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  • Betrifft

    herunter- vs. hinunterkommen

    Kommentar
    "Es war der Foerster, und der kam jetzt mit schnellem Schritten den hang HINunter, genau auf ihn zu."

    Why isn't it HERunter?
    Would "herunter" be correct or incorrect?
    VerfasserPoor Woodcutter24 Nov. 09, 18:52
    Kommentar
    schnelleN, of course.
    #1Verfasserp w24 Nov. 09, 18:54
    Kommentar
    Das kommt darauf an, wo der Erzähler steht. Weiß man das nicht, fände ich herunter auch besser.
    #2Verfasser judex (239096) 24 Nov. 09, 18:56
    Kommentar
    Herunter würde ich nur schreiben, wenn die Person vorher auf etwas gestanden hat, was auf dem Boden liegt.

    Bsp.: Podest, Tisch, Turm, etc.
    #3VerfasserC_24 Nov. 09, 18:59
    Kommentar
    Somehow I thought that
    hin went with gehen and
    her went with kommen.


    Can they really be switched??
    ??heruntergehen and
    ??hinunterkommen--
    if these fly, under what context, please?
    #4Verfasserp w24 Nov. 09, 19:00
    Kommentar
    Nein C_, die Regel ist, daß sich etwas auf einen tiefer stehenden Bezugspunkt herunter bewegt und von oben gesehen hinunter.
    Komm bitte mal herunter (die Treppe)
    Er stieß sie hinunter (die Treppe).

    Der Stein rollte den Berg hinunter.
    Von oben kamen Steine herunter.

    It all depends on the Observer ;-)
    #5Verfasser judex (239096) 24 Nov. 09, 19:02
    Kommentar
    Ah! Danke, judex! :-)
    #6VerfasserC_24 Nov. 09, 19:10
    Kommentar
    My question still stands:

    Somehow I thought that
    hin went with gehen and
    her went with kommen.


    Can they really be switched??
    ??heruntergehen and
    ??hinunterkommen--
    if these fly, under what context, please?

    Thanks
    #7Verfasserp w24 Nov. 09, 20:48
    Kommentar
    Es ist mit den Verben der Bewegung ähnlich, aber es gibt nicht alle Formen.

    Komme bitte her.
    Wie sollen wir da hinkommen

    Da können wir hingehen.
    hergehen gibt es nur im Dialekt.
    Wirst Du jetzt hergehen?! (kommen).


    Wir müssen den Berg hinunter gehen.
    Er sah sie den Berg herunter kommen.

    Als Faustregel:
    Vom Beobachter/Erzähler/Objekt weg ist "hin...", auf den Beobachter etc. zu ist "her...".
    #8Verfasser judex (239096) 24 Nov. 09, 20:56
    Kommentar
    What's there not to love about an answer from Judex?
    Thanks very much.
    #9Verfasserp w24 Nov. 09, 21:14
    Kommentar
    What's there not to love about an answer from Judex?

    Das "e" beim Imperativ von "kommen", das kann ich beim besten Willen nicht liebhaben... ;-)
    #10VerfasserCalifornia81 (642214) 25 Nov. 09, 00:40
    Kommentar
    It is my impression that, if in doubt, South Germans tend to "hin" and North Germans tend to "her".
    #11VerfasserMikeE (236602) 25 Nov. 09, 08:01
    Kommentar
    Zwiebelfisch erklärt alles, auch das hin und her; diesmal ziemlich ausführlich
    http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1...

    Die Faustregel von judex stimmt


    #12VerfasserReinhard de (342124) 25 Nov. 09, 08:09
    Kommentar
    Aber es ist immer noch der 'H'ang.
    #13Verfassernochwas25 Nov. 09, 08:30
    Kommentar
    Bleibt nur noch, dem Eröffnungsbeitrag eine klare Antwort zu geben:

    Ja, Woodcutter, der Satz ist widersprüchlich formuliert.

    Der Förster kam. Das ist aus der Position des "ihn" berichtet.

    Im zweiten Satzteil wechselt der Beobachter seinen eigenen Standpunkt. Das hinunter ist von oben aus gesehen.
    #14Verfasser Harald (dede) [de] (370386) 25 Nov. 09, 09:16
    Kommentar
    Harald hat recht.
    Wenn man sich mal den Kontext vorstellt:

    Nichts Böses ahnend ging er seines Weges auf dem schmalen Pfad durch den dunklen Wald. Rechts von ihm stieg der Berg steil an, links war die Schlucht. Da, plötzlich hörte er ein Rascheln rechts oben im Gesträuch. Was konnte es sein? Er erschauderte. War es der Grizzly, der in letzter Zeit hier häufiger gesehen worden war? Oder nur ein Waschbär? Eine dunkle Gestalt löste sich aus dem Getann, und erleichtert sah er: Es war der Foerster, und der kam jetzt mit schnellem Schritten den Hang herunter, genau auf ihn zu.

    So, habe mal ein bisschen fantasiert. Kontext hilft ja bekanntlich immer... ;-)

    Allerdings: Subjekt des letzten Satzes ist tatsächlich der Förster, nicht mehr die Hauptperson, aus deren Perspektive das Gesamte offenbar erzählt wird. Insofern hat Harald recht, das ganze bleibt hier widersprüchlich.
    #15VerfasserCalifornia81 (642214) 25 Nov. 09, 10:03
    Kommentar
    Ich habe mir das noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Das Problem ist IMO nicht das "hinunter" - dessen Richtigkeit hängt von der Position des Erzählers ab, nicht der des "ihn" - sondern die Verbindung mit dem Verb "kommen". Nimmt man "laufen" wird es stimmig.

    Von meiner hohen Warte aus konnte ich das ganze Geschehen überblicken. Alois hatte sich mit dem gewilderten Gamsbock in den Büschen am Bach versteckt. Plötzlich regte sich etwas am Waldrand. Es war der Förster, und der lief jetzt mit schnellem Schritten den Hang HINunter, genau auf ihn zu.
    #16Verfasser judex (239096) 27 Nov. 09, 07:59
     
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