Werbung - LEO ohne Werbung? LEO Pur
LEO

Sie scheinen einen AdBlocker zu verwenden.

Wollen Sie LEO unterstützen?

Dann deaktivieren Sie AdBlock für LEO, spenden Sie oder nutzen Sie LEO Pur!

 
  •  
  • Betrifft

    Klamübern

    Kommentar
    Sagt einmal-es gibt doch-dieses wunderbare deutsche Wort "klamübern".
    Aber wie wird es geschrieben?
    Wer kennt dies Wort und kann helfen?
    Es heißt soviel wie wurschteln, fieseln...mhm...bessere Übersetzung fällt mir nicht ein.
    VerfasserFelicitas03 Mai 05, 11:05
    Kommentar
    Also, ich kenne das als "klamüstern" und glaube, es ist so umgangssprachlich, dass es keine Standard-Schreibweise gibt. Habe leider keinen Duden zur Hand... :-)
    #1Verfassergelsi03 Mai 05, 11:09
    Kommentar
    Ich hoffe du meintest auch dieses Wort:

    klamüsern (nordd. ugs. für nachsinnen)
    #2Verfasserpanthère03 Mai 05, 11:15
    Kommentar
    Ich hoffe du meintest auch dieses Wort:

    klamüsern (nordd. ugs. für nachsinnen)
    #3Verfasserpanthère03 Mai 05, 11:15
    Kommentar
    Nein,
    ich meine klamübern.
    dies Wort hört sich auch viel schöner an als Klamüsern.
    #4VerfasserFelicitas03 Mai 05, 11:17
    Kommentar
    und etwas hinein klamübern bedeutet mit hinein wurschteln.
    so geschickt drehen und wenden, dass es noch hineinpasst.
    #5VerfasserFelicitas03 Mai 05, 11:18
    Kommentar
    Ich kenne: etwas auseinander klamüsern
    1. nachvollziehen
    2. sortieren

    Das sind zwar zwei sehr unterschiedliche Bedeutungen, aber so kenn ich es...
    #6VerfasserSharky03 Mai 05, 11:19
    Kommentar
    'klamüsTern' ist offenbar eine Variante von 'klamüsern'. Das Wort leitet sich ab vom Nomen 'Kalmäuser', wozu sich bei Grimm folgendes findet:

    KALMÄUSERN, das thun des kalmäusers : geizen STEINBACH 2, 34; stubenhockend studieren

    KALMÄUSEREI, f. subst. zu kalmäusern, knauserei STEINBACH 2, 34, pedanterei, schulfüchserei RÄDLEIN 522a, literae umbratiles FRISCH, stubengelehrsamkeit, bei STIELER 1721 von philologischer silbenstecherei, kalmeusereyen

    dazu ein Beleg bei Lessing:
    war ich wieder darüber her (über einem alten maculaturblatt) ... und da ich zwei oder drei stunden mit eben so viel kalmäuserey daran gekratzt hatte, als nur jemals Gruter oder Jacob Spon an einer leeren inscription gethan haben mögen, so glaubte ich auf den sinn gekommen zu sein.

    schließlich:
    nd. auch klamüsern, daher ausklamüsern austüfteln, ûtkalmüesern FROMMANN 3, 426

    http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/wo... und folgende
    #7VerfasserPeter <de>03 Mai 05, 11:20
    Kommentar
    Interessant-aber immer noch nicht das,was ich meine-
    gibt es denn wirklich niemanden, der mein wort kennt?
    #8VerfasserFelicitas03 Mai 05, 11:22
    Kommentar
    Felicitas, Dein Insistieren auf 'klamüBern' in Ehren, aber weder Grimm noch Adelung kennen es, das sollte Dir doch zu denken geben.

    Adelung gibt für das 's' eine m. E. vollkommen einsichtige und stimmige Erklärung:

    Der Kalmäuser,
    des -s, plur. ut nom. sing. ein Mensch, welcher sich in der Einsamkeit einem anhaltenden Nachdenken überlässet. Daher das Zeitwort kalmäusern, in der Einsamkeit dem Nachdenken nachhängen. Man hat von diesem fremd klingenden Worte allerley seltsame Ableitungen versucht. Frisch lässet es von kahle Maus, d. i. Fledermaus, Franz. Chauvesouris, abstammen, weil ein solcher Mensch seine Tage in der Einsamkeit zubringe, wie eine Fledermaus in der Finsterniß, andere von dem Hebr., alles wissen, anderer Muthmaßungen zu geschweigen. Die letzte Hälfte ist ohne Zweifel das ehemahlige Nieders. musen, Engl. to muse, Holländ. muisen, muiseneren, scharf nachdenken, ( S. Muße,) wovon auch Duckmäuser abstammet, S. dasselbe. Die erste Hälfte, welche den meisten Wortforschern die dunkelste gewesen ist, scheinet kalm, stille, ruhig, ( S. das folgende,) zu seyn; Kalmäuser für Kalmmäuser. Beyde Begriffe, so wohl der Stille, der Einsamkeit, als des Nachdenkens, sind mit diesem Worte wesentlich verbunden.
    http://mdz.bib-bvb.de/digbib/lexika/adelung/t...
    #9VerfasserPeter <de>03 Mai 05, 11:31
    Kommentar
    klamübern kommt von "klar" und "über" - einer etwas konfusen Sache Klarheit verschaffen, indem man sie mit in einen kontext einbezieht.
    würd ich sagen
    #10VerfasserFelicitas03 Mai 05, 12:23
    Kommentar
    "klamübern" habe ich nie gehört, und es ist auch nirgends zu finden.
    Es könnte vielleicht eine sehr seltene (regionale oder familiäre) Variante von "klamüsern" sein.
    Gibt es irgendwelche Beispiele (Belege?)
    Grüße
    #11VerfasserKlaus H.03 Mai 05, 12:33
    Kommentar
    Wörterbuch der deutschen Sprache

    kla|mü|sern [V.1, hat klamüsert; o.Obj.; veraltet; meist abwertend] studieren, über etwas nachsinnen;[heute noch in] ausklamüsern, auseinander klamüsern [eigtl. kalmäusern, [ ➔ Kalmäuser]]

    regional kenne ich noch "ausklambusern" (eigentlich "ausklammbuhschderd") - ist wohl aber die hessische Lautverschiebung und meint wahrscheinlich "ausklamüsern"... ;-)
    #12VerfasserMartin S.03 Mai 05, 12:37
    Kommentar
    Wat hebbt ji dor alwedder utklamüstert? Norddütsch? Ik glöv dat ni! Dat is platt, is dat, ji quietschers!
    #13VerfasserBrettpoch03 Mai 05, 13:24
    Kommentar
    jaaaaaaaaaa-dann kennst du sicher auch klamübern...
    #14VerfasserFelicitas03 Mai 05, 13:57
    Kommentar
    Ich kénne klamübern als zusammenraffen.
    Es gibt im deutschen wirklich viele wörter, die kaum jemand kennt, aber die wunderbarsten bedeutungen haben, genauso wie REdewndungen, meine liebste ist:
    Nachtigall, ick hör dir trapsen
    absolut absurd-wer weiß wer darauf und weshalb gekommen ist-aber wunderschön
    #15VerfasserFelix04 Mai 05, 11:54
    Kommentar
    Potzblitz, das Wort ist ja ein richtiger Tausendsassa:

    Es heißt soviel wie wurschteln, fieseln
    Tue May 3 12:05:42 2005

    etwas hinein klamübern bedeutet mit hinein wurschteln.
    so geschickt drehen und wenden, dass es noch hineinpasst
    Tue May 3 12:18:30 2005

    klamübern kommt von "klar" und "über" - einer etwas konfusen Sache Klarheit verschaffen, indem man sie mit in einen kontext einbezieht
    Tue May 3 13:23:57 2005

    zusammenraffen
    Wed May 4 12:54:06 2005

    --
    Suchwort: klamübern

    Bertelsmann: Wörterbuch der Deutschen Sprache
    1 Treffer, _aber_ für klamüSern

    Wahrig: Die deutsche Rechtschreibung:
    0 Treffer

    Duden
    0 Treffer, oder meinten Sie klamüsern?

    Grimm, Deutsches Wörterbuch
    0 Treffer

    Adelung:
    0 Treffer

    Google:
    0 Treffer

    Brockhaus Infothek
    0 Treffer

    ---
    es steht noch nicht im Meyer
    und auch im Brockhaus nicht
    es sprang aus meiner Leier
    zum ersten Mal ans Licht
    #16VerfasserPeter 04 Mai 05, 12:18
    Kommentar
    Kleine Nachlieferung:

    1) Chr. Morgenstern
    #17VerfasserPeter <de>04 Mai 05, 12:20
    Kommentar
    Hi,
    da liefer ich jetzt aber auch ein super-klasse Wort aus dem Norddeutschen und das heisst:
    bregenklöterich
    Wer weiss die Bedeutung ??
    #18VerfasserSleipnir04 Mai 05, 12:51
    Kommentar
    Bregen: Hirn + klöterig: klumpig; wörtlich: mit Hirnverklumpung behaftet; frei: doll im Koppe, verwirrt
    #19VerfasserPeter <de>04 Mai 05, 13:10
    Kommentar
    du bist ein elender Langweiler-peter-wenn ich dir das mal so sagen kann- sei doch mal ein bißchen kreativ.
    was ist denn deiner meinung nach ein Schmäcker (wie auch immer es geschrieben wird-gibt es!)?
    Lieben gruß
    #20VerfasserFelix04 Mai 05, 15:01
    Kommentar
    felix, sotane Titulatur ist mir aber schon eine lange Weile nicht mehr untergekommen, von wannen kommt mir jetzo diese Ehr'? Und warum elend?

    Und auf Deine Frage kann ich nur mit meiner klassischen Gegenfrage antworten: Kontext? (mir sind spontan allein 3 verschiedene Bedeutungen für Schmecker eingefallen: ein lecker-Schmecker, altes Buch/Scharteke (auch: Schmöker), Maul des Hirsches (auch: Äser) - DWB gibt noch einiges mehr an)
    #21VerfasserPeter <de>04 Mai 05, 15:39
    Kommentar
    all, das ist es nicht- ich gebe dir einen Tipp: es ist eine Bezeichnung für eine person...
    #22VerfasserFelix06 Mai 05, 09:02
    Kommentar
    Vielleicht hast Du lecker-Schmecker ja als Bezeichnung für ein 'leckeres Mahl' aufgefaßt, im Rheinland (wenigstens) wird es aber auch als gemütvoll-humorig bis leicht anzügliche Benennung für einen Schürzenjäger gebraucht: "dat is ene lecker-Schmecker möt löstije Öijelcher" (der seine Augen überall hat).
    Grimm gibt auch noch die Nebenbedeutung 'Schmarotzer', das war mir allerdings bis dato unbekannt.
    #23VerfasserPeter <de>06 Mai 05, 09:21
    Kommentar
    "klamübern" ist ein Wort aus der Troll-Sprache, die (Gott sei's getrommelt und gepfiffen) noch in keinem Wörterbuch festgehalten wird ... ;-)
    #24VerfasserWolfman10 Mai 05, 22:25
    Kommentar
    Meine Mutter (aus Hessen) sagt auch klamüsern. Klamübern hat sie noch nie von sich gegeben.

    PS: Wolfman Du hast gepriesen vergessen (wusste gar nicht, dass Mamma ein Troll ist :-) oder mit einem zusammen war). Jetzt muss ich doch tatsächlich ein paar Fragen über meine Herkunft stellen. Papa kanns ja nicht gewesen sein. Oder gibst auch große Trolls?
    #25VerfasserKarin (GB)10 Mai 05, 22:50
    Kommentar
    @Karin (GB): Mamma hat recht. Getrommelt, gepfiffen und gepriesen ... Da hat Deine Mamma auch recht - sie ist kein Troll! ;-)

    Wir sind uns einig - "klamübern" oder "klamuebern" gibt es nicht.
    #26VerfasserWolfman10 Mai 05, 23:03
    Kommentar
    @ Wolfman: Gott seis gelobt, gepriesen und gepfiffen. Hab mich schon mit leicht zugespitzten Ohren (muss dringend in den Spiegel schauen) und so wirren Haaren (na das kann zutreffen, speziell morgens), in allen moeglichen unnatuerlichen Farben, gesehen. Da waer ich ja nicht mehr auf die Strasse gegangen.
    #27VerfasserKarin (GB)10 Mai 05, 23:17
    Kommentar
    @Karin (GB): Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen - Du siehst noch normal aus ... ;-) Kein Troll!
    Wo bist Du in GB?
    #28VerfasserWolfman10 Mai 05, 23:27
    Kommentar
    Wolfman: SE London (and getting pretty fed up with it- I hate commuting with a vengance.) Das kann ich halt besser in Englisch sagen :-))
    #29VerfasserKarin (GB)11 Mai 05, 00:02
    Kommentar
    @Karin (GB): Das kann ich gut nachvollziehen. Das trifft übrigens auch auf das Ruhrgebiet zu. Just grin and bear it ...
    #30VerfasserWolfman12 Mai 05, 20:59
    Kommentar
    Pendle mal in London fuer eine Weile. Der Ruhrpott wird Dir dann wie Urlaub erscheinen. Mein Hoehepunkt kam, als ich um 9 Uhr abends endlich bei mir zu Hause eingetrudelt kam. Es ist aber auch schon passiert, dass Leute erst um 11 Uhr nachts nach Hause kamen und letzten Winter blieb ein Zug ueber Nacht ohne Heizung auf der Linie mitten in der Tundra stehen (wir haben ja so viel Schnee, dass wir bei 2 cm eingeschneit sind und falschen Schnee gabs auch schon - echt, stand sogar in der Zeitung). Glaub mirs, Indien kann auch nicht viel schlechter sein, bei uns haengen die Leute bloss nicht aussen am Zug.
    #31VerfasserKarin (GB)12 Mai 05, 23:27
    Kommentar
    ... ich weiß, Karin (GB), ich weiß. Falscher Schnee oder Laub auf den Schienen ... Das kommt aber langsam in Deutschland auch. Die Deutsche Bahn AG ist da auch sehr lernfähig.
    #32VerfasserWolfman13 Mai 05, 00:41
    Kommentar
    @ Wolfman: Habt ihr auch schon "the wrong passengers" gehabt?. Ich war mal in einem Zug, in dem der Lokfuehrer tatsaechlich gesagt hat, wir sind die falschen Passagiere, wir sind zu dick (ok, ich koennte ein paar Kilo abhnehmen, aber so dick bin ich ja nun auch nicht) :-))
    #33VerfasserKarin (GB)16 Mai 05, 01:01
    Kommentar
    Könnte es nicht vielleicht sein, dass sich auf Grund eines Schreibfehlers aus "klamüßern" "klamübern" geworden ist? Das deutsche "ß" wird bei der Übertragung in nicht ß-fähige Systeme oft versehentlich in ein "B" umgewandelt. Was mein ihr?
    #34VerfasserJakob16 Mai 05, 03:38
    Kommentar
    Wo hier ohnehin schon linguistisch bewanderte Nutzer am Werk sind, vielleicht könnte man, um ganz sicher zu sein, "klamübern" noch in diversen Dialektwörterbüchern prüfen. Allerdings denke ich auch, dass eine lautliche Modifikation von "s" zu "b" kaum vorstellbar ist (bin aber kein Spezialist für deutsche Linguistik). Ein solcher Lautwandel ist mir zumindest noch nicht untergekommen. Der Einschub eines Plosivs (t), was zur Variante klamüstern führt, ist da lautgeschichtlich weitaus plausibler. Es sieht wirklich so aus, als wär "klamübern" eine idiosynkratische Ausdrucksweise...
    #35VerfasserDavidBowie02 Jul. 09, 16:10
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
 
 
 ­ automatisch zu ­ ­ umgewandelt