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  • Betrifft

    hinrichten oder herrichten

    Kommentar
    Hhhmm,
    ist Deutsch die Muttersprache,
    wenn man mit schwäbischem Dialekt erzogen wurde?

    Nunja...

    Heute morgen sagte ich zu meinem Freund:
    "Ich habe die Zeitung schon hingerichtet."

    Und dann überlegte ich....

    Hingerichtet muss schwäbisch sein...
    Hergerichtet wäre Hochdeutsch - oder?

    Weil, ich richte die Zeitung doch nicht hin....

    Es geht im Kontext darum, dass ich sie bereitlege um dann mitzunehmen.
    VerfasserSugar16 Okt. 09, 13:20
    Kommentar
    Ich richte Dir das Essen hin/her. Richtest Du mir schon die Handschuhe hin?

    Meiner Meinung nach völlig korrekt. Mit Schwäbisch hat das überhaupt nichts zu tun.
    #1VerfasserSchwabe16 Okt. 09, 13:23
    Kommentar
    Dein "Hinrichten" klingt für mich nach geplantem Zeitungsmord aus niederen Beweggründen.

    Hochdeutsch ist das m.E. jedenfalls nicht. :)

    #2VerfasserKarl16 Okt. 09, 13:23
    Kommentar
    Eben Karl,
    darum geht es mir.
    Aber der Schwabe sagt halt hinrichten, wenn er "ebbes no richded....."

    Aber gibt es für hinrichten nun eine weitere Bedeutung,
    neben der die Du meinst?
    #3VerfasserSugar16 Okt. 09, 13:25
    Kommentar
    Zeitung hingelegt

    Essen angerichtet

    Raum für die Feier hergerichtet

    Delinquenten hingerichtet
    #4Verfasserkein Schwabe16 Okt. 09, 13:25
    Kommentar
    Hinrichten kenne ich ausschließlich im Sinne von exekutieren.

    Herrichten verwende ich nur, wenn eine gewisse Arbeit damit vebunden ist. Essen herrichten, ein Zimmer herrichten, das alte Auto wieder herrichten. Zum bloßen Bereitlegen einer Zeitung würde ich sagen: "Ich habe dir die Zeitung schon hingelegt."
    #5Verfasser TTMM (236247) 16 Okt. 09, 13:27
    Kommentar
    Auf Hochdeutsch bedeutet "hinrichten" nur "töten". Die Regionalbedeutung "herrichten" ist kein Hochdeutsch.

    cf. DWDS: [hin]richten /Vb./ an jmdm. das Todesurteil vollstrecken: einen Schwerverbrecher (durch den Strang, elektrischen Stuhl) h.; er wurde im Morgengrauen hingerichtet;
    http://www.dwds.de/?kompakt=1&sh=1&qu=hinrichten
    #6Verfasser penguin (236245) 16 Okt. 09, 13:27
    Kommentar
    *argh*

    Nagut.
    Herzlichen Dank, Mama, Papa, fürs schwäbisch schwätze....

    Ok,
    ab sofort lege ich die Zeitung bereit zum mitnehmen und ersetze "hingerichtet" durch diese 7 Wörter ;-)
    #7VerfasserSugar16 Okt. 09, 13:30
    Kommentar
    @3

    Für mich ist die Verwendung von "hinrichten" im Sinne von 'ich richte mir etwas (hier) her und Dir etwas (dort) hin' schon nachvollziehbar und einleuchtend, allerdings ist mir dieser Gebrauch von "hinrichten" nie untergekommen. Ich würde also eher darauf tippen, dass es sich da um eine regionale Eigenheit handelt.
    #8VerfasserKarl16 Okt. 09, 13:30
    Kommentar
    HINRICHTEN, verb.
    1) hinwärts richten: wo die deichsel am wagen sich hienrichte, dahien gehen die vier räder hernach. ZINKGREF apophth. 1, 210; wo ich den blick hinrichtete, entstanden neue zaubereien. HEINSE Ardingh. 1, 218; sich .. auf fremdartige, unepische, undichterische ziele hinrichten zu lassen. WACKERNAGEL kl. schriften 2, 272. auch zurechte richten, ins rechte stellen, zurichten:

    dein fehl hast du in kleidern nicht,
    sunst wer er leichtlich hingericht.
    B. WALDIS Esop 4, 5, 96;
    die grundbirnen sind geschält, ich richts hin, dasz ihr blosz das fleisch ans feuer zu stellen braucht. AUERBACH dorfgesch. 1, 344; und, mit üblem nebensinne, so dasz die folgende bedeutung eingreift: denn der ritter in kurzem sie so wüst hingerichtet, dasz er sie alle beide onmechtig auf den platz niderfallen gemacht. Amadis 400.

    http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/wo...

    Oder sollte man oben schreiben:
    Wo die Deichsel sich herrichtet, dahin gehen die vier Räder
    #9VerfasserSchwabe16 Okt. 09, 13:31
    Kommentar
    @7

    Aber warum denn? Es soll doch bitte jeder seinen Dialekt schwätzen statt den sprachlichen Einheitsbrei, das ist doch viel schöner!

    Selbst die Schwaben.

    Und das sag ich jetzt als Altbayer. ;-)
    #10VerfasserKarl16 Okt. 09, 13:33
    Kommentar
    Klar Karl!
    Ich stimme Dir voll und ganz zu.
    Nur finde ich es merkwürdig das ich nichtmal weiß wie es richtig wäre :-(

    btw: Ich bin gebürtige Oberbayerin, bei mir ist einiges eh sehr "bunt"
    #11VerfasserSugar16 Okt. 09, 13:38
    Kommentar
    Schwabe, Dein Link scheint zu beweisen:
    Wo man Kartoffeln Grundbirnen nennt, kann man diese auch hinrichten.

    Also in Schwaben, in der Pfalz und wo sonst noch?

    #12VerfasserBfälzer16 Okt. 09, 13:38
    Kommentar
    Ich habe dunkel ein Interview mit Stoiber im Hinterkopf, wo er beschreibt, wie er zur Entspannung im Garten arbeitet und Blumen hinrichtet. Diese etwas überraschende Bedeutung des Hinrichtens scheint also auch in Bayern geläufig. Oder?
    #13VerfasserJorat16 Okt. 09, 13:41
    Kommentar
    @ 11

    Aber "hinrichten" ist doch offenbar durchaus richtig - im Schwäbischen. Nicht so duckmäusern, bitte. Freu Dich doch über Deinen Dialekt! Natürlich läuft man als Dialektsprecher Gefahr, im Hochdeutschen auch mal daneben zu tappen. Was soll's? Ich denke, sprachliches Talent bildet sich auch gerade stark bei solchen Menschen heraus, die mit Dialekt und Hochsprache quasi "zweisprachig" aufwachsen. Vielleicht wärst Du ohne Deinen Dialekt also nie hier im Forum gelandet? :)
    #14VerfasserKarl16 Okt. 09, 13:44
    Kommentar
    Ich habe den Begriff "hinrichten" im Sinne von "bereiten" auch das erste Mal gehört, nachdem ich nach Süddeutschland (in's Schwabenländle) gezogen bin.

    Ob es jetzt in Bayern auch üblich ist kann ich nicht sagen. In Österreich (Vorarlberg) hab ich es aber auch schon mehrmals gehört.
    #15Verfasser Pete (236888) 16 Okt. 09, 13:48
    Kommentar
    @Karl:
    Keine Angst, ich leide unter viel zu viel Größenwahn, als das ich wegen meines Dialektes tiefstapeln müsste.
    Nur war mein Hirn heute morgen so verdammt aktiv.... ;-)

    So als Fazit möchte ich sagen,
    dass ich Dialekte toll finde und es besonders unterhalsam finde mit anderen innerdeutschen Fremdsprachlern mich, unter Anwendung der eigenen Dialekte zu unterhalten.
    Das ist so lustig.....

    Ich wollte mal ne rote Wurst in Bayern käuflich erwerben....
    Die gute Frau antwortete: "Moangs au a blaue?"
    Da fragte ich mich, "verdammt, wie heißt rote Wurst auf "Deutsch"......
    #16VerfasserSugar16 Okt. 09, 13:54
    Kommentar
    Ich bin in München aufgewachsen und mit der "zweiten" Bedeutung immer vertraut gewesen. Es ist sogar überraschend für mich zu hören, dass anderenorts "hinrichten" ausschliesslich als "exekutieren" verwendet wird.
    Vermutlich ist es einfach ein landschaftlich geprägter Zusammenschluss von hinlegen und herrichten...
    #17VerfasserDer Exekution noch entkommen16 Okt. 09, 14:00
    Kommentar
    Hi Sugar,

    trotz Deines abschließenden (?) Fazits hier noch eine kleine Ergänzung zu Deinem urspünglichen Beispiel. Ganz ohne "her" und "hin" könntest Du auch sagen: ich habe die Zeitung bereits gerichtet.

    Die Intention "zum späteren Mitnehmen herausgelegt" ist dann enthalten und Hochdeutsch ist es auch ;-)
    #18VerfasserHin+Her16 Okt. 09, 14:01
    Kommentar
    @ Sugar: Gibt es in Bayern "rote Wurst", also Schinkenwurst oder Krakauer??? Habe da letztes Jahr echt nach gesucht. Und wenn ja, wie heisst die?
    #19VerfasserMeikeMadrid (623310) 16 Okt. 09, 14:02
    Kommentar
    Schinkenwurst = Stadtwurst = Lyoner?
    Krakauer = rote Bratwurst?
    #20VerfasserSchwabe16 Okt. 09, 14:04
    Kommentar
    Eine "Rote Wurst" oder kurz auch "Rote" ist, zumindest im Südwesten Deutschlands, weder eine Schinkenwurst noch eine Krakauer, es ist eine Bratwurst: http://de.wikipedia.org/wiki/Bratwurst#Rote_Wurst

    http://www.thomas-kurz.de/img/bilder/produkte...
    #21Verfasserauch Schwabe16 Okt. 09, 14:08
    Kommentar
    Zu meiner roten Wurst kam ich dann über die "das da"-Methode.....
    Und habe halt auf das gezeigt was ich wollte.
    Die Dame bezeichnete es als "Bratwurst".

    Hhhhm,
    vielleicht sind in Bayern die Würste nicht so artenreich wie hier?
    (Karl.....)
    #22VerfasserSugar16 Okt. 09, 14:08
    Kommentar
    Lyoner und Stadtwurst habe ich noch nie gehört, aber es gibt im Sommer zum Grillen ja Pakete, wo Thüringer und - für meinen Sprachgebrauch - Schinkenwurst drin ist... die sind halt so dünn wie die Thüringer.
    Und Krakauer ist ähnlich, aber halt dicker und leicht gebogen... auch zum Grillen.
    #23VerfasserMeikeMadrid (623310) 16 Okt. 09, 14:08
    Kommentar
    Dann meinst Du "rote Bratwürste" i.Ggs. zu Kalbs- und Schweinsbratwürsten. Rote Bratwürste gibt's auch in Bayern - hab ich schon gesehen.

    Bei uns heißt das, was in Bayern Stadtwurst oder Lyoner heißt, Schinkenwurst.
    #24VerfasserSchwabe16 Okt. 09, 14:11
    Kommentar
    Aber wo wir gerade bei Essen und trinken sind: Weissbier!
    Wenn ich das in München bestelle, ist das kein Problem. In Norddeutschland (und auch NRW) werde ich gefragt, ob ich ein Weizen meine. Wo muss ich was bestellen?
    Genau wie mit Radler und Alsterwasser, in Bayern und Hamburg meines Wissens beides Bier mit Zitronenlimonade, in NRW ist das eine Bier mit Zitronenlimonade, das ander Bier mit Orangenlimonade *bäh!*
    #25VerfasserMeikeMadrid (623310) 16 Okt. 09, 14:12
    Kommentar
    @ Schwabe: Danke, ich werde es bei Gelegenheit mal testen.
    #26VerfasserMeikeMadrid (623310) 16 Okt. 09, 14:13
    Kommentar
    Opa Stoiber richtete übrigens die Blumen hin,
    nachdem er zugesehen hatte, wie es seine Frau mit dem Gärtner macht...

    Das ist aber völlig normaler Sprachgebrauch in Bayern (wenigstens in den Teilen Bayerns, wo ich bisher gewohnt hab). Wird nur komisch, wenn man Hochdeutsch spricht und dann zwischendurch "hinrichtet".

    Mama: "Richt amoi d'ischdeck gscheid hi"
    Kind: "De is doch scho higricht"

    Wie würde man "die Tischdecke" in diesem Fall korrekt bayrisch schreiben? Weil das T ist meines Erachtens durch das vorangestellte d nicht mehr hörbar. "d'Dischdeck"?
    #27Verfasserjynnantonnyx16 Okt. 09, 14:18
    Kommentar
    Ist dem Stoiber Edmund seiner Frau ihr Spitznahme nicht auch "Muschi"?

    Ok,
    dann sammeln wir mal:
    Weckle = Semmeln
    Radler = Alsterwasser

    Was war nochmal ein Russ? Weissbier mit Limo

    ahja,

    Sprudel = Limo
    #28VerfasserSugar16 Okt. 09, 14:29
    Kommentar
    Saitenwürstle = Wiener
    Werde in der Metzgerei immer blöd angeschaut, wenn ich Saitenwürstle will.
    #29Verfasserehemals Schwabe16 Okt. 09, 14:32
    Kommentar
    WienerLE

    Laugenweckle....
    #30VerfasserSugar16 Okt. 09, 14:38
    Kommentar
    Wie heisst Weissbier mit Cola?
    #31VerfasserMeikeMadrid (623310) 16 Okt. 09, 14:41
    Kommentar
    #28 Du kennst "Russe" für Weiß-/Weizenbier mit Zitronenlimonade?? Damit wirst Du einen Kollegen seeehr glücklich machen, der das mal irgenwo aufgeschnappt hat, seither in jeder Kneipe versucht, einen zu bestellen und nur auf Unkenntnis und Unglauben in den diversesten Abstufungen stößt! Sagt man das in Schwaben?

    Hinrichten kannte ich bis heute (Leo bildet wirklich) auch nur mit der Tötungsbedeutung und kann mich #4 anschließen.
    #32Verfasser Russisch Brot (340782) 16 Okt. 09, 14:41
    Kommentar
    "An Russ'n" oder (in grösseren Behältern) eine "Russ'n-Mass" bekommt man in jedem bayrischen Biergarten.
    Und man bekommt tatsächlich Weissbier mit Zitronenlimo gemischt.

    Übrigens, in Niederbayern hörte ich mal das Wort "Kracherl" für Zitronenlimo. (Wegen der Blubberbläschen...)
    #33VerfasserWeiss der Geier16 Okt. 09, 14:54
    Kommentar
    In meinem aktiven Wortschatz ist "hinrichten" auch stets das, wofür beispielsweise Galgen oder Guillotine verwendet werden/wurden. Dass es auch etwas anderes bedeuten kann, habe ich erstmals im Zusammenhang mit der in ##13 und 27 genannten Stoiber-Geschichte gehört:
    http://www.youtube.com/watch?v=Lhc_2crQL8U

    Und wenn jemand eine Zeitung herrichtet, erwarte ich, dass diese Zeitung geschmückt und schick drapiert ist.

    Bei mir heißt es im Zusammenhang mit einer Zeitung "hinlegen" oder "bereitlegen", vielleicht auch noch "herauslegen" oder "parat legen".
    #34Verfasser Dragon (238202) 16 Okt. 09, 14:58
    Kommentar
    Einen Russn bestellt man, wie bereits erwähnt, in Bayern.
    Hier im Schwobeländle kennt das keiner.
    Aber da ich Multikulti (Mutter: Schwob, Vater: Bayer) bin,
    kenne ich das halt.

    Das man vom Stoiber noch was lernen kann.....
    #35VerfasserSugar16 Okt. 09, 15:06
    Kommentar
    Man sagt zu Bier mit Cola
    auch gerne "Diesel", zumindest da wo mein Dad herkommt.
    #36VerfasserSugar16 Okt. 09, 15:08
    Kommentar
    @Russisch Brot:
    Das sagt Wikipedia, extra für den "Kollegen"....

    Russ, Russe, Russ’n, Zitronenweizen
    ist ein Weizenradler, also üblicherweise ein Gemisch aus Weißbier und Zitronenlimonade (süßer Russ). Es wird vorwiegend in Süddeutschland ausgeschenkt. Eine Variante ist der saure Russ mit Mineralwasser. Mancherorts wird von Heferuss gesprochen, wenn Hefeweizen benutzt wird. Da Weißbier zumeist aus 0,5-l-Flaschen ausgeschenkt wird, gibt es den Russ(’n) oft nur literweise als Russenmaß. Es ist strittig, woher der Name ursprünglich herrührt; verschiedene Etymologien werden diskutiert:
    Durch den anhaltenden Rohstoffmangel nach dem Ersten Weltkrieg sollen sich die Brauer entschieden haben, weniger gehaltvolle Biere zu brauen bzw. auszuschenken. Also mischte man das Bier mit Limonade, wodurch es durch die angenehme Süße bei den russischen Zwangsarbeitern beliebt wurde. Daher der Name „Russ“.
    Die gebräuchlichste Definition ist folgende: Zur revolutionären Zeit nach dem Ersten Weltkrieg begab es sich im Münchner Mathäser-Keller, in dem die Revolutionäre tagten, dass aus Mangel an Bier oder wegen der Verfügung weniger Alkohol auszuschenken, um die (im Volksmund als Russ’n bezeichneten) Kommunisten nicht zu ermüden, das Weißbier mit Limonade oder Wasser gestreckt wurde.
    #37VerfasserSugar16 Okt. 09, 15:10
    Kommentar
    #33 "Kracherl" kenne ich aus meiner Jugend in Österreich, 1970er Jahre ... da gab's Himbeer-Kracherl und andere Sorten. Picksüß und chemisch.

    Anscheinend ist die Definition:
    "Fruchtlimonaden, die mit Aromen versetzt sind aber keinen Fruchtsaft enthalten, können auch als Kracherl bezeichnet werden. Ansonsten gelten die oben stehenden Bestimmungen für Limonaden."

    "Kracherl" wird offenbar von verschiedenen Unternehmen hergestellt, darunter die Ottakringer Brauerei, Radlberger und andere.

    Der Name stammt wohl von frühen Limo-Flaschen, bei denen man den Verschluss laut knacken lassen konnte.


    Quellen:
    http://www.lebensmittelwelt.de/lebensmittelfo...

    http://www.radlberger.com/export/sites/defaul...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kracherl#Kracherl
    #38VerfasserKrocha16 Okt. 09, 15:13
    Kommentar
    #31 Bier+Cola ~ Diesel oder in Frankfurt angeblich "A Dreggische".
    #39VerfasserKrochal16 Okt. 09, 15:16
    Kommentar
    #37 Danke für die Aufklärung :-).

    Aber warum bezweifelst Du, daß es um einen Kollegen geht? Oder wie soll ich die Anführungszeichen interpretieren? Das ist doch eigentlich keine Geschichte der Sorte

    A: Ein Freund hat so einen juckenden Ausschlag zwischen den Zehen.
    B: Da kann ich dir Fußpilzcreme empfehlen.
    #40Verfasser Russisch Brot (340782) 16 Okt. 09, 15:28
    Kommentar
    Wie immer in solchen Fällen hilft ein Blick in den Schmeller.

    richten, A) wie hchd. B) Hier scheinen indessen auch einige minder gangbare Anwendungen einen Platz zu verdienen, in welchen das Wort, je mit verschiedenen Vorsylben, von den eigentlichen Bedeutungen: a) gerademachen, b) dirigere, ausgehend: c) (ein Unrecht) gerade machen, abthun, schlichten,judicare, d) (eine Schuld) ausgleichen,abtragen, zahlen; (ein Maß) vollends ausfüllen; e, alpha) bereit machen, bereiten, e, beta) versehen, versorgen, ausstatten; f) fertig machen, abthun, zu Ende bringen; thun überhaupt, g) (zunächstauf b beziehbar) in Kenntnis setzten.

    Was war noch? Eine rote Bratwurst bezeichnet man im bayerischen Teil Schwabens als Schübling, im Rest Bayerns kennt man das gar nicht.

    Stadtwurst und Lyoner sind zwei verschiedene Wurstsorten. Die Stadtwurst ist gröber und gewürzt.

    Russn kennt man auch in Schwaben.

    Kracherl hab ich von meiner Oma aus Ampfing gelernt, kommt sehr wahrscheinlich vom Bügelverschluß, mei den kennt ihr Nodialtoners ja gar net.
    #41Verfasser bluesky (236159) 16 Okt. 09, 15:31
    Kommentar
    Was sind Nodialtoners? Und warum sollte man außerhalb Süddeutschlands (ich vermute einfach mal, daß es sowas wie Piefke heißt *g*) keine Bügelverschlüsse kennen?
    #42Verfasser Russisch Brot (340782) 16 Okt. 09, 15:35
    Kommentar
    @Russisch Brot,
    Du hast doch in # 32 geschrieben,
    dass ich damit einen Kollegen sehr glücklich machen werde.....
    Und deswegen schrieb ich den Kollegen in Anführungszeichen,
    weil ich nicht wusste ob Kollege im Sinne von Kollege oder Kumpel oder so...
    #43VerfasserSugar16 Okt. 09, 15:36
    Kommentar
    no dial tone: Generation jener Menschen, die den Wählton (tuut - tuuut) vom weiland Fernsprecher nicht kennen.

    Über Preußen hab ich mich gar nicht ausgelassen, also unterstell mir hier nix, Russisch Brot. Für mich, als in Augsburg geboren und aufgewachsen, ar das Kracherl auch neu, als ich es das erste Mal hörte. Von zu Hause kannte ich nur Chabeso (sprich Schabeso), eine Limondenmarke, die es nur im Augsburger Raum gibt und das beste überhaupt um es mit Bier zu mischen.
    #44Verfasser bluesky (236159) 16 Okt. 09, 15:54
    Kommentar
    aehnliches beispiel...In Bayern steckt man etwas ein und in Norddeutschland schiebt man etwas ein. Ersters kann fuer Gelaechter sorgen genauso wie das Hinrichten/Herrichten Beispiel. Das kommt allerdings davon wenn man den Dialekt "einhochdeutscht" und damit mitunter komische Woerter rauskommen...

    Da faellt mir ne nette Geschichte ein. Ich war auf einer Konferenz und hab einen recht unsympathischen Zeitgenossen getroffen der sich folgendermassen vorgestellt hat: Ah du bist also aus Bayern? Na ich bin aus NRW wo wir richtiges Hochdeutsch reden und keinen Dialekt haben. Hmm dacht ich mir...Armer Bastard...Keine regionale Sprachidentitaet...Hab mich umgedreht, gegrinst und mich mal fuer ihn ein bischen traurig gefuehlt....
    #45Verfasserdudelda16 Okt. 09, 15:54
    Kommentar
    Naja,
    wer Dialekt spricht und Hochdeutsch kann,
    der hat viel mehr Wörter im Kopf
    und kann sich somit viel konkreter ausdrücken.
    Ich meine, wenn ich sage "das Kind ist häbich",
    dann beschreibt das einen ganzen Zustand.
    Und das mit nur 1 Wort....
    #46VerfasserSugar16 Okt. 09, 16:02
    Kommentar
    #44 Ah ja, regionale Voreingenommenheit darf ich Dir bitte nicht unterstellen, aber generationelle ist ok ;-))?

    Dann stelle ich die Frage anders: Warum sollten unter Zwanzigjährige (oder so) keine Bügelverschlüsse kennen? Ich (deutlich über zwanzig ...) habe sie bei Limonadenflaschen nicht mehr erlebt, aber die Hausbrauereien verkaufen ihr Bier heute noch so, z.B. http://www.uerige.de/produkte/ .

    #47Verfasser Russisch Brot (340782) 16 Okt. 09, 16:04
    Kommentar
    Weil der Bügelverschluß der Limonadenflaschen anders war als der für Bierflaschen.
    #48Verfasser bluesky (236159) 16 Okt. 09, 16:13
    Kommentar
    Ok, da hast Du mich, dabei bin ich mit einem grauen Wählscheibentelefon aufgewachsen.
    #49Verfasser Russisch Brot (340782) 16 Okt. 09, 16:14
    Kommentar
    @dudelda Ich bin auch in NRW aufgewachsen und würde behaupten, dass ich keinen Dialekt spreche, aber vor den regionalen Unterschieden in der Sprache sind auch wir NRWler nicht geschützt ;-). Bei uns (Ostwestfalen) ist es völlig normal jemanden zu fragen, wo er weg komme oder noch "schlimer" wo er denn weg sei. Gemeint ist; Wo kommst Du her, wo wohnst Du? Wenn der Gefragte nicht gerade"von Minden weg ist", stößt diese Frage in der Regel auf Unverständnis. Ich finde, Dein Gegenüber war wirklich ziemlich arrogant und ich hoffe, dass er "nich von Ostwestfalen wech war".
    #50Verfasser DFW (626253) 16 Okt. 09, 16:41
    Kommentar
    Ich war eigentlich der Meinung gewesen, dass man Kracherl nur zu einem "Gelben Limo" sagt, aber meine Mutter hat mir erklärt, dass die Farbe oder Geschmacksrichtung völlig egal ist. Früher gab es sogar wesentlich mehr Varianten, z.B. Himbeerkracherl, Waldmeisterkracherl, natürlich Zitronenkracherl, usw.

    Es gab damals in jedem noch so kleinen Dorf einen, der Kracherl gemacht und verkauft hat. Der Name kommt tatsächlich vom Bügelverschluss und dem Geräusch, das beim Öffnen der Flasche entsteht.
    #51Verfasserjynnantonnyx16 Okt. 09, 16:48
     
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