| Kommentar | Es klingt albern, aber für mich ist die Grenze in der Weltgemeinschaft die international anerkannte Staatsform mit der zugehörigen teritorialen Landesgrenze. So gesehen ist 中国人民 die Menschen, die Chinesische Bürgerschaft besitzen und China das Land mit dem Umriss, den man in einem handelsüblichen Weltatlas sehen kann. Ob dieser Umriss für Ewigkeit gilt? Definitiv Nein! Denn jeder Chinese kennent den Spruch "合久必分, 分久必合". Daran habe ich persönlich nicht den geringsten Zweifel. Viel wichtiger ist wann, wie und weshalb was für Änderungen gemacht werden. Das schlimmste sind Unruhe, Bürgerkrieg oder Weltkrieg. Stabilität ist für China und die Welt lebenswichtig!
Nun besteht das 中国人民 aus 56 Nationalitäten. Davon über 95% sind die Han-Chinesen wenn ich mich nicht täusche. Ob die Chinesische Regierung dem Volk in den vergangenen 60 Jahren einen guten Job geleistet hat. Nein, nicht immer. Es sind krasse Fehler gemacht worden, sowie die Kulturrevolution und "der grosse Sprung nach vorn". Aber diese Regierung ist alle anscheinnach nicht weniger wandlungs- und lernfähig als die US-Amerikanische Regierung, trotz dem Einparteisystem. Man lernt definitiv aus dem eigenen Fehlern! Ob die auch Fehler von anderen lernt? Jein. Wer kann das schon immer? Söben hat Chinesiche KP zur Welt gesagt:"China wird eine aktive Rolle in der Weltklimapolitik spielen", welche durchaus positiv von den Westen Medien empfangen wird. Ist es eine demokratische Entscheidung? Definitiv Nein, wenn man gedenkt, dass vor paar Wochen importierte Autos in Shanghai alle ausverkauft sind! Ich bin fest überzeugt radikale Klimapolitik kann nur in einem totalitären Land wie China durchgesetzt werden, wenn er das will. Wer spricht noch für eine Demokratie? :-)
Nun, ob die Regierung alle Nationalitäten in China inklusiv Minderheiten gleich behandelt haben? Hand auf Herz, ein klares Ja aus meiner Sicht. Ich bin Han-Chinese. Aber ich glaube nicht, hoffe zumindest, das mein Urteil davon abhängt. Gleiche Behandlung heisst nicht gute Behandlung natürlich. In der Kulturrovolution zum Beispiel, sind jegliche Religionen und traditionelle Dinge Staatsfeide gewesen. Die Kultur und traditionen der Han-Chinesen sind am schwersten beschädigt. Anderseits, aus eigener Erfahrung weiss ich, dass die Minderheiten geniessen einige Previlegien, die Han-Chinesen nicht haben, sowie in der Ausbildung und Einkindpolitik, welche nur für Han-Chinesen gilt. Sogar in den schwierigen Zeiten, wann das Essen knapp war, bekamen meine muslimischen Schulkollegen Rindefleischration vom Staat. Mich nervt es wenn die westlichn Medien Alles in einen Topf wirft und Alles auf ethnischen Ebene eskaliert. Warum gibt's dann Probleme in Tibet und Xingjiang? Gegenfrage: Warum gibt's kein Problem in anderen Autonomregionen wie 内蒙古, 延边 und 宁夏回族自治区, wo man keine separatistische Bewegung verfolgt. Wenn die Shanghaier-Chinesen sagen würden wir haben kein Bock mehr in China zu bleiben geht es auch nicht. Nochmals, es ist nicht eine Kultur gegen eine andere oder eine ethnische Gruppe gegen eine andere. Es ist allein die Frage vom Staatsform, und die Wörte von Dalai Lama darf man auch nicht 100% glauben. Die von der KP-Regierung auch nicht, muss ich sagen. Alle sind Politiker. Ausserdem gibt's überhaupt keinen Konflikt zwischen Exil-Tibetern und Ausland-Han-Chinesen? Warum auch? Beide sind friedliches Volk!
Viel wichtiger ist die Grundfrage, ob Menschenrechte über die Staatsform stehen kann. Was sind die Menschenrechte überhaupt? Sind sie auf die Gesamtheit bezogen, oder gilt es für jeden einzelnen Menschen? Aus Europäischer Sicht sagt man klar für jeden einzelnen Menschen. Aber nur als ein Beispiel, wieso konnte die heisse Debatte entstehen, ob Bundeswehr Notfalls Linienflugzeug abschiesen darf?
Die Chinesen, die Nazizeit bewundern, sind nicht redewert, denke ich. Ihm ist villeicht gar nicht bewusst, was die Nazis angestellt haben. Über den 2. Weltkrieg in Europa wird in China sehr wenig berichtet. Tut er es aus Prinzip dann ist er ein Hitzkopf. Die gibt's überall. Ich kenne auch persönlich Antisemiten in Europa, habe dann bewusst den Kontakt abgebrochen nachdem er geoutet hat.
Für mich persönlich gilt der Formel Patriotismus + Ausländerhass = Nationalismus. So gesehen solange Ausländern in China willkommen geheissen sind, ist Natioanlismus kein flächendeckendes Problem. |
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