| Kommentar | @ Bettina Daß R zu A wird, ist glaube ich unstrittig. Juba ging es um den Unterschied zwischen E und Ä. (Im übrigen ist das auch keine neuere Tendenz, sondern ein seit langem abgeschlossener historischer Prozeß).
Was den Unterschied zwischen E und Ä anbetrifft, so ist das meines Wissens ursprunglich wie bei V und F eine rein graphische Konvention, um gleichlautende Wörter unterscheidbar zu machen. Im (Standard)Hochdeutschen wird kurzes, betontes E immer Ä ausgesprochen und langes E immer EE, also schnell, weg, Hecke, wenn, Fett = schnäll, wäck, Häcke, wänn, Fätt Bär, Weg, Märchen, während, lesen = Behr, Wehk, Mehrchen, wehrent, lehsen
Wörter, wie "Ähre" und "Ehre" klingen also bei normaler Sprechgeschwindigkeit immer gleich. Durch das Schriftbild, wird aber der Eindruck erweckt, es gäbe einen klanglichen Unterschied, und so wandert dieser als sog. "Hyperkorrektheit" wieder allmählich in die Hochsprache ein, insbesondere wenn schlecht ausgebildete Lehrer oder unwissende Eltern, dies ihren Kindern so beibringen. Dann stimmt es irgendwann wieder. Dies ist in der Tat ein noch nicht abgeschlossener Prozeß. |
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