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    Sprachlabor

    Why "in die Schweiz" and not "nach der Schweiz"?

    Betrifft

    Why "in die Schweiz" and not "nach der Schweiz"?

    Kommentar
    One would say "ich fahre nach Deutschland".

    But I think the correct phrase is "ich fahre in die Schweiz", not "nach der Schweiz". Is this correct? If so, can anyone explain the logic why the prepositions are different?

    Thanks.
    Verfasser eric (new york) (63613) 24 Okt. 09, 21:07
    Kommentar
    because the situation changes when you go into somewhere (into the Rockies, the Black Forest, etc.) rather than just to somwewhere. In German, going to somewhere doesn't require an article: ich fahre nach Hause, nach Bamberg, nach Italien, etc. But: ich fahre in den Schwarzwald, die Schweiz, den Amazonas, etc. and that's invariably accusative: wohin
    #1Verfasser dude (253248) 24 Okt. 09, 21:11
    Kommentar
    bei Ländernamen mit Artikel steht 'in' +A/D:
    fahre in die Schweiz / lebe in der Schweiz
    der Jemen, der Iran, der Irak, der Sudan, die Türkei
    in die Niederlande, in die USA (beide Plural)
    #2Verfasser manni3 (305129) 24 Okt. 09, 21:15
    Kommentar
    @dude, das überzeugt mich nicht. An der Größe kann es auch nicht liegen, es muß historische Gründe haben.
    Und wir fahren nicht in den Amazonas, sondern allenfalls in das Amazonasgebiet (oder eben auf dem Amazonas).

    @ manni
    Das verschiebt die Frage ja nur: Warum haben einige wenige Länder einen Artikel?
    #3Verfasser judex (239096) 24 Okt. 09, 21:15
    Kommentar
    dude, bitte nicht in den Amazonas, da gibt's doch so gefräßige Fische ...
    #4Verfasser manni3 (305129) 24 Okt. 09, 21:18
    Kommentar
    judex, von Grösse habe ich nichts behauptet, und du hast recht, in den Amazonas fahren wir (hoffentlich) nicht. :-)
    #5Verfasser dude (253248) 24 Okt. 09, 21:19
    Kommentar
    hilft das da ?

    http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1...

    Zwiebelfisch-Abc
    Ländernamen mit Artikel/Ländernamen ohne Artikel
    Wann wird Ländernamen ein Artikel vorangestellt und wann nicht? Diese Frage beschäftigt viele Leser - sowohl in Deutschland als auch in Österreich und in Schweiz. In Schweiz? Schon stecken wir mitten drin in der Problematik.

    Ob ein Ländername mit Artikel oder nicht genannt wird, hängt von seinem Geschlecht ab. Die allermeisten Länder sind sächlich, bei ihnen fällt der Artikel weg: Dänemark, Frankreich, Island, Großbritannien - allesamt artikellos. Gott sei Dank! Stellen Sie sich vor, wie lästig das bei Aufzählungen würde: "Mit der letzten Erweiterung kamen das Polen, das Ungarn, das Tschechien, die Slowakei, das Slowenien, das Lettland, das Litauen, das Estland, das Malta und das Zypern zur Europäischen Union." - "Das" wäre ja unerträglich. So wurde bereits vor langer, langer Zeit auf den sächlichen Artikel verzichtet.

    Ländernamen, die weiblich sind, haben den Artikel bis heute behalten. Von ihnen gibt es allerdings nur eine Handvoll:

    die Dominikanische Republik, die Mongolei, die Schweiz, die Slowakei, die Türkei, die Ukraine, die Zentralafrikanische Republik

    Auch Ländernamen männlichen Geschlechts gibt es nicht besonders viele, und bei ihnen ist außerdem auch noch ein schwankender Genusgebrauch festzustellen. Die im Folgenden genannten Ländernamen können sowohl männlich als auch sächlich gebraucht werden. Werden sie männlich gebraucht, so stehen sie mit Artikel:

    der Irak, der Iran, der Jemen, der Kongo, der Libanon, der Niger, der Sudan, der Tschad, der Vatikan

    Der Name "Iran" wurde früher grundsätzlich als männliches Wort angesehen, daher hieß es immer "der Iran". Heute gehen immer mehr Redaktionen und Verlage dazu über, "Iran" artikellos zu gebrauchen, da es im Persischen selbst keine Artikel gibt. Für viele Leser klingen Sätze wie "Anschließend flog der Minister nach Iran" und "In Iran hat erneut die Erde gebebt" ungewohnt. Es gibt jedoch keine Regel, die uns vorschreibt, die Aussprache und das Geschlecht eines Ländernamens aus der jeweiligen Landessprache zu übernehmen. Daher steht es jedem frei, "Iran" weiterhin mit männlichem Artikel zu gebrauchen und entsprechend "in den Iran" und "im Iran" zu sagen. Ebenfalls mit Artikel werden all diejenigen Länder geführt, deren Namen im Plural stehen:

    die Bahamas, die Niederlande, die Philippinen, die Salomonen, die Seychellen, die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate

    Tritt ein Attribut vor den Namen, dann wird auch bei Ländern sächlichen Geschlechts der Artikel plötzlich wieder sichtbar: das schöne Österreich, das moderne Frankreich, das alte China, das wiedervereinigte Deutschland.


    weitere Informationen : http://www.google.de/search?hl=de&newwindow=1...
    #6VerfasserLouisa24 Okt. 09, 21:20
    Kommentar
    dude, habe ich ja gar nicht behauptet (zumindest nicht wollen).
    #7Verfasser judex (239096) 24 Okt. 09, 21:21
    Kommentar
    judex, wieder mal diese Frage nach dem Warum bei sprachlichen Phänomenen ...

    da kommt bei mir doch gleich die krumme Banane zum Vorschein ;-))

    edit: Übrigens beantwortet die Artikel-Regel doch erics Frage.
    #8Verfasser manni3 (305129) 24 Okt. 09, 21:22
    Kommentar
    gut, dann bleibt nur noch eric's Frage: warum in die Schweiz und nicht nach die/der Schweiz, so wie nach Deutschland, z.B. Und weiss ich leider auch nicht, ausser dass vielleicht "ich fahre in Deutschland" etwas ganz anderes bedeutet als "nach Deutschland."
    #9Verfasser dude (253248) 24 Okt. 09, 21:27
    Kommentar
    Thanks to all of you for your comments... but I'm really asking a different question.

    I'm not asking why some place-names have articles and some not. Rather, I'm asking why there is a different preposition - in some cases "in" and in other cases "nach". So why, for example, does one say "ich fahre nach Deutschland" but "ich fahre in die Schweiz"?

    Of course it's possible that I'm incorrect in my premise. Does one in fact say "ich fahre in Deutschland"?
    #10Verfasser eric (new york) (63613) 24 Okt. 09, 21:31
    Kommentar
    Vielleicht gibt Euch dieser Artikel etwas Hintergrund.

    edit: eric, idiomatisches Deutsch ist
    bei Ländernamen ohne Artikel: ich fahre nach Spanien, ich fahre nach Tschechien
    bei Ländernamen mit Artikel: ich fahre in die Schweiz, ich fahre in die Tschechei (alte Bezeichnung)
    #11Verfasser manni3 (305129) 24 Okt. 09, 21:31
    Kommentar
    Diese ganze Diskussion hatten wir erst vor kurzem (finde ich aber gerade nicht...).
    #12Verfasser Stravinsky (637051) 24 Okt. 09, 21:37
    Kommentar
    eric: So why, for example, does one say "ich fahre nach Deutschland" but "ich fahre in die Schweiz"?
    Because Deutschland has no article in German and Schweiz has an article.
    #13Verfasser manni3 (305129) 24 Okt. 09, 21:40
    Kommentar
    @manni3: Thank you. I guess sometimes the answer is simply - there's no reason, that's just the way we say it.
    #14Verfasser eric (new york) (63613) 24 Okt. 09, 21:40
    Kommentar
    Ja, eric, so ist es. Nur wenige Phänomene in lebendigen Sprachen haben eine wirklich logische Begründung.


    edit: there's no reason, that's just the way we say it. Yes, and then we give a nice name to the phenomenon and call it 'idiomatic' ;-))
    #15Verfasser manni3 (305129) 24 Okt. 09, 21:42
    Kommentar
    eric: What I learned decades ago was the general rule that you go "nach" a country. Exceptions to the rule were countries with a definite article. They required you to go "in" + accusative, e.g. in die Schweiz, in den Irak fahren.

    Why? No idea!
    #16Verfasser SD3 (451227) 24 Okt. 09, 21:49
    Kommentar
    there's no way around ... learn it by heart ... :-)
    #17VerfasserLouisa24 Okt. 09, 21:52
    Kommentar
    you also go nach a city or your own home. :-)
    #18Verfasser dude (253248) 24 Okt. 09, 21:52
    Kommentar
    @dude: In #19 you wrote: "ich fahre in Deutschland" etwas ganz anderes bedeutet als "nach Deutschland."

    Can you explain the difference? Thanks.

    But I guess we can't tell whether "in Deutschland" is accusative or dative. If you mean dative (in Deutschland = innerhalb Deutschlands), then I understand the difference.
    #19Verfasser eric (new york) (63613) 24 Okt. 09, 22:01
    Kommentar
    ... und einige sind nach Westen gegangen ;-)

    edit: ja, es ist innerhalb Deutschlands
    #20Verfasser manni3 (305129) 24 Okt. 09, 22:01
    Kommentar
    in Deutschland = innerhalb von Deutschland

    auch : ich fahre (gerade) auf einer deutschen Straße/Autobahn

    as our Autobahnen still have no general speed limit ... .-)
    #21VerfasserLouisa24 Okt. 09, 22:04
    Kommentar
    @dude: Correction to my #19 - I meant "in #9 you wrote..."
    #22Verfasser eric (new york) (63613) 24 Okt. 09, 22:04
    Kommentar
    yes, and manni3 very ably and competently (as is his wont) explained it already. :-)
    #23Verfasser dude (253248) 24 Okt. 09, 22:06
    Kommentar
    Mäeße! ;-)
    #24Verfasser manni3 (305129) 24 Okt. 09, 22:10
    Kommentar
    #25Verfasser Stravinsky (637051) 24 Okt. 09, 22:18
    Kommentar
    auch nicht sehr ergiebig oder aufschlussreich.
    #26Verfasser dude (253248) 24 Okt. 09, 22:22
    Kommentar
    Manni3 hat es im Wesentlichen schon gesagt. Als Richtungspräposition ist wird 'nach' nur bei Wörtern ohne Artikel benutzt (temporal ist das anders). Das sieht man auch daran, dass es mit Adverbien (keine Substantive, ergo kein Artikel) benutzt werden kann:

    nach rechts/links/oben/unten
    #27VerfasserIngeborg25 Okt. 09, 09:39
    Kommentar
    Ich denke auch, dass die 'logische' Erklärung einfach die ist: Da 'Deutschland' keinen Artikel hat, könnte man nicht sicher sein, was mit 'ich fahre in Deutschland' gemeint ist. Deshalb wird (pragmatischerweise) 'nach' genommen.
    Wie einfach ist es doch im Dialekt! Muang fahr' ma auf Italien. :-)
    #28VerfasserMuckantsch (468089) 25 Okt. 09, 10:09
    Kommentar
    definitive Antwort:
    weil die Schweiz weiblich und eben nicht sächlich ist wie die meisten deutschen Länder-/Landschaftsnamen.
    (Manni sagt in #2 im Prinzip alles).
    Ich ergänze: Ich fahre in die Mongolei, die Walachei, die Kaschubei.

    Stimme auch zu, dass es bei männlichen Ländernamen analog funtktioniert:
    in den Jemen, eigentlich auch ebenfalls: in den Iran, in den Irak

    Auch im Französischen gibt es übrigens eine seltsame Abweichung bei den wenigen männlichen Ländernamen, hier im Gegensatz zur Mehrheit der weiblichen.

    Je vais en France (f.), en Italie (f.), en Allemagne (f.)
    aber: Je vais au Maroc (m.), au Danemark (m.)

    Ist euch aber schon aufgefallen, dass sogar Nachrichtensprecher in letzter Zeit oft zw. meistens sagen: "nach Irak" und "nach Iran" statt jeweils "in den"? Mich nervt diese Entwicklung ziemlich.
    #29Verfasser maxxpf (361343) 25 Okt. 09, 12:29
    Kommentar
    @Muckantsch: A good explanation.

    In my #19 & 21 you can see that I was wondering about "ich fahre in Deutschland" because of the confusion between accusative and dative. But it didn't occur to me that this could be the reason why "nach" is used instead. It makes sense.
    #30Verfasser eric (new york) (63613) 25 Okt. 09, 15:18
    Kommentar
    @#29: Ja, auch die Süddeutsche Zeitung schreibt dies seit geraumer Zeit so. Erst hielt ich es für einen Auslassungsfehler. Wer setzt solche seltsamen Entwicklungen in Gang? Es ist ja nicht so, dass es früher zwei Varianten gab (in den Iran und nach Iran) und jetzt hat sich halt eine von beiden durchgesetzt. Das wäre ja noch zu verstehen. Sondern, jedenfalls so weit ich das beobachten konnte, früher sagten alle 'der Iran' und (magic, magic!) heute heißt es plötzlich mehrheitlich 'Iran' ohne Artikel. Wer lässt sich so was einfallen? Wer hat die Zeit, über so einen Schmarrn nachzudenken und zu befinden? Worin besteht der Vorteil der neuen Ausdrucksweise?
    #31VerfasserMuckantsch (468089) 25 Okt. 09, 15:23
    Kommentar
    Ich halte derartige Entwicklungen eigentliich für logisch. Viele dieser Länder, die einen Artikel tragen, waren ja früher Gebiete und keine autonomen Nationen. Der Irak, wie hier schon richtig erklärt wurde, war kein Land, sondern eine Gegend, ein Gebiet; vor allem unter britischer Herrschaft galt dies für viele heutige Nationen. Das ist so, als würde der Spessau, in den man ja bekanntlich fährt, zur eigenständigen Nation, wonach es mMn. problemlos heissen kann: wir fahren nach Spessau. :-)
    #32Verfasser dude (253248) 25 Okt. 09, 15:34
    Kommentar
    Das trifft aber z.B. auf die Schweiz oder die Türkei nicht zu.
    #33VerfasserMuckantsch (468089) 25 Okt. 09, 15:36
    Kommentar
    ich nehme an, wenn Deutschland "Deutschei" hiesse, würde man auch in die Deutschei fahren, oder? Und das hört sich mMn. mehr nach einem Gebiet an (ursprünglich wenigstens) als eine Nation. Bei der Schweiz scheint es mir ein besonderer Fall zu sein, dessen geschichtlichen Ursprung ich (noch) nicht ganz verstehe.

    Und natürlich meinte ich den Spessart und nicht die Spessau.
    #34Verfasser dude (253248) 25 Okt. 09, 15:46
    Kommentar
    Gibt's denn eine Erklärung, warum man 'aus dem Pandschab' sagt (ein Bundesland in Indien), wenn, laut Leo, es das Pandschab ist???
    #35VerfasserM25 Okt. 09, 18:22
    Kommentar
    #35 - Hier gibt es sinnigerweise verschiedene Geschlechtsbestimmungen:
    Leo und der DUDEN sagen: Der Pandschab ist sächlich.
    Die wikipedia und der Wahrig sagen: Es ist ein Maskulinum.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Punjab

    außerdem z.B.: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Pandscha...
    #36Verfasser maxxpf (361343) 25 Okt. 09, 18:47
    Kommentar
    Aber ob der oder das Pandschab - der Dativ nach aus ist in jedem Fall dem ;-))
    #37Verfasser manni3 (305129) 25 Okt. 09, 19:12
    Kommentar
    Mann kann im Übrigen immer nach verwenden, bei Ländern mit Artikeln klingt es nur arg antiquiert.
    "Reisen nach der Schweiz" http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite....
    Am bekanntesten ist dies wohl aus dem Zusammenhang Maueröffnung:
    "Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen – Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse – beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig
    erteilt." (Schabowsky)

    #38Verfassernick25 Okt. 09, 19:13
    Kommentar
    # 37 meine Frage war aber nicht- warum aus dem Punjab sondern eher warum nicht einfach aus Punjab wie z.B. aus Delhi oder aus Bihar!
    #39VerfasserM25 Okt. 09, 19:16
    Kommentar
    #39 - Weil er eben ein Geschlecht hat bzw. haben könnte. :-)
    Länder, Städte und Regionen im Neutrum sind dagegen geschlechtslos! (Macht doch eigentlich Sinn, oder nicht?)
    #40Verfasser maxxpf (361343) 25 Okt. 09, 19:22
    Kommentar
    M, Deine Frage war, 'warum man 'aus dem Pandschab' sagt (ein Bundesland in Indien), wenn, laut Leo, es das Pandschab ist' ;-))
    #41Verfasser manni3 (305129) 25 Okt. 09, 19:24
    Kommentar
    hier macht das Geschlecht sowieso keinen Unterschied

    aus dem Kind - das Kind
    aus dem Mann - der Mann

    same difference :-)
    #42Verfasser dude (253248) 25 Okt. 09, 19:27
    Kommentar
    (ernsthaft):
    Nur bei den Ländern im Neutrum lässt man eben den geschlechtsbestimmenden bestimmten Artikel weg.
    Man sagt ja (zumindest in der Regel, nämlich wenn z.B. kein Relativsatz folgt) nicht:
    Ich stamme aus dem Deutschland / aus dem Frankreich.

    #43Verfasser maxxpf (361343) 25 Okt. 09, 19:39
    Kommentar
    There is an interesting idiosyncrasy I have noticed in Berlin that illustrates the principle quite well.

    The city is divided up into many districts, each of them distinct and with its own history and features. AFAIK they are all grammatically neuter ("das") except one - Wedding. In Hochdeutsch Wedding is also neuter, but in Berlinerisch it is oddly enough der Wedding. So you get 2 forms of the same sentence:
    Wir sind nach Wedding gefahren. (Hochdeutsch) vs.
    Wir sind in den Wedding gefahren. (what Berliners say, at least some of them)
    Er ist nach Wedding gezogen./Er ist in den Wedding gezogen.

    Das Wedding uses nach and no article, der Wedding uses in + accusative case.
    #44Verfasser wupper (354075) 25 Okt. 09, 19:51
    Kommentar
    ... aber noch zu Luthers Zeiten aus den deutschen Landen. Da gab's Deutschland noch nicht.
    #45Verfasser manni3 (305129) 25 Okt. 09, 19:53
    Kommentar
    The problem with "in" is that it is ambiguous (to or within) and it is the case that resoves the ambiguity ("in die Schweiz" vs "in der Schweiz"). For countries without an article this ambiguity is not resolved ("in Deutschland" vs "in Deutschland").

    So it makes sense that the unambiguous "nach" has become established for countries without an article. If an article/adjective is added "in" is no longer ambiguous:
    "Wir fahren ins sonnige Italien." but
    "Wir fahren nach Italien.".
    #46VerfasserMikeE (236602) 25 Okt. 09, 19:53
    Kommentar
    Meine Frau kommt aus Norddeutschland und sagt regionalsprachlich auch: Ich gehe nach Meiers!
    Ich als Süddeutscher fahr 'auf Italien'. (s. #28)

    Ich denke, dass es weniger damit zu tun hat, wie und warum etwas 'sinnvoll' ist, sondern damit, dass sich im Laufe der Zeit 'nach Italien', 'zu Meiers' und 'in die Schweiz' als hochsprachlich etabliert hat - aus nicht mehr genau nachzuvollziehenden Gründen, wie so oft, wenn es um Idiomatik geht.
    Ich glaube, die Rolle der Logik wird wieder einmal total überschätzt. Sprache formt sich über Jahrhunderte durch den Gebrauch von Millionen von Sprechern. Und ich glaube nicht an den Großen Deutschen Sprachweltengeist, der hier wirkt und sein logisches Wesen treibt ;-))
    #47Verfasser manni3 (305129) 25 Okt. 09, 20:08
    Kommentar
    D'accord, manni3! Ich muss auch immer schmunzeln, wenn mir jemand sagt, dass Latein so logisch ist. :-)
    #48VerfasserMuckantsch (468089) 26 Okt. 09, 11:18
    Kommentar
    Dass man den Artikel weglässt, hat nicht primär mit dem sächlichen Geschlecht zu tun. Es gibt auch sächliche Ländernamen, die mit Artikel verwendet werden: Das Saarland, das Kosovo, das Pandschab. Da heißt es dann immer auch "in das", nicht "nach dem". Letzeres war allerdings noch vor 50 Jahren völlig üblich, auch bei Ortsbezeichnungen mit Artikel.

    Übrigens empfiehlt das Auswärtige Amt für männliche Staatennamen die artikellose Form, was auch der Grund dafür sein dürfte, dass diese in den Medien zunehmend bevorzugt wird:

    Im allgemeinen Sprachgebrauch werden einige Staatsbezeichnungen sowohl mit als auch ohne
    Artikel verwendet. Es ist jedoch darauf zu achten, dass sie in amtlichen Schriftstücken ohne
    Artikel erscheinen und als Neutra verwendet werden, also z. B.: "die Hauptstadt Iraks" oder "...
    von Irak".


    http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Infos...
    #49Verfasserdirk26 Okt. 09, 12:38
    Kommentar
    #36, #37, #39, #41: bei Pandschab stimme ich Wikipedia und Wahrig zu:

    Hinauf und hinab durch den Pandschab,
    den Fluß entlang bir zur See:
    ich seh schon aus im Spiegel
    wie eine Vierzigjährige.

    Surabaya-Johnny, ...
    #50VerfasserBertolt Brecht (1898-1956)26 Okt. 09, 12:51
    Kommentar
    Einen logischen Grund kenne ich auch nicht, außer dass nach "nach" nie ein Artikel folgt (wenn es richtungsbeschreibend verwendet wird). Oder fällt jemandem gerade ein Bespiel ein, wo ein Artikel folgt?
    Folglich wird aus "nach" dann "in die/den/das" oder "zum/zur"
    In die Stadt, zum Rathaus, etc.
    #51Verfassermonil26 Okt. 09, 12:59
    Kommentar
    @#49: Danke, dirk. Das beantwortet die vorletzte Frage in #31. :-)
    #52VerfasserMuckantsch (468089) 26 Okt. 09, 14:38
    Kommentar
    @ 44 wupper

    >>>Wir sind nach Wedding gefahren. (Hochdeutsch)

    Und wie verhält es sich mit "Wir sind nach Mitte gefahren."
    #53Verfassersmalbop26 Okt. 09, 14:52
    Kommentar
    Hmm, gibt das AA auch eine Begründung, warum es Ländernamen gerne ohne Artikel sieht? Mir sträuben sich bei "in Iran" immer die Nackenhaare. Das Argument, dass es im Persischen keine Artikel gibt, zieht meiner Ansicht nach auch nicht, denn sonst müssten wir auch schreiben "nach Niederland", weil "Nederland" im Niederländischen auch ohne Artikel steht.
    #54VerfasserJanZ26 Okt. 09, 15:00
    Kommentar
    #54: Da kann man ja nur hoffen, dass die mongolische Sprache Artikel hat, sonst werden wir demnächst aufgefordert, 'nach Mongolei' zu sagen.
    *kopflanganhaltendundintensivschüttel*
    #55VerfasserMuckantsch (468089) 26 Okt. 09, 15:08
     
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