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  • Betrifft

    Malaria-Prophylaxe

    Kommentar
    Hallo und Guten Morgen allerseits...
    hat jemand von euch Erfahrungen mit Malaria-Prophylaxe, speziell mit dem Mittel Lariam ? Hat mir mein Arzt für eine Asienreise veschrieben, aber nach ein bisschen Recherche hab ich festgestellt, dass das Zeug ja brutale Nebenwirkungen hat. :-( . Kennt jemand Ersatzmedikamente oder hat eigene Erfahrungen ?? Danke!

    PS: diese Anfrage ist, glaube ich, hier besser aufgehoben als im "Quasselzimmer". ;-). War 'n Versehen..
    Verfassersleipnir29 Jun. 05, 07:19
    Kommentar
    Ich war vor einigen Jahren in Afrika und habe auch Lariam genommen. Keine Nebenwirkungen.
    #1VerfasserV.29 Jun. 05, 07:51
    Kommentar
    Ich kenn von jemanden, der als Ingenieur sehr viel in Entwicklungsländern unterwegs ist, den Geheimtipp:

    Immer einen Fingerbreit Whiskey im Magen :-) Das soll wirklich helfen, denn die Mücken mögen die Alkoholausdünstungen nicht.

    Ob das allerdings was für dich ist, weiß ich nicht.
    #2VerfasserArtifix29 Jun. 05, 07:58
    Kommentar
    Für meine erste Asienreise hatte ich auch Lariam und keinerlei Nebenwirkungen -nicht einmal Übelkeit im Bus ;-). Für die anderen Reisen allerdings hatte ich keine Malaria-Prophylaxe. Wenn Du während der Trockenzeit dort bist, und Dich nicht gerade in verseuchten Gebieten aufhältst, kannst Du auch auf die Pillen verzichten. Nur Abends langärmeliges T-Shirt und lange Hose tragen, oder ordentlich einsprühen - aber das weißt Du sicherlich schon ;-)
    #3VerfasserThierry29 Jun. 05, 07:59
    Kommentar
    Hab meinen Senf schon im Quasselzimmer abgelassen. Ich hab die Hölle mit dem Zeug durchgemacht. Schwere Depressionen, Panikattacken, Haarausfall, Übelkeit und Suizidgedanken. Bis der Scheiss (Wirkstoff heisst glaub Meaflokin) wieder aus Deinem Körper raus ist geht's ne Ewigkeit.
    Du musst aber nicht unbedingt Nebenwirkungen davon bekommen. Es soll auch seltene Fälle geben bei denen die Leute keine haben;-)

    Malaria zu bekommen ist die andere Alternative. Ist aber auch nicht gerade schön, das kann ich Dir sagen. Hab nen Kumpel der aus geschäftlichen Gründen immer in den entlegensten Winkeln der Welt rumreist. Der bringt regelmässig was mit und war auch schon einige Male wegen Malaria im Krankenhaus. Ist wirklich nicht das Beste was Dir passieren kann.
    #4VerfasserRaven29 Jun. 05, 08:01
    Kommentar

    HAttest Du diese Seiten?

    http://www.mkschubert.de/thai/lariam.html

    http://www.geocities.com/TheTropics/6913/lari... (to lariam or not to lariam)

    Ich habe noch keine eigenen Erfahrungen damit, kenne aber Leute, die meinten:
    Is doch nich nötig, Moskitonetz und Autan (o.ä.) tuns auch. Möchte Dir nur folgendes zu bedenken geben:

    1. Malaria hat auch brutale Nebenwirkungen ;-) und ist nicht in allen Fällen auszuheilen. (Und ich würde mir in den A... beißen, wenn ich mir M hole,nur weil ich ein paar Pillen vielleicht nicht gut vertragen hätte)

    2. Wenn es die Nebenwirkungsliste des Beipackzettels ist, muß man sich vor Augen halten, daß ALLE unerwünschten Arzneimittelwirkungen, die während der klinischen Erprobung UND Anwendung aufgetreten sind, dort aufgelistet sein müssen, auch wenn sie nur einmal aufgetreten sind. Und wenn jemand da mal den ganzen Tag Kopfschmerzen hatte, kann das auch an den 30 Bier am Vorabend gelegen haben.

    Einige meiner Bekannten meinten halt auch, daß sie die Prophylaxe nicht vertragen hätten. Stellt sich mir die Frage, ob sie vielleicht auch einfach die Klimaumstellung nicht vertragen haben (in der Regel wohl feucht und heiß und langer Flug) und das einfach auf das Medikament geschoben haben. In der Regel waren die nicht Monatelang unterwegs, sondern nur max. 2-4 Wochen, da kann schon einige Zeit für die Akklimatisation draufgehen.

    Vielleicht kannst Du das Mittel ja in einem "Test" zu hause aufprobieren, um Dir ggf. nciht die Reise zu versauen. Wenn Du es absolut nciht verträgst ...


    Wie gesagt, bin nur theoretiker und das sollten nur ein paar Denkanstöße sein.



    #5VerfasserAngsthase29 Jun. 05, 08:02
    Kommentar
    Ich bin ein Asien Fan und stehe daher häufig vor der Wahl Prophylaxe ja oder nein. In meiner letzten Reisegruppe waren einige Mitreisende, die sehr unter Nebenwirkungen zu Lariam litten. Ich halte es mit der Devise: erst mal schaun, wie hoch das Risiko in der zu bereisenden Gegend ist. Das kann sehr unterschiedlich sein. Stadt oder Land, etc. Dann versuche ich es mit hochwirksamen Repellents (Autan, aber das auch gegen Zecken, da ist der Wirkstoff höher dosiert) zu verhindern, überhaupt gestochen zu werden. Natürlich werden alle Institute, Ärzte etc. aus Sicherheitsgründen die Prophylaxe empfehlen. Ich halte aber Lariam oder Malarone (soll noch besser sein)für den Notfall vor.
    #6VerfasserKasimir29 Jun. 05, 08:05
    Kommentar
    Lariam ist berüchtigt für sehr unangenehme Nebenwirkungen, die allerdings nicht bei jedem auftreten. Als besser verträglich gilt Malarone, das ist allerdings sehr teuer
    #7VerfasserBF29 Jun. 05, 08:08
    Kommentar
    Übrigens: Ruf doch mal im Tropeninstitut an (z.B. Bernhard-Nocht in Hamburg), die kennen sich aus
    #8VerfasserBF29 Jun. 05, 08:09
    Kommentar
    @artifix
    den Whisky-Trick kenne ich, hab ich vor zwei Jahren in Syrien so gemacht, allerdings nicht wegen der Mücken sondern wegen Magen/Dünnpfiff. Hat auch funktioniert. Als nach 2 Wochen der Whyskivorrat zu Ende war, hab ich prompt die Sch....erei gekriegt. Naja..:-)
    #9Verfassersleipnir29 Jun. 05, 08:26
    Kommentar
    Bei dem Klima würde Alkohol mich umbringen! *g*
    Wohin geht die Reise, wenn ich fragen darf?
    #10VerfasserThierry29 Jun. 05, 08:29
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    @all:
    danke mal für eure Anregungen. Also dass ich vorbeugend was machen muss ist für mich klar. Mit so ner Krankheit ist nicht zu spassen, oder, naja, mal sehen, wird schon schief gehen oder so- besser ein paar Pillen vorher einwerfen.
    Bin soweit ziemlich fit und hab von daher auch weniger Bedenken wegen der Nebenwirkungen, aber weiss mans....vielleicht nehm ich lieber Malarone...
    *grübel*
    Moskitonetz, Autan und lange Klamotten abends sind schon gebongt.
    .
    #11Verfassersleipnir29 Jun. 05, 08:34
    Kommentar
    ah ja, das fällt mir grad noch ein:
    also ich fliege nach Malaysia, 4 Wochen. 3 Wochen Halbinsel und 1 Woche Borneo.
    Noch ne Frage: der Arzt meiner Freundin will partout gegen Gelbfieder impfen, doch ist das ausgewiesermassen kein Gelbfiebergebiet. Hat da vielleicht noch jemand Infos ?
    #12Verfassersleipnir29 Jun. 05, 08:37
    Kommentar
    Warum soll man sich unnötig mit Chemie vollstopfen? Ich würde es lassen, die Wechselwirkungen sind doch nicht planbar.
    #13VerfasserKasimir29 Jun. 05, 08:43
    Kommentar
    Hi Sleipnir, wende dich unbedingt an einen Tropenmediziner, diese kleinen Mückenbiester die diese Krankheit übertragen sind durchaus gegen Malariamittel resistent, unbedingt angeben wohin die Reise geht, ein Allgemeinmediziner hat unserer Erfahrung nach diese Info nicht. Nebenwirkungen kann ich bestätigen, bei meiner Frau sind psychotische Zustände der härteren Art aufgetreten uns das im 'Outback' weit ab vom Schuss. Meine Frau will nie wieder in ein Malaria Verdachtsgebiet!!!!
    #14Verfasserbutjer29 Jun. 05, 08:46
    Kommentar
    Sleip, alter Haudegen, buch um und geh lieber nach Norwegen oder Schweden. Megeverschärfte Landschaft und für einen naturverbundenen Abenteurer wie Dich sicher genau das Richtige. Für Skandinavien brauchst Du keine Prophylaxe gegen sämtliche Krankheiten der Welt, nur ne abgehärtete Leber;-)
    #15VerfasserRaven29 Jun. 05, 08:48
    Kommentar
    Ich bin damals auch schon eine Woche vor dem Urlaub krank gewesen. Da hat aber kein Arzt an die Nebenwirkungen gedacht. Bei der dritten Tablette (1.Tag in Kenia) bin ich dann schon umgefallen, und die im Hotel mussten einen Dr. holen. Dieser hat dann die restlichen Tabletten ins Klo gespült und gemeint, diese Dosis reiche für einen Elefanten. Und wie gesagt, ich habe mich jahrelang nicht davon erholt.
    #16Verfasserzwergerl niemehrlariam29 Jun. 05, 08:57
    Kommentar
    War zweimal in SA in Malariagebieten und hab keine Mücke gesehen, da ich zur "richtigen Zeit" dort war.
    Als Faustregel gilt:
    Das Zeug, das hilft, hat Nebenwirkungen und das, was nicht hilft, gegen das sind die Viecher schon resistent.
    Ich hab letzlich die folgenden Präventivmaßnahmen vorgezogen, weil ichs auch nicht vertragen hatte, aber das war meine Entscheidung:

    http://www.krugerpark.co.za/malaria-informati...
    Most malaria cases occur in the wet season between October and May, with the months February to May being the peak risk period. We recommend that you consult your GP for the correct prophylactic to prevent malaria.

    When on safari malaria can be prevented as follows: Cover your arms and legs towards evenings with light coloured clothing to cover exposed skin areas and especially the ankles. Wear long sleeved shirts, long trousers, socks and closed shoes. Apply insect repellents to exposed skin areas every 4-6 hours. Burn insecticide oils or electrically heated insecticide tablets in the bedroom at night.
    #17VerfasserDH29 Jun. 05, 09:06
    Kommentar
    @Raven: lieber Freund, ein sehr schöner Tipp.. ich war schon in Norge und auch in Danmark, das mit der Leber trifft da voll zu :-) aber eigensinnig wie ich nun mal bin, will ich nun in die Tropen ! =:}, aber ich denke, Lariam ist wohl eher nicht das richtige für mich... ich ruf nachher mal im Tropeninstitut HH an, mal sehen, was die sagen.
    @Kasimir:
    *Warum soll man sich unnötig mit Chemie vollstopfen? Ich würde es lassen, die Wechselwirkungen sind doch nicht planbar.*
    hmmm, die Auswirkungen von Malaria sind noch viel weniger planbar...Ich halte das nicht für *unnötig* da vorzubeugen. Eigentlich bin ich auch kein Freund von zuviel Arzneien, und toi toi toi bin ich gesund. Aber das soll auch so bleiben :-)
    #18Verfassersleipnir29 Jun. 05, 09:11
    Kommentar
    Ach ja:

    Die Mücken stehen auf Schweißfüße und schlechten Atem!
    Schau dass du nicht stinkst!

    (Das ist kein Witz, die haben in Afrika schon Untersuchungen gemacht wie viele Mücken nach einer Nacht in einer Falle mit einer gebrauchten Socke als Lockmittel hängen und wie viele in der Falle mit der sauberen landen. Das Verhältnis war so 200 bis 300 : 1 !)
    #19VerfasserDH29 Jun. 05, 09:12
    Kommentar
    Ja klasse! Am besten, man hängt dann seine miefigen Socken irgendwo abseits hin...oder das lockt dann noch mehr Blutsauger an :-(
    Aber Käsefüsse hab ich gottseidank keine und auch ein normales Hygieneverhalten. Bin ja echt mal gespannt...
    #20Verfassersleipnir29 Jun. 05, 09:23
    Kommentar
    Malaria medication does not prevent you getting malaria!!!!!! It mainly covers up the fact that you have it. The symptoms of malaria take some time to surface. It takes longer for the malaria to take its course, and once that happens, it is already too late to do something for you. It is like taking a headache tablet - it eases the pain, but does not eliminate the possibility of you having for example a brain tumor. Be very careful when taking malaria medication. Rather do as already mentioned : wear long sleeves, cover up ankles and hands, use insect repellents and sleep under a moquito net.
    #21VerfasserSpringbokkie29 Jun. 05, 09:23
    Kommentar
    @sleipnir: Mit oder ohne - ich wünsche Euch eine wunderschöne Reise. Bring mir eine Kokosnuss mit ;-)
    #22VerfasserThierry29 Jun. 05, 09:23
    Kommentar
    Correction: ich meinte natürlich die Gelbfieberimpfung zu lassen oben auf die Malariaprophylaxe, wenns denn nicht unbedingt nötig ist.
    #23VerfasserKasimir29 Jun. 05, 09:25
    Kommentar
    Ich habe eine Freundin die bekam trotz Prophylaxe Malaria. Hat es aber rechtzeitig erkannt und außer dem einen Fieberschub keinen mehr gehabt und ist geheilt. (Ich habe auch bei den mikrobiellen Genetikern gearbeitet und der Prof. meinte daß die meisten Erreger gegen die Medikamente resistent sind bzw. wenn daß man regionsspezifisch nach Mitteln schauen muß, um solche zu erwischen gegen die sie noch nicht resistent sind.
    Ich würde wegen der Nebenwirkungen keine machen, aber nach der Reise genau auf Fieber etc. achten. Denn wenn man Malaria gleich erkennt kann man sie gut behandeln.
    Bei meiner Freundin hatten sie damals im HH Tropeninstitut ein Mittel gegen Malaria, das sie unter Verschluß hielten (wegen möglicher Restistenzentwicklung) und nur zur Behandlung von Malariakranken anwendeten.
    #24VerfasserLeo29 Jun. 05, 10:57
    Kommentar
    ich persönlich würde nur gegen Gelbfieber impfen, wenn man tatsächlich in Gelbfiebergebiet reist. Der Impfstoff ist imo auch nicht grad so ohne (zumindest hab ich die Spritze im Arm mehr gemerkt also so ne normale Tetanusimpfung... lag aber vielleicht auch am Arzt ;-))

    Lariam sollte man nicht unterschätzen. Ich hatte bisher in beiden Fällen keine Probleme mit den Nebenwirkungen, aber es ist schon krass, wenn man eine Tablette schluckt und richtig spürt, dass da ein Wirkstoff anfängt zu arbeiten. Von Haarausfall als Nebenwirkungen hab ich bisher noch nicht gehört. Klingt ja ganz schön arg. Bei mir hat das Mittel schon etwas aufs Gemüt geschlagen, war aber kein zu großes Problem. Allerdings verliert Larim ab einer gewissen Höhe glaube ich seine Wirkung. Hat zumindest ein Tropenarzt einem Bekannten gesagt. Der hat daraufhin ein Ersatzprodukt genommen (der Name fällt mir leider nicht mehr ein).
    #25Verfasserpuck29 Jun. 05, 11:14
    Kommentar
    hi
    hab grad beim Tropeninstitut angerufen, aber die Dame hat mich an eine 0900er Nummer verwiesen, und die ist auf meinem Telefon hier gesperrt.
    Werde ich heute abend mal weiterverfolgen. Danke für alle Hinweise.
    #26Verfassersleipnir29 Jun. 05, 11:19
    Kommentar
    Hi,

    wir waren vergangenes Jahr in Malaysia im Urlaub (Oktober). Der Arzt hat uns gesagt, wenn wir in Touristen-gegenden sind, sollen wir die Prophylaxe weglassen. Sobald man kank wird, kann man zu einem Arzt, der sich mit der Krankheit auskennt (Malaysia ist kein armes Land und die Mediziner kennen die landestypischen Krankheiten). Prophylaxe nur für mehrtägige Safari- oder Dschungeltours.
    Zur Sicherheit hatten wir eine Packung Lariam (oder ein anderes Malariamittel, bin mir grade nicht sicher) im Gepäck, um es im Notfall einnehmen zu können.
    Die Hotels haben Klimaanlage (d.h., nachts sind die Fenster zu), und es gibt Mückenspray, das man vor dem Abendessen großzügig im Zimmer verteilt. Die Bar, die wir besucht haben, hatte diese Räucherspiralen gegen Mücken. Auch überträgt nicht jeder Moskito Malaria. Von den 10 bis 20 Tieren, die uns gepiekst hatten, war keiner Überträger :-)

    Meine Schwester, die öfter im tropischen oder subtropischen Ausland ist, ist nur gegen Hepatitis geimpft.

    Grüßle,
    #27VerfasserUdo29 Jun. 05, 11:20
    Kommentar
    ich lebte 1 jahr in malaysia.
    Nahm die ganze zeit NIE was.Und hatte auch NIE eine Erkrankung.
    Ich ass alles, trank alles.
    Natürlich nicht gleich da wasser aus dem hahnen... aber wie gsagt ich hatte keine probleme.


    Halbinsel halte ich für ungefährlich.
    Borneo kommt drauf an wo man ist
    Kota Kinabalu '? - Kuching? - Labuan ? Brunei ? - Tawau ?

    Städet generlle Ungefährlich..
    also ich würde nichts nehmen..
    schon gar nicht was wie lariam (lese da gerade ne schreckliceh geschichte von nem typen der nebenwirkungen hatte)

    aber ich werde auch selten von mücken gestochen... (irgendwas in meiner haut ;) )

    na ja jeder muss es selbst wissen
    #28Verfasserdianxue 30 Jun. 05, 13:12
    Kommentar
    Eigentlich ist ja alles schon gesagt, aber ich möchte meine Erfahrungen auch noch beisteuern. Ich würde Lariam NIE wieder nehmen. Bei mir liegt die Sache allerdings schon ca. 12 Jahre zurück, und vielleicht ist in der Forschung inzwischen auf diesem Gebiet ja einiges vorangegangen. Mein damaliger Reisebegleiter und ich hatten beide starke Nebenwirkungen, die (da man zu der Zeit schon 2 Wochen vor Reiseantritt mit der Medikation beginnen musste) schon in Deutschland anfingen, sich über den ganzen Aufenthalt in Indonesien hinzogen und auch nachher noch wochenlang anhielten. Permanente Übelkeit, teilweise Verlust des Geruchs- und Geschmacksinns, bzw. übler Geschmack nach Chemie auf der Zunge und entsprechender Geruch in der Nase, Kopfschmerzen etc. Bei einem ganz normalen jährlichen Gesundsheitcheck hat man bei mir nach der Reise besorgniserregende Leberwerte festgestellt, die bis heute noch regelmäßig überprüft werden müssen. Und nein, um der Frage zuvorzukommen, wir haben uns im Urlaub nicht täglich die Kante gegeben (Wie auch auf Inseln, die gerade mal genug Trinkwasser vom Festland herbeischippern konnten? Da gab's höchsten abends mal ein Bierchen).
    Wäre ich heute in der Situation, würde ich mich wirklich gründlich - möglichst von mehreren erfahrenen Ärzten - beraten lassen, bevor ich mir so etwas noch einmal antun würde. (Leider steht eine solche Reise für mich ohnehin in den Sternen.) sleipnir würde ich empfehlen, den Nutzen und das Risiko gründlich abzuwägen - vielleicht gehörst du ja auch zu den Menschen, die ohnehin nicht oft gestochen werden (im Gegensatz zu mir). Dann ist es mit den erwähnten Vorsichtsmaßnahmen möglicherweise auch getan. Trotzdem: lass es dir nicht vermiesen und hab einen wunderschönen Urlaub! :)
    #29VerfasserFragezeichen30 Jun. 05, 13:52
    Kommentar
    @all
    nochmal vielen Dank für die vielen nützlichen Ratschläge und Berichte. Ich habe mich am Tropeninstitut in HH kundig gemacht. Ich werde also keinerlei Prophylaxe betreiben, denn in Städten und am Strand besteht kaum Gefahr. Die Woche Borneo ist mit Bergwandern gefüllt (Kinabalu) und da oben gibts auch keine Viecher. Ausserdem stechen mich auch hier selten Mücken. Ich werde mich abends sorgfältig kleiden, und Autan nehmen. Zu aller Vorsicht nehme ich eine Packung Lariam mit, falls ich merken sollte, da ist was im Busch (hihi, nettes Wortspielchen) aber werd das Zeug tunlichst nicht nehmen. Wird schon klappen.
    @Thierry: darf auch eine kleinere Nuss sein ? ;-)
    Grüssle an alle
    #30Verfassersleip30 Jun. 05, 14:13
    Kommentar
    ich war im Frühjahr (letztes jahr) auf mt. kinabalu (damals nur ein 5 wochen trip)

    wenn du spezielle Tips und Vorschläge für die Region Malaysia - Borneo willst,

    kenn ich dir gerne meine e-mail hinschreiben.
    Ich reise halt vor Ort nur mit lokalen Kontakten (mein Trip zum mt. kinabalu arangierte ich in 3 tagen ;) - normalerweise braucht man dafür 1 -2 monate wegen Bewilligungen), aber ich kann dir gerne Hinweise, Vorschläge, nützliche tips etc. geben. (Ich selbst werde im Oktober wieder für 2-4 Wochen u.a. nach malaysia verreisen.

    Medizintechnisch is es absolut keni problem.
    Beim mt. kinabalu (ich tippe jetzt einfach mala, dass du dahin gehst, gross andere "kommerziell erschlossene" Berge gibts da nicht. Bist du nur während der Busfhart in "gefährlichen" höhen und die dauert ca. 90 min - 2h . Dann bist du wieder an der Küste und dort ists keine gefahr. :)

    einige Impressionen sind auch auf meiner HP (aber nur wenige)
    http://www.abd.ch.vu
    email: andi.denzler@bluewin.ch
    #31Verfasserdianxue30 Jun. 05, 14:20
    Kommentar
    Nachdem nun so viele geschrieben haben, dass man auch ohne Prophylaxe kann, möchte ich nun beisteuern, dass man auch mit Malaria tropica auf der Intensivstation kommen kann. Muss jeder selber entscheiden...

    http://www.fit-for-travel.de/Reisemedizin/mal...
    #32VerfasserTrudel30 Jun. 05, 14:42
    Kommentar
    surfte gerade auf seiten betreff lariam rum.
    und wenn nur die HAELFTE dessen, was da geschrieben ist an Erlebnissen stimmt...
    würde ich dieses medikament nie nehmen.

    Die Nebeneffekte, die da auf Seiten beschreiben werden sind zu krass.

    betreff Prophylaxe:
    Ich sage es mal so, die lokale bevölkerung schluckt auch nicht jeden tag pillen um keine Malaria zu kriegen. Und meiner Meinung nach ist Malaysia doch sehr anders als Zentralafrika (wo ich wohl auch irgend ne art von Prophylaxe nehmen wrüde).

    Man KANN sich mit Malaria infizieren, man KANN jedoch genau so gut von nem Auto überfahren werden.. Und trotzdem gehen wir immer über die Strasse und beteiligen uns am Verkehr.

    Wenn ich mitten in den Dschungelfür eine längere Zeit gehen würde, nehme ich auch sofort irgend ne Art von Prophylaxe. Aber gerade bei lariam wäre es mir das Risiko nicht wert (die nebenwirkungen sind ja zu krass.. die da teilweise geschildert werden) und nehme lieber etwas teureres oder so.

    Der Entscheid ist jedem selbst überlassen.
    Ich war in Indien mit der Familie. Niemand wollte früchte und Eis essen. Ich machte es da ich halt mal auf meinen Magen vertraute..
    Die andern waren am Schluss krank und hatten Druchfall und nicht ich ...
    Ich denke, jeder muss den entshceid für oder gegen Medis für sich selber treffen..
    #33Verfasserdianxue30 Jun. 05, 15:29
    Kommentar
    @sleipnir: na gut, überredet ;-)
    #34VerfasserThierry30 Jun. 05, 16:06
    Kommentar
    @dianuxe: Das klingt jetzt ein bißchen blauäugig.:-) Zum Einen sterben von den Einheimischen genug an Malaria, bzw. bekommen immer wieder Fieberschübe. Zum Anderen haben die über die Zeit einen gewissen Schutz entwickelt.
    Ein Indianer aus "Erstkontaktzeiten" wäre mit Deiner Logik äußerst schlecht gefahren, wäre er nach Europa gekommen ohne Schutz vor den Krankheiten, an denen hier niemand stirbt. Und er hat noch nicht einmal hierher kommen müssen, "unsere" dorthin mitgebrachten Krankheiten haben dort Tausende dahingerafft - obwohl wir keinen extra medikamentösen Schutz davor brauchen, weil wir ihn schon haben (Muttermilch und Dreckfingern sei Dank).
    #35Verfasserhh30 Jun. 05, 16:54
    Kommentar
    ich hänge dies nur am bsp malaysia / indien auf.

    und mind. da wo ich war wurde nie jemand krank.

    dass wir westeuropäer anfälliger sind glaube ich sofort.
    und unterschreib ich auch.
    Jedoch denke ich vielmals, dass da viel zu grosse panikmache gemacht wird.
    auch weil wir ja "zu" hygiensch sind, sind wir viel empfindlicher

    (kinder haben heute viel mehr allergien als früher)
    weil ihr immunsystem nicht mehr durch "schmutz" abgehärtet ist.
    #36Verfasserdianxue01 Jul. 05, 08:38
    Kommentar
    Hmm, dianxue,

    bei malaria darfst du das nicht so einfach sehen wie mit ein paar kindern die im schmutz spielen. das ist ein hochkomplexer infektionsweg (erreger im mückenmagen, dann im menschlichen blut, dann in den zellen, dann platzen die, malaria bricht aus, eine andere mücke sticht dich und das ding wandert wieder in den mückenmagen.) deswegen gibts da bis heute auch keine impfung und der erreger wird immer immun, wenn er die einnahme der medikamente überlebt und wieder zur mücke wandert. das ganze ist ein ständiger kreislauf!
    und: du erkrankst IMMER an malaria wenn die erreger in deinem blut sind. nur wenn dus einmal überlebt hast, so wie die meisten westafrikaner, entwickelst du eine gewisse immunität gegen die symptome. das heißt aber nur, dass du nicht mehr daran stirbst
    sofern dich eine infizierte mücke sticht, leidest du trotzdem an fieber übelkeit usw....
    man wird nicht immun wie gegen windpocken oder masern...
    #37VerfasserDH01 Jul. 05, 09:06
    Kommentar
    @dianuxe
    hab grad versucht, deine HP zu öffnen, aber da erscheint nur eine weisse Seite. :-(.
    Würde Dir heute abend mal zumailen, wenns recht ist, wäre schon an ein paar Tips interessiert, vor allem was den Kinabalu angeht. Da war nämlich bislang nirgends die Rede von 2 Monaten Wartezeit :-((. So wie ich das verstanden habe, fährt man zur Talstation, meldet sich bei den Rangers an, zahlt seinen Obulus für Berg und Führer und gut ist (grob gesagt). Man muss sich 2 Monate vorher anmelden ?!?
    Und was Malaria angeht: damit ist gewiss nicht zu spaßen, ich werde mich da schon vorsehen und die angesprochenen Vorsichtsmassnahmen beachten. Aber Lariam futtern werd ich lieber doch nicht.
    #38Verfassersleipnir01 Jul. 05, 09:52
    Kommentar
    Auchnochsenfdazugeb: Ich habe vor ca. 10 Jahren mal Lariam genommen auf einem Trip nach Südafrika - keinerlei Probleme. Mein Vater allerdings, mit dem ich unterwegs war, hatte auf einmal um 5 Uhr morgens echte Panikattacken und Angstzustände. Wir beide haben das Zeug dann abgesetzt.

    Ein Punkt, warum ich seitdem immer nur Stad-by-Therapie dabei habe ist die Tatsache, dass man bei Prophylaxe-Einnahme meines Wissens nicht mehr eindeutig diagnostizieren kann, ob Malaria vorliegt (wenn z.B. Fieber auftritt) oder ob es nur eine harmlose Erkältung ist.

    Physikalische Prophylaxe ist immer noch die beste....
    #39VerfasserJan01 Jul. 05, 15:00
    Kommentar
    also ich würde nicht ohne Prophylaxe losziehen (obwohl ich sonst eigentlich kein Tablettenschlucker bin). Die Wahl des Medikaments würde ich von der Effizienz gegenüber den Malariaerregern in Malaysia abhängig machen. Also einen Rat vom Tropeninstitut nach dem richtigen Wirkstoff einholen und darauf dann auch vertrauen. Ich persönlich hatte bisher Lariam, weil die Wirksamkeit gegenüber den Alternativprodukten für die Gegenden, in die ich gereist bin, weitaus besser prognostiziert war (ich glaube eine Unterschied von 70 zu 90 % waren mir genannt worden). Da man sich in diesen Gegenden nie grundsätzlich vor Stichen schützen kann, schien mir der Weg bisher der sinnvollste. Ich hatte auch keine allzu großen Probleme mit Lariam (obwohl ich den Beipackzettel auch besser nicht gelesen hätte).
    Ein Freund von mir hat eine Alternative gewählt (wg. der angekündigten Nebenwirkungen) und litt dann unter massiven Magenkrämpfen und Durchfall. Ich fürchte die Verträglichkeit dieser Medikamente muss jeder selbst ausprobieren. Es kann auch bei weniger starken Keulen schlecht ausgehen...
    also nicht entmutigen lassen und bei aller Vorsicht auch den Spaß an der Reise nicht vergessen :-)
    #40VerfasserAK01 Jul. 05, 15:21
    Kommentar
    Ich hab bei meinem Asientrip Malarone genommen - sehr verträglich, und über eine holländische Internet-Apotheke (name hab ich vergessen) gab's das auch günstiger.
    Malaria riskieren kann ich auf keinen Fall empfehlen! Ich hatte vor ein paar Jahren in Afrika eine tropica, die total glimpflich gelaufen ist ... aber ich hab eine Nacht lang wirklich gedacht, ich sterbe. Hat eine Weile gedauert, bis ich das (körperlich und auch psychisch) verdaut hatte. Seitdem würde ich es nie wieder "drauf ankommen lassen".
    #41Verfassersasch01 Jul. 05, 19:25
    Kommentar
    Ich habe einige Jahre in Nigeria gelebt. Die Deutschen nahmen (deutsches) Resochin (einmal wöchentlich), die Engländer (englisches) Daraprim (einmal täglich). Das war in den 1960ern; es wundert mich, dass in diesem Thread nur von mir völlig unbekannten (also wohl neueren) Medikamenten die Rede ist.

    Von drastischen Nebenwirkungen habe ich damals nichts gehört, aber wer googelt, der findet vielleicht Erfahrungsberichte.

    Gute Reise.
    #42VerfasserUwe01 Jul. 05, 19:48
    Kommentar
    Also ich hab das Mittel Mefliam genommen, schon mehrmals und insgesamt über mehrere Wochen (man muss es einmal in der woche nehmen von dem Zeitpunkt von dem man das Malariagebiet betritt und dann noch bis ich glaub drei Wochen nachdem man wieder das Gebiet verlassen hat). Ich hab das damals in Südafrika von den apothekern dort empfohlen bekommen und war damit sehr zufrieden. Hatte nie Nebenwirkungen und es hat nur einen Bruchteil von Malarone oder Lariam gekostet. Meistens können die Apotheker vor Ort die Lage am besten einschätzen, welches Mittel am besten für den einzelnen geeignet sind oder ob eine Prophylaxe überhaupt notwendig und ratsam ist.
    Viel Spaß auf jeden Fall!
    #43VerfasserEllena01 Jul. 05, 21:01
     
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