Werbung - LEO ohne Werbung? LEO Pur
LEO

Sie scheinen einen AdBlocker zu verwenden.

Wollen Sie LEO unterstützen?

Dann deaktivieren Sie AdBlock für LEO, spenden Sie oder nutzen Sie LEO Pur!

 
  •  
  • Übersicht

    Sprachlabor

    Aussprache von "g" am Wortende

    Betrifft

    Aussprache von "g" am Wortende

    Kommentar
    Hallo zusammen!
    Ich bin mir sicher, dass es hierzu schon einen Faden geben muss, allerdings kann ich nichts finden ??

    Wie wird das "g" am Wortende ausgesprochen? Als "ch" oder als "g"?

    artig - artich
    wichtig - wichtich

    Ich kenn mich nicht mehr aus.
    Verfasserweisnix16 Okt. 09, 19:20
    Kommentar
    "ig" wird standardsprachlich meines Wissens als "ich" gesprochen, also z.B. Köni-ch.

    Nicht standardsprachlich ist hingegegen "wech" für "weg" usw.
    #1VerfasserLara16 Okt. 09, 19:23
    Kommentar
    Ich würde es für richtig halten, das G als G auszusprechen. Selbst der Duden nennt aber Konzessionen. Mein Favorit ist „Verlach“ für Verlag.
    #2Verfasseruriuriuri16 Okt. 09, 20:08
    Kommentar
    @2. "Verlach" ist wirklich gut :-)

    Ich finde das "ch" an Stelle des "g"'s ja auch richtig bescheuert. Wobei ich nicht weiss was richtig ist.

    Mit einem gesprochenen "g" waere es auf jeden Fall fuer den Auslaender einfacher. Wie soll denn der arme Tropf sonst wissen, wie man was ausspricht.

    Einem non-native-speaker wuerde ich den Rat geben, es immer mit "g" auszusprechen. Sonst ist die Verwirrung komplett, wenn aus "Ich mag Eis" auf einmal "Ich mach Eis" wird.
    #3Verfasserbavarian-girl16 Okt. 09, 20:17
    Kommentar
    Sag ihm Süden (Bayern / BaWü) ruhig immer -g am Ende, das tun wir alle. Oberhalb der Donau müsstest du dir allerdings lange Suadas anhören von wegen Standardsprache, Bühnendeutsch blablablabladoppelgähn, also sprich dort -ig wie -ich aus, dann hast du deine Ruhe.
    #4Verfasser Birgila/DE (172576) 16 Okt. 09, 20:19
    Kommentar
    http://www.wer-weiss-was.de/theme143/article1...
    "Nach Theodor Siebs' Werk Deutsche Aussprache (hier zitiert nach der 19. Auflage von 1969) gilt im Silbenschluß und vor Konsonanten für die »reine Hochlautung« die Aussprache von »-ig« als Reibelaut [Iç], nicht als Verschlußlaut [Ik]. »Aus Gründen des Wohlklangs« werde [Ik] gesprochen, wenn ein zweites [ç] folgt: ewiglich, königlich, Königreich. Vor Vokalen und bei Apostrophierung werde Verschlußlaut [g] gesprochen: ewige, Könige, blut'ge, freud'ge. (S. 100, 113 f.)"

    und genauer http://faql.de/lokalkolorit.html#ig

    Also: "-ig" normalerweise als "-ich". Aussprache als "-ig" kann regional vorherrschen und ist bevorzugt, wenn ein weiteres "ch" im Wort folgt (Koenigreich) oder ein Vokal (blutige).

    Bei Worten, die auf "-ig" enden ist sowohl "-ig" als auch "-ich" sicherlig richtich.
    #5Verfasser Mausling (384473) 16 Okt. 09, 20:22
    Kommentar
    Diese Thema erinnert mich an eine Geschichte, die meine Englischlehrerin mal erzählt hat:
    Als Studentin lebte sie zwecks Sprachpraxis für ein Jahr in den USA und wurde dort mal von einem lokalen Rundfunksender eingeladen, als Mutterprachlerin und Gast live bei einem Deutschkurs mitzuwirken, der da ausgestrahlt wurde (das scheint es tatsächlich mal geben zu haben).
    Sie sprach den König usw. mit "g" aus, wie es bei uns in der Gegend üblich ist, und mußte sich nach der Sendung heftige Vorwürfe des Kursleiters anhören, der offensichtlich vorher recht vile Mühe darauf verwendet hatte, seinen Schüler beizubringen, dass es Könich und keinesfalls König heißen muß.
    #6VerfasserRe16 Okt. 09, 20:45
    Kommentar
    Das End-G kommt auch manchmal als sch daher. Im Hessischen ist es „unnöötisch über so Verlache zu babbele“. Sehr verwirrend ...

    Haben wir Deutschen ein End-G-Problem? Wichtig, wichtich, wischtisch und was weiß ich noch alles.
    #7Verfasseruriuriuri16 Okt. 09, 21:52
    Kommentar
    Bestätigung für #5 - außer dem letzten Satz ;-).
    Weil ich den Faden auch nicht mehr finde, hier eine Kurzversion nach Duden 9:

    Die Buchstabenfolge -ig wird im Auslaut wie -ich gesprochen, also Könich, zwanzichste. Direkt vor -lich wird k gesprochen, ebenso in Königreich.
    Im Süden wird auslautendes -ig immer als ik gesprochen; als Standardlautung gilt das nicht.


    #8Verfasser manni3 (305129) 17 Okt. 09, 00:25
    Kommentar
    Ich bin jedenfalls KEIN "Wachtelkönich".
    #9Verfasser Wachtelkönig (396690) 17 Okt. 09, 03:02
    Kommentar
    Auch wenn es nicht ganz zu dieser Diskussion gehört, muss ich nun doch mal erwähnen, dass wir Schwaben es auf der anderen Seite fertigbringen, das Wort "Plastik" am Ende mit "ch" auszusprechen.....
    #10Verfasser Zavelle (462964) 17 Okt. 09, 03:09
    Kommentar
    Stimmt, zum Beispiel bei Blaschtichgüggle.
    #11Verfasser Wachtelkönig (396690) 17 Okt. 09, 03:22
    Kommentar
    Des isch die groeß Cheregtichkaid im Läebe: So chleigt sich alls mea aus!
    #12Verfasser manni3 (305129) 17 Okt. 09, 12:30
    Kommentar
    Sorry, ich kenne das nur als auslautendes [g] am Ende, und zwar auch deutlich nördlich der Donau (Stuttgarter Raum). Das -ch diente für unsereiner immer als Schibboleth für einen sog. "Fischkopf" (pej.). Wahrscheinlich ist die -ch-Grenze wie so manches andere auch dann auf einer Linie auf Höhe von Heilbronn.
    #13VerfasserData17 Okt. 09, 13:33
    Kommentar
    Also, wenn ich auch mal meinen Senf dazu geben darf xD

    Das "ch" bzw "sch" anstelle von "g" ist eher dialektbedingt. Keine Schule in Stuttgart, Hamburg, Köln oder irgeneiner anderen Stadt mit Dialekt bringt seinen Schülern bei, im Dialekt zu schreiben. Das "g" ist hochdeutsch und richtig, alles andere wie "ch" oder "sch" ist von der Region in der man lebt oder sich aufhält abhängig.
    Für einen Ausländer stelle ich es mir sehr schwer vor, zum Beispiel in Stuttgart zu leben und deutsch zu lernen wenn er keine Vorkenntnisse hat.
    #14Verfasserschlaumeier17 Okt. 09, 13:56
    Kommentar
    schlaumeier, @ 'Das "ch" bzw "sch" anstelle von "g" ist eher dialektbedingt.'

    Guckst Du #5 und #8!
    #15Verfasser manni3 (305129) 17 Okt. 09, 14:06
    Kommentar
    Bitte, Könich ist standardsprachliche Aussprache? Es stimmt schon, es ist kein reines g am Ende, aber das ch ist doch eher angedeutet: http://www.leo.org/dict/audio_de/k/der_Koenig.mp3
    #16VerfasserCJ unplugged17 Okt. 09, 14:12
    Kommentar
    Mal anders herum :
    Ich kenne auch für hässlich die Aussprache [hɛslɪk] als wenn es mit "g" geschrieben wäre. Wo soll das noch enden ?
    #17Verfasser nick92 (511654) 17 Okt. 09, 14:17
    Kommentar
    Ich nehme hiermit widerwillig die sicher gut recherchierten Regeln zur Kenntnis - aber zu mehr kann ich mich nicht durchringen. Für mich klingt es, ehrlich gesagt, grauenhaft, wenn jemand Könich oder Verlach sagt! Ich toleriere es natürlich als Dialekt.

    Eine Frage drängt sich mir allerdings auf: Gibt es irgendeine Tonaufnahme (von einem Hörspiel oder einem Hörbuch), in dem von einem Könich die Rede ist? Bei solchen Aufnahmen erwartet man doch dialektfreies Deutsch. Und da heißt der König doch immer König, oder?

    Eltern von Kindern, die gern Märchenkassetten hören, können dazu vielleicht etwas sagen.
    #18Verfasser Fragezeichen (240970) 17 Okt. 09, 14:21
    Kommentar
    Ich denke nicht, dass es irgendwelche Aufzeichnungen mit einem klaren Dialekt gibt, außer sie wurden nur zu diesem Zwecke aufgenommen.
    ps : Mir ist sowohl der Könik als auch der Könisch sehr geläufig.
    #19Verfasser nick92 (511654) 17 Okt. 09, 14:24
    Kommentar
    Fragezeichen: die Standardaussprache, d.h. die offizielle Bühnen- und Hochdeutschsprecher-Aussprache für König ist 'Könich'.

    Guckst auch Du #5 und #8.
    Hörst Du: Der König in Thule - Rezitation: Gerd Wameling
    #20Verfasser manni3 (305129) 17 Okt. 09, 15:00
    Kommentar
    @manni3: Ist ja gut - ich gebe mich geschlagen. Was soll ich arme kleine Übersetzermaus schon gegen einen Professor Wameling ausrichten?
    Ich kann mich trotzdem nicht damit anfreunden. (Obwohl die Stimme von Wameling sehr angenehm klingt. Bis auf das Wort Könich!)
    Und außerdem hast du jetzt meine Träume, vielleicht einmal als Synchronsprecherin zu arbeiten, zunichte gemacht! ;)))
    #21Verfasser Fragezeichen (240970) 17 Okt. 09, 15:26
    Kommentar
    als Synchronsprecherin zu arbeiten, zunichte gemacht! - Das tut mir aufr ig t ich leid ;-((
    #22Verfasser manni3 (305129) 17 Okt. 09, 15:33
    Kommentar
    Schon gut, manni3. Vielleicht kommt ja auch irgendwann ein Könich bei mir vorbei und nimmt mich mit auf sein Schloss - und dann ist mir meine Arbeit gar nicht mehr so wichtich ...
    ;)
    #23Verfasser Fragezeichen (240970) 17 Okt. 09, 15:39
    Kommentar
    Beinm König ist die Aussprache mit dem "-g" am Ende überregional sehr weit verbreitet.

    P.S. "Ich bin dann ma' wech!".
    #24VerfasserDFG17 Okt. 09, 15:45
    Kommentar
    Also ich komme aus dem Rheinland und hier macht man ja fast aus allen ein "sch" (z.B. Isch ^^)
    Trotzdem sage ich König, also mit -g.
    Aber auch mit -ch finde ich in Ordnung. Also, wenn jemand nicht Muttersprachler ist, dann finde ich, dass er sich nicht so viele Gedanken darüber machen muss ^^

    #25Verfasserbla17 Okt. 09, 16:46
    Kommentar
    Unsere britischen Nachbarn haben mit Freude ihr gelerntes "Könich" zugunsten des "König" aufgegeben, weil sie es angenehmer auszusprechen finden. "Wie gut, dass wir in München leben", sagen sie - und haben natürlich recht ;-)
    #26Verfasser Birgila/DE (172576) 17 Okt. 09, 18:47
    Kommentar
    Mie song me jo aa 'Kini', gell!!
    #27Verfasser manni3 (305129) 17 Okt. 09, 19:13
    Kommentar
    Wie ist es denn bei der ch-Aussprache mit Plural und weiblicher Form? Zwei Köniche und eine Könichin? Das klingt ja absurd.
    #28Verfasser Wachtelkönig (396690) 17 Okt. 09, 19:49
    Kommentar
    Also da wird das mit einem weichen g ausgesprochen.
    #29Verfasserbla17 Okt. 09, 19:54
    Kommentar
    Die Buchstabenfolge -ig wird wie -ich gesprochen im Silbenschluss und vor Konsonanten (#5), im Auslaut (#8).

    Also 'Könige', 'Königin'.
    #30Verfasser manni3 (305129) 17 Okt. 09, 19:59
    Kommentar
    Aha. Vollkommen unlogisch.
    #31Verfasser Wachtelkönig (396690) 17 Okt. 09, 20:03
    Kommentar
    Unlogisch mitnichten, es kommt nur auf die Stellung innerhalb der jeweiligen Silbe an - genau wie beim Fall "Wagner", den wir auch schon hatten.

    Auslaut: Kö-nich, Wak-ner
    Anlaut: Kö-ni-ge/Kö-ni-gin, Wa-gen

    Das einzig "Unlogische" wären die Ausnahmen: kö-nik-lich, Kö-nik-reich (um ein zweimaliges "-ch" zu vermeiden), wie Mausling (#5) schon angeführt hat.
    #32Verfasser Stravinsky (637051) 17 Okt. 09, 20:15
    Kommentar
    Was heißt schon logisch in der Sprache! Für Siebs war es logisch, im Theater das -ig als -ich aussprechen zu lassen, weil es raumfüllender ist.
    #33Verfasser manni3 (305129) 17 Okt. 09, 20:48
    Kommentar
    Für mich ist vieles an der deutschen Sprache unlogisch, manches muss mal wohl ganz einfach so hinnehmen.
    #34Verfasser nick92 (511654) 18 Okt. 09, 00:54
    Kommentar
    Oder man ignoriert es einfach. Ich bin ein einfacher Wachtelkönig und kein hochfliegender Kranich.
    #35Verfasser Wachtelkönig (396690) 18 Okt. 09, 01:04
    Kommentar
    Die Aussprache ist regionale unterschiedlich. In Süddeutschland, Österreich, Südtirol und in der Schweiz ist die Aussprache "-ig" immer "-ig/-ik". Wo die Isoglosse in nördlicher Richtung verläuft kann ich leider nicht sagen. In den Dialekten kann das "-g/-k" teilweise wegfallen. Hochsprachlich sagt man in der Gegend von München z.B. "König" und im Dialekt "Kini" oder "Kenig". Der Wegfall des "-g"s betrifft im Dialekt auch z.B. das Wort "genug". In weiten Teilen Oberbayerns sagt man "gnua" für "genug". Hochsprachlich wird das "-g" hier aber immer als "-g" oder gar "-k" gesprochen.
    #36VerfasserNiklo (859393) 29 Mär. 12, 13:44
    Kommentar
    Lasst mich bloß nicht von "in den" und "im" anfangen. Neulich bei einer Freundin zufällig mitbekommen: Sie schaut leidenschaftlich gern diese Sendung an, in der jeden Tag einer der 5 Kandidaten die anderen 4 bekocht und dann wird bewertet.
    Jedenfalls stand da das ete-petete-Jüngelchen mit seinen 26 Jahren, seines Zeichens "Diplom Sommelier" in der Designerküche seiner (höchstwahrscheinlich von Papa gesponsorten) Designer-Wohnung (auf die Frage wie er sich das leisten könne berichtete er nämlich nicht etwa von seiner tollen Karriere sondern druckste nur herum von wegen "naja wer hat der hat")und verkündete dann "Die Beilage kommt jetzt noch ein Wenig im Ofen" Da war sofort der ganze Auftritt ruiniert
    #37Verfasser Nefertit (584922) 29 Mär. 12, 13:57
    Kommentar
    Fußnote:

    In Mittelfranken, das wohlgemerkt auch "im Süden" (nämlich in Bayern) liegt, wird "König" wie Kênich ausgesprochen. (Und der Montag heißt hier "Montôch"...)
    #38Verfasser MiMo (236780) 29 Mär. 12, 14:12
    Kommentar
    Für meine Wiener Mutter was das ein Kinigl!
    #39Verfasser Restitutus (765254) 29 Mär. 12, 14:19
    Kommentar
    Zur regionalen Aussprache von König: Könik - Könich - Könisch
    #40Verfasser manni3 (305129) 29 Mär. 12, 14:28
    Kommentar
    @MiMo Ja, Franken liegt zwar in Bayern aber anscheinend schon nördlich der Sprachgrenze für "-g" => "-k" ;) Heute sagt man im südlichen Oberbayern oft "Mondog/Montog". Im älteren Dialekt auch "Monta". Im Südbairischen ist es teilweise ein "Mountig/Montik".
    #41VerfasserNiklo (859393) 29 Mär. 12, 15:19
    Kommentar
    Wieso habt Ihr denn diesen alten Faden ausgegraben?
    #42Verfasser Wachtelkönig (396690) 29 Mär. 12, 15:26
    Kommentar
    Das fragst Du? Bei Deinem Nick???
    #43Verfasser manni3 (305129) 29 Mär. 12, 17:46
    Kommentar
    Dazu habe ich mich doch schon vor zweieinhalb Jahren geäußert.
    #44Verfasser Wachtelkönig (396690) 29 Mär. 12, 17:50
    Kommentar
    Ich bekenne mich schuldig ;) Ich hab den Faden ausgegraben weil ich neu hier bin und über den Faden "gestolpert" bin und meine Sicht aus bairischen bzw. süddeutschen Sprachraum (dazu zähle ich auch Schweiz, Österreich und Südtirol) schreiben wollte.
    #45VerfasserNiklo (859393) 30 Mär. 12, 12:29
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
 
 
 ­ automatisch zu ­ ­ umgewandelt