| Kommentar | Das ist keine Frage von Empfindlichkeit, sondern von Fakten. Wenn man über die DDR spricht, dann über die Jahre, in denen dieser Staat bestand. Wenn man auf diese Zeit oder die Gebiete, die zur DDR gehörten, mit dem Label "EHEMALIGE DDR" rekurriert, dann sollte man noch mal kurz darüber nachdenken, was man aus welchen Gründen im Munde führt.
Zum Thema: Die Taufe wird logischerweise auch von Protestanten vorgenommen/begangen/gefeiert.
Es gibt (in allen Konfessionen) die Möglichkeit, sich erst als Erwachsener taufen zu lassen. In dem Fall sollte man freilich nicht zu den Eltern des Täuflings rennen und ihnen gratulieren (sofern die überhaupt anwesend sind), sondern es zum Getauften selber gehen. Allerdings bin ich unsicher dahingehend, ob es bei irgendeinem der genannten Anlässe tatsächlich üblich und geboten ist, explizit zu gratulieren, so à la "Herzlichen Glückwunsch zur Konfirmation/Kommunion/Jugendweihe etc.!". Ich habe auch noch nie gehört (und kann es mir auch nicht vorstellen), dass Leute zu glücklichen Eltern gegangen sind, die gerade ihren Säugling haben taufen lassen, und ihnen gesagt haben: "Herzlichen Glückwunsch zur Taufe eures/Ihres Kindes!" Will sagen: Ein Gratulieren oder so ist in dieser expliziten Foem eigentlich nicht üblich. Je nach Anlass und Beziehung zum betroffenen Kind schreibt man eine Karte und/oder schenkt Geld. Ansonsten freut man sich über die Einladung und über das Büffet. |
|---|