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  • Betrifft

    religiöse Feste

    Kommentar
    Hallo zusammen,

    heute habe ich eine Frage zu den folgenden Anlässen: Taufe, die Kommunion, die Firmung, die Konfirmation, die Jugendweihe, der Namenstag.

    Könntet ihr mir mal sagen, ob solche Anlässe eine Gratulation in der zwischenmenschlichen Interaktion nach sich ziehen? Wenn ja, welcher Person wird gratuliert?

    Besten Dank für die Hilfe!
    Gruß
    Hussein
    VerfasserHussein13 Nov. 09, 23:45
    Kommentar
    Im Prinzip: ja. Und zwar wird der Person gratuliert, die den Anlaß begeht, außer bei der Taufe, da wird den Eltern gratuliert.

    Aber, jetzt wird's kompliziert.

    Taufe, Kommunion und Firmung werden von Katholiken gefeiert.

    Konfirmation wird von Protestanten gefeiert, Taufe weiß ich nicht.

    Jugendweihe gab (und gibt) es in der ehemaligen DDR, also kein religiöses Fest.

    Namenstag ist eigentlich kein besonderer Anlaß, außer bei streng gläubigen Katholiken, da gilt er mehr als der Geburtstag.
    #1Verfasserblusky, unplugged14 Nov. 09, 00:25
    Kommentar
    OT: Hussein, in einem folge bitte blusky nicht: bei der "ehemaligen" DDR. Die gibt es nämlich nicht, und die gab es nicht. Es gab eine DDR, und mit der ist es vorbei; genauso wie mit dem Dritten Reich, dem Kaiserreich und dem Ottomanischen Reich, bei denen auch niemand von Ehemaligkeit spricht, obwohl es sie schon lange nicht mehr gibt.
    #2VerfasserWerner (236488) 14 Nov. 09, 00:31
    Kommentar
    Ja, okay, Werner, das war vielleicht etwas verkürzt ausgedrückt. Dann präzisier ich mal.

    Die Jugendweihe gab es bis 1989 nur in der DDR. Seit der Wende wird sie fast ausschließlich auf dem Gebiet der Länder gefeiert, die damals die DDR gebildet haben, also Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und der damalige Ostteil von Berlin. Vereinzelt wird sie heute auch in dem Teil Deutschlands gefeiert, der vorher mal die BRD war.

    Heute bißchen empfindlich, Werner, was? Ich schenk dir noch ein e, für bluesky.
    #3Verfasser bluesky (236159) 14 Nov. 09, 01:17
    Kommentar
    Das ist keine Frage von Empfindlichkeit, sondern von Fakten. Wenn man über die DDR spricht, dann über die Jahre, in denen dieser Staat bestand. Wenn man auf diese Zeit oder die Gebiete, die zur DDR gehörten, mit dem Label "EHEMALIGE DDR" rekurriert, dann sollte man noch mal kurz darüber nachdenken, was man aus welchen Gründen im Munde führt.

    Zum Thema: Die Taufe wird logischerweise auch von Protestanten vorgenommen/begangen/gefeiert.

    Es gibt (in allen Konfessionen) die Möglichkeit, sich erst als Erwachsener taufen zu lassen. In dem Fall sollte man freilich nicht zu den Eltern des Täuflings rennen und ihnen gratulieren (sofern die überhaupt anwesend sind), sondern es zum Getauften selber gehen.
    Allerdings bin ich unsicher dahingehend, ob es bei irgendeinem der genannten Anlässe tatsächlich üblich und geboten ist, explizit zu gratulieren, so à la "Herzlichen Glückwunsch zur Konfirmation/Kommunion/Jugendweihe etc.!".
    Ich habe auch noch nie gehört (und kann es mir auch nicht vorstellen), dass Leute zu glücklichen Eltern gegangen sind, die gerade ihren Säugling haben taufen lassen, und ihnen gesagt haben: "Herzlichen Glückwunsch zur Taufe eures/Ihres Kindes!"
    Will sagen: Ein Gratulieren oder so ist in dieser expliziten Foem eigentlich nicht üblich. Je nach Anlass und Beziehung zum betroffenen Kind schreibt man eine Karte und/oder schenkt Geld. Ansonsten freut man sich über die Einladung und über das Büffet.
    #4VerfasserFeste feiern14 Nov. 09, 02:13
    Kommentar
    Die Taufe gibt es nicht nur bei Katholiken und Protestanten, die gibt es bei allen Christen.
    Es ist (aus kirchlicher Sicht) das Fest der Namensgebung des Kindes und der Aufnahme in die Gemeinde.
    Dazu wird durchaus gratuliert, wenn der Täufling zu klein ist, dann eben den Eltern.
    Vergleichbar vielleicht: Ein Kind, das gerade 1 wird, hat von der Gratulation zum Geburtstag nichts, aber die Eltern freuen sich, wenn man an den Nachwuchs denkt.

    Den Namenstag gibt es (denke ich) in den Konfessionen, in denen Heilige verehrt werden (die Evangelische Kirche gehört nicht dazu). Dann hat der Namenstag seine Bedeutung und es wird gratuliert. Wichtiger als der Geburtstag ist er heute kaum mehr (dazu ist der Geburtstag gesellschaftlich zu wichtig geworden). In den Sechziger oder so war es aber zum Teil noch so, dass am Geburtstag der Mutter gratuliert wurde, am Namenstag dem Kind.

    Zu Erstkommunion und Firmung (beide bei Katholiken) und auch zur Konfirmation (bei Evangelischen) wird auch gratuliert. Sie stellen die Bestätigung der Aufnahme in die Kirche durch das Kind dar, das bei der Taufe noch zu klein war. Wenn Erwachsene getauft werden, gibt es diese Feste nicht, sie sind dann in der Taufe enthalten. Über andere Konfessionen weiß ich nicht genug, genau wie über die Jugendweihe.
    #5VerfasserLinus14 Nov. 09, 04:23
    Kommentar
    Das Gratulieren wurde ja jetzt schon reichlich durchgekaut. Alle Feste, die Du genannt hast, ziehen eine Feier nach sich. Alles was ich schreibe gilt für Deutschland. Ich weiß nicht, wie sich das in der Schweiz oder Österreich verhält.

    Taufe: Feier, das Überreichen von Geschenken (logischerweise an die Eltern). Außerdem wird ein Pate benannt. Er/sie hat die Aufgabe sich um das Kind zu kümmern, wenn das den Eltern nicht mehr gelingt (zum Beispiel wegen Krankheit). Er/sie steht auch mit am Taufbecken, was die Bedeutung des Paten hervorhebt.

    Kommunion: Feier, das Überreichen von Geschenken. Die Eltern oder ein naher Verwandten schenkt dem Kind oft ein Kettchen mit goldenem Kreuz. Ich bekam auch meine eigenes Gebetbuch (zuvor habe ich aus dem Gebetbuch meiner Mutter mitgelesen). Ansonsten kann beliebiges geschenkt werden.

    Firmung: eine kleine Feier, Überreichen von kleinen Geschenken.

    Konfirmation: Feier, das Überreichen von Geschenken. Die Geschenke fallen in der Regel recht großzügig aus. Oft wird auch ein Geldgeschenk überreicht (manchmal zweckgebunden).

    All diese Feste werden als Mittagessen oder Kaffetrinken gefeiert – also nicht abends (auch wenn sich die Feiern manchmal bis in die Abendstunden hinziehen).

    Über Jugendweihe und der Namenstag weiß ich nicht zu sagen.
    #6Verfasseruriuriuri14 Nov. 09, 08:57
    Kommentar
    OT: wenn wir schon bei der Feier katholischer Sakramente sind (vielleicht kannst Du's ja irgendwie brauchen, Hussein): es gibt bei katholischen Priestern einen ähnlichen Anlass, der der Priesterweihe nachfolgt (über die selbst kann ich nichts sagen), nämlich der erste Gottesdienst, den der Jungpriester vor versammelter Gemeinde meist seines Heimatortes halten darf, die Primiz. Auch da finden sich Verwandte und Bekannte in großer Zahl ein und es gibt anschließend eine kleine Feier am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen. Geschenke sind offenbar nicht üblich, vielleicht täusche ich mich aber auch - ich bin unsicher, ob da nicht Sachen wie Stolen geschenkt werden. Zu diesem Anlass kommen die Gratulaten nach vorne, gratulieren aber nicht unbedingt, sondern erbitten in erster Linie den Primiziantensegen.
    #7VerfasserGart unplg.14 Nov. 09, 09:19
    Kommentar

    Meinem Beitrag 6 will ich hinzufügen, dass die Feiern kein religiöses Element enthalten. Allenfalls wird vor dem Essen gebetet, aber das hat nichts mit dem Ereignis zu tun, sondern einzig mit dem Dank für das Essen.

    Zuweilen wohnt diesen Feiern der Geistliche bei, der die Zeremonie vollzogen hat. Er ist aber nur ein normaler Gast, den man nicht selten mit einer Spende motiviert, die Feier zu adeln. Er überreicht kein Geschenk im Unterschied zu den anderen Gästen.
    #8Verfasseruriuriuri14 Nov. 09, 09:51
    Kommentar
    #5 hat es am treffendsten beschrieben - mit einer kleinen Ausnahme. Auch wenn traditionell manchmal die Namensgebung damit in Verbindung gebracht wurde, eine gültige christliche Taufe wird nur auf einen Namen vollzogen, nämlich den "des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes". Eine Namensgebungszeremonie ist die Taufe nur, wenn's um Schiffe geht... ;-)

    Die Taufe ist sozusagen das äußere Zeichen der Aufnahme in den christlichen Glauben, und daher ist sie auch konstituierend in allen christlichen Konfessionen und bei den meisten auch wechselseitig anerkannt.

    Die Jugendweihe wurde in der DDR als atheistische Ersatzfeier für die Konfirmation erfunden. Sie erfüllt offenbar auch das menschliche Bedürfnis nach einem "Rite de passage" anlässlich des Erwachsenwerdens.
    Ich verwende übrigens bewusst das Wort "atheistisch". Man könnte sicher auch "nichtreligiös" sagen, aber der DDR-Staat verstand sich nun mal selber als atheistisch und wollte ganz sicher auch einen ideologischen Kontrapunkt zum christlichen Inhalt der Konfirmation setzen. Das ist schon mehr als quasi-neutral und nur "nichtreligiös".

    Wie das heute - 20 Jahre nach Ende des DDR-Staates - im Detail noch gefeiert wird, weiß ich so jetzt auch nicht, aber ich denke, gratulieren schadet nie, wenn man mit einem Jugendlichen zu tun hat, der das feiert. Man gratuliert ja genauso auch Menschen aus anderen Religionen zu religiösen Feiern, auch wenn deren Inhalte einem selber nichts bedeuten.
    #9VerfasserCalifornia81 (642214) 16 Nov. 09, 01:41
    Kommentar
    Ich bedaure, aber ich muss California bezueglich der Taufe widersprechen. Die Taufe ist die Aufnahme in die christliche Glaubensgemeinschaft, bei der zugleich der dann in dieser Gemeinschaft kuenftig verwendete Namen festgelegt wird. Es ist durchaus moeglich, wenn auch nicht ueblich, dass jemand vom buergerlichen Namen abweichende Taufnamen hat.

    Zur Primiz: Bei Ordensgeistlichen gibt es ausser Gratulationen und eventuell Kaffee und Kuchen nichts. Bei weltlichen Geistlichen weiss ich es leider nicht, vermute aber, dass Geschenke eher unueblich sind.
    Es wird im allgemeinen bei einer Primiz drei Parteien gratuliert: dem frischgebackenen Priester, den Eltern und dem Ortsgeistlichen. Den Eltern und dem Ortsgeistlichen wird gratuliert, weil sie einen kuenftigen Priester gross gezogen haben.

    Uebliche Gratulationsformeln fuer

    Taufe:
    Herzlichen Glueckwusch zur Taufe Eurer Tochter/Eures Sohnes/Eures Kindes/[Name].

    Kommunion - wichtig: Es wird stets zur Erstkommunion gratuliert
    Herzlichen Glueckwunsch zur Erstkommunion.
    Ich gratuliere ganz herzlich zur Erstkommunion.

    Firmung/Konfirmation:
    Herzlichen Glueckwunsch zur Firmung/Konfirmation.
    Ich gratuliere zur endgueltigen Aufnahme in die Gemeinde.
    Beste Gratulationen zur Vollmitgliedschaft.

    Namenstag:
    Herzlichen Glueckwunsch zum Namenstag.
    Ich gratuliere ganz herzlich zum Martinstag/[Name des Heiligen]-Tag.


    Bei der Jungendweihe weiss ich auch nicht, was ueblich ist, wuerde aber im Fall des Falles wohl zum Erwachsenwerden gratulieren.
    #10Verfasser AGB (236120) 16 Nov. 09, 02:40
    Kommentar
    #5: Nein, die Jugendweihe wurde nicht in der DDR "erfunden", sondern entstand bereits Ende des 19. Jahrhundersts in freikirchlichen Gemeinden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendweihe

    Zu meiner Zeit (70er Jahre) gab es dazu eine große Familienfeier. Man wurde beglückwünscht, erhielt Geld- und andere Geschenke von Verwandten, Bekannten und z. T. auch Nachbarn. Danach wurde man inder Schule von den Lehrern "gesiezt".

    Wie die Jugendweihe heute gefeiert wird, weiß ich nicht.
    #11VerfasserMade in GDR16 Nov. 09, 10:28
    Kommentar
    #9 meine ich natürlich!
    #12VerfasserMade in GDR16 Nov. 09, 10:29
    Kommentar
    Made in GDR: Die Jugendweihe entstand nicht in freikirchlichen Gemeinden, sondern in freireligiösen. Ein kleiner Sprung für die Tastatur, aber ein ziemlich großer für das Glaubensbekenntnis.
    #13Verfasser wupperwolf (411909) 16 Nov. 09, 10:48
    Kommentar
    ... noch eine Anmerkung zu Firmung / Konfirmation:

    Ein nicht ganz unwesentlicher Fakt wurde noch nicht explizit hervorgehoben:
    Der/die Gefirmte / Konfirmierte ist ab diesem Zeitpunkt ein "erwachsenes" Gemeindemitglied, weil er/sie sich ja -sozusagen das erste Mal- nach bestem eigenen Wissen und Gewissen öffentlich vor der ganzen Gemeinde zum Glauben bekannt hat. Man ist danach als Gefirmte(r)/Konfirmierte(r) für die Kirchengemeinde wahlberechtigt, man darf ab diesem Zeitpunkt Taufpate werden ... - man wird als erwachsen betrachtet.
    (Ob jemand mit ca. 14 Jahren (heutzutage) wirklich _selbst_ entscheidet und sich seiner Entscheidung und der daraus resultierenden Konsequenzen wirklich bewusst ist, kann man bestimmt endlos diskutieren ...)
    In der Vergangenheit machte diese Altersgrenze vielleicht auch Sinn, wenn man bedenkt dass kaum ein Kind mit über 14 Jahren noch zur Schule ging sondern schon einer Ausbildung nachging oder eben vergleichbar erwerbstätig war bzw. sein musste um überleben zu können und so in gewissem Maße einfach selbständig sein musste - zumindest selbständiger als der/die Durchschnitts-Vierzenjährige heutzutage...
    #14VerfasserKatiusia (unplugged)16 Nov. 09, 11:34
    Kommentar
    Hallo allerseits,

    ich entschuldige mich, dass ich erst jetzt auf eure Beiträge Antworte. Ich konnte in den letzten Tagen die Seite von LEO nicht abrufen. Vielen herzlichen Dank für die wertvollen Infos. Das war wirklich sehr hilfreich. Es sind wirklich sehr interessante Infos. Danke noch mal an alle.

    Beste Grüße
    Hussein
    #15VerfasserHussein16 Nov. 09, 15:28
    Kommentar
    Katiusia, Firmung mit 14?

    Das hängt von der Gemeinde ab, eine Freundin war 18, ich bin dagegen schon mit 11 gefirmt worden.

    Übrigens ist man nach deutschem Gesetz mit 14 nicht nur strafmündig, sondern auch religionsmündig. Das Alter 14-17 für Firmung ist also durchaus passend.
    #16Verfasser Dodolina (379349) 16 Nov. 09, 15:54
    Kommentar
    #11: Du hast offenbar recht, dass die Jugendweihe schon früher "erfunden" wurde; allerdings kam sie sicherlich erst in der DDR zu einer nennenswerten Verbreitung.

    Und wie #13 schon richtig anmerkt, handelte es sich um "freireligiöse" und nicht um "freikirchliche" Gemeinden, und das ist nun wirklich diametral entgegengesetzt. Sie wurde also auf jeden Fall auch in diesen "Gemeinden" als Alternative zur christlichen Feier erfunden.


    #10: Was die Namensgebung anlässlich der Taufe betrifft: Jein.

    Einerseits hast Du recht, daß es diese Sitte gibt oder gab, wie man schön am Beispiel von Martin Luther sehen kann: geboren 10.11., getauft vermutlich am 11.11., Namenstag von Martin von Tours, und nach diesem benannt.

    Andererseits ist dies lediglich eine zeitlich und regional begrenzte Sitte.
    Biblisch ist diese Sitte m.W. nicht belegt. Zwar gibt es Namenswechsel in der Bibel (Simon-Petrus, Saulus-Paulus), aber ich wüsste keinen, der tatsächlich anlässlich der Taufe geschehen wäre.
    Und in heutiger Zeit kenne ich persönlich auch kein Kind (außer vielleicht bei irgendwelchen überkandidelten Königskindern), das vor der Taufe noch keinen Namen gehabt hätte und den erst anlässlich der Taufe bekommen hätte.
    #17VerfasserCalifornia81 (642214) 17 Nov. 09, 12:16
    Kommentar
    @California81 #17:
    Ich habe in der Familie zwei Faelle, in denen die Namen auf Geburtsschein und im Taufregister nicht uebereinstimmen, beide Kindertaufe. Einer dieser beiden Faelle lebt noch, der andere ist vor bald zwanzig Jahren gestorben.
    Bei der Kindertaufe hast Du zweifellos recht, dass zumindest im deutschsprachigen Raum die Namen fast immer uebereinstimmen. Bei der Erwachsenentaufe stimmt das jedoch auch heute nicht unbedingt. Ich kenne mehr als eine Person, die bei ihrer Erwachsenentaufe ihre Vornamen zumindest teilweise geaendert haben.

    Ich bleibe also bei meiner Formulierung "moeglich, wenn auch nicht ueblich".
    #18Verfasser AGB (236120) 17 Nov. 09, 16:39
    Kommentar
    #18 Ich habe in der Familie zwei Faelle, in denen die Namen auf Geburtsschein und im Taufregister nicht uebereinstimmen, beide Kindertaufe.
    Ich weiß nicht, um welche Art von Taufregistern es sich dabei handeln soll. Die Taufregister der großen Kirchen werden aufgrund der vorgelegten Urkunden geführt, also aufgrund der Geburtsurkunden. Natürlich sind Schreibfehler auch bei größter Sorgfalt mal möglich, aber andere Namen als die urkundlich vorliegenden dürfen da gar nicht eingetragen werden. Es ist dabei auch völlig egal, ob es sich dabei um Kinder- oder Erwachsenentaufen handelt.
    Zumindest für die evangelischen Kirchen kann ich das so sagen; ob die katholischen da noch Sonderregeln haben, weiß ich nicht.

    Ich kenne mehr als eine Person, die bei ihrer Erwachsenentaufe ihre Vornamen zumindest teilweise geaendert haben.
    Ohne den Sachverhalt zu kennen, würde ich mal vermuten, dass da jemand dann einfach sozusagen seinen privat gebräuchlichen Rufnamen geändert hat. Einen Namen urkundlich zu ändern ist in Deutschland ziemlich schwierig.
    Aber so wie Dich niemand daran hindert, Dich "Hansi" rufen zu lassen, wenn Du Johannes heißt, wird Dich natürlich auch kein Standesbeamter daran hindern, Dich Fridolin rufen zu lassen, auch wenn Du Johannes heißt.
    #19VerfasserCalifornia81 (642214) 17 Nov. 09, 17:32
     
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