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    Sprachlabor

    Aristocratic Names in German: "von" compulsory?

    Betrifft

    Aristocratic Names in German: "von" compulsory?

    Kommentar
    Is the "von" in a name a mandatory part of the last name, or can I just take it as a peculiar middle name and leave it out? can I not call Maria von Daniels (say) Frau Daniels, or, in a scientific paper, "Daniels (2002)", or must I write "von Daniels (2002)"?
    VerfasserRP08 Mär. 05, 22:07
    Kommentar
    It is mandatory, so you cannot leave it out. There are also rules about alphabetical ordering, so in your example, whether you sort "von Daniels" under "v" or under "D", but I am not sure at the moment and have no reference at hand at the moment
    #1VerfasserHPB [de]08 Mär. 05, 22:16
    Kommentar
    The German particle "von" is a mandatory part of the family name and cannot be left out. You have to write "Frau von Daniels" and "von Daniels (2002)". In an alphabetical reference list her reference appears under "D", however. In this respect we have a difference here from the American (English?) custom to use the "Van" for sequencing, as in "Van Cleef, Lee".



    #2VerfasserAndreasS08 Mär. 05, 22:20
    Kommentar
    Das "von" wie auch andere Partikel im Deutschen sind Teil des Nachnamens, und können daher nicht weggelassen werden. Sortieren muss man eigentlich nach dem ersten "Nicht-Partikel"-Bestandteil des Nachnamens, die meisten Sortieralgorithmen kriegen das allerdings nicht auf die Reihe.

    AFAIK sind aber die Adelsprädikate in Österreich per Gesetz abgeschafft worden (Otto von Habsburg heisst in Wirklichkeit Otto Habsburg, auch wenn er sich gerne so nennt), da sieht's natürlich dann anders aus.

    Kann das jemand bestätigen?
    #3Verfassernicodemus09 Mär. 05, 16:48
    Kommentar
    Was, grad die Österreicher, die auch ihre ganzen Titel wie Dr., DI, Mag.a und ähnliche Sonderbarkeiten in den Pass schreiben, haben das 'von' abgeschafft? Interessant. Aber wer versteht schon die unergründlichen Wege der österreichischen Gesetzgebung?
    #4Verfassers.l.09 Mär. 05, 16:56
    Kommentar
    @nicodemus: Ja. von ist Bestandteil des Namens. Nur den Titel nennt man
    nicht, also Freifrau, Graf, Baron etc. Allerdings verzichten einige Adelige
    auf das von. Das sollte dann auch respektiert werden.

    Was Österreich angeht: ebenfalls volle Zustimmung
    #5Verfasseruri09 Mär. 05, 16:58
    Kommentar
    Es ist bitte Folgendes mit dem Adel in Österreich:

    Er wurde konsequenter abgeschafft als in Deutschland, nämlich ganz. Sämtliche Titel wie "von", "Baron", "Graf", "Großwojwode" etc. etc. wurden ratzeputz gelöscht und dürfen nicht mehr getragen werden. Das einzige, womit man sich retten konnte, sind Doppelnamen.
    Deswegen heißt der Enkel des letzten Kaisers auch ganz banal Karl Habsburg-Lothringen.
    Der SOHN des letzten Kaisers jedoch heißt Karl von Habsburg, weil er kein österreichischer Staatsbürger ist, sondern deutscher. (Er hatte in Österreich explizit Landesverbot, weil er sich geweigert hat, eine allgemeine Verzichtserklärung zu unterschreiben. In der jungen Republik war das durchaus ein Problem.)

    Und genau von dieser Radikalabschaffung des Adels kommt natürlich auch die österreichische Berufstitelsucht: Wenn es keinen Adel mehr gibt, muss man die Leute eben anders auszeichnen in einer immer noch sehr hierarchiefixierten Gesellschaft! Immerhin werden die abstrusesten Amtstitel nach und nach abgeschafft oder normalisiert, auch im Laufe des Abgehens von exzessiver Verbeamtung.
    Es ist jedoch nach wie vor selbstverständlich, dass ich bei jeder offiziellen Amtshandlung, bei der ich meinen Pass vorzeigen muss (Personalausweis hat ja kaum jemand), als "Frau Magistra" angesprochen werde, und sei es nur die Abholung eines Einschreibens auf dem Postamt. Genau deswegen habe ich mir die Magistra auch in den Pass eintragen lassen, weil man als Titelträgerin gleich zuvorkommender behandelt wird. (Beim nächsten Pass schmeiß ich sie aber wieder raus, hier in UK glauben die Leute dauernd, mein Vorname sei Mag. *ggg*)
    #6Verfassertigger09 Mär. 05, 17:20
    Kommentar
    Noch ein Schmankerl zum Thema:

    Glücklicherweise ist es nicht mehr üblich, die Ehefrauen mit dem Titel ihrer Männer anzusprechen. Auch die Regierungsratswitwen sterben also aus. Ganz böse nannte man das "auf dem Standesamt promovieren"...
    Mein Vater musste sich früher aber noch öfter aufregen in punkto "Frau Inschinär": "Der Diplomingenieur bin ich, meine Frau ist Doktor!!" Meiner Mutter war das ja mehr egal. :)

    Und noch ein Schweizer Witz dazu:
    Triffst du einen Doktor, ist er entweder Arzt oder Österreicher.
    #7Verfassertigger09 Mär. 05, 17:24
    Kommentar
    Adel und Adelstitel wurden in D nach dem 1. WK gesetzlich abgeschafft. "von" ist seitdem Bestandteil des Nachnamens. Demnach sind alle Namen unter "v" zu führen, z.B. in Telefonbüchern. Ob es tatsächlich so ist, kann ich hier nicht nachprüfen.
    Wenn einer z.B. ein Graf ist, heißt er nicht z.B. Graf Ede von Mistburg, sondern Ede Graf von Mistburg. Oder sogar ohne Graf. Er wird "Herr von M." angesprochen.

    So, as previously mentioned, call her "Frau von D."
    #8Verfasserhein mück 09 Mär. 05, 17:34
    Kommentar
    @tigger: Äußerst interessant. Bei Otto Habsburg gabs ja mal ein Skandälchen, weil er sich selbst in seiner Eigenschaft als Europaabgeordneter (glaube ich) das "von" verliehen hat. Diese österreichische Radikalkur hätte man auch in Deutschland vornehmen sollen.
    #9Verfassernicodemus09 Mär. 05, 17:43
    Kommentar
    Ach ja Blödsinn, der Sohn von Kaiser Karl heißt natürlich Otto. Danke, nicodemus...

    Ich kann mich an den Skandal nicht erinnern, aber es kann natürlich sein, dass es jemand anstößig fand, dass er seine altösterreichischen Titel in die deutsche Staatsbürgerschaft mitgenommen hat, obwohl er ja strenggenommen erst nach dem Verlust seiner Titel Deutscher geworden ist.
    Immerhin wurde er nie zum Kaiser gekrönt, dann wär's nämlich wirklich kompliziert geworden mit den Titeln. Der bereits zitierte "Großwojwode der Wojwodschaft Serbien" wäre nämlich noch einer der einfacheren... :))
    #10Verfassertigger09 Mär. 05, 17:50
    Kommentar
    Da haben wir nach kurzem Googlen schon die vollständige Liste für den letzten seiner Art:

    Karl der Erste, von Gottes Gnaden Kaiser von Österreich, König von Ungarn, dieses Namens der Vierte, König von Böhmen, von Dalmatien, Kroatien, Slawonien, Galizien, Lodomerien und Illyrien; König von Jerusalem etc; Erzherzog von Österreich; Großherzog von Toskana und Krakau; Herzog von Lothringen, von Salzburg, Steier, Kärnten, Krain und der Bukowina; Großfürst zu Siebenbürgen, Markgraf von Mähren, Herzog von Ober- und Niederschlesien, von Modena, Parma, Piacenza und Guastalla, von Auschwitz und Zator, von Teschen, Friaul, Ragusa und Zara; gefürsteter Graf von Habsburg und Tirol, von Kyburg, Görz und Gradiska; Fürst von Trient und Brixen; Markgraf von Ober- und Niederlausitz und in Istrien; Graf von Hohenems, Feldkirch, Bregenz, Sonnenberg, etc., Herr von Triest, von Cattaro und auf der Windischen Mark; Großwojwode der Wojwodschaft Serbien etc. etc. Chef und Souverän des Österreichischen Ordens vom Goldenen Vlies, Großmeister des Militär-Maria Theresien-Ordens, Großmeister des Königlich Ungarischen St. Stephan-Ordens, Großmeister des Kaiserlich Österreichischen Leopold-Ordens, Großmeister des Ordens der Eisernen Krone, Großmeister des Kaiserlich Österreichischen Franz Joseph-Ordens, Großmeister des Ritterlichen Ordens vom Heiligen Sebastian in Europa.

    Geil, was? (Fragt sich nur, was sich hinter den jeweiligen etc.s verbirgt...)
    #11Verfassertigger (Nichtmonarchistin)09 Mär. 05, 17:54
    Kommentar
    Wir Republikaner freuen uns schon darauf, wenn der ganze britische Adelsmist in die Nordsee gefegt wird...

    Dann heißt sie nur noch Frau Windsor, und er Herr Charlie Farley. Und dann müssen sie für ihr Süppchen schuften....He he!
    #12Verfasserein Republican09 Mär. 05, 17:57
    Kommentar
    Jaja, da spricht wieder mal der pure Neid. Und gleichzeitig wollen sie (SIE) dann beim Frisör immer die neuesten Klatschzeitschriften lesen. Und was wären die schon ohne Adel...
    #13VerfasserChris09 Mär. 05, 18:02
    Kommentar
    @tigger: Otto (von) Habsburg ist durchaus österreichischer Staatsbürger; seine dreifache Staatsbürgerschaft (österreichisch, deutsch und ungarisch) kam sogar im Deutschen Bundestag zur Sprache.
    #14VerfasserMiMo09 Mär. 05, 18:52
    Kommentar
    Aha, MiMo, dann war es vielleicht so: Weil er seine österreichische Staatbürgerschaft behalten wollte, ohne auf seine kaiserlichen Ansprüche zu verzichten, bekam er "Lokalverbot"?
    (Das mit den Ansprüchen ist alle paar Jahre ein Problem, wenn wieder irgendein Spross aus einer Nebenlinie plötzlich das eine oder andere Schloss oder Teile der österreichischen Bundesforste "zurückhaben" will...)
    #15Verfassertigger09 Mär. 05, 19:11
    Kommentar
    @hein mück: Im Hamburger Telefonbuch gibt es tatsächlich eine Menge Eintragungen von Adelsnamen unter "V", damit hatte ich nicht gerechnet, ehrlich gesagt. Ich habe aber auch viele Namen, z.B. "von Schwerin", gefunden, die unter dem "Hauptnamen" einsortiert waren.

    Übrigens kannst Du natürlich von überall auf der Welt im deutschen Telefonbuch herumstöbern. Das Geheimnis heißt "Internet". :-)

    Such mal in www.teleauskunft.de unter "von Schwerin" in "Hamburg. Ich vermute, dass man den Eintrag im Telefonbuch weitestgehend selbst bestimmen kann. In Literaturlisten jedenfalls hat sich die Einordnung unter "V" noch nicht durchgesetzt.
    #16VerfasserAndreasS09 Mär. 05, 19:43
    Kommentar
    @tigger: Nach der Wiedervereinigung hatte angeblich der Hohenzollern-Erbe (weiß nicht, wie der heißt, lese keine Käseblättchen) sich gnädigerweise bereiterklärt, "wenn das deutsche Volk es wünscht" gewisse Repräsentations- oder Regierungsaufgaben wahrzunehmen. Das deutsche Volk hat nicht gewünscht.
    #17Verfassernicodemus10 Mär. 05, 09:53
    Kommentar
    Kann ich mir vorstellen, nicodemus.
    In Österreich kam auch mehr ein Hohngelächter auf, wie jemand so dämlich sein kann, die ganzen denkmalgeschützten Schlösser etc. zurückhaben zu wollen - das In-Schuss-Halten muss man sich nämlich erst mal leisten können!
    #18Verfassertigger10 Mär. 05, 10:04
    Kommentar
    Ich bedauere es sehr, daß man in Deutschland nach der Revolution von 1919 mit der Abschaffung des Adels nicht so konsequent war wie in Österreich, sondern den ganzen Titelplunder als "Teil des Namens" belassen hat. Die Folge der deutschen Fehlentscheidung ist die wundersame Vermehrung der Adelsprädikate durch Adoption, Namenskauf etc., die dann solche Sumpfblüten wie "Prinz Frederick von Anhalt" hervorbringt. Ohne den Pseudo-Titel wäre dieser Angeber für niemanden (und keine Medien) interessant.

    Ein neues Beispiel dieser Titelsucht ist das Gebalze der Frau Tatjana Gsell um den offenbar geistig nur mäßig ausgestatteten "Prinzen" Ferfried von Hohenzollern. Die Dame, die bisher nur durch einen Versicherungsbetrug und die Anstiftung eines Überfalls, der zum Tode ihres ersten Gatten führte, aufgefallen ist, will nun durch Verehelichung mit besagtem Ferfried zur "Prinzessin" werden. Und gewissen Medien ist das so wichtig, daß immer wieder über die Titelsüchtige berichtet wird.

    Hätte man 1919 all das Geprinze, Gegrafe etc. abgeschafft, dann würde heute kein Hahn um das Getändel dieser "Adeligen" krähen!
    #19Verfassersirilo10 Mär. 05, 10:23
    Kommentar
    Leider nicht, sirilo, denn nur weil offiziell alles abgeschafft ist, wissen die gewissen Leute untereinander auch in Österreich natürlich sehr genau, wer was ist. Und die Klatschzeitungen müssen halt immer schreiben "eigentlich Prinz von sowieso" etc., was sie mit Begeisterung machen.
    Immerhin: Glücklicherweise ist die Auswahl aus Möchtegern-Duodezfürsten in A aufgrund der historischen Situation nicht dermaßen groß wie in D. Entweder du bist irgendwie Habsburger oder nicht. *gg*

    Außerdem hat eh schon jeder einen Doppelnamen, seit jedes Ehepaar einen annehmen kann. Lustig waren dann auch die Spekulationen, wie die Politikerin Rauch-Kallat jetzt eigentlich heißt, nachdem sie einen Herrn Mensdorff-Pouilly geheiratet hat... :))
    #20Verfassertigger10 Mär. 05, 10:40
    Kommentar
    Hallo tigger!

    > "Personalausweis hat ja kaum jemand"

    In diesem speziellen Punkt muss ich widersprechen. Die meisten Leute, die ich kenne, haben einen Personalausweis. Ich auch. Da er zusammengefaltet das gleiche ISO-A-7-Format hat wie Führerschein und KFZ-Zulassungsbescheinigung, bewahre ich ihn praktischerweise mit den Autopapieren auf und habe ihn immer dabei, wenn ich schnell einmal über die Grenze muss. Vielleicht ist das aber auch nur bei uns so, weil wir in Grenznähe zu Deutschland wohnen.

    Es hat noch einen Vorteil: im Personalausweis habe ich meine Titel eingetragen (Ing. Mag.)(zur Verwendung in Österreich), im Reisepass nicht (um internationalen Missverständnissen vorzubeugen).
    #21VerfasserChris_791 (AT)10 Mär. 05, 10:56
    Kommentar
    Die politische und sonstige Rolle des Adels ist seit 1918 abgeschafft, de jure und de facto. Dass es aber immer eine Art des Adels geben muss, und dass dieser der Geldadel ist nun (Zitat eines Franzosen zur Situation im Frankreich des 19.Jh) daran lässt sich wenig ändern. Und dass der Titeladel in vielen Fällen auch zum Geldadel gehört. Summa summarum: Titel, warum nicht ? Wie ich mit dem Titel umgehe und ihn bewerte ist jedermanns ganz eigene Entscheidung.
    #22VerfasserChris10 Mär. 05, 10:59
    Kommentar
    Wen es sehr wohl noch gibt (oder von einigen verbissen umklammert wird) ist z.B. der Herr Hofrat. Ich kann mich an meinen Direktor erinnern der mit stolzgeschwellter Brust seinen Titel vor sich her getragen hat. (2004 in Österreich in einer Schule)
    #23VerfasserAT10 Mär. 05, 13:58
    Kommentar
    sirilo: die von dir zitierten Nmen sind mir - Gott sei Dank - vollkommen unbekannt! Und die Blätter, die sich um diesen Adelsmist scheren, sind nicht einmal als Klopapier gut genug.
    #24Verfasserhein mück 10 Mär. 05, 16:14
    Kommentar
    @hein mück: Leider berichten auch seriöse Zeitungen und Fernsehsender über diesen "Adelsmist"!
    #25Verfassersirilo10 Mär. 05, 16:45
    Kommentar
    Kleine Nachfrage:
    Wenn denn nun heutzutage ein Deutscher mit einem "von ..."-Namen nach Österreich umzöge und/oder die österreichische Staatsbürgerschaft annähme, bliebe das "von" dann erhalten, da es sich in Deutschland ja nunmehr lediglich um einen Bestandteil des Namens handelt?
    #26Verfasserwic10 Mär. 05, 17:15
    Kommentar
    Hmm... für Deutsche in Österreich steht natürlich nicht zur Debatte, wie sie heißen.
    Wie es allerdings ist, wenn man die österreichische Staatsbürgerschaft annimmt, weiß ich nicht... Juristen vor!
    #27Verfassertigger10 Mär. 05, 17:18
    Kommentar
    @Chris: Wobei man drüber streiten kann, ob der Adel wirklich in GANZ Deutschland abgeschafft wurde. Es geht das Gerücht, in Sachsen haber der letzte König in Wirklichkeit nur persönlich, aber nicht für das Königshaus, auf den Thron verzichtet. Danach wäre Sachsen immer noch Königreich.

    Übrigens ist das "von" nicht überall im deutschsprachigen Raum ein Adelsprädikat. In der Schweiz z. B. wird es auch "bürgerlich" benutzt. Ursprünglich gab es übrigens beim "von" keinen Unterschied zwischen Adligen und dem Rest. Im Mittelalter hätte "von Worringen" also nichts ausgesagt, ob Adelig oder nicht.

    Im Lauf der Jahrhunderte hat sich das "von" bei Nichtadligen weitestgehend verloren, aus "von Worringen" wurde "Worringen" oder "Worrings". Der Adel hat es aus Tradition beibehalten.

    In diesem Zusammenhang: Es gibt nicht nur "von", sondern auch "zu".
    #28VerfasserDomulti12 Mär. 05, 19:41
    Kommentar
    Mit Erlass der republikanischen Verfassung in Sachsen waren allerdings der König und alle Thronprätendenten abgesetzt, ob sie es erklären oder nicht.
    #29Verfasserjj.13 Mär. 05, 19:17
    Kommentar
    Stimmt, in der Schweiz gibt es viel mehr "Herkunftsnamen" mit von, von der, auf der, in der etc.etc. Oft wird der ganze Name aber dann auch zusammengeschreiben, als Beispiel fällt mir gerade die Skirennläuferin Fränzi Aufdenblatten ein.
    #30Verfassertigger14 Mär. 05, 09:51
    Kommentar
    @Domulti:

    Sachsen kann schon deshalb kein Königreich mehr sein, weil das Land 1952 aufgelöst wurde und sich erst 1990 (diesmal als "Freistaat") wiedergründete.
    #31VerfasserMiMo14 Mär. 05, 10:32
    Kommentar
    Bzgl. der Frage wie die Namen mit 'von' oder 'von und zu' etc. im Telefonbuch eingetragen werden, hat es mich sehr überrascht, dass sie teilweise under 'v' stehen. Für meinen Geschmack gehören sie dort, wie auch in einem Stichwortverzeichnis unter dem 'tatsächlichen' Namen aufgeführt, also: Richthofen, Frieda von.

    Ein Bekannter hat mir auch neulich erzählt, dass ein 'echter' Adeliger, also quasi Alt-Adeliger sich selbst ohne 'von' vorstellt: 'Mein Name ist Richthofen' z.B. Nur geltungssüchtige Pseudopromis oder Neureiche bestehen darauf - hat man mir zumindest gesagt.

    Apropos der Geschichte mit Sachsen, ich habe neulich in einem Bericht über die Welfen gehört, dass Ernst August von Hannover findet, dass seine Familie ja nie echt auf den Thron verzichtet hat (sie wurden von den Preußen rausgeschmissen) und er eigentlich immer noch König von Hannover wäre und deshalb am liebsten mit 'Ihre Majestät' angesprochen werden würde. Dabei ist er ja wohl einer der besten Argumente gegen eine erbliche Monarchie.

    Als ich so darüber nachgedacht habe, ist mir aufgefallen, dass man im allgemeinen das 'von' weglässt, wenn man von bekannten Adeligen spricht, so sagt man einfach Bismarck oder Hindenburg, nicht von Bismarck oder von Hindenburg. Wenn man den ganzen Namen sagt, kommt das von natürlich wieder rein: Otto von Bismarck etc.
    #32VerfasserShura T. 14 Mär. 05, 11:38
    Kommentar
    @Domulti: Da fällt mir auf - kommt dieses von und zu nicht auch bei Hundezüchtungen zur Anwendung? :-)))
    #33Verfasserspitimage14 Mär. 05, 11:48
    Kommentar
    Richtig, spitimage, aber bei Rassehunden ist es ja auch TATSÄCHLICH wichtig, wer Vater und Mutter waren. :))
    #34Verfassertigger14 Mär. 05, 14:34
    Kommentar
    Was mich bei der ganzen Sache immer wundert, ist, dass die "Adligen" sich tatsächlich die Titel zulegen können. Wenn die Frau Tatjana Gsell den Herrn "Prinz von Hohenzollern" heiratet, dann wird sie sicher "Tatjana Prinzessin von Hohenzollern" heissen und nicht, wie es eigentlich richtig wäre "Tatjana Prinz von Hohenzollern". Wenn die "Evi Meier" den "Franz Baumann" heiratet, heißt sie ja auch nicht plötzlich "Evi Baufrau". Oder gibt es Namen, die in D geschlechtsspezifisch verwendet werden dürfen?
    #35VerfasserUdo14 Mär. 05, 17:42
    Kommentar
    Hihi, Udo, stimmt eigentlich... womit du den Beweis erbracht hättest, dass die Titel eben doch nicht einfach so Bestandteil des Namens geworden sind! :)
    #36Verfassertigger14 Mär. 05, 18:12
    Kommentar
    Das war wohl ein Kompromiss im Interesse des gesunden Menschenverstandes...
    #37VerfasserChris16 Mär. 05, 11:55
    Kommentar
    Wenn also König Juan Carlos seine Sophia (?) heiratet, wird diese Königin...heiratet aber Lieschen Windsor ihren Phillipp, dann wird der "nur" Prinzgemahl, aber beileibe nicht König....Vielleicht ist es ja auch ein Rest von Funktionsinhalt und nicht ausschließlich Titel oder eben Namensbestandteil, der da hervorlugt.
    #38Verfasserbelqis16 Mär. 05, 15:15
    Kommentar
    Und warum ist da jetzt ein Unterschied, belqis? Liegt das nur an der jeweiligen Tradition oder was macht den/die PrinzgemahlIn zum/zur KönigIn?
    #39Verfassertigger16 Mär. 05, 16:01
    Kommentar
    The most logical way to index those names into would be: Last name, first name von. Example: Otto von Bismarck --> Bismarck, Otto von
    #40VerfasserJoe17 Mär. 05, 11:12
    Kommentar
    Wer regiert, trägt den Titel König oder Königin. Wer nur einheiratet, kann den Titel König nicht tragen, da er traditionell Numero Uno ist im Vergleich zur Königin. So die Erklärung...
    #41VerfasserChris17 Mär. 05, 11:32
     
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