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  • Betrifft

    Grammatik

    Kommentar
    Liebe Leser,
    Vier Fragen habe ich an euch:
    Erstens, ich frage mich ob der Satz : ' Nach Westen zu geht die Bucht ins Flachland ueber.' grammtisch korrekt ist. Ich meine warum steht das zu hier, gehoert zum Verb ueberzugehen, oder ist 'Nach Westen, Norden, Osten.. zu' eine Redewendung. Koennte es nicht ohne 'zu' stehen, das heißt: ' Nach Westen geht die Bucht ins Flachland ueber' ?
    Zweitens, ist es besser zu sagen :' Ich rufe dich auf diese Nummer an.' oder 'Ich rufe dich an diese Nummer'.
    Drittens, ist es richtig 'aller Groeßen und Muster( Plural gemeint)' oder 'aller Groeßen und Mustern'. Mit anderen Worten steht mit 'aller' Genitiv oder Dativ.
    Viertens, das Wort Speisen im Sinne ' einmuenden' konnte ich im Leo Dictionary nicht finden. Bedeutet es, dass ein Fluss in den anderen einmuendet, oder etwas anderes?
    Danke fuer euere Muehe!
    Verfassermyrtl10 Mär. 05, 15:32
    Kommentar
    1) "Nach ... zu" ist einfach eine Richtungsangabe. Man könnte auch "gegen Westen hin" sagen.

    2) "ich rufe Dich UNTER dieser Nummer an"

    3) "aller" gehört zu Größen und Muster, alle drei müssen also im selben Fall stehen.

    alle Größen und Muster
    aller Größen und Muster
    allen Größen und Mustern
    alle Größen und Muster

    Wenn also "aller" im Genitiv steht müssen "Größen und Muster" auch im Genitiv stehen.

    4) ja. Die Donau speist sich aus der Isar, dem Inn, dem Regen etc.
    #1VerfasserSelima10 Mär. 05, 15:49
    Kommentar
    1. ' Nach Westen zu geht die Bucht ins Flachland ueber.'
    Das ist mehr eine Frage der Idiomatik denn der Grammatik. Ich halte das für eine regionale oder umgangssprachliche Ausdrucksweise. Korrekt wäre "In westlicher Richtung geht ..."

    2. Beides falsch. Richtig ist "Ich rufe dich unter dieser Nummer an."

    3. "aller Größen und Muster". But it would be better if you'd provide the whole sentence.

    4. Can you please provide more context. I do not think you would usually use "speisen" with a river. "Speisen" to me implies intention or a purpose.
    #2VerfasserSophil10 Mär. 05, 15:49
    Kommentar
    Hallo myrtl:

    zu erstens: "Nach <himmelsrichtung> zu" ist eine Redewendung mit der Bedeutung "In Richtung..."

    zu zweitens: Es muss "Ich rufe dich auf dieser Nummer an." heißen mit "r" an "diese". Das ist Dativ hier.

    zu drittens: "aller Größen und Muster" ist richtig (Genitiv)

    zu viertens: Im Sinne von "einmünden" kenne ich höchstens "einspeisen", aber das ist eher im Chemilabor oder so gebräuchlich.

    Vielleicht haben ja andere LEOniden auch was dazu zu sagen
    #3VerfasserKarin H.10 Mär. 05, 15:49
    Kommentar
    Na, wenn das kein reinrassiges Triple-Posting war!!!
    #4VerfasserKarin H.10 Mär. 05, 15:51
    Kommentar
    1. „Nach Westen zu geht die Bucht ins Flachland ueber“ Grammatikalisch ist der Satz korrekt. Zu ist hier als Präposition zu verstehen. Man kann auch sagen: Nach Westen hin ....

    2. Nichts von beiden. Es heißt: Ich rufe dich unter dieser Nummer an.

    3. Variante 1 ist richtig.

    4. Speisen ist nicht dasselbe wie einmünden. "Neben vielen anderen Flüssen speist die Mosel die Wässer des Rheins." Speisen heißt soviel wie hinzugeben. So lässt sich auch Energie in ein Netz einspeisen.
    #5Verfasseruri10 Mär. 05, 15:52
    Kommentar
    Ja :-) Das gibt ••• drei fette Synchronpunkte.
    #6VerfasserSelima10 Mär. 05, 15:53
    Kommentar
    1) "Zu" ist hier absolut möglich, sogar nötig, weil "nach [Ortsangabe] zu" heißt "in Richtung".
    Ohne das "zu" müßte stehen "im Westen".

    2) "Ich rufe Dich auf diese_r_ Nummer an", es fehlte also nur das R.

    3) Diese Frage kann nicht beantwortet werden, da "alle" hier lediglich "ohne Ausnahme" heißt. Das hat nix mit Dativ o.ä. zu tun.

    4) "Speisen" heißt "in etwas einflößen", das kann man mit Essen, Material, Daten usw. machen. Das "etwas" muß begrenzt und unbeweglich sein (naja, mit gewissen Ausnahmen für Kleinkinder ((-; ).
    Im Zusammenhang mit Flüssen geht das nur für Seen (der Rhein speist den Bodensee), auch Stauseen, nicht jedoch für das offene Meer und auch nicht für andere Flüsse (die Mosel mündet in den Rhein).

    Ich habe hier völlig außen vor gelassen: "X speist", er flößt sich (selbst) etwas ein. Das geht für Flüsse nämlich schon gar nicht.
    #7Verfasseritzamna10 Mär. 05, 15:56
    Kommentar
    @Selima: Meine Mama ist bestimmt stolz auf mich, wenn ich drei fette
    Synchronpunkte mit nach Hause bringe.
    #8Verfasseruri10 Mär. 05, 15:57
    Kommentar
    Uri, das freut mich. Am besten schmecken Synchronpunkte, wenn man sie in Butterschmalz ausbrät :-)
    #9VerfasserSelima10 Mär. 05, 16:00
    Kommentar
    Da hab ich mir mal die Zeit genommen, ordentlich zu redigieren - und was ist?
    Wieder nur Siebter.

    Und außerdem ohne Synchronpunkt.

    :-(
    #10Verfasseritzamna10 Mär. 05, 16:00
    Kommentar
    itzamna, ach heut ist Donnerstag, da gibt's auch einen Synchronpunkt nachträglich: -> •
    #11VerfasserSelima10 Mär. 05, 16:04
    Kommentar
    @itzamna: Dafür hast Du das mit dem Speisen nach meinem Dafürhalten am besten erklärt. Da fiel es sogar mir wie Schuppen aus den Haaren ;-), dass ich das eigentlich auch mal gewusst habe.

    Hat nur die verfluchte Technik überdeckt.
    #12VerfasserKarin H.10 Mär. 05, 16:04
    Kommentar
    @ Selima
    Danke, der war richtig jammy.
    #13Verfasseritzamna10 Mär. 05, 16:08
    Kommentar
    @Itzamna,
    > Das "etwas" muß begrenzt und unbeweglich sein

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Wie kommst du darauf? In chemischen Anlagen etwa speist das eine Rohr das andere mit Chemikalie X, auch in kontinuierlichen Prozessen.
    Google mal nach "speist den": Die meisten relevanten Treffer beziehen sich auf kontinuierliche Prozesse.

    Habe jetzt mal im Duden nachgeschlagen:
    [...]
    3. a) mit etw. Notwendigem) versorgen:
    die Taschenlampe wird aus, von zwei Batterien gespeist; ein aus, von zwei Flüssen gespeister See;
    b) (Technik) einspeisen (1).
    #14VerfasserSophil10 Mär. 05, 16:22
    Kommentar
    Ich kenne den Begriff speisen vor allem in Bezug auf Quellen, die einen See oder Fluß speisen.
    #15VerfasserPaula10 Mär. 05, 16:36
    Kommentar
    Sophil,

    Du hast Recht, daß chemische/technische Prozesse (u.ä.) in der Regel kontinuierlich stattfinden. Und daß natürlich auch der See einen Ausgang hat, aus dem das Wasser wieder rausfließt - auch das ein kontinuierlicher Prozeß (auch das Kleinkind hat einen Ausgang ;-)).

    Der Ausgang ist jedoch für das Wort "speisen" ohne Bedeutung.

    Ebenso unbestritten ist natürlich auch, daß die Küvetten oder Boiler, in denen solche Prozesse stattfinden, ohne Zweifel begrenzt und fest sind. Es geht mir vor allem um die Abgrenzung zu
    1. anderen Flüssen (die sich bewegen) und
    2. dem Meer (daß als unbegrenzt angenommen wird).

    Es geht also darum, daß das Gespeiste wenigstens für kurze Zeit sozusagen "zur Ruhe kommt" und sich mit dem Ziel der Speisung vereint.


    N.B.
    Daher halte ich die Bemerkung "Die Donau speist sich aus der Isar, dem Inn, dem Regen" nur für angemessen, weil die Donau erst dort ihren Namen erhält. Man denkt die Donau also als ein komplett Neues, nicht als etwas, daß schon existiert und sich bewegt (wie bei andern Flüssen).
    #16Verfasseritzamna10 Mär. 05, 16:43
    Kommentar
    @itzamna: Einspruch, Euer Ehren!
    Die Donau hat ihren Namen schon viel früher, nämlich ab Donaueschingen, wo sie durch die Vereinigung von Breg und Brigach entsteht. Und bevor sie noch dem Regen begegnet, speisen sie noch Lech, Iller, Altmühl und Naab...
    #17VerfasserMiMo10 Mär. 05, 16:54
    Kommentar
    Wenn Deine Herleitung stimmt, itzamna, dann ist mein Beispiel mit der Donau und ihren Zuflüssen aber gerade falsch, denn die Donau heißt schon lange vorher Donau.

    Ich hab mir via Guhgel mal angesehen, was die Menschheit so schreibt (Wasser + "speist sich aus") und dort alle Varianten gefunden.
    #18VerfasserSelima10 Mär. 05, 16:56
    Kommentar
    Wir sagen hier: sŽBriggele un sŽBreggele bringe sŽDonnele zŽweggele.....
    #19VerfasserSleipnir11 Mär. 05, 10:35
    Kommentar

    #1: "Nach Westen geht die Bucht ins Flachland über" geht natürlich auch. "Nach Westen zu/hin" ist entweder nicht so exakt, ("ungefähr in westlicher Richtung") oder es betont die Allmählichkeit der Veränderung ("je mehr/weiter man nach Westen geht/schaut").

    #4: "Die Donau speist sich aus der Isar" engl. "the Isar feeds the Donau", trifft so ungefähr das Bild (ich hoffe mein Engl. ist richtig????).
    #20Verfasserhv11 Mär. 05, 12:27
    Kommentar
    #4: Den Faden   related discussion:Speisen habe ich eben erst entdeckt.
    #21Verfasserhv11 Mär. 05, 12:32
     
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