen? Gibt es gar so etwas wie ein Glossar?

    Ich gebe ein Beispiel:

    AE-Chin.: Shiao Yangshan (Little Goat Mountain)
    D-Chin.: Xiao Shanyang ?????????

    Danke für Hilfe!
    VerfasserKürbiss (242432) 14 Sep. 09, 09:24
    Kommentar
    Dein Vorschlag scheint keine D-Umschrift zu sein (so denn eine solche überhaupt existiert) sondern Pinyin, die chinesische Latein-Umschrift für Wörterbücher (auch Leo), Aussprachehilfe und Computernutzung.

    Wenn Du die englische Umschrift korrekt abgeschrieben hast, würde ich mal behaupten, dass das keine Standard-Umschrift sondern eine private ist. Die normale Englisch-Umschrift ist soweit ich weiß Wades-Giles, aber die benutzt hs statt x (also hsiao statt xiao)

    Auf dieser Seite gibt es diverse Vergleiche zwischen den unterschiedlichen Umschriftsystemen (Pinyin und zhuyin -chinesische Umschrift- im Vergleich zu ausländischen Umschriften wie Wade Giles und Yale).
    http://www.pinyin.info/romanization/index.html
    Hier ist die advanced-Tabelle, die sollte Dir alles bieten, was Du brauchst:
    http://www.pinyin.info/romanization/compare/h...

    Ich würde ich Deutschland immer Pinyin benutzen. Leute die chinesisch können freuen sich und die anderen wissen so oder so nicht, wie es ausgesprochen wird :-)

    Vielen Dank für die Anfrage, sonst hätte ich diese sehr interessante Website nie gesucht und gefunden! ;-)
    #1VerfasserFindus14 Sep. 09, 13:54
    Kommentar
    Also die Umschrift heißt Wade-Giles und nicht irgendwie anders... Sorry
    #2VerfasserFindus14 Sep. 09, 13:56
    Kommentar
    Super! Vielen, vielen Dank!

    Jetzt kann ich nur hoffen, dass die E-Ch-Version immer richtig ist und ich aus dem Ziegenberg keine Kuhmilch oder so etwas mache ... ;-(
    #3VerfasserKürbiss (242432) 14 Sep. 09, 15:04
    Kommentar
    Ach so, nochmal nachgehakt:

    Wie läse sich denn "Little Goat Mountain" in der das deutsche Sinologenherz erfreuenden Version? So, wie ich es geschrieben habe? Oder???

    Danke im Voraus!
    #4VerfasserKürbiss (242432) 14 Sep. 09, 15:27
    Kommentar
    Also, mein Chinesisch lässt auch sehr zu wünschen übrig, aber schreibtechnisch stimmt Deine Variante auf jeden Fall.
    Ob es allerdings xiao yangshan oder xiao shanyang heißen muss (Du hast beide Varianten im Ausgangstext) hängt davon ab, was in Deinem Buch steht... Die Reihenfolge der Silben ändert sich jedenfalls nicht - aber ich schätze, dass das nur ein Übertragungsfehler deinerseits war und Du das eigentlich weißt
    Viel Spaß beim weiteren Übersetzen!
    #5VerfasserFindus14 Sep. 09, 16:50
    Kommentar
    Ob die Übersetzung richtig ist, kannst Du eigentlich leicht überprüfen.
    Wenn Du weißt, was der chinesische Begriff bedeutet, kannst Du ja einfach Leo fragen.
    Du weißt also, dass "xiao yangshan" "kleiner Ziegenberg" heißt, dann guckst Du, ob Deine Umschrift die entsprechende Übersetzung irgendwie zulässt. Wenn Du aus Versehen statt xiao z.B. siao schreibst, bietet Dir Leo weder klein noch Ziege noch Berg als Übersetzung an. Wenn Du korrekt xiao eingibst bietet Leo Dir alles Mögliche an aber eben auch klein und andere verwandte Begriffe.

    Wenn Du für ein Wort keine Bedeutung findest (wie z.B. für yangshan) dann kannst Du das Wort in die einzelnen Silben aufteilen und sehen, was Du dann findest: yang-Ziege und shan-Berg, na dann scheint die Umschrift ja irgendwie zu stimmen

    Und wenn Du nicht weißt, was das Wort bedeutet, dann ist es ja eigentlich fast egal ob Du es richtig transkribierst weil dann auch sonst niemand wissen kann, was es bedeutet, oder?

    Schwierig wird es bei bekannten Wörtern und Namen. Der Yangtse(kiang) wird auf chinesisch Chang Jiang genannt. Da muss man dann schon überlegen, ob man die Transkription zugunsten des besser bekannten Begriffs aufgibt.
    #6VerfasserFindus14 Sep. 09, 17:04
    Kommentar
    Danke, Findus, für die ausführlichen Erklärungen und die erklärenden Ausführungen. Gute Tipps!
    #7VerfasserKürbiss14 Sep. 09, 17:55
    Kommentar
    Weiß jetzt nicht, ob du das Thema hier noch weiter verfolgst, aber grundsätzlich würde ich mal auf zu viele Eigenversuche bei der Übertragung von Wade-Giles in Hanyu Pinyin nebst englischer zu deutscher Übersetzung abraten, da du wie du selbst erwähnst, noch relativ wenig Erfahrung mit der chinesischen Sprache hast und du dies in deinem Beispiel gleich anschaulich unter Beweis stellst. ;)

    Auch bezweifle ich, dass Leo so ganz ohne Kenntnisse der Schriftzeichen in allen Fällen eine schlüssige Antwort geben kann, das Problem mit Eigennamen wurde ja bereits erwähnt.

    Es tut mir Leid, wenn ich die bislang relativ optimistische Prognose hier etwas trüben sollte, aber sowohl meine berufliche als auch meine persönliche Erfahrung zeigt mir, dass die meisten solcher Selbstversuche nicht sonderlich von Erfolg geprägt sind. Ich darf solche gescheiterten Experimente dann nämlich korrigieren und habe nicht gerade wenig damit zu tun. ;)

    Bei Gelegenheit also lieber gleich alles hier reinstellen und nochmal überprüfen lassen (...werden ja jetzt wohl nicht hunderte von verschiedenen Namen sein,oder?), damit du auch wirklich auf der sicheren Seite bist. Denn auch wenn immer noch ein Großteil kein Chinesisch versteht, weder mit Schriftzeichen noch mit irgendwelchen Transkriptionen (...in Taiwan trifft man bis auf vier verschiedene!), ich kanns und würde keine Fehler in der Übertragung tolerieren! ;)
    #8VerfasserDennis-TW (618080) 16 Sep. 09, 10:09
    Kommentar
    Dennis, warum stellt Kürbiss unter Beweis, dass sie/er wenig Erfahrung hat? (Also, es ist klar, dass das so ist, aber woran erkennst Du das?) Ich gehe davon aus, dass die Umstellung Yangshan von auf Shanyang ein Versehen war. Es denkt wohl niemand, dass sich mit der Übertragung von einer Transkription in die andere und von englisch nach deutsch die Reihenfolge der Silben im Chinesischen ändert.

    Und falls die englische Transkription eine offizielle wie Wade-Giles ist, sollte es doch eigentlich sehr einfach sein, diese nach Pinyin zu übertragen oder übersehe ich einen wesentlichen Fallstrick? (das ist eine ernstgemeinte Frage!)

    Ich bin bei meinen Tipps natürlich davon ausgegangen, dass es sich um sehr wenige und auch nicht allzu komplexe Bezeichnungen im Chinesischen handelt. Es ist schließlich kein chinesisches Buch sondern nur eins, das da spielt. Du hast aber natürlich recht, dass es noch besser ist, gleich im Forum zu fragen, ob das so stimmt.

    OT
    Wenn ich in Büchern chinesische Transkriptionen lese kriege ich regelmäßig zu viel, weil man oft nicht mal Ansatzweise erkennen kann, was gemeint ist. Das ist ok, wenn es sich um Kantonesisch oder taiwanisches Chinesisch handelt von denen ich keine Ahnung habe, aber meist soll es ja doch Mandarin sein. Warum können die dann nicht Pinyin benutzen sondern müssen irgendwelche obskuren oder selbst ausgedachten Transkriptionsmethoden anwenden? In einem SF-Buch, das in China spielte haben sie Wade-Giles benutzt hatten aber im Anhang Tabellen mit WG und Pinyin und ich glaube einer dritten Umschrift und/oder Ausspracheregeln. Das fand ich einigermaßen genial, waren aber auch recht viele chinesische Begriffe/Namen drin.

    Das wäre übrigens dann noch der nächste Schritt Kürbiss:
    Wenn ein Begriff/Wort öfter vorkommt, solltest Du überlegen, ob Du irgendwo eine Aussprachehilfe unterbringst. Xiao wird ja z.B. nicht ksiao (deutsches x) sondern eher chsiao (ungefähr aber nicht ganz ch wie in ich) ausgesprochen. Zhang wird ungefähr Dschang, Zang Dsang ausgesprochen usw. Mich freuen solche Hinweise immer.
    #9VerfasserFindus16 Sep. 09, 18:45
    Kommentar
    >> Dennis, warum stellt Kürbiss unter Beweis, dass sie/er wenig Erfahrung hat? (Also, es ist klar, dass das so ist, aber woran erkennst Du das?) Ich gehe davon aus, dass die Umstellung Yangshan von auf Shanyang ein Versehen war. Es denkt wohl niemand, dass sich mit der Übertragung von einer Transkription in die andere und von englisch nach deutsch die Reihenfolge der Silben im Chinesischen ändert. <<<br/>
    Ich hab mir abgewöhnt zu spekulieren, was andere Leute über die Eigenschaften der chinesischen Sprache und was damit zusammenhängt denken könnten. Daher gehe ich nur davon aus, was ich lese und das im Beispiel halt eben falsch. Ich hab mit solchen Übertragungs- und Übersetzungsfehlern jeden Tag beruflich zu tun und wer halt, und sei es nur aus Versehen, so offensichtlich den Berg vor die Ziege setzt und nicht dahinter und zusätzlich noch schreibt Chinesisch (noch) nicht zu können, der stellt damit in meinen sehr offensichtlich unter Beweis nicht viel Erfahrung zu haben. Zudem zeugen Formulierungen wie "deutsche Transkriptionen" und "englische Transkriptionen" nicht davon, sich mit der aktuellen Problematik dieses Phänomens ausreichend genug beschäftigt zu haben. Früher gab es tatsächlich Versuche, Chinesisch auch in einem nach deutscher Aussprache orientiertem System zu umschreiben (Lessing-Othmer-System), aber wie man heute sieht, hat sich dieses genau so wie so damals weit populäreren Wade-Giles oder Yale nicht durchsetzen können. Ist doch aber alles auch gar nicht böse gemeint, Chinesisch ist gerade in der Übersetzung und Transkription äußerst komplex.

    >> Und falls die englische Transkription eine offizielle wie Wade-Giles ist, sollte es doch eigentlich sehr einfach sein, diese nach Pinyin zu übertragen oder übersehe ich einen wesentlichen Fallstrick? (das ist eine ernstgemeinte Frage!) <<<br/>
    Schau mal in diesen Thread: Siehe auch: Shungtau

    Sollte es sich bei dem Ort wirklich um Shantou handeln, aber mit Shungtau umschrieben worden sein, das ist die Wade-Giles Theorie für die Katz.

    Schau auch mal zusätlich hier: Siehe auch: China um 1933

    Geht zwar nicht um transkriptionelle sondern um historische Dinge, aber mich beschleicht die Vermutung, dass die Autorin der Quelle etwas fahrlässig recherchiert hat.

    Ich tendiere bei solchen Hinweisen halt immer dazu, der Quelle absolut nicht zu vetrauen und nicht von einem konsequenten Muster auszugehen.
    #10VerfasserDennis-TW (618080) 17 Sep. 09, 10:18
    Kommentar
    PS: Leider ist da beim Absenden wohl was schiefgelaufen, Leo hat meinen gesamten ersten Absatz verschluckt....hatte ja nur 20 Minuten dran geschrieben und jetzt hab ich keine Zeit mehr....
    #11VerfasserDennis-TW (618080) 17 Sep. 09, 10:32
    Kommentar
    Dennis, schade dass Dein erster Absatz verloren gegangen ist. Passiert mir auch immer mal wieder...

    genau so würde ich das auch sehen ("der Quelle absolut nicht zu vetrauen und nicht von einem konsequenten Muster auszugehen")
    Habe ich in meinem ersten Beitrag (und auch im letzten) angedeutet aber vielleicht nicht deutlich genug.
    Ganz klar, wenn es keine reguläre Umschrift ist und es keine oder nur vage Hinweise gibt, was der chinesische Begriff bedeuten könnte, dann wird es sehr schwierig bis unmöglich eine korrekte Pinyin-Übersetzung zu finden. Und auf gar keinen Fall (nur) anhand der Tabellen, die ich oben verlinkt habe. Das hätte ich wohl deutlicher machen sollen. Andrerseits sollte das ja nach einem kurzen Vergleich von Kürbiss zwischen dem Original und der Tabelle geklärt sein.

    (Auf Deinen Beitrag im Shungtau-Faden wollte ich #9 gestern eigentlich auch noch eingehen, weil es ja meine gleich zu Anfang geäußerte Vermutung, es könne sich um eine private Umschrift handeln, wunderbar bestätigt. Allerdings habe ich dann davon abgesehen.)

    Meine Frage zu Wade-Giles <-> Pinyin bleibt aber unabhängig von Kürbiss' Anfrage bestehen: Wenn es ganz klar WG ist, müsste es doch eine ganz einfache Übertragung 1:1 möglich sein, oder täusche ich mich da?
    #12VerfasserFindus17 Sep. 09, 15:18
    Kommentar
    Solange das Transkriptionssystem nachweislich konsequent angewandt wurde, ist eine Übertragung anhand von Tabellen schon möglich, ich glaube das wolltest du lesen, oder? :)

    Trotzdem würde ich mich auch in diesem Fall die umgewandelten Transkriptionen hinterher nochmals prüfen lassen, allein schon wegen solcher Stolperfallen wie kai (gai) und k'ai (kai), ta (da) und t'a (ta), ist ja selbst mit guten Chinesichkenntnissen ein ziemlicher Graus. ;)

    Eine Lösung wie du sie in #9 OT beschrieben hast, wäre da wirklich ideal, denn der eine oder andere möchte sicherlich schon wissen, wie es denn nun eigentlich "richtig" umschrieben wird.

    In Taiwan sind nicht weniger als vier Transkriptionssysteme mehr oder weniger offiziell im Einsatz (...hängt von der Regierung ab ;)), neben den lateinbasierten Hanyu Pinyin, Tongyong Pinyin und Wade-Giles auch das zeichenbasierte Zhuyin Fuhao. Ich hab da also allein schon durch den Alltag kein großes Problem mich an unterschiedliche Schreibweisen zu gewöhnen....denn zur Kontrolle schau ich dann sowieso auf die chinesischen Schriftzeichen, das ist dann doch sicherer. ;)
    #13VerfasserDennis-TW (618080) 18 Sep. 09, 11:13
    Kommentar
    Genau das wollte ich hören ;-) Aber ich komme wohl nie in die Verlegenheit es ernsthaft ausprobieren zu müssen.

    Zur Kontrolle von Umschrift auf das Zeichen gucken mache ja sogar ich, wenn ich dann doch mal über chinesisch stolpere, und mein chinesisch ist vernachlässigbar...

    Vier Umschriftversionen? Ähhh! Und Wörterbücher gibt es in allen? Ich will ja nix sagen, aber die Konsequenz mit der Pinyin (soweit ich das beurteilen kann) in der VR China verbreitet wird finde ich beeindruckend und es erleichtert das Leben doch sicher ungemein...

    Nichts gegen Zhuyin, eine nicht-lateinbasierte Umschrift ist natürlich was anderes. Ich habe das neulich zum ersten Mal bei taiwanesischen Bekannten in einem Kinderbuch gesehen. Da war über den Hanzi die Aussprache in Zhuyin angegeben und mich erst gewundert warum in dem Buch Hiragana/Katakana stehen, bis ich es kapiert habe. Aber ich kann kein Zhuyin - kannte es übrigens bis letzte Woche nur als bopomofo.
    #14VerfasserFindus18 Sep. 09, 19:04
    Kommentar
    @ Findus:

    "Bopomofo" ist doch Zhuyin 注音 oder genauer Zhuyin Fuhao 注音符號 / 注音符号.
    "Bopomofo" ist doch nur eine alternative Bezeichnung, ;>

    Hier paar Info-Links:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zhuyin

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Transk...

    "Aber ich kann kein Zhuyin - kannte es übrigens bis letzte Woche nur als bopomofo."

    P.S. Sorry, habe mich verlesen, ;>

    #15Verfassersoldier (313210) 18 Sep. 09, 19:38
    Kommentar
    Herzlichen Dank für die angeregte Diskussion!

    Zur Klarstellung 1: Ich kann überhaupt kein Chinesisch und habe auch in absehbarer Zeit nicht vor, es zu lernen.

    Zur Klarstellung 2: Es handelt sich um eine Übersetzung aus dem Amerikanischen, die teilweise in China spielt und in der manche chin. Begriffe vorkommen. Oft werden sie ins Englische übersetzt, wie z. B. Go-go "big brother", dee-dee "little Brother" u. a. m. Teil meiner Aufgabe besteht nun darin, diese englischen Versionen des Chinesischen in deutsch zu übertragen.

    Würdet Ihr mir weiterhin helfen, wenn ich einfach die chin.-engl. Version hier einstelle, wenn vorhanden mit der englischen Übersetzung? Das wäre großartig und ich müsste mir nichts zeitraubend aus den Fingern saugen, auf die Gefahr, dass es hinterher falsch oder lächerlich ist.

    Herzlichen Dank im Voraus!

    Eure
    #16VerfasserKürbiss (242432) 19 Sep. 09, 15:01
    Kommentar
    @Kürbiss
    OK, damit ist das wohl geklärt, Wade Giles ist es definitiv nicht und wahrscheinlich auch sonst kein bekannteres System sondern vermutlich einfach das, was die Autorin/der Autor denkt wie es sich für englische Ohren anhört... Damit helfen Dir meine schönen Tabellen also auf keinen Fall.

    Dass Du kein chinesisch kannst und wie Du an die Wörter kommst hatten wir glaube ich alle verstanden und es wirft Dir auch niemand vor, dass das alles ein bisschen obskur ist. Das liegt einzig und alleine an Deinem Original...

    großer Bruder: gege
    kleiner Bruder: didi

    Ich denke, dass es kein Problem ist, wenn Du Deine Begriffe einfach hier einstellst. Soweit ich kann helfe ich gerne, aber mein Chinesisch ist wirklich sehr eingeschränkt. Ob es hilft, wenn Du Begriffe einstellst, bei denen Du nicht weißt was sie bedeuten weiß ich allerdings nicht.

    @Soldier: gerade noch die Kurve gekriegt, he? ;-))
    (Ich habe bevor ich den Satz geschrieben habe extra noch mal kontrolliert ob zhuyin und bopomofo wirklich das selbe ist.)
    #17VerfasserFindus19 Sep. 09, 19:41
    Kommentar
    Da mir kein besserer Ort als das Sprachlabor hier einfällt, stelle ich unter den beschriebenen Prämissen hier ein paar "engl.-chin." Begriffe ein, mit der Bitte, mir zu schreiben, wie das auf "Dt.-Chin." heißt:

    yomein huhu (Schleimsuppe; wenn ich hier 'Schleimsuppe' eingebe, kommt ein vollkommen anderes Wort als das Engl.-Chin.)
    ai yah (als Ausdruck der Verärgerung)
    Yung-det (??? 'Understand, Yung-det?', sagt eine Chinesin zu Kindern von Ausländern)

    Weiterhin danke für Hilfe, später mehr,
    #18VerfasserKürbiss21 Sep. 09, 10:15
    Kommentar
    mushih (als Anrede für eine männliche Respektperson)
    #19VerfasserKürbiss21 Sep. 09, 10:49
    Kommentar
    Ausser zu aiyah, was ich ai ya oder aiya schreiben würde kann ich Dir leider überhaupt nicht helfen. Ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, was da rauskommen soll. Liegt wahrscheinlich an mir... warte mal auf die Spezialisten.
    #20VerfasserFindus21 Sep. 09, 18:40
    Kommentar
    Danke, Findus!

    noch eins:

    Yang kwei-dze

    (ausländische Teufel)
    (auch dies kann ich nicht einfach mit Hilfe des Leo-Wb. aus den Elementen "ausländisch" und "Teufel" zusammensetzen ...)
    #21VerfasserKürbiss (242432) 22 Sep. 09, 11:09
    Kommentar
    Hi Kürbiss,

    Yang kwei-dze = 洋 鬼子

    洋 = ausländisch
    鬼子 = Teufel / Ausländer (möglicherweise abwertend)
    #22Verfasserrickan22 Sep. 09, 11:23
    Kommentar
    zu ergänzen:
    洋 鬼子 in Pinyin: Yang Guizi
    #23Verfasserrickan22 Sep. 09, 11:29
    Kommentar
    Danke, rickan! Also, yang kwei-dze wäre auch in der dt.-chin. Umschreibung das Pendant für "ausländische Teufel"? Ähm, und tja, da, wo Du vermutlich chinesische Schriftzeichen siehst, sehe ich nur Quadrate, und selbst wenn ich die Schriftzeichen sehen könnte, könnte ich sie nicht lesen und deuten ...
    #24VerfasserKürbiss (242432) 22 Sep. 09, 11:45
    Kommentar
    Hi Kürbiss, sorry, habe den Thread nicht genau durch gelesen und wusste nicht, dass du kein chinesisch lesen kannst. Also, "yang kwei-dze" schreibt man in Pinyin als "Yang Guizi", wobei
    Yang = ausländisch
    Guizi = Teufel / Ausländer

    Yang Guizi als ein Wort heißt einfach "Ausländer" mit einem leicht abwertenden Beigeschmack.
    #25Verfasserrickan22 Sep. 09, 12:18
    Kommentar
    Danke, rickan!

    Fällt Dir/Euch auch noch etwas zu meinen Anfragen in # 18 und 19 ein?
    #26VerfasserKürbiss22 Sep. 09, 12:23
    Kommentar
    Ich finde die Transkriptionen sind so "strange", dass man evtl. bei mehr Kontext, also Sätze, dazu was anfangen kann.

    Vorsichtig gefragt und ich spekuliere hier mal:

    mushih - ist der Person ein Pastor oder Priester, "牧师 - mùshī" oder jemand der Martial-Art, "武士 - wushi" kann ? Kann natülich auch völlig was anderes sein !

    Yung-det ??? Meint der Person hier die "ausländische Kinder" oder einfach "認得" - rende, also "erkennst du es" ?

    yomein huhu ??? Ist hier auch alles richtig übertragen worden ?
    Also 糊 - hu ist unter anderem eine dickflüssige / breiartige Speise. Aber "huhu"
    Ich kann mir noch ?米糊? - ?mihu? vorstellen...

    Mehr Kontext wäre hilfreich...
    #27Verfassersoldier (313210) 22 Sep. 09, 12:52
    Kommentar
    Danke, soldier!

    Ja, der "mushih" ist Pastor.

    zu "yung-det": hier wusste ich nicht, ob die Tatsache, dass es zu den ausländischen Kindern gesagt wurde, irgendwie von Bedeutung ist. Aber wenn es einfach so etwas wie "erkennst du es" bedeutet, ist da ja passend.

    yomein huhu steht genau so im Buch.

    Ist die Schreibweise die deutsche Umschreibung?

    Danke für weitere Hilfe!!!
    #28VerfasserKürbiss22 Sep. 09, 12:57
    Kommentar
    Also für :

    Sicher: Pastor - Mushi [ 牧师 - mùshī ]

    Evtl: Yung-det - Rende [ 认得 - rèndé ] - bedeutet : Wiedererkannt ? /Erkannt? Erkennst du es ?
    Aber auch nur spekuliert !!!

    Sehr gewagt: yomein huhu - Yumihu? [玉米糊? - yùmǐhú? ] bedeutet: Maisbrei/ -schleim
    Aber da fehlt noch das zweite "hu" !
    Vielleicht haben andere mehr "Fantasie" für "Yomein Huhu" !!!

    P.S. Obige Transkriptionen sind alle Standardpinyin-Transkriptionen !
    #29Verfassersoldier (313210) 22 Sep. 09, 13:10
    Kommentar
    pow-dze (engl.: tunic)

    ??
    #30VerfasserKürbiss (242432) 22 Sep. 09, 15:07
    Kommentar
    @30:

    袍子 [ páozi ] - Paozi - trad. chin. Kleid / Robe / Gewand

    #31Verfassersoldier (313210) 22 Sep. 09, 15:33
    Kommentar
    Danke!

    Zwei Fragen:

    1.Irgendwo habe ich heute für so ein Wickelgewand "qipao" gelesen. Ist das auch richtig? Oder etwas anderes?

    2. "juht" ist in der engl.-chin. Variante eine Art Reisschleim. Hier steht für Reisschleim etwas nicht auch nur annähernd Ähnliches ...

    Danke weiterhin,
    #32VerfasserKürbiss26 Sep. 09, 11:02
    Kommentar
    @ Kürbiss:

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht was ein Wickelgewand ist. Vielleicht ist es wieder mal so ein mißglückter Übersetzungsversuch wie Schattenboxen für Taichi / Taiji / oder exakter Taijiquan.

    Ich würde sagen ein "Qipao" ist ein traditionelles chinesisches Abendkleid. Genauso verhält es sich mit Bezeichnungen wie zum Beispiel "Kimono" oder "Dirndl". Man kann es höchsten als trad. Kleid umschreiben. Aber es versuchen zu übersetzen halte ich für Unfug.

    Links:

    http://images.google.de/images?hl=de&q=qipao...

    http://en.wikipedia.org/wiki/Cheongsam

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kimono

    http://en.wikipedia.org/wiki/Dirndl

    Was du mit "juht" meinst, heißt auf Standard Pinyin "Zhou [ 粥 ]" und wird mit verschieden Namen umschrieben.
    Mal "Reisbrei", mal "Reissuppe", mal "Reis-Congee" oder nur "Congee".
    Da die Konsistenz des "Zhou" je nach Art der Zubebreitung, also "Wasser-Reis-Verhältnis" beim Kochen, anders ist, kommt es zu diesen unterschiedlichen Umschreibungen bei der Übersetzung. Also wieder ein sehr gutes Beispiel, warum man solche Begriffe besser nicht beim Übersetzen umschreiben sollte, also direkt den Originalbegriff als Übersetzung nehmen. Denn wenn die "Übersetzer" sich nicht unbedingt "Hintergrundinfos" zum Wort einholen, kommt es dazu, dass sie dann meist einen ziemlich schlechten Begriff für die Übersetzung über eine Umschreibung nehmen.
    Nur mal so am Rande, was ich so über schlechte Übersetzung / Übersetzer denke.
     
    Man soll es, meiner Meinung nach, einfach "Zhou" nennen, da es ja ein Gericht ist. Was sich letztenendlich durchsetzt weiß man ja sowieso erst mit der Zeit.
    Auch "Sushi" oder "Udon" werden ja in Deutschland auch nicht als "jap. Reisröllchen" oder "jap. Weizenmehlnudel" genannt.
    Das "Gericht Zhou" existiert in vielen asiatischen Kulturen, deren Grundnahrungsmittel Reis ist, also sowohl in Japan, Vietnam, Indonesien alsauch in Indien etc. Nur haben sie regional natürlich andere Namen.


    Links:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Rice_congee

    http://de.wikipedia.org/wiki/Reis-Congee

    http://images.google.de/images?hl=de&lr=lang_...

    http://images.google.com.hk/images?hl=zh-TW&s...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sushi

    http://de.wikipedia.org/wiki/Udon

    #33Verfassersoldier (313210) 26 Sep. 09, 22:10
    Kommentar
    Danke, soldier, für die vielen Erklärungen und Belege!

    Mein Problem - oder, gemessen an meinen mangelnden Chinesisch-Kenntnissen, mein Glück - ist ja, dass mein "Original" Englisch ist. Wenn Du schreibst "Also wieder ein sehr gutes Beispiel, warum man solche Begriffe besser nicht beim Übersetzen umschreiben sollte, also direkt den Originalbegriff als Übersetzung nehmen" - kann ich nur darauf verweisen, was in meinem "Original" steht, nämlich Englisch bzw. die englische Version chinesischer Begriffe! Ich recherchiere dann, wie hier im Fall "juht", erst einmal, was sich ähnlich liest wie diese chin.-engl. Version und dieselbe Bedeutung hat, da in meinem Buch keine chin. Zeichen stehen. Finde ich nichts, frage ich hier im Forum an und gebe mich sprachlich quasi in Eure Hände.

    In diesem Sinne: Weiterhin danke für alle Hilfe,
    #34VerfasserKürbiss27 Sep. 09, 10:49
     
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:-) automatisch zu 🙂 umgewandelt