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Der Kulturfaden

106 Antworten   
Kommentar
Im Spanischforum sehr erfolgreich:
Siehe auch: Der Kulturfaden

Zweck: Leo- Teilnermer hier auf kulturelle Ereignisse aufmerksam zu machen, die im Zusammenhang mit der deutschen oder russischen Kultur stehen. Bei Fernsehsendungen ist es interessant zu wissen, dass man von ÜBERALL in der Welt alle deutschen Sender (und noch einige andere, inklusive in Englisch, Polnisch, Spanisch, etc) anschauen kann. Zwar nicht direkt, aber aufnehmen lassen und nachher downloaden. Ich bin in Brasilien und versäume keine Sendung in Deutschland, die ich mir ansehen will. Hier die Anleitung:
http://www.onlinetvrecorder.com/downloads/otr...
Für Anfänger in der deutschen Sprache kann man bei diesem Dienst neuerdings nach dem einloggen alles auch auf Englisch bedienen.



Ich fange mal an:
3sat, Donnerstag, heute, Spielfilm/Comedy 22:25 - 00:10 Uhr
Ninotschka - Mit Greta Garbo!

Ninotchka, USA 1939

Die Genossen Buljanoff, Iranoff und Kopalski sind aus Moskau nach Paris gekommen, um dort Juwelen zu verkaufen, die vor der Revolution der Großherzogin Swana gehört haben. Sie steigen in einem Luxushotel ab, obwohl Genosse Buljanoff gewisse Bedenken hat, ob sich das mit sozialistischen Prinzipien verträgt. Dort entdeckt ein Kellner, was die Beauftragten Moskaus vorhaben, und verständigt die Großherzogin, die seit ihrer Emigration in Paris lebt. Swana erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen den geplanten Verkauf. Ihr Verehrer, Graf Leon d'Algout, bringt es seinerseits fertig, im Namen der drei Genossen ein Telegramm nach Moskau zu schicken, das Kommissar Razinin veranlassen soll, Swana zur Hälfte am Erlös des Schmucks zu beteiligen. Empört schickt Razinin daraufhin einen Sonderbeauftragten nach Paris, um dort nach dem Rechten zu sehen. Es ist die schöne, aber sehr zurückhaltende Genossin Ninotschka, die gegen kapitalistische Verlockungen völlig gefeit scheint. Als sie den Eiffelturm besichtigen will, lernt sie zufällig den Grafen Leon d'Algout kennen - ohne zu ahnen, dass er es ist, der Buljanoff, Iranoff und Kopalski vom rechten Weg abgebracht hat. Auf sein heftiges Flirten reagiert sie sehr gelassen: Liebe ist in den Augen der Genossin nur ein biologischer oder chemischer Vorgang, über den man einen Haufen Unsinn geschrieben hat. Doch Leon gibt sich nicht so schnell geschlagen und hat damit durchaus Erfolg, bis die eifersüchtige Swana in Aktion tritt.
VerfasserCARIOCA (324416) 15 Apr 10, 02:18
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Gilt als die schönste Inszenierung dieser Oper von Wagner, ein wahres Schmuckstück. Wurde in 3sat gesendet und wird nun wiederholt: Die Walküre
ZDFtheaterkanal, Donnerstag, 15.4., 19:30 - 23:35 Uhr oder
ZDFtheaterkanal Di, 27.04. 19:30 - 23:35

Die katalanische Stadt Valencia setzt neue Akzente in der Oper des 21. Jahrhunderts. 2006 eröffnete das monumental-futuristische Opernhaus 'Palau de les Arts Reina Sofía' von Stararchitekt Santiago Calatrava Valls. Ein Jahr später wartete 'El Huevo' ('das Ei'), wie das Haus in Valencia liebevoll genannt wird, mit einer außergewöhnlichen Produktion von Richard Wagners 'Ring des Nibelungen' auf. In der spektakulären Inszenierung von Carlus Padrissa und seiner Theatergruppe 'La Fura dels Baus' wird die Mischung aus Musik, Akrobatik und Technik zu einem fesselnden Bühnenereignis. Die postmoderne Bilderwelt, die Kombination von raffinierter Videotechnik und Lichtregie, mit der 'La Fura dels Baus' bekannt wurden, scheinen für die visionären Ausdruckswelten Wagners geradezu prädestiniert zu sein: Die mitunter halsbrecherischen, lebenden Bühnenbilder der Artisten treffen auf Videoprojektionen von Frank Aleu. Die Grenze zwischen realer Inszenierung und der digitalen Welt verschwimmt. Mit ihrem Streifzug quer durch die Medien kommen 'La Fura dels Baus' damit Wagners Traum von einem Gesamtkunstwerk, das alle Künste einbindet, sehr nah.
#1VerfasserCARIOCA (324416) 15 Apr 10, 02:32
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Phoenix, Freitag, heute, Magazin/Geschichte 01:15 - 02:00 Uhr
Katharina die Große
Auf dem Gipfel der Macht 2006
Mit Katharinas Krönung 1772 in St. Petersburg beginnt die Zarin ihre Reformpolitik im Riesenreich Russland: Medizin, Schulwesen, Rechtsprechung. Doch die Reformen werden von Kriegen, die sie führt, überschattet. Aber nicht nur Kriege, auch die Liebe nimmt einen großen Raum in ihrem Leben ein, wenn auch selbst ihre Affären oft machtpolitisch begründet waren.

Edit: Ninotschka im Kanal RBB am 17.04. 23:40
#2VerfasserCARIOCA (324416) 16 Apr 10, 01:57
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RBB, Samstag, 17.04., Spielfilm/Drama 02:50 - 04:20 Uhr
Anna Karenina
USA 1935
Stiva Oblonsky hat wieder einmal seine Frau Dolly betrogen. Er lädt seine Schwester Anna Karenina, die als Frau eines hohen Beamten in St. Peterburg lebt, nach Moskau ein, damit sie die Wogen glättet. Bei ihrer Ankunft auf dem Bahnhof begegnet sie Stivas Freund, dem Gardeoffizier Wronsky, und verliebt sich sofort in den jungen Grafen. Nach ihrer Rückkehr nach St. Petersburg werden Wronskys häufige Besuche bei der verheirateten Frau von der feinen Gesellschaft rasch als Skandal erachtet. Annas Ehemann Alexei Karenin ist weniger besorgt um die Liebe seiner Frau, als um seine gesellschaftliche Reputation. Er besteht darauf, dass Anna jeden Anlass zum Klatsch vermeidet. Um ihres Sohnes Sergei willen hält Anna die Fassade eine Weile aufrecht. Doch als ihre Sehnsucht zu stark wird, flüchtet sie mit Wronsky nach Venedig. Bald wird das Glück der beiden getrübt durch Annas Sehnsucht nach ihrem Sohn. Außerdem wird das illegitim zusammenlebende Paar in eine zermürbende Isolation von der offiziellen Gesellschaft gezwungen. Wronsky, der wegen Anna seine militärische Laufbahn aufgeben musste, beginnt seine Affäre langsam zu bereuen. Als der Aufruf ergeht, ein Freiwilligenregiment für den serbisch-türkischen Feldzug aufzustellen, flüchtet Wronsky in den Krieg. Anna ist von allen verlassen.
#3VerfasserCARIOCA (324416) 16 Apr 10, 17:24
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Spielfilmreihe Neues russisches Kino

3sat-Begleitprogramm zum "goEast"-Filmfestival
Ost trifft West beim Filmfestival "goEast" in Wiesbaden. 3sat begleitet das Festival des mittel- und osteuropäischen Films (21. bis 27. April 2010) in seinem Programm mit drei Spielfilmen, die das russische Lebensgefühl widerspiegeln.

http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitege...

Verrückte Rettung Dienstag, 20. April 2010
23.00 Uhr

Alisa, das Meermädchen Freitag, 23. April 2010
22.25 Uhr

Die einfachen Dinge Freitag, 23. April 2010
0.50 Uhr und Samstag, 24. April 2010 3.05 Uhr
#4VerfasserCARIOCA (324416) 17 Apr 10, 02:13
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3sat, Dienstag, heute, Spielfilm/Comedy 23:00 - 00:55 Uhr
Erstausstrahlung
Verrückte Rettung
Russische Föderation 2009

Der träge und auch geistig etwas langsame Jenja kommt vom Dorf nach Moskau, um dort als Hilfsarbeiter sein Geld zu verdienen. Nachdem er bei einem Überfall ausgeraubt worden ist, nimmt sich ein ehemaliger Ingenieur seiner an, quartiert ihn in seiner Wohnung ein und teilt alles mit ihm. Doch der neue Freund hat merkwürdige Eigenheiten und spannt den willfährigen Jenja bei einigen seltsamen Missionen ein: rätselhafte Botschaften aus einem Entenhaus zu bergen oder das geheimnisvolle Aufklappen eines Müllcontainers richtig zu interpretieren. Außerdem muss eine fremde Nachbarin gegen ihren Willen vor ihrem Mann, einem Polizisten, gerettet werden. Als die Tochter des Ingenieurs zu Besuch kommt, werden die Dinge für Jenja nicht einfacher.

'Verrückte Rettung' ist eine skurrile, sarkastische Tragikomödie über ein seltsames Paar - eine Annäherung an den Wahnsinn des heutigen russischen Alltags und den Alltag des Wahnsinns. Mit stoischer Haltung porträtiert Boris Chlebnikow die Widersprüche und Abgründe der russischen Gegenwart. Boris Chlebnikow, 1972 in Moskau geboren, absolvierte ein Filmtheorie-Studium am Russischen Filminstitut WGIK. Als Koregisseur mit Aleksej Popogrebski drehte er 2003 seinen ersten Spielfilm 'Der Weg nach Koktebel', unter anderem Hauptpreisträger des Wiesbadener Filmfestivals 'goEast', den 3sat als TV-Premiere zeigte. Sein dritter Spielfilm 'Verrückte Rettung', der beim 'goEast'-Festival 2009 den Preis für die Beste Regie bekam, beruht auf der Geschichte eines Gastarbeiters aus Weißrussland, über den Chlebnikow und Drehbuchautor Alexander Rodionow zuerst einen Dokumentarfilm drehten.
#5VerfasserCARIOCA (324416) 20 Apr 10, 02:13
Kommentar
3SAT 00:50 - 02:35 Sa 24. Apr. Die einfachen Dinge RUS 2007
Spielfilm Drama

Wiederholung:

3SAT
03:05 - 04:50 So 25. Apr. Die einfachen Dinge RUS 2007

Ein St. Petersburger Arzt soll einem Patienten einen kleinen Dienst erweisen. Das Drama wurde auf diversen Filmfestspielen mit Preisen überhäuft

Anästhesist Sergej (Sergej Puskepalis) führt ein trostloses Leben. Die winzige Wohnung teilt er mit einem Georgier und einer senilen Alten, seine Tochter ist mit ihrem Freund durchgebrannt, und Gattin Katya ist ungewollt schwanger. Für ein zweites Kind reicht das Geld hinten und vorne nicht. Da lernt er den todkranken Schauspieler Vladimir (Leonid Bronevoj) kennen. Der macht ihm ein höchst zweifelhaftes Angebot... Bedächtige Dialoge, kühle Bilder: ein Kammerspiel von faszinierender, bestürzender Trostlosigkeit.


#6VerfasserCARIOCA (324416) 23 Apr 10, 13:30
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@Carioca
Ist "Die einfachen Dinge" eine Komödie?
Solche Filme laufen aber auch wirklich zu einer Unzeit im TV!
#7VerfasserFeynman23 Apr 10, 14:58
Kommentar
Laut Fernsehzeitschrift ist es ein Drama. Die Uhrzeit juckt mich nicht, da ich es sowieso in Deutschland aufnehmen lassen muss (vgl. #1) und erst nach dem Download+Decodieren anschauen kann.
#8VerfasserCARIOCA (324416) 23 Apr 10, 16:12
Kommentar
huhu CARIOCA !

Zu den Aufnahmemöglichkeiten über Internet : #7, #50, #90ff, #126, #210 in : Siehe auch: Der Kulturfaden - #7

http://www.arte.tv/de/programm/242,day=2,dayP...
19:15
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Prokofjew: Romeo und Julia, Orchestersuite

Die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia fasziniert seit Shakespeares Zeiten das Publikum.
DETAILS
ARTE F © Stéphane Brugidou/Ville de Toulouse
Sonntag, 25. April 2010 um 19.15 Uhr

Wiederholungen:
26.04.2010 um 06:00
07.05.2010 um 06:00
13.05.2010 um 06:00
Prokofjew: Romeo und Julia, Orchestersuite
(Frankreich, 2009, 42mn)
ARTE F
Regie: Andy Sommer
Komponist: Sergei Prokofiev
Orchester: Orchestre National du Capitol de Toulouse
Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia fasziniert seit Shakespeares Zeiten das Publikum. Das Ballett von Prokofjew ist eine meisterhafte Vertonung des Dramas und beeindruckt weltweit durch seine melodische Vielfalt. Die Aufführung aus dem "Théâtre du Capitole" in Toulouse vom September 2009 unter der Leitung von Tugan Sokhiev bietet eine begeisternde Umsetzung des wohl bedeutendsten Balletts Prokofjews.

Das Ballett Romeo und Julia, das Prokofjew 1935 komponierte, ist von außerordentlicher musikalischer Vielfalt. Bei der Vertonung der Liebestragödie von Verona setzte Prokofjew, dem Verlauf des Dramas folgend, gleichermaßen Elemente der Klassik und des Expressionismus ein. Shakespeares Meisterwerk erhielt durch Prokofjew eine kongeniale, weltweit begeisternde musikalische Umsetzung. Bis zur Uraufführung des Balletts im Jahr 1938 überarbeitete Prokofjew seine ursprüngliche Partitur und komponierte die beiden Orchestersuiten mit je sieben Sätzen.
Auf dem Programm stehen die Suite Nr.2 für Orchester und die Sätze 5 und 7 ("Masken" und "Tybalts Tod") aus der Suite Nr.1 für Orchester. Das "Orchestre National du Capitole de Toulouse" bietet unter der Leitung des ossetischen Dirigenten Tugan Sokhiev, eines ausgewiesenen Prokofjew-Kenners, eine hinreißende Einspielung.

Sergei Sergejewitsch Prokofjew gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Bis zur Entdeckung seines Tagebuchs war jedoch lange Zeit nicht viel über sein Leben bekannt. ARTE zeigt am 26. April eine Dokumentation über Prokofjew und offenbart, auf diesem Tagebuch basierend, einige der verborgenen Seiten des Komponisten.

http://www.arte.tv/de/programm/242,day=3,dayP...
22:05
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Prokofjew: Das unvollendete Tagebuch

Über Prokofjew kann man nur eines mit Sicherheit sagen: Er war ein genialer Musiker...
DETAILS
ARTE F © Russian State Archive for Literature & Arts
Montag, 26. April 2010 um 22.05 Uhr

Wiederholungen:
02.05.2010 um 06:00
03.05.2010 um 10:00
07.05.2010 um 05:00
08.05.2010 um 13:05
Prokofjew: Das unvollendete Tagebuch
(Frankreich, 52mn)
ARTE F
Regie: Yosif Feyginberg
Autor: Sherman Snukal, Yosif Feyginberg
Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Über Prokofjew kann man nur eines mit Sicherheit sagen: Er war ein genialer Musiker, einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Näheres über sein musikalisches Schaffen und sein Privatleben dagegen war jedoch bis vor kurzem nicht bekannt. Mit der Entdeckung seines Tagebuchs wurde ein Teil seines Geheimnisses gelüftet.

Bereits 1918, kurze Zeit nach der Oktoberrevolution, floh Prokofjew aus Russland. In den darauffolgenden achtzehn Jahren versuchte er, in Nordamerika und Europa Fuß zu fassen. 1936, als die Stalin'schen Säuberungen ihren Höhepunkt erreichten, kehrte er zur allgemeinen Überraschung in die UdSSR zurück.
Mehr als fünfzig Jahre nach Prokofjews Tod offenbart der Film die verborgenen Seiten der "Auslandsperiode" des Komponisten. Als Grundlage dienen bisher unbekannte Dokumente - vor allem Prokofjews neu entdecktes Tagebuch - sowie Fotos und Archivmaterial aus der damaligen Zeit. Auch Gespräche mit der Konservatorin des Prokofjew-Archivs, mit Prokofjews Biografen sowie mit Sohn und Enkel des Komponisten bieten Einblicke in sein Leben und künstlerisches Schaffen.
Der Film wird untermalt mit Auszügen aus Werken dieser Zeit: "Die Liebe zu den drei Orangen", "Le Pas d'acier", "Der feurige Engel", Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 16.

Der Regisseur Yosif Feyginberg legte 2002 den Dokumentarfilm "Glenn Gould: The Russian Journey" (2002) vor, in dem es um den Besuch des Pianisten Glenn Gould in der Sowjetunion im Jahr 1957 geht. Der Film wurde mit dem Grand Prix Pratt & Whitney Canada ausgezeichnet.

23:00
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LeseHorizonte

Moskau
DETAILS
ARTE F
Montag, 26. April 2010 um 23.00 Uhr

Wiederholungen:
12.05.2010 um 05:00
LeseHorizonte
(Frankreich, 2009, 52mn)
ARTE F
Regie: Xavier Lefebvre
16:9 (Breitbildformat)

Der Journalist, Schriftsteller und Weltreisende Patrick Poivre d'Arvor entführt heute nach Moskau und entdeckt dort in Begleitung zeitgenössischer russischer Autoren die Literatur des jungen Russlands. Wie konnten die Schriftsteller in einem Land mit einer so unglaublich reichen literarischen Tradition eine Wiedergeburt der Literatur nach der Ära des Sozialistischen Realismus herbeiführen?

Moskau ist eine schöne Stadt oder war es vielmehr, denn seit etwa zwanzig Jahren wandelt sich ihr Gesicht mit rasanter Geschwindigkeit zu einer wilden, schlaflosen, ausufernden und monströsen Fratze. In Moskau stehen orthodoxe Kirchen in direkter Nachbarschaft zu Wolkenkratzern aus der Stalinzeit und konstruktivistischen Gebäuden. Unbeschwert führt der Weg vom Nowodewitschi-Kloster zum Kaufhaus GUM oder zum Lenin-Mausoleum auf dem Roten Platz.
Was wird aus Russland und seinem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum, nachdem es sich dem Konsums und dem Kapitalismus geöffnet hat? Was erzählen die gegenwärtigen Autoren in ihren Büchern vom Exil, vom Gefängnis, von der Zensur, von der Samisdat-Vergangenheit, vor allem aber von ihrem aktuellen Kampf gegen die gesellschaftlichen Auswüchse?
Drogen, Gewalt, Mafia, Menschenrechte, Kriege in Afghanistan und Tschetschenien ... Der Kriminalroman erlebt eine Blüte, ebenso wie das Sittengemälde einer Gesellschaft, in der die Gegensätze zwischen extremer Armut und protzigem Neureichtum besonders frappierend sind.

Der Journalist, Schriftsteller und Weltreisende Patrick Poivre d'Arvor, von dem das Konzept zu "LeseHorizonte" stammt, macht uns mit der Literatur der von ihm besuchten Länder vertraut. Vor Ort führt er Gespräche mit berühmten Schriftstellern und Nachwuchsautoren. Anhand persönlicher Begegnungen und besonderer Orte wird dem Zuschauer eine weithin unbekannte Gesellschaft mit ihrer reichhaltigen Literatur und Kultur, ihrer Lebensweise und ihren Bezugspunkten nahegebracht.
Herausgeber der Reihe ist Patrick Poivre d'Arvors Bruder, der Schriftsteller Olivier Poivre d'Arvor und Leiter von "CulturesFrance", einer dem Goethe-Institut entsprechenden Institution zur Verbreitung der französischen Kultur im Ausland. In seinen Händen liegt die Auswahl der vorgestellten Länder sowie der Gesprächspartner. Für die Reihe erkundet er bei Literaturwissenschaftlern und -kritikern vor Ort aktuelle Tendenzen und entdeckt Nachwuchstalente.

http://www.arte.tv/de/programm/242,day=3,dayP...
00:15
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Streik

Im vorrevolutionären Russland der Zarenzeit herrschen Unruhen unter den Arbeitern einer Lokomotiv-Fabrik...
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Zum Dossier Stummfilm
Montag, 26. April 2010 um 00.15 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Streik
(Russland, 1925, 88mn)
ARTE F
Regie: Sergei Michalovich Eisenstein
Kamera: Eduard Tisse, Vassili Khvatov, Vladimir Popov
Musik: Bernd Kampka
Darsteller: Grigori Aleksandrov (Meister), I. Ivanov (Polizeichef), Ivan Klyukvin (Revolutionär), Maksim Shtraukh (Geheimpolizist), Mikhail Gomorov (Arbeiter)
Autor: Grigori Alexandrov, Ilja Kravtschunovsky, Sergei Michalovich Eisenstein, Valeryan Pletnyov
Vertreiber: Carlotta Films
Produktion: Goskino
Produzent: Boris Michin
Schwarzweiß

Im vorrevolutionären Russland der Zarenzeit entlädt sich der jahrelang aufgestaute Zorn der ausgebeuteten Arbeiter in einem Streik, der von berittenem Militär blutig niedergeschlagen wird.

Im vorrevolutionären Russland der Zarenzeit herrschen aufgrund von geringen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen Unruhen unter den Arbeitern einer Lokomotiv-Fabrik. Flugblätter, die zum Streik aufrufen, werden verteilt, und auch sonst wird die Stimmung immer hitziger. Die Fabrikleitung versucht, die Lage unter Kontrolle zu behalten, indem sie Spione unter der Arbeiterschaft einschleust. Als ein Arbeiter zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt wird und daraufhin Suizid begeht, eskaliert die Situation und der Arbeitskampf bricht aus.
Die Arbeiter sind froh, ihrem Ärger endlich Luft machen zu können und stellen ihre Forderungen: Sie wollen einen 8-Stunden-Tag und 30 Prozent mehr Lohn. Bei den dekadenten Fabrikbossen stoßen sie damit auf wenig Gehör, und so droht ihnen Hunger. Zusätzlich wird die Geschlossenheit der Streikenden durch einige Provokateure gefährdet. Schließlich gibt die Fabrikleitung den Befehl, dass Militärtruppen den Streik blutig niederschlagen sollen.

"Streik" ist der erste Langfilm des damals 25-jährigen Sergei M. Eisenstein. Dieser Stummfilm ist ein Jahr vor dem berühmten "Panzerkreuzer Potemkin" entstanden, der ihn mit seinem überragenden Erfolg zu Unrecht in den Schatten gestellt hat. Wie "Panzerkreuzer Potemkin" kommt auch dieser antikapitalistische Film ohne zentralen Helden aus. In sechs Kapiteln wird von der Streikwelle 1912 und ihrer blutigen Niederschlagung aus kommunistischer Perspektive erzählt. Die kapitalistischen Firmenbosse werden gezeigt als fernab von der harten Realität der Arbeiter lebende Ignoranten. Die Streikenden hingegen werden metaphorisch mit Tieren verglichen, um ihre verschiedenen individuellen Charakterzüge hervorzuheben.
In "Streik" erprobt Eisenstein die Möglichkeiten der von ihm definierten "Kollisionsmontage": Bilder vom Massaker an den Streikenden werden mit dokumentarischen Aufnahmen aus einem Schlachthaus konfrontiert und verstärken somit die schockierenden Eindrücke. Konstruktivistische Bildkompositionen und schwindelerregende Kameraperspektiven bringen Bewegung ins Bild und machen "Streik" zu einem der visuell dynamischsten Stummfilme überhaupt. Die von Lenin gegründete Zeitung "Prawda" bezeichnete "Streik" als "das erste revolutionäre Werk unserer Filmkunst".

#9Verfasserla déesse aliénée25 Apr 10, 18:19
Kommentar
fast übersehen : http://www.arte.tv/de/programm/242.html#ancho...

23:00

Moskau
DETAILS
ARTE F
Montag, 26. April 2010 um 23.00 Uhr

Wiederholungen:
12.05.2010 um 05:00
LeseHorizonte
(Frankreich, 2009, 52mn)
ARTE F
Regie: Xavier Lefebvre
16:9 (Breitbildformat)

Der Journalist, Schriftsteller und Weltreisende Patrick Poivre d'Arvor entführt heute nach Moskau und entdeckt dort in Begleitung zeitgenössischer russischer Autoren die Literatur des jungen Russlands. Wie konnten die Schriftsteller in einem Land mit einer so unglaublich reichen literarischen Tradition eine Wiedergeburt der Literatur nach der Ära des Sozialistischen Realismus herbeiführen?

Moskau ist eine schöne Stadt oder war es vielmehr, denn seit etwa zwanzig Jahren wandelt sich ihr Gesicht mit rasanter Geschwindigkeit zu einer wilden, schlaflosen, ausufernden und monströsen Fratze. In Moskau stehen orthodoxe Kirchen in direkter Nachbarschaft zu Wolkenkratzern aus der Stalinzeit und konstruktivistischen Gebäuden. Unbeschwert führt der Weg vom Nowodewitschi-Kloster zum Kaufhaus GUM oder zum Lenin-Mausoleum auf dem Roten Platz.
Was wird aus Russland und seinem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum, nachdem es sich dem Konsums und dem Kapitalismus geöffnet hat? Was erzählen die gegenwärtigen Autoren in ihren Büchern vom Exil, vom Gefängnis, von der Zensur, von der Samisdat-Vergangenheit, vor allem aber von ihrem aktuellen Kampf gegen die gesellschaftlichen Auswüchse?
Drogen, Gewalt, Mafia, Menschenrechte, Kriege in Afghanistan und Tschetschenien ... Der Kriminalroman erlebt eine Blüte, ebenso wie das Sittengemälde einer Gesellschaft, in der die Gegensätze zwischen extremer Armut und protzigem Neureichtum besonders frappierend sind.

Der Journalist, Schriftsteller und Weltreisende Patrick Poivre d'Arvor, von dem das Konzept zu "LeseHorizonte" stammt, macht uns mit der Literatur der von ihm besuchten Länder vertraut. Vor Ort führt er Gespräche mit berühmten Schriftstellern und Nachwuchsautoren. Anhand persönlicher Begegnungen und besonderer Orte wird dem Zuschauer eine weithin unbekannte Gesellschaft mit ihrer reichhaltigen Literatur und Kultur, ihrer Lebensweise und ihren Bezugspunkten nahegebracht.
Herausgeber der Reihe ist Patrick Poivre d'Arvors Bruder, der Schriftsteller Olivier Poivre d'Arvor und Leiter von "CulturesFrance", einer dem Goethe-Institut entsprechenden Institution zur Verbreitung der französischen Kultur im Ausland. In seinen Händen liegt die Auswahl der vorgestellten Länder sowie der Gesprächspartner. Für die Reihe erkundet er bei Literaturwissenschaftlern und -kritikern vor Ort aktuelle Tendenzen und entdeckt Nachwuchstalente.
#10Verfasserla déesse aliénée26 Apr 10, 20:32
Kommentar
NDR, Dienstag, heute, Dokumentation 23:50 - 01:25 Uhr
Rubljovka - Straße zur Glückseligkeit
Seit Jahrhunderten nennt das Volk die Rubljovka die 'Zarenstraße'. Denn die Gegend um die Verkehrsader, die Moskau mit der russischen Provinz verbindet, zog in allen Zeiten die herrschende Elite magnetisch an: Zaren, Diktatoren, Präsidenten. Auch der heutige Regierungschef und früheres Staatsoberhaupt Wladimir Putin wohnt hier. In Putins Russland ist die Rubljovka zum Synonym von Reichtum, gesellschaftlichem Aufschwung und dekadenter Lebensart geworden. Spuren der Vergangenheit und die grotesken Auswüchse des russischen Raubkapitalismus bilden hier einen bizarren Mikrokosmos, den es sonst nirgendwo im Riesenreich gibt.
Regisseurin Irene Langemann, seit 1980 Schauspielerin, Regisseurin und Theaterautorin in Moskau, ab 1983 Moderatorin beim russischen Fernsehen, wanderte 1990 nach Deutschland aus. So beobachtete sie die rasanten Veränderungen, die der russische Turbokapitalismus mit sich brachte, eher aus der Ferne. Wie sich das Land veränderte, wie die schwerreiche Elite lebt, verfolgte sie am Beispiel der Rubljovka. Sechs Wochen lang war sie vor Ort und drehte das Geschehen um die Rubljovka und ihre Bewohner. 'Rubljovka - Straße zur Glückseligkeit': Der Film von Irene Langemann ist eine Koproduktion von rbb, WDR und Lichtfilm in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen.
#11VerfasserCARIOCA (324416) 27 Apr 10, 16:53
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Phoenix, Montag, 03.05., Magazin/Dokumentation 00:45 - 01:30 Uhr
Russlands eisige Trasse - 10.000 km auf der Transkontinentalen
10.000 Kilometer auf einer halbfertigen Straße quer durch ein kaltes Land. Es ist das Herz Russlands, das die ZDF-Korrespondentin Britta Hilpert erkundet. Unterwegs auf dieser einzigen Straße von der Hauptstadt des Ostens, Wladiwostok, bis zur Metropole Moskau hat sie Menschen getroffen, für die dieses Wagnis Alltag ist. Sie leben von der Straße, die ihnen Hoffnung, aber auch Sorgen bringt.
#12VerfasserCARIOCA (324416) 02 Mai 10, 19:04
Kommentar
In der Nacht von Sonntag auf Montag :

http://www.arte.tv/de/programm/242,day=2,dayP...
00:25
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Die Mutter

Ljuba ist vor ihrem gewalttätigen Mann geflüchtet und lebt jetzt in einem kleinen Dorf im Norden Russlands...
DETAILS
Sonntag, 9. Mai 2010 um 00.25 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Die Mutter
(Frankreich, Russland, Schweiz, 2007, 79mn)
ARTE F
Regie: Antoine Cattin, Pavel Kostomarov
Original mit Untertitel Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Ljuba ist vor ihrem gewalttätigen Mann geflüchtet und lebt jetzt in einem kleinen Dorf im Norden Russlands. Mit Hilfe ihrer ältesten Tochter Alesia zieht sie ihre Kinder allein auf. Ihre ganze Liebe gilt den Kindern. Den Kern der Geschichte von Ljuba und Alesia bildet ein für die russische - beziehungsweise jede patriarchalisch aufgebaute - Gesellschaft typisches Paradoxon: Durch ihr Verhalten und ihre Art zu lieben reproduzieren die Frauen die Ungleichheit, deren Opfer sie sind, und ziehen dieselben Männer groß wie die, unter denen sie leiden mussten.

Früher lebte Ljuba im Süden Russlands zusammen mit ihrem Mann. Als sie dessen Gewalttätigkeit nicht länger ertragen konnte, flüchtete sie mit ihren neun Kindern. Jetzt lebt sie in einem kleinen Dorf im Norden des Landes. Sie zieht ihre Kinder mit Hilfe ihrer ältesten Tochter Alesia allein groß. Die beiden Frauen arbeiten auf einem Bauernhof. Ihre ganze Liebe gehört den Kindern. Ihrem Mutterinstinkt folgend, nimmt Ljuba sogar noch ein zehntes Kind auf. Der kleine Sascha wurde von seiner Mutter, einer Kollegin auf dem Bauernhof, verstoßen und sich selbst überlassen. Ljuba und Alesia sind Menschen, die bis zur Aufopferung lieben. Sascha hingegen sucht verzweifelt die Liebe, die ihm seine Mutter verweigert.
Dennoch haben Ljuba und Alesia die Hoffnung nicht aufgegeben, einen guten Ehemann zu finden. Ljuba sucht einen Mann, der nicht trinkt, Kinder mag und im Haushalt hilft. Ein Kandidat, der auf dem russischen Land einem Märchenprinzen gleichkommt. Denn im Allgemeinen hält die "Liebe" der Männer nie lange an. Sie wollen sich vor allem durchfüttern lassen. So endet die Suche nach einem Partner für viele Frauen in dem Bemühen, einen Schmarotzer loszuwerden.
Ljuba gehört zu den Menschen, die sich in Liebe für andere aufopfern - und dadurch vielleicht genau die Menschen erziehen, die Liebe fordern und selbst nicht lieben können.

Antoine Cattin und Pavel Kostomarov haben einen Dokumentarfilm über starke, hoffnungsvolle Frauen, aber auch über verletzliche, unschuldige Kinder und charakterschwache Männer realisiert. Inmitten des komplexen Beziehungsgeflechts, das sie vorstellen, lässt sich ein Widerspruch erkennen: Die Frauen und Mütter sind es, die aus den unschuldigen Kinder die zukünftigen schwachen Männer machen ... Eigentlich ist "Die Mutter" ein Film über die Liebe - allerdings über die Art von Liebe, die wehtut - ein Film über Menschen, die viel Liebe geben, aber niemanden zum Lieben haben, und über Menschen, deren Liebesbedürfnis ungestillt bleibt.
Der Film wurde auf zahlreichen internationalen Festivals preisgekrönt, darunter 2007 beim Internationalen Dokumentarfilmfestival in Leipzig und 2008 bei den Visions du Réel in Nyon.
#13Verfasserla déesse aliénée05 Mai 10, 22:03
Kommentar
3sat, Sonntag, heute, Magazin/Dokumentation 20:15 - 21:40 Uhr
Väterchen Don - Ein russischer Mythos


Der Don ist ein Fluss, der von den Russen seit jeher mit Schicksal, Kampf und Freiheitsdrang verbunden wird. Kosaken siedelten dort und vertrieben die Tataren. Abtrünnige und Aufrührer machten die Ufer unsicher. Rotarmisten leisteten am Don der Wehrmacht erbitterten Widerstand. An seinem Oberlauf windet sich der Don durch Wälder und Wiesen, danach durchströmt er eine Landschaft, die für die russische Seele sprichwörtlich ist - die russische Steppe -, um endlich in einem mächtigen Delta ins Asowsche Meer zu münden.

Fritz Pleitgen unternimmt eine Reise durch die Dörfer, Städte und Steppenlandschaften entlang des Don. Eine Reise durch die Zeit, eine Reise durch die russische Provinz, in der so berühmte Schriftsteller wie Leo Tolstoi, Ossip Mandelstam und Michail Alexandrowitsch Scholochow lebten - weit weg von den Glitzermetropolen Moskau und St. Petersburg.
#14VerfasserCARIOCA (324416) 09 Mai 10, 02:36
Kommentar
heute nacht : http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sen...


Die russische Revolution (1/2)
Hoffnung auf Freiheit
Ein Film von Ian Lilley

In dieser zweiteiligen Dokumentation über die russische Revolution verbindet Autor Ian Lilley eindrucksvoll aufwändige Rekonstruktionen der Ereignisse von 1917 mit selten gezeigtem Archivmaterial.

Lenin bei einer Ansprache während der Revolution

Lenin bei einer Ansprache während der Revolution (Quelle: ZDF)

Britische und russische Forscher ordnen die Geschehnisse historisch ein. Teil eins spannt den Bogen vom Ausbruch der Revolution im Februar bis zu Lenins Griff nach der Macht im Herbst 1917.

Frühjahr 1917: In der russischen Hauptstadt Petrograd herrscht Hungersnot. Die Arbeiterinnen und Arbeiter gehen auf die Straße und demonstrieren für mehr Brot. Aus dem spontanen Streik wird eine Revolution. Auch die Marinesoldaten der nahe gelegenen Festung Kronstadt träumen von Freiheit und Demokratie. Sie töten ihre Offiziere und schließen sich den Protesten an. Schließlich stürzen die Russen ihren Zaren.
Diese Ereignisse werden aus der Sicht der Kronstädter Matrosen erzählt, Autor Ian Lilley greift dazu auf Tagebücher und Briefe der Matrosen zurück. Diese hatten damals den Kommunisten geholfen, die Herrschaft an sich zu reißen. Doch schon bald begannen sie zu zweifeln, denn Lenins Geheimpolizei machte sich daran, die Gegner des Regimes gnadenlos zu verfolgen und zu ermorden.

http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sen...
Die Russische Revolution (2/2)
Der Weg zum Terror
Ein Film von Ian Lilley

In dieser 2teiligen Dokumentation über die russische Revolution verbindet Autor Ian Lilley eindrucksvoll aufwändige Rekonstruktionen der Ereignisse von 1917 mit selten gezeigtem Archivmaterial. Britische und russische Forscher ordnen die Geschehnisse historisch ein. Teil zwei widmet sich dem Verlauf der Revolution, der mehr als eine Million Menschen zum Opfer fielen und die das Land verwüstete.
Die dramatischen Ereignisse werden aus der Sicht der Kronstädter Matrosen erzählt, Autor Ian Lilley greift dazu auf Tagebücher und Briefe der Matrosen zurück. Sie kämpfen auf der Seite Lenins. Nach dem Sieg über die Anhänger des Zaren fordern die Marinesoldaten endlich freie Wahlen. Doch die werden ihnen verweigert. So rebellieren sie gegen die Kommunisten. Lenin jedoch duldet keinen Widerspruch und lässt den Aufstand der Matrosen von der Roten Armee blutig niederschlagen.

danach : http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_prog...
02.00
Wunder der Natur
Baikal - Geheimnisvolle Seele Sibiriens
Film von Bernd Reufels
02.40
Mit der Bummelbahn um den Baikalsee
Film von Eberhard Rühle
03.10
Das Gold der Zaren (1/3)
Glanz und Blut
Film von Miroslaw Bork, Malgorzata Bucke und Gudrun Ziegler
03.55
Das Gold der Zaren (2/3)
Schätze und Intrigen
Film von Miroslaw Bork, Malgorzata Bucke und Gudrun Ziegler
04.40
Das Gold der Zaren (3/3)
Rausch und Elend
Film von Miroslaw Bork, Malgorzata Bucke und Gudrun Ziegler
#15Verfasserla déesse aliénée14 Mai 10, 19:05
Kommentar

Tschernobyl - Die Natur kehrt zurück

ARTE

* Di 25.05.
* 20:15 - 21:50
* ARTE
* Wdh. am 27.5.

Doku

Seit dem atomaren Gau 1986 ist die Region in der Ukraine strahlenverseuchte Sperrzone. Doch "Die Natur kehrt zurück" und gibt Wissenschaftlern Rätsel auf. Wieso sind z. B. dort lebende Tiere scheinbar kerngesund? Die unaufgeregte Doku präsentiert hochspannende Forschungsergebnisse.
#16VerfasserCARIOCA (324416) 15 Mai 10, 05:36
Kommentar
Morgen Mittag : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...
14:55h - 15:05h
Stereo-Ton16:9 Format
Russische Leidenschaft - Wodka, Tanz und Kaviar
Film von Joachim Bartz

Morgen früh : http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_prog...
http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sen...
Russlands Küsten - Russlands Sehnsucht (1/3)
Die Straße der Eisberge – Mit Dirk Sager auf der Nordost-Passage
Der nördliche Seeweg ist ein alter russischer Traum, der, als er der Verwirklichung nahe schien, begraben wurde.

Russlands Küsten - Russlands Sehnsucht (1/3)

Der Atom-Eisbrecher "Jamal" im Treibeis der Kara-See weit nördlich des Polarkreises. (Quelle: PHOENIX/ZDF/Lika Blank)

Mit dem Ende der Sowjetunion erlahmte die Kraft des Riesenreiches. Es fehlte an Geld, die Flotte der Atom-Eisbrecher zu betreiben. Die Menschen flüchteten aus den nördlichen Hafenstädten, weil die Regierung ihre Versorgung nicht mehr aufrecht halten konnte. Seitdem aber im Norden neue Erdölfelder entdeckt wurden, lebt der Mythos vom Sieg über Sturm, Eis und Frost wieder auf.
Sendetermin

Sa, 22.05.10, 06.00 Uhr

Eines der wenigen Tore zur Welt in Russlands Norden war der Hafen Archangelsk. Dort landeten schon zu Zeiten Iwans des Schrecklichen englische Händler und brachten Gold, Silber und Wein, um sie gegen Pelze und Holz zu tauschen. Es ist bezeichnend für die Entwicklung des Landes, dass seine längste Küste eher eine abschreckende Barriere war, als zum Besuch einlud: Die längste Zeit des Jahres von Eis umschlossen, ist die Schifffahrt wegen der vielen Eisberge dort bis auf den heutigen Tag ein Abenteuer.

Einer der vergeblichen russischen Träume war, die Küste zu erschließen und mit der Nordost-Passage vom Atlantik zum Pazifik einen Anschluss an die Handelsströme der weiten Welt zu finden. Erst im Zeitalter der atomaren Eisbrecher schien sich das Tor zum Norden zu öffnen. Doch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion fehlt die wirtschaftliche Kraft, um die Wege frei zu halten. Jetzt prüfen Russland, Norwegen und Japan eine ganzjährige Öffnung der direktesten Seeverbindung von Europa in den Fernen Osten. In EU-Kreisen wird Westsibirien als zentrale Energiequelle für Europa betrachtet. In Japan das östliche Sibirien.

Von Archangelsk führt die Reise zu einer der Küste vorgelagerten Inselgruppe, den Solovietzky Inseln. Den Kommunisten schien dieser abgeschiedene Ort geeignet, um dort ihr erstes Gulag-Lager einzurichten. Der Norden, der den Russen wie das von der Natur geschaffene Bild ihrer reinen Seele ist, war stets auch ein bevorzugter Ort zu quälen und zu töten. Die Insel Nowaja Semlja ist hoch radioaktiv verseucht, denn nach dem Zweiten Weltkrieg war sie atomares Testgelände.

In den wenigen Sommermonaten laufen ein paar Versorgungsschiffe die kleinen Häfen an der Küste an. Sie bringen Heizöl und Nahrungsmittel zu den Menschen, die einst dorthin gelockt oder gezwungen wurden, weil der Norden das Glück des Landes zu verheißen schien.

Ein Film von Dirk Sager

http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sen...
Russlands Küsten - Russlands Sehnsucht (2/3)
Durch Feuer und Eis – Mit Dietmar Schumann im vergessenen Osten
Russland ganz weit im Osten. Die meisten Menschen, die hier angesiedelt wurden, um Russlands Ruhm und Reichtum zu mehren, haben die Hoffnung auf ein menschenwürdiges Dasein längst aufgegeben. Wie überall im Land, warten sie auf einen Erlöser. Dass dieser nicht aus Moskau kommt, davon sind die meisten hier überzeugt.

Russlands Küsten - Russlands Sehnsucht (2/3)

Der Vulkan "Klutschewskaja" auf der Halbinsel Kamtschatka. (Quelle: PHOENIX/ZDF/Heinz Kerber)

Wie leben die Russen und die Ureinwohner heute an der langen Ostküste des Reiches? Von jedem Ort auf unserer Reise, die von der Halbinsel Tschuchotka über die Halbinsel Kamtschatka und die Insel Sachalin bis auf die Kurilen führt, gelangt man wesentlich schneller und bequemer in die USA, nach China, Korea oder Japan, als nach Moskau. Präsident Putin und der Kreml sind für die Menschen in Wladiwostok und Petropawlowsk weiter weg als Seattle, Tokio oder Seoul. Auch Hilfe erhalten sie oftmals schneller von den Nachbarn im Osten und im Süden als von den Machthabern in der russischen Hauptstadt, die 11.000 Kilometer entfernt im Westen liegt.
Sendetermin

Sa, 22.05.10, 06.45 Uhr

Wir besuchen das Volk der Korjaken im Norden von Kamtschatka - eine vom Aussterben bedrohte Volksgruppe. Kamtschatka, das sind Feuer und Eis, Vulkane und Gletscher. Eine der landschaftlich schönsten Gegenden Russlands und Heimat der großen Braunbären.

Die Insel Sachalin: Stützpunkt der Pazifik-Fischer, die von hier aus auf Lachsfang gehen. Schneller reich als die Fischer auf ihren von Rost zerfressenen Booten werden die Besitzer der Erdöl-Plattformen vor der Küste.

Die Hauptstadt von Russland-Fernost ist Wladiwostok. "Beherrsche den Osten" heißt das. Eine gewaltige Seestreitmacht hatten die roten Zaren zur Zeit der Sowjetunion hier stationiert, um die Meere zu kontrollieren. Heute rosten die mit Atomwaffen bestückten Einheiten vor sich hin. Doch wer an diesem Denkmal rüttelt, wird bestraft. Kapitän Grigori Pasko, ein Militärjournalist, wurde zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er öffentlich machte, dass die Kommandanten der ruhmreichen Roten Flotte ihren atomaren Müll im Meer entsorgen. Unsere Reise endet auf dem Südarchipel der Kurilen, wo Fischer, Meteorologen, Lehrer, Schüler und der Bürgermeister auf den nächsten Besuch aus Japan warten. Einmal im Jahr kommen die Nachbarn aus Hokkaido vorbei, bringen Treibstoff für die Dieselstation, Schreibhefte für die Schule und ein neues Motorboot für die Fischer.

Ein Film von Dietmar Schumann

http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sen...
Russlands Küsten - Russlands Sehnsucht (3/3)
Die Riviera der Roten Zaren - Umbruch am Schwarzen Meer
Traum und Albtraum lagen immer nah beieinander an Russlands südlichen Küsten, die sich heute die Nachfolgestaaten der Sowjetunion teilen: Odessa und die sagenumwobene Halbinsel Krim liegen in der Ukraine, und der kaukasische Teil der Schwarzmeerküste gehört heute zu Georgien.

Russlands Küsten - Russlands Sehnsucht (3/3)

Sonnenuntergang am Strand von Anapa (russ. Schwarzmeerküste). (Quelle: PHOENIX/ZDF/Anne Gellinek )

Unsere Reise beginnt in der Hafenstadt Odessa, dem "Diamanten des Schwarzen Meeres". Katharina die Große hatte im Krieg gegen die Türken die Schwarzmeerküste erworben und brauchte jetzt eine Hauptstadt für die Provinz "Neu-Russland". Etwas stumpf und abgeblättert zeigt sich Odessa heute. Im Hafen an der berühmten Potjomkin-Treppe legt ein Schiff aus Istanbul an, Kleinhändler decken sich dort mit billigen türkischen Waren ein. Wenn ausländische Touristen oder gar Matrosen in den Hafen kommen, bieten sich die Mädchen auf der Deribasovskaja an. Es gibt nicht viele Möglichkeiten, im ukrainischen Raubkapitalismus Geld zu verdienen. Aids und Drogenprobleme sind hier schlimmer als anderswo.

Zweite Station der Reise ist die Krim. 1954 verschenkte Chruschtschow die Halbinsel an die sowjetische Ukraine, als Zeichen der unverbrüchlichen Freundschaft der beiden Bruderländer. Was er nicht ahnen konnte: Die Krim ist nach dem Zerfall der UdSSR zum Ausland geworden und dennoch fest in russischer Hand.
Sendetermin

Sa, 22.05.10, 07.30 Uhr

Weiter geht es nach Jalta, der Stadt zwischen Meer und Gebirge mit dem einzigen Lenin-Denkmal, das von Palmen beschattet wird. Schon die Zaren ließen sich hier Sommerresidenzen bauen. 1921 verwandelte Lenin die Krim in ein "Erholungs-Kombinat".

Weiter Richtung Osten immer entlang der Küste kommen bei Sudak die Sektkellereien von "Novij Svet". Fürst Golizyn entdeckte im letzten Jahrhundert die Höhlen an der Küste für die Lagerung von Champagner. Bis heute wird hier der berühmte Krimsekt hergestellt.

Die Reise endet in Abchasien, dem verlorenen Paradies an der Ostküste des Schwarzen Meeres. Wir kommen nur mit einem UN-Fahrzeug in die kleine, abtrünnige Republik, die sich vor 10 Jahren mit russischer Unterstützung für unabhängig erklärte und auf dem Papier zu Georgien gehört. Niemand auf der Welt erkennt Achasien an, und wenn die Russen ihre Unterstützung entzögen, hätte Georgien schon längst kurzen Prozess gemacht. Aber Putins Militärs wollen den Einfluss auf diesem Streifen Schwarzmeerküste nicht verlieren.

Ein Film von Anne Gellinek


#17Verfasserla déesse aliénée21 Mai 10, 22:39
Kommentar
MDR, Mittwoch, 09.06., Dokumentation 23:35 - 01:05 Uhr
Liebesgrüße nach Moskau - Der große Radiokrieg

Ohne 'Radio Freies Europa' wäre die Geschichte des Kalten Krieges anders verlaufen. Zunächst heimlich von der CIA finanziert, später dann offiziell durch die amerikanische Regierung, sendete 'die Stimme der Freiheit und Demokratie' - so RFE über sich selbst - von 1951 an in den jeweiligen Landessprachen nach Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und in die Tschechoslowakei. RFE war die wohl ungewöhnlichste und dabei erfolgreichste Waffe der USA im Kalten Krieg.

'Liebesgrüße nach Moskau' zeigt die Erfolge und Fehlschläge des Senders und welchen Aufwand die Regime in Osteuropa betrieben, um die Bevölkerung am Empfang von RFE zu hindern. Ein Katz-und-Maus-Spiel auf höchstem technischen Niveau, an dem die Hörer aktiv teilnahmen. Sie ihrerseits lebten in ständiger Angst, entdeckt zu werden. Denn es hieß, dass Autos des Nachts durch die Straßen fuhren, deren Peilantennen Radiogeräte aufspüren konnten, die auf den Westsender eingestellt waren.

Mit Dokumenten und ungewöhnlichem Archivmaterial aus dem Kalten Krieg, durch Gespräche mit Hörern und Mitarbeitern wird gezeigt, wie 'Radio Freies Europa' als Instrument der psychologischen Kriegsführung begann, dann aber zu einer verlässlichen Informationsquelle der Menschen im Osten wurde.
#18VerfasserCARIOCA (324416) 08 Jun 10, 22:31
Kommentar
heute, 15:00h, SR/WDR :
http://www.sr-online.de/fernsehen/1288/
http://www.wdr.de/tv/home/
http://www.planet-wissen.de/

15.00

Planet Wissen
Moskau - Kontraste rund um den Kreml

In Moskau genießen Superreiche prunkvollen Luxus und gigantische Wolkenkratzer wachsen in den Himmel. Moskau boomt. Die russische Hauptstadt gehört zu den teuersten Städten der Welt. Doch ein Großteil der Einwohner lebt im Plattenbau und kämpft mit hohen Mieten und knappem Wohnraum. Es ist ein Leben unter den wachsamen Augen des Kreml. Denn eine kritische Meinungsäußerung gehört immer noch nicht zum Alltag der Moskauer. Dafür aber ein nervenaufreibender Verkehr. Wer in Moskau Auto fahren möchte, muss Geduld mitbringen. Stundenlange Staus sind typisch für die kontrastreiche Metropole. Die WDR-Redakteurin Karla Engelhard hat Moskau als ARD-Korrespondentin hautnah kennen gelernt und berichtet bei "Planet Wissen" über ihre ganz persönlichen Erfahrungen.

VPS: 15.00
#19Verfasserno me bré (700807) 16 Jun 10, 13:36
Kommentar
heute abend : http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sen...
Sendetermine
Mi, 30.06.10, 20.15 Uhr
Do, 01.07.10, 07.15 Uhr

Das Kreuz des Nordens Reise durch Karelien (1/2)
Vom Onega-See zum Polarkreis
Eine Dokumentation von Klaus Bednarz
Der Fluss Schuja im Winter
Der Fluss Schuja im Winter. Seine Strömung ist so heftig, dass er selbst in der kältesten Jahreszeit an manchen Stellen nicht zufriert (Quelle: PHOENIX/ WDR/ Gabi Mühlenbrock)
In seiner neuen Reisereportage bereist Klaus Bednarz Karelien, das Grenzland zwischen Finnland und Russland, das zugleich eine der faszinierendsten Regionen Europas ist. Er präsentiert Karelien in zwei Filmen, die zu verschiedenen Jahreszeiten gedreht wurden, auch diesmal mit Kameramann Maxim Tarasjugin.
Karelien erstreckt sich von St. Petersburg bis zum Nördlichen Polarkreis, vom Finnischen Meerbusen im Westen bis zum eisbedeckten Weißmeer im Osten. Als "Land der blauen Seen, schroffen Felsen, wilden Flüsse und geheimnisvoll rauschenden Wälder" wird es in unzähligen Liedern und Gedichten beschrieben, ist umrankt von Mythen, die bis in die graue Vorzeit reichen.

Neben der grandiosen Natur Kareliens, den einzigartigen Zeugnissen der Kultur und der Geschichte des Landes, zeigt der langjährige renommierte WDR-Journalist vor allem die Schicksale der Menschen, die heute in dieser unwirtlichen Region zu überleben versuchen und von den Herausforderungen des Klimas - Kälte, Schnee, Dunkelheit - ebenso bedroht sind sie von der so genannten Zivilisation, dem Raubbau an den natürlichen Ressourcen.

* Informationen zum 2. Teil: Das Kreuz des Nordens - Das Grenzland
http://www.phoenix.de/217858.htm
Sendetermine
Mi, 30.06.10, 21.00 Uhr
Do, 01.07.10, 08.00 Uhr

Das Kreuz des Nordens Reise durch Karelien (2/2)
Das Grenzland
Eine Dokumentation von Klaus Bednarz
In seiner neuen Reisereportage bereist Klaus Bednarz Karelien, das Grenzland zwischen Finnland und Russland, das zugleich eine der faszinierendsten Regionen Europas ist. Er präsentiert Karelien in zwei Filmen, die zu verschiedenen Jahreszeiten gedreht wurden, auch diesmal mit Kameramann Maxim Tarasjugin.

Das Kreuz des Nordens (2/2)
Der Kloster-Archipel Walaam im nördlichen Ladoga-See, dem größten See Europas. 54 felsige Inseln gehören zu diesem Archipel und unzählige Kirchen, Kapellen und Einsiedlerklausen. Der Name Walaam stammt aus dem Finnisch-Karelischen und bedeutet "hohes bergiges Land". Die hier lebenden Mönchen nennen ihren Archipel "Athos des Nordens". (Quelle: PHOENIX/WDR/Gabi Mühlenbrock)
Karelien erstreckt sich von St. Petersburg bis zum Nördlichen Polarkreis, vom Finnischen Meerbusen im Westen bis zum eisbedeckten Weißmeer im Osten. Als "Land der blauen Seen, schroffen Felsen, wilden Flüsse und geheimnisvoll rauschenden Wälder" wird es in unzähligen Liedern und Gedichten beschrieben, ist umrankt von Mythen, die bis in die graue Vorzeit reichen.
Neben der grandiosen Natur Kareliens, den einzigartigen Zeugnissen der Kultur und der Geschichte des Landes, zeigt der langjährige renommierte WDR-Journalist vor allem die Schicksale der Menschen, die heute in dieser unwirtlichen Region zu überleben versuchen und von den Herausforderungen des Klimas - Kälte, Schnee, Dunkelheit - ebenso bedroht sind wie von der so genannten Zivilisation, dem Raubbau an den natürlichen Ressourcen.



morgen mittag : 13:40
http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...
Stereo-Ton16:9 Format
Jakob, Sepp und Hans im Glück - Schweizer Bauern in Russland
Film von Helen Stehli Pfister
(aus der SF-Reihe "Fortsetzung folgt")

Die Schweizer Landwirtschaft steckt seit Jahren in der Krise. Jakob Bänninger, Hanspeter Michel und Josef Lussi, drei Schweizer Bauern, sahen für sich keine Zukunft mehr und suchten ihr Glück in Russland. Sie pachteten über 300 Hektar Land südlich von Moskau und kauften den Außenbetrieb einer bankrotten russischen Kolchose mit Maschinenpark und gut 100 Kühen. Gleichzeitig übernahmen sie die 30 Angestellten. Trotz aller Widrigkeiten und Fallstricke des russischen Alltags bauten sie einen Laufstall für 300 Kühe und ein kleines Hotel für Agrotourismus. Hans ist für Finanzen und Angestellte zuständig, Sepp sorgt für Kühe und Jungvieh und Jakob für den Futterbau und den Maschinenpark.
Der Film "Jakob, Sepp und Hans im Glück - Schweizer Bauern in Russland" aus der Reihe "Fortsetzung folgt" besucht die Auswanderer ein Jahr nach ihrem Umzug nach Russland.
#20Verfasserno me bré (700807) 30 Jun 10, 13:08
Kommentar
heute abend, 21:05 h, ARTE : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=3,dayP...

21:05
Jalta
DETAILS
ARTE F © System TV
Montag, 5. Juli 2010 um 21.05 Uhr

Wiederholungen:
06.07.2010 um 12:20
25.07.2010 um 02:25
25.07.2010 um 16:40
29.07.2010 um 11:35
20 Minuten am Meer
(Frankreich, 2010, 20mn)
ARTE F
Regie: Didier Audebert
16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Filmische Ausflüge zu Stränden, Küsten und Inseln auf allen Kontinenten sind seit drei Jahren fester Bestandteil des ARTE-Sommerprogramms. Dabei gilt es, unbekannte Gesellschaften und Lebensweisen zu entdecken. Aufgrund des großen Zuschauererfolgs wiederholt ARTE in diesem Sommer die schönsten Episoden der Dokumentationsreihen "Inselträume", "Traumhafte Küsten" und "Sommer, Sonne, Strand!", alle in HD-Qualität. In dieser auf 20 Minuten gekürzten Folge der Reihe "Sommer, Sonne, Strand!": Jalta. In der geschichtsträchtigen Stadt an der Südküste der ukrainischen Krim-Halbinsel finden sich seit der Zarenzeit alljährlich Kurgäste und sonnenhungrige Urlauber ein.

Nicht erst die Konferenz der Regierungschefs der gegen Nazi-Deutschland alliierten Staaten USA, Großbritannien und der Sowjetunion im Februar 1945 machte Jalta bekannt. Die russische Zarenfamilie hatte bereits im 19. Jahrhundert Gefallen am Klima auf der Halbinsel Krim gefunden und dort eine Sommerresidenz, den Liwadija-Palast, errichtet. Der heutige Weiße Palast wurde jedoch erst von Nikolaus II., dem letzten russischen Zaren, erbaut. Die kaiserliche Familie verlebte dort die Sommermonate und holte auch zahlreiche Künstler nach Jalta. Zu Zeiten der Sowjetunion wurde der Zarenpalast in ein Sanatorium für verdiente Arbeiter und Bauern umfunktioniert. Und auch heute wird in Jalta wieder kräftig gebaut und renoviert, vor allem für die zahlreichen Kurgäste und sonnenhungrigen Urlauber, die die Stadt alljährlich besuchen. Ein Aufenthalt auf der Krim ist heutzutage zwar viel teurer als zu kommunistischen Zeiten, doch geht es vielen Gästen in erster Linie darum, die Konsummöglichkeiten des siegreichen Kapitalismus zu genießen.

Filmische Ausflüge zu Stränden, Küsten und Inseln auf allen Kontinenten sind seit drei Jahren fester Bestandteil des ARTE-Sommerprogramms. Dabei gilt es, unbekannte Gesellschaften und Lebensweisen zu entdecken. Aufgrund des großen Zuschauererfolgs wiederholt ARTE in diesem Sommer die schönsten Episoden der Dokumentationsreihen "Inselträume", "Traumhafte Küsten" und "Sommer, Sonne, Strand!", alle in HD-Qualität.
#21Verfasserno me bré (700807) 05 Jul 10, 19:18
Kommentar
heute, 3sat : http://www.3sat.de/programm/?viewlong&d=20100...

15:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel
Allein auf der Welt
Bärenwaisen in Russland
Film von Angela Schmid
Ein Mann geht durch den Wald, die Kapuze hängt tief in sein Gesicht, die Hände sind verhüllt. Man kann ihn kaum als einen Menschen erkennen. Das soll auch so sein, denn Professor Pazhepnov zieht Bärenwaisen auf. Gerade hat er zwei kleine Bären unter seinen Fittichen. Die Tiere habe ihre Mutter bereits in den ersten Lebenstagen verloren. So muss der Professor den Kleinen Mutter und Feind gleichzeitig sein. Das Ziel seiner Aufzucht ist es, ihnen alles beizubringen, was ein wilder Bär wissen muss - auch die Angst vor Menschen. Im Herbst werden die kleinen Waisen dann ausgewildert.
Der Film "Allein auf der Welt" begleitet Professor Pazhepnov bei seiner Bärenaufzucht.
(ARD/BR)

16:15
Stereo-Ton
Moskau, Jalta, Kiew - Eine Zugreise
Film von Klaus Schwagrzinna
Am Moskauer Bahnhof Pawelezkaja beginnt die Abenteuerreise über 6.500 Kilometer im Zug durch drei Länder mit spannenden Begegnungen. Die dreiwöchige Reise führt über Saratow und Wolgograd ans Schwarze Meer nach Sotschi, dem Badeort Russlands. In Jalta auf der Krim verrät ein Winzer ein paar Geheimnisse der Kultivierung eines exzellenten Rotweins. Weiter geht es durch Moldawien in die Ukraine, wo die Reise in Kiew endet.
Der Film "Moskau, Jalta, Kiew - Eine Zugreise" stellt Land und Leute während der Zugreise vor.
(ARD/WDR)

17:00
Das Wolgadelta in Russland
Film von Stephan Kühnrich, Telse Meyer,
Dirk Blumenberg und Henry Mix
Wo der längste Fluss Europas in den größten Binnensee der Welt mündet, zählt man Wasservögel in Millionen. Im Wolgadelta an der Nordküste des Kaspischen Meeres leben zeitweise fast 300 Arten: vom Krauskopfpelikan über Seeadler, Kormoran, Graureiher und Löffler bis hin zu Beutelmeise und Weißbartseeschwalbe. Kein Wunder bei dem unglaublichen Fischreichtum in diesem gewaltigen, an der Küste fast 200 Kilometer breiten Delta, dem größten Feuchtbiotop des Kontinents. Ende April, wenn die Wolga riesige Schmelzwassermassen zum Meer bringt, legen viele Fische in den Überschwemmungsgebieten ihre Eier ab. Wildkarpfen wagen sich auf den überfluteten Wiesen sogar so weit vor, dass der halbe Körper aus dem Wasser ragt. Dank der günstigen klimatischen Bedingungen können sie sich im Delta - anders als im mittleren und nördlichen Europa - noch auf natürliche Weise vermehren. Auch Störe, die wohl bekanntesten Bewohner der Wolga, machen sich während des Frühjahrshochwassers auf den Weg vom Kaspischen Meer zu ihren Laichgebieten am Oberlauf des Flusses. Doch immer wieder sind zu dieser Zeit Tausende von Wilderern auf der Jagd nach dem begehrten schwarzen Kaviar. Trotz drastischer Strafen hat der illegale Fang inzwischen gigantische Ausmaße angenommen. Wenn der Wasserspiegel im Sommer auf Durchschnittshöhe gefallen ist, blüht der Lotus. Riesige Areale erstrahlen dann in sattem Rot. Im Herbst verwandelt sich das Delta in den größten Vogelrastplatz Osteuropas. Dass das Wolgamündungsgebiet am Kaspischen Meer schützenswert ist, war schon den Revolutionären um Lenin klar. Bereits 1919 wurde dort ein sogenannter "Sapowednik", ein Schutzgebiet, eingerichtet. In ihm ist heute jegliche Nutzung, auch das Betreten durch Besucher, verboten. Seit 1997 steht das Wolgadelta als "Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung" ganz unter Naturschutz.
Der Film "Das Wolgadelta in Russland" beobachtet das Leben in dem Feuchtbiotop im Lauf der Jahreszeiten.
(ARD/MDR)

17:45
Stereo-Ton16:9 Format
Wälder, Bären, goldene Kuppeln
Flussgeschichten zwischen Russland und Schwarzem Meer
Film von Marion Pöllmann und Rainer Bergomaz
Der Dnjepr ist der wichtigste Fluss der Ukraine und nach der Wolga und der Donau der drittlängste in Europa. Er entspringt in den waldreichen russischen Waldaihöhen und fließt auf seinem 2.285 Kilometer langen Weg durch Russland, Weißrussland und die Ukraine. Im Dnipro-Bug-Liman mündet er schließlich ins Schwarze Meer. Bis zur ukrainischen Grenze ist der Dnjepr kaum verbaut. Er fließt durch naturbelassene Landschaften, die im Vergleich zu Deutschland dünn besiedelt sind. In den russischen Wäldern leben noch Bären, in Weißrussland begegnet man Wölfen und Elchen. Auf seinem Weg strömt der Fluss durch das Sperrgebiet von Tschernobyl, vorbei an der Stadt Kiew mit ihren goldenen Kuppeln, bevor er durch die weiten Ebenen des ukrainischen Südens fließt. Hinter Kiew wird der Fluss immer wieder aufgestaut. Über eine Kaskade riesiger Stauseen fließt er ruhig und gemächlich zum Schwarzen Meer. Auf den Inseln in den Stauseen leben Wildschweine. Schildkröten und Wasservögel nutzen die riesigen Wasserflächen. Unter Wasser wachsen Muscheln an den Resten der gefluteten Bäume, die Krebsen und Fischen Schutz bieten. Schließlich erreicht der Fluss Taurien, das Gebiet um Chersones, das durch endlose Weizen- und Sonnenblumenfelder geprägt ist. Hinter Chersones spaltet sich der Fluss auf. Es formt sich ein Delta, das von Schilf überwuchert ist. Anders als sonst fließt im Delta Süß- statt Brackwasser. Denn das Dnjepr-Delta liegt noch ein ganzes Stück vom Meer entfernt. Eine sandige Nehrung weiter draußen verhindert, dass sich Fluss- und Meerwasser im Delta vermischen. In den Schilfgebieten nisten jedes Jahr zahlreiche seltene und exotische Vögel. Braune Sichler, Pelikane und Kormorane gehören dort zu den Stammgästen.
Der Film "Wälder, Bären, goldene Kuppeln" folgt dem Lauf des Dnjepr und stellt die Tier- und Pflanzenwelt an den Ufern des Flusses vor.
(ARD/WDR)

#22Verfasserno me bré (700807) 02 Aug 10, 14:06
Kommentar
heute, 3sat, ab 15:30h : http://www.3sat.de/programm/?#1315

15:30
Stereo-Ton16:9 Format
Russlands kaltes Herz (1/2)
Film von Andreas Voigt
Eine Sommerreise auf dem Ob
Sibirien klingt hierzulande für viele hauptsächlich nach Verbannung und Straflagern, nach meterhohem Schnee und bitterer Kälte. In Russland bedeutet der Name viel mehr, steht für Grenzenlosigkeit und Unendlichkeit, ist Symbol für den Kampf gegen die Wildnis und Verweis auf den Reichtum an Rohstoffen. Die Eroberung des riesigen Gebietes zwischen Ural und Nordpazifik begann erst im 16. Jahrhundert. Abgeschlossen ist sie noch längst nicht.
Der zweiteilige Film "Russlands kaltes Herz" ist eine Reise entlang des Flusses Ob, der auf mehr als 4.000 Kilometern Sibirien vom Altai im Süden bis zur Karasee im Norden durchfließt. In der ersten Folge geht die Reise vom mittleren Ob in den Süden, wo die Chanten, Ureinwohnern Sibiriens, leben. Sie haben eine eigene Sprache, glauben an eine beseelte Natur und leben wie ihre Vorfahren: als Jäger und Sammler. Die Städte am Ob dagegen sind jung. Erst vor 30, 40 Jahren wurden sie in die unwirtlichen Sümpfe hineingebaut. In der Metropole Novosibirsk, heute Russlands drittgrößte Stadt, lebt und arbeitet ein moderner Sibirieneroberer, der amerikanische Geschäftsmann Eric. Er kam kurz nach der Perestroika aus Minnesota nach Russland und macht sein Geld mit Brot, Pizza und Kuchen. In Novosibirsk besitzt er heute mehrere Konditoreien, Cafés, Restaurants und Nachtclubs.

Den zweiten Teil von "Russlands kaltes Herz" zeigt 3sat im Anschluss, um 16.15 Uhr.
(ARD/SWR/NDR)

16:15
Stereo-Ton16:9 Format
Russlands kaltes Herz (2/2)
Film von Andreas Voigt
Entlang des Ob zum Polarkreis
Sibirien klingt hierzulande für viele hauptsächlich nach Verbannung und Straflagern, nach meterhohem Schnee und bitterer Kälte. In Russland bedeutet der Name viel mehr, steht für Grenzenlosigkeit und Unendlichkeit, ist Symbol für den Kampf gegen die Wildnis und Verweis auf den Reichtum an Rohstoffen. Die Eroberung des riesigen Gebietes zwischen Ural und Nordpazifik begann erst im 16. Jahrhundert. Abgeschlossen ist sie noch längst nicht.
Der zweiteilige Film "Russlands kaltes Herz" ist eine Reise entlang des Flusses Ob, der auf mehr als 4.000 Kilometern Sibirien vom Altai im Süden bis zur Karasee im Norden durchfließt. In der zweiten Folge führt die Reise im Herbst vom mittleren Ob in den Norden. Sie endet in der "Schatzkammer Russlands", auf der Halbinsel Jamal, wo gigantische Öl- und Gasreserven schlummern. Der "Tag der Ölarbeiter" ist ein wichtiger Feiertag am mittleren Ob. Denn aus ganz Russland und den angrenzenden Republiken zieht diese Region Tausende von Arbeitskräften an, die in der sibirischen Öl- und Gasförderung hohe Löhne erzielen. Für die meisten von ihnen ist es ein Abenteuer auf Zeit. Wenn sie glauben, genug verdient zu haben, gehen sie wieder zurück in ihre Heimat.
(ARD/SWR/NDR)


17:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel
Auf der Transsib (1/2)
Film von Albrecht Reinhardt
Von Moskau nach Wladiwostok
Die Transsib gehört zu den großen Eisenbahnlegenden und ist noch heute eine der wichtigsten Lebensadern der russischen Föderation. Albrecht Reinhardt berichtet in seinem zweiteiligen Film von der Reise mit der Transsib. Er startet vom Jaroslawer Bahnhof im Herzen Moskaus.
Der erste Teil der Reisereportage "Auf der Transsib" führt ihn in sechs Tagen und sieben Nächten nach Wladiwostok, dicht an der Grenze zu China. Auf der Strecke überquert er den Ural und besucht die Dörfer Europa, mit 35 Einwohnern ein sterbender Ort, und Asien, eine aufblühende Gemeinde, in der rund 1.000 Menschen leben. Dann geht es nach Irkutsk, eine Metropole im Land der Morgenröte, wie Sibirien ins Deutsche übersetzt heißt. Durch "die große Schlinge" windet sich die Transsib mühsam auf vereisten Gleisen zum zugefrorenen Baikalsee hinunter. Schließlich fährt die Bahn dem Fluss Amur, der Stadt Chabarowsk sowie Wladiwostok am goldenen Horn des Pazifiks entgegen. Die Reisereportage durchquert nicht nur die endlosen Weiten des Fernen Ostens, sie erzählt auch von den zahllosen Begegnungen am Wege.

Den zweiten Teil von "Auf der Transsib" zeigt 3sat im Anschluss, um 17.45 Uhr.
(ARD/WDR/SWR)


17:45
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel
Auf der Transsib (2/2)
Film von Albrecht Reinhardt
Schwarzer Drachenfluss und Verbotene Stadt
Die Transsib gehört zu den großen Eisenbahnlegenden und ist noch heute eine der wichtigsten Lebensadern der russischen Föderation. Albrecht Reinhardt berichtet in seinem zweiteiligen Film von der Reise mit der Transsib.
Im zweiten Teil der Reisereportage "Auf der Transsib" wandelt Albrecht Reinhardt in China auf russischen Spuren. Denn die alte Transsib führte vor dem Ersten Weltkrieg über Harbin, ehemals ein russischer Eisenbahn-Knotenpunkt, über Dalian, wo russisches Militär gegen japanische Truppen kämpfte und verlor, bis nach Peking, wo die Verbotene Stadt zu besichtigen ist. Reinhardts Reisereportage lässt nicht nur die endlosen Weiten des Fernen Ostens passieren, sie erzählt auch von den zahllosen Begegnungen am Wege.
(ARD/WDR/SWR)
#23Verfasserno me bré (700807) 10 Aug 10, 13:33
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morgen, Dienstag, 3sat, ab 15:30 h : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...

15:30
Von Tbilisi ins höchste Dorf Europas
Eine Sommerreise durch Georgien
Film von Ina Ruck
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Georgien liegt an der Grenze zwischen Europa und Asien. Im Norden grenzt es an Russland, im Süden an die Türkei und im Westen ans Schwarze Meer. In die Schlagzeilen geraten ist das Land im November 2003, als die Bevölkerung in der sogenannten Rosenrevolution einen ...
(ARD/WDR)
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Georgien liegt an der Grenze zwischen Europa und Asien. Im Norden grenzt es an Russland, im Süden an die Türkei und im Westen ans Schwarze Meer. In die Schlagzeilen geraten ist das Land im November 2003, als die Bevölkerung in der sogenannten Rosenrevolution einen Machtwechsel herbeiführte und kurz darauf Michail Saakaschwili zum Präsidenten wählte. Akop Kitessow wohnt in Tbilisi - der Hauptstadt Georgiens. Er ist 85 Jahre alt, hat 51 Kinder und 50 Drehorgeln, die er alle selbst gebaut hat. Die Kunst des Leierkastenbauens hat er von seinem Vater gelernt. Gemeinsam mit seinem Sohn Wano betreibt er bis heute eine kleine Drehorgelwerkstatt. "Wir sind die Einzigen in ganz Europa, die das noch können", sagt er.
Filmemacherin Ina Ruck unternimmt eine Sommerreise von der georgischen Hauptstadt Tbilisi bis zur türkischen Grenze und dann hinauf in die Berge.
(ARD/WDR)

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16:00
Stereo-Ton
Russisch Baden-Baden im Kaukasus
Unterwegs im Stawropoler Kray
Film von Albrecht Reinhardt
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Das Gebiet um die Stadt Stawropol gehört zu den schönsten Regionen Russlands. In der Hügellandschaft am Fuß des Kaukasus entstanden im 19. Jahrhundert elegante Kurpavillons aus venezianischem Glas, Spielcasinos zur Zerstreuung des russischen Adels und Operettentheater für ...
(ARD/WDR)
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Das Gebiet um die Stadt Stawropol gehört zu den schönsten Regionen Russlands. In der Hügellandschaft am Fuß des Kaukasus entstanden im 19. Jahrhundert elegante Kurpavillons aus venezianischem Glas, Spielcasinos zur Zerstreuung des russischen Adels und Operettentheater für die leichte Abendunterhaltung des Fin de Siècle.
Der Film "Russisch Baden-Baden im Kaukasus" stellt die nach dem Vorbild mondäner Kurorte wie Baden-Baden entstandenen Nobeltreffs im Stawropoler Kray vor.
(ARD/WDR)

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16:30
16:9 Format
Frühling in Sibiriens Osten
Bei den Tschuktschen am Bering-Meer
Film von Frédéric Tonoli
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Tschukotka ist eine sibirische Provinz im äußersten Nordosten Russlands. Obwohl das Gebiet doppelt so groß wie Deutschland ist, leben dort nur 78.000 Menschen. Denn das Klima ist extrem: Selbst im Juli klettert die Temperatur nie über zehn Grad Celsius, und der ...
(ARD/NDR)
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Tschukotka ist eine sibirische Provinz im äußersten Nordosten Russlands. Obwohl das Gebiet doppelt so groß wie Deutschland ist, leben dort nur 78.000 Menschen. Denn das Klima ist extrem: Selbst im Juli klettert die Temperatur nie über zehn Grad Celsius, und der Permafrostboden taut höchstens an der Oberfläche auf. Da nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion keine Polarzulage mehr gezahlt wird, sind die meisten Russen schon fortgezogen. Geblieben sind die Tschuktschen, die dort schon seit Jahrhunderten siedeln. Der Durchschnittslohn liegt in Tschukotka bei nur noch 130 Euro im Jahr. Dabei sind die Preise dreimal so hoch wie im 8.500 Kilometer entfernten Moskau, denn alles muss mit dem Flugzeug angeliefert werden. Um nicht zu verhungern, gehen die Männer, wenn sie nicht gerade ihren Rausch ausschlafen, auf die Jagd. Der hohe Alkoholkonsum hat dazu geführt, dass die Lebenserwartung der Tschuktschen bei nur noch 43 Jahren liegt.
Der Film "Frühling in Sibiriens Osten" zeigt das harte Leben der Tschuktschen.
(ARD/NDR)

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17:15
Stereo-Ton16:9 Format
Feuerspringer in Sibirien
Film von Jürgen Hansen und Paul Webster
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Sie seilen sich von Hubschraubern ab oder springen mit dem Fallschirm aus alten Doppeldecker-Maschinen mitten hinein in Gebiete, wo riesige Wald- und Buschbrände toben: Sibiriens Feuerspringer. Tagelang kämpfen sie dann vornehmlich mit Hacke und Schaufel gegen die Brände. ...
(ARD/SWR)
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Sie seilen sich von Hubschraubern ab oder springen mit dem Fallschirm aus alten Doppeldecker-Maschinen mitten hinein in Gebiete, wo riesige Wald- und Buschbrände toben: Sibiriens Feuerspringer. Tagelang kämpfen sie dann vornehmlich mit Hacke und Schaufel gegen die Brände. In Krasnojarsk befindet sich das Hauptquartier der sibirischen Waldbrandbekämpfer. 500 Feuerspringer sind von dort aus den ganzen Sommer über im Einsatz, in einem Gebiet, das doppelt so groß ist wie die Bundesrepublik und sich von der arktischen Tundra im Norden bis zur mongolischen Grenze im Süden erstreckt. Jeden Sommer kommt es in den unendlichen Waldgebieten Russlands zu bis zu 35.000 Bränden. Ihre Kontrolle und Erstickung ist nicht nur für Russland wichtig. Diese Waldgebiete gehören zu den größten der Welt, und ihre Erhaltung ist entsprechend wichtig für das Weltklima. Im ganzen Land gibt es 4.000 Feuerspringer, sie sind die älteste und größte Waldbrandbekämpfungstruppe der Welt. Während ihre Kollegen in Amerika, die berühmten "Smokejumper", mit modernster Technik ausgerüstet sind, schmoren in Sibirien schon einmal die billigen Gummistiefel der Feuerwehrleute durch. Trotzdem sind sie erfolgreich, die meisten Brände sind nach wenigen Tagen unter Kontrolle. Es ist ein Knochenjob, der Ausdauer und Improvisation verlangt - eine sehr russische Tugend. Oft sind die Feuerspringer wochenlang in der Wildnis auf sich allein gestellt - vor allem, weil die Transporthubschrauber oft wegen Treibstoffmangels nicht kommen.
Der Film "Feuerspringer in Sibirien" begleitet die Männer bei ihren abenteuerlichen und gefährlichen Einsätzen und zeigt die harte Ausbildung der russischen Brandbekämpfer.
(ARD/SWR)

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17:45
16:9 Format
Sibirien - Hilfe, die Chinesen kommen!
Film von Albrecht Reinhardt
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Weit im Osten Sibiriens stoßen Russland und China aufeinander. Russland, die einstige Supermacht, und China, die vielleicht künftige Supermacht, brauchen einander: China benötigt die unermesslichen Rohstoffe Russlands für seine weitere wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb ...
(ARD/SWR)
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Weit im Osten Sibiriens stoßen Russland und China aufeinander. Russland, die einstige Supermacht, und China, die vielleicht künftige Supermacht, brauchen einander: China benötigt die unermesslichen Rohstoffe Russlands für seine weitere wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb rollen Tag für Tag tausende Güterwaggons mit wertvollen Rohhölzern ins Reich der Mitte. Manchmal schlagen chinesische Arbeitsbrigaden selbst illegal das Holz in den sibirischen Ländern. Andererseits ist das früher rückständige China für die Russen zum billigen Einkaufsparadies geworden, nicht nur für russische Privatpersonen, sondern auch für Händler. Längst sind die Zeiten vorbei, da die Russen geringschätzig auf die Chinesen herabsahen. Heute bewundern sie deren wirtschaftliche Stärke und beneiden sie darum. Und manchmal macht ihnen das Reich der Mitte einfach Angst - so unaufhaltsam scheint die Macht und die Präsenz Chinas in Sibirien zu wachsen.
Der Film "Sibirien - Hilfe, die Chinesen kommen!" zeigt das Leben im russisch-chinesischen Grenzgebiet.
(ARD/SWR)

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18:15
Stereo-Ton16:9 Format
St. Petersburg
Alltag in der russischen Metropole
Film von Ute Werner
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St. Petersburg ist die wohl europäischste aller russischen Städte. Die Stadtgründung durch Zar Peter den Großen 1703 war eine ungeheure Leistung. Im Sumpfgebiet des Newa-Deltas entstand ein riesiger Komplex aus monumentalen barocken und klassizistischen Bauten. Lebensader ...
(ARD/SR)
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... wird nachts ab 4:00h alles wiederholt ...
#24Verfasserno me bré (700807) 23 Aug 10, 13:52
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morgen : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...

14:00

16:9 Format
Generation LADA - 30 sein in Russland
Film von Anja Bröker
Lena ist Model, Shenja Autohändler, Dascha Dorflehrerin und Pawal Schauspieler. Die vier sind alle zu Zeiten der ehemaligen Sowjetunion aufgewachsen, gehören zur sogenannten Generation Lada. Das ist es aber auch schon an Gemeinsamkeiten: Ansonsten haben sie völlig verschiedene Lebensläufe und unterschiedliche Erinnerungen an Perestroika, Putsche und Tschetschenenkrieg.
Der Film begleitet die vier jungen Russen in ihrem Alltag.
(ARD/WDR)


14:45
Katja, Katja und Natascha
Moskauer Freundinnen

Film von Albrecht Reinhardt
Katja ist Künstlerin, ihre Spezialität sind in Öl gemalte Pyramiden - weiße und goldene, kleine und riesige. Sie sind fast so riesig wie das Stalin-Hochhaus an der Moskwa, in dem sie geboren wurde und das sie jetzt verlassen muss - sie kann die Miete nicht mehr bezahlen. Katja empfindet das wie eine Vertreibung. Die andere Katja ist Geschäftsfrau und Designerin. Im neuen russischen Kapitalismus groß geworden, managt sie Familie und Karriere mit links. Sie steht für die erfolgreiche, junge Moskauerin von heute. Natascha Titowa war während des Kalten Kriegs ARD-Mitarbeiterin in Moskau. Heute ist sie Rentnerin, aber immer noch so gut informiert wie kaum jemand anders. Im Majakowski-Museum erzählt sie von den unglücklichen Liebschaften und dem tragischen Ende des großen Agitprop-Poeten.
Wer weggeht, den treibt es vorher noch einmal zu seinen Lieblingsplätzen, dachte Korrespondent Albrecht Reinhardt, der nach sechs Jahren seinen Arbeitsplatz Moskau verlässt. Deshalb trifft er dort nochmals Menschen, die ihm wichtig sind - wie die drei Moskauerinnen Katja, Katja und Natascha.
(ARD/WDR)

16:15
Die Drei von der Moskwa

Deutsche Hoteldirektoren in der russischen Hauptstadt
Film von Stefan Quante
Im Winter 2005/2006 standen gleich drei deutsche Generaldirektoren Nobelherbergen in der russischen Hauptstadt Moskau vor: Der Westfale Oliver Eller leitete das Ritz-Carlton-Hotel, der Düsseldorfer Klaus Kartmann das mit 140 Metern Höhe spektakuläre Swissotel, und Ex-Adlon-Direktor Gianni van Daalen führte das legendäre Hotel Baltschug Kempinski. Der junge Westfale Eller steckte mitten im größten Abenteuer seines Lebens und kämpfte sich durch russische Sprache und Vorschriften. Er hatte zahlreiche Baustellen - das Personal, der Hotelbau, die Bürokratie und vieles mehr -, und täglich kamen neue hinzu. Der 52-jährige Düsseldorfer Kartmann ging, in einem Alter in dem seine Berufskollegen eher beschauliche Stellen suchen, mit seinem Moskauer Posten noch einmal ein hohes Risiko ein. Der Grandseigneur der deutschen Hotellerie van Daalen hat die Stadt und seine Kunden nach gut einem Jahr im Griff - mit wenigen Ausnahmen.
Im winterlichen Moskau beobachtet der Film die drei Hoteldirektoren an den unterschiedlichen Punkten ihrer Engagements.
(ARD/WDR)

17:00
Moskau - Stadt der Kontraste

Film von Christoph Wanner
Unzählige protzige Bürotürme ragen in den Moskauer Himmel, künden von Reichtum, Macht und Wirtschaftskraft. Gebaut wurden die gigantischen Glaspaläste von dem Heer an Tagelöhnern, das Tag für Tag in die russische Hauptstadt strömt. Die Gastarbeiter schuften für Hungerlöhne. Während sie am Rand der Gesellschaft zu überleben versuchen, kennt die Moskauer High Society selbst in der Finanzkrise keine Geldnöte. Zumindest spricht keiner davon. Der Krise zum Trotz fand auch die Millionärsmesse in Moskau wieder regen Zulauf. Auch wenn das Geld nicht mehr ganz so locker sitzt.
Der Film sieht sich in der russischen Hauptstadt Moskau um.
(ARD/MDR)

17:15
Russland zu Fluss
Von St. Petersburg nach Moskau

Film von Heidi Saemann
Die Schiffsreise über den goldenen Ring beginnt in St. Petersburg, wo die rund 200 Passagiere des Luxusliners "Alexej Surkow" faszinierende Eindrücke von der alten Zarenresidenz gewinnen. Über die Newa geht es dann zum Ladogasee und über die Svir zum Onegasee, wo die Kircheninsel Kischi mit ihren Holzbauten liegt. Vorbei an Wäldern und Dörfern Kareliens, einem Landstrich, der unter Stalin Verbannungsgebiet war, führt die Kreuzfahrt über den Wolga-Ostsee-Kanal, über Flüsse und Seen bis nach Moskau.
Der Film beschreibt eine rund 2.000 Kilometer lange Flussreise durch das alte Russland.
(ARD/NDR)

17:45
Kreuzfahrt mit der MS Majakowski

Film von Olaf Bock
Es ist eine der schönsten Schiffsreisen in Russland: von St. Petersburg, dem "Venedig des Nordens", zur Hauptstadt Moskau, 1.300 Kilometer vorbei an beeindruckenden Fluss- und Seenlandschaften.
Der Film begleitet eine Familie auf dieser Reise. Von der Newa aus geht die Fahrt mit der "MS Majakowski" nach Karelien zur Insel Kischi mit ihren einmaligen Holzdenkmälern. Schließlich gelangen die Reisenden in die pulsierende Hauptstadt Moskau, dem Zielpunkt ihrer zehntägigen Flusskreuzfahrt.
(ARD/WDR)
#25Verfasserno me bré (700807) 12 Sep 10, 13:47
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Heute Nacht : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...

0:30
Die Eroberung Sibiriens (1/3)

Film von Gudrun Ziegler und Wojtek Krzeminski
Abenteurer und Kosaken
Sibirien steht für Stille und Ödnis, riesige Wälder, reißende Flüsse, Sümpfe, Mückenschwärme und Schnee. Es dauerte lang, bis das riesige Land hinter dem Ural, ins europäische, ja sogar ins russische Bewusstsein drang. Doch dann begann eine beispiellose Eroberung: Sie verlief in drei wichtigen Etappen. Zur Zeit Iwan des IV., genannt der Schreckliche, warb die reiche Kaufmannsfamilie Stroganow, die ihre Handelsgebiete bis an den Ural ausgedehnt hatte und daran interessiert war, weiter zu expandieren, Kosaken an, um das Land jenseits des Urals zu erkunden. 1582 startete die Kosakenexpedition im Permer Gebiet. Der Marsch über den Ural war problemlos, doch jenseits des Gebirges lauerten Tataren. Es kam zum Kampf. Die Kosaken gewannen, nahmen die Hauptstadt des Khanats Sibir ein und drangen weit nach Westsibirien vor.
Der erste Teil der dreiteiligen Reihe folgt den Spuren der ersten Eroberer durch atemberaubende Landschaften vom Don bis nach Tobolsk.

Die beiden weiteren Folgen der dreiteiligen Reihe "Die Eroberung Sibiriens" zeigt 3sat im Anschluss ab 1.15 Uhr.


1:15
Die Eroberung Sibiriens (2/3)

Film von Gudrun Ziegler und Wojtek Krzeminski
Forscher und Reisende
Die zweite Etappe der Eroberung Sibiriens beginnt während der Regierungszeit Peters des Großen (1689 - 1725). Dieser aufgeklärte Monarch verstand es wie kein anderer Herrscher vor ihm, das unermessliche Potenzial des sogenannten "achten Kontinents" einzuschätzen. Kurz vor seinem Tod verfügte der Zar die Ausrichtung einer gigantischen Expedition. Die "Große Nordische Expedition" sollte das größte Unternehmen aller Zeiten werden, das je zur Erforschung einer Landmasse ausgerichtet wurde. Es war der Wunsch Peters des Großen, die östlichen Grenzen Sibiriens festzuschreiben, nach Reichtümern zu suchen und das Land kartografisch zu erfassen. Während der Däne Vitus Bering und andere die östlichen Küsten erkundeten, ja sogar bis nach Alaska vorstießen, waren Gelehrte in Mittelsibirien unterwegs, um alles "Bedenkenswerte" zu sammeln. Ihre Ausbeute, die heute in der Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg aufbewahrt wird, zeugt vom Fleiß der Forscher und von der Faszination Sibiriens auf seine Besucher.
Der zweite Teil der dreiteiligen Reihe rekonstruiert die zweite Etappe der Eroberung Sibiriens zu Zeiten Peters der Großen.


2:00
Die Eroberung Sibiriens (3/3)

Film von Gudrun Ziegler und Wojtek Krzeminski
Kuriere und Soldaten
Nach der "Großen Nordischen Expedition" war Sibirien - zumindest als geografischer Raum - erfassbar geworden. Doch es dauerte bis Mitte des 18. Jahrhunderts, um am Zarenhof einzusehen, dass Sibirien nur an Europa angebunden werden kann, wenn Verkehrswege entstehen. Man begann mit dem Bau des "Sibirischen Trakts", einer Poststraße, die in Irkutsk endete. Von dort ging es auf dem Fluss Amur per Schiff weiter nach Osten. Die Straße, die in Jekaterinburg hinter dem Ural begann, galt als die "schlimmste Straße" der Welt: Sie war nur ein Feldweg und stellenweise lediglich eine Schneise durch die Taiga. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man in Russland den Bau einer Eisenbahn durch Sibirien zu diskutieren. Amerika und Kanada besaßen bereits ihre transkontinentalen Verbindungen, und Russlands Engagement im Fernen Osten machte den Eisenbahnbau - auch für den Transport von Militär - dringend notwendig. 1891 beauftragte Zar Alexander III. seinen Sohn Nikolai, den späteren Nikolai II., in Wladiwostok den ersten Spatenstich zum Bau der Transsibirischen Eisenbahn vorzunehmen.
Der letzte Teil der dreiteiligen Reihe begleitet den Fotografen Wenjamin Metenkow aus Jekaterinburg bis nach Wladiwostok. Dort hielt er den ersten Spatenstich zum Bau der "Transsib" für die Nachwelt fest.
#26Verfasserno me bré (700807) 15 Sep 10, 22:55
Kommentar
Hier eine spektakuläre Animation aus Russland, die mit Bildern von Marc Chagall angefertigt wurde. Den Text auf Russisch verstehe ich nicht, hoffentlich enthält er nichts Anstößiges... ;-D

http://www.youtube.com/watch?v=rL8q0Gb_ONc&fe...
#27VerfasserCARIOCA (324416) 20 Sep 10, 20:27
Kommentar
ZDFtheaterkanal, Donnerstag, heute, Spielfilm/Sport 21:10 - 21:55 Uhr
Erstausstrahlung
Nurejew
Kanada 2009
Rudolf Nurejew gehört zu den außergewöhnlichsten Tänzer-Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Ein gefeierter extravaganter Star, dem das Publikum in Ost und West zu Füßen gelegen hat. Nach seiner Flucht aus Russland in den Westen - auf dem Höhepunkt seiner Karriere - führte er ein ausschweifendes Leben, das tragisch endete. Mit 54 Jahren starb Nurejew an der Immunschwächekrankheit Aids. Sein aufsehenerregendes Leben wurde in vielen Filmen gewürdigt.

2009 hat der kanadische Filmemacher Moze Mossanen Nurejews Leben erstmalig in einen Tanzfilm gebannt. Mossanen zählt zu den Pionieren der Kunstform 'cine-dance', einer Filmform, die erzählerische und dokumentarische Stoffe mittels eigener Choreografien fürs Kino umsetzt.

Sein neuer Film erzählt das Leben Nurejews in kurzen szenisch geballten Episoden, die immer wieder durch O-Töne fiktiver Interviewpartner kommentiert werden. Alle Interviews basieren auf dokumentierten Äußerungen der Menschen, die für Nurejews Werdegang wichtig waren, sind aber letztendlich fiktiv gestaltet.

Für die Hauptrolle hat der Filmemacher keinen Ballett-Tänzer ausgesucht, sondern den populären kanadischen Hip-Hop- und Jazz-Tänzer Nico Archambault, der sich als Ideal-Besetzung herausstellte. Mossanen interessierte weniger der erstklassige Tänzer als vielmehr der unangepasste Rebell Nurejew: der in den Westen geflüchtete Staats-Verräter, der sich weigerte, die russische Nationalhymne zu singen, und nicht nur politische, sondern vor allem persönliche Freiheit leben wollte.
#28VerfasserCARIOCA (324416) 14 Okt 10, 04:00
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WDR, Donnerstag, heute, Dokumentation 23:15 - 00:40 Uhr
Erstausstrahlung
Am Pier von Apolonovka
Deutschland 2008

Einst gehörte die Krim zu den begehrten Urlaubsparadiesen in der Sowjetunion. Heute dominiert der Verfall. Der Dokumentarfilm fängt einen Sommer lang das Leben am Hafen von Sewastopol ein.

Man nennt sie Albatrosse, die Jungs und Mädchen am Kai der Sewastopoler Bucht. Sie sind ein Sinnbild für das unauflösbare Dilemma, in dem sich die Stadt befindet: eine Stadt, die keine Mittel hat für Glanz und Gloria, aber viel zu lebendig ist, um am Ende zu sein. Der Betonstreifen am Hafen ist die wichtigste Bühne Korabel'nayas, des ehemals berühmten Viertels der Werftarbeiter. Für die Kinder aus dem Viertel bedeuten die Sprünge von der Betonkante so etwas wie die ersten Initiationsriten. Es sind Augenblicke voller Lebensmut und Glück, wenn die Sprünge der Albatrosse von mediterraner Leichtigkeit beflügelt werden, aber manchmal auch Momente tiefer Traurigkeit. Jungs und Mädchen wie der 14-jährige Pusch, der Mopeds cooler findet als Mädchen und Piercings, oder die schüchterne 13-jährige Nastja, die ihrer verflossenen ersten Liebe aus dem letzten Sommer nachtrauert und beinahe an einer Überdosis Drogen gestorben wäre, verbringen ihren Sommer gemeinsam an der Mole. Auch die 80-jährige Galina, eine rüstige Primadonna, verliert noch ein paar Tränen bei dem Gedanken an ihren früheren Geliebten und seine wunderbare Bassstimme. Allerdings nicht, bevor sie ihr allmorgendliches Schwimmen an dem heruntergekommenen Strand von Apolonovka absolviert hat. Und da wäre noch der drahtige Dauerschwimmer Sergej, der trotz seiner 85 Jahre keinesfalls den "dritten Punkt", wie er den Sex nennt, zu vernachlässigen gedenkt. Der Pier ist ebenso Refugium für die vernachlässigten Teenies wie auch Schauplatz für die Feierabendträume ihrer Eltern. Ankunft und Abfahrt der städtischen Fähre, Ankerplatz für die geschundenen Matrosen der ukrainischen Marine und Umladestation für ihre verrostete Hinterlassenschaft, wenn Taucher ihre illegal geborgene Last am Pier ablegen. Das Aufeinandertreffen dieser Parallelwelten ist das, was Apolonovka so faszinierend macht. Die Mole ist Durchgangsstation und Wartesaal sowie Ausgangs- und Endpunkt zahlreicher Geschichten.
#29VerfasserCARIOCA (324416) 14 Okt 10, 05:36
Kommentar
Tolstoi-Nacht bei Arte am Sonntag, dem 07.11.2010
Tolstoi - unsterblich
20:15 Die Auferstehung
Spielfilm/Drama
21:45 Die Auferstehung
Spielfilm/Drama
23:15 Jasnaja Poljana, die Russen und Tolstoi
Magazin/Dokumentation
00:30 Leo Tolstoi Größer als die anderen
Magazin/Kultursendungen
http://www.arte.tv/de/programm/242,date=7/11/...
#30VerfasserCARIOCA (324416) 31 Okt 10, 02:55
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Danke, CARIOCA, für die viele gute Information!!!
#31Verfassermidori05 Nov 10, 11:54
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und danke auch an la déesse aliénée und no me bré!!
#32Verfassermidori05 Nov 10, 11:56
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Morgen Abend : http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/...
ZDF * Mi 10.11.2010 22.15 Uhr


Vorschau: Der Baikal
Video Die Geheimnisse des tiefsten Sees der Erde

Der Baikalsee im Süden Sibiriens ist das älteste und tiefste Binnengewässer der Erde. Durch seine Größe gleicht er einem Meer, dessen Tiere und Pflanzen vieles über die Evolution des Lebens auf der Erde verraten. "Abenteuer Wissen" begleitet Forscher auf ihren Expeditionen und entdeckt die einzigartigen Geheimnisse des "Heiligen Meeres" von Sibirien.
#33Verfasserno me bré (700807) 09 Nov 10, 13:53
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Dienstag : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=4,dayP...
16:55
Sibirien - Die Schule in der Taiga


Wiederholungen:
30.11.2010 um 09:15
Sibirien - Die Schule in der Taiga
(Frankreich, 2008, 43mn)
ARTE F
Regie: Michel Debats
Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Die schulpflichtigen Kinder von Rentier-Nomaden in der sibirischen Taiga haben meist keine andere Wahl, als ihre Eltern und ihr gewohntes Umfeld zu verlassen und ein Internat zu besuchen. Das Pilotprojekt "Nomadenschule" soll nun dafür Sorge tragen, dass die Kinder nicht aus ihren Familien und ihrem traditionellen Leben herausgerissen werden und die Möglichkeit haben, Bildung, ihre eigene Herkunft und angestammte Lebensweise miteinander zu verbinden.

Die "Nomadenschule" ist das erste Pilotprojekt einer reinen Nomadenschule in Sibirien. Besucht wird sie von jungen Ewenken, Angehörigen eines Rentier-Nomadenvolkes, mit eigener Kultur und einer eigenen Sprache, die heute von rund 9.000 Menschen gesprochenen wird. Bekannt ist dieses Volk vor allem durch seinen prominentesten Vertreter, den Taigajäger Dersu Usala.
Wie bei vielen Nomadenvölkern, ist auch die Existenz der Ewenken gefährdet. Dabei spielen nicht nur wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Durch das russische Schulsystem, das die nomadische Lebensweise mit den ihr eigenen Herausforderungen nicht berücksichtigt, mussten junge Ewenken bisher mit dem Erreichen des schulpflichtigen Alters ihre Familien verlassen und in Internaten leben. Damit wurden sie nicht nur von ihren Eltern getrennt, sondern auch von der traditionellen Lebensweise und ihrer eigenen Kultur.
Um dieser kulturellen Entfremdung der Kinder von ihrem eigenen Volk Einhalt zu bieten, ist das Projekt der Nomadenschule ins Leben gerufen worden. Die Dokumentation "Sibirien - Die Schule in der Taiga" stellt das Projekt vor, zeigt die neuen Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten, die der Unterricht auf Wanderschaft mit sich bringt.
#34Verfasserno me bré (700807) 21 Nov 10, 13:37
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Einfach spektakulär:

Georgian National Ballet Sukhishvili

http://www.youtube.com/watch?v=SY3SJOqkWAg&fe...
#35VerfasserCARIOCA (324416) 23 Nov 10, 18:21
Kommentar
Morgen : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=7,dayP...
16:50
Sibirien - Das Nomadenvolk der Nentzen


Wiederholungen:
03.12.2010 um 09:15
Sibirien - Das Nomadenvolk der Nentzen
(Frankreich, 2006, 43mn)
ARTE F
Regie: Franck Desplanques, Pascal Sutra Fourcade
Stereo

Am Ufer der Karasee in Sibirien lebt das Nomadenvolk der Nentzen. Während früher die Rentierzucht das Überleben in der unwirtlichen Region sicherte, betätigen sich heute immer mehr Angehörige des Volksstammes als Fischer im Auftrag russischer Händler, die mit dem Verkauf von Stör und Lachs viel Geld verdienen.

Trotz extremer Abgeschiedenheit und Temperaturen von minus 40 Grad Celsius lebt das Nomadenvolk der Nentzen am Ufer der Karasee in der eisigen Steppe Nordwestsibiriens. Traditionelle Lebensgrundlage ist die Rentierzucht. Doch inzwischen betätigen sich einige Mitglieder des Volksstammes als Fischer.
Sie arbeiten unter unwirtlichen Bedingungen und mit höchstem körperlichem Einsatz für russische Auftraggeber, bei denen bestimmte arktische Fischarten hoch im Kurs stehen. Während des langen Winters ist es kaum möglich, die Fische unter dem Packeis auszumachen und zu fangen. Im Sommer lassen sich die Beutetiere mit schweren traditionellen Booten jagen. Dabei sind alle Familienmitglieder gefordert.
#36Verfasserno me bré (700807) 25 Nov 10, 19:28
Kommentar
Klassiker am Sonntag Abend : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=1,week...
23:35
Das elfte Jahr


Wiederholungen:
01.12.2010 um 05:00
Das elfte Jahr
(Russland, 1928, 53mn)
ZDF
Regie: Dziga Vertov
Kamera: Michael Kaufman
Musik: Michael Nyman
Schnitt: Elizaveta Svilova
Autor: Dziga Vertov
Produktion: Kunstfest Weimar, Sowkino, ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE, Österreichisches Filmmuseum
Nativ HD

In seinem Film "Das elfte Jahr" ging es dem russischen Filmemacher Dziga Vertov im Jahre 1928 um den Aufbau des Sozialismus - der Jubiläumsfilm im elften Jahr nach der Oktoberrevolution wurde von der VUFKU in Kiew produziert. ARTE zeigt den Film im Doppelprogramm mit Vertovs "Ein Sechstel der Erde", ebenfalls in der Komposition von Michael Nyman. Den Stummfilmen voran geht das Porträt des Komponisten "Michael Nyman - A Composer in Progress".

Ausgangspunkt des Films ist die Industrialisierung der Ukrainischen Sowjetrepublik mit Hilfe der gigantischen Wasserkraftwerke am Dnjepr. Vertov entwirft in diesem Film eine fundamentale ökonomische Archäologie der Menschheitsgeschichte. Spektakuläre Fotografie- und Überblendungsexperimente erzeugen einen "geschichteten Raum": eine Hymne auf die Umlenkung der Naturkräfte zugunsten der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung
Ziel war, eine "Zusammenfassung der neuen Visualität" zu entwerfen. Hier steht nicht mehr die rhythmische Zwischentitel-Bild-Montage von statischen Bildkompositionen im Vordergrund, sondern ein dynamisches, fast lyrisches Fließen bewegter Einstellungen. Diese erlangen zwar teilweise ikonischen Status - wie etwa die auf den Wassermassenguss projizierte Lenin-Büste -, sind oft aber nichts anderes als pure Visualität von Bewegung. Die Anzahl der Zwischentitel ist dabei drastisch reduziert - allein die aneinandergereihten Episoden erzeugen den Sinn. Dabei nimmt der Rhythmus eine besondere Rolle ein. Form und Inhalt sind untrennbar. "Odinnadcatyj" stand in der Sowjetunion zu seiner Zeit daher naturgemäß unter Formalismusverdacht, gerade deshalb aber inspiriert der Film bis heute zu filmanalytischer Kreativität.

Der Filmmacher und Medientheoretiker Dziga Vertov (1896-1954), in Bialystok geboren als Denis Arkad'evic Kaufman, wird heute einhellig als einer der großen "Erfinder" des Kinos gesehen: Erfinder einer neuen Schrift aus Bild und Ton, Schöpfer und Dokumentarist einer in Bewegung befindlichen Welt. Vertov verstand und realisierte Film als die moderne Ausdrucksweise eines neuen Welt-Bilds.
In radikaler Abwendung vom bürgerlichen Illusionskino war Film für Vertov identisch mit dem poetischen und selbstreflexiven Dokumentarfilm. Er arbeitete ausschließlich mit dokumentarischem Material, das seine Kameraleute, darunter sein Bruder Michail Kaufman, in der ganzen Sowjetunion drehten. Die Kamera wurde Vertov zum verlängerten Auge, das mehr zu sehen imstande ist, als das menschliche. Durch die anschließende Montage sollen weitere Zusammenhänge aufgedeckt werden, die in den bloßen Fakten verborgen sind. Dadurch entsteht eine Art "Kino-Pravda" (Kino-Wahrheit).
Um 1930 war Vertov eine internationale Berühmtheit; er absolvierte zwei ausgedehnte Vortragsreisen durch Westeuropa und gewann illustre Bewunderer, von Charles Chaplin bis Walter Benjamin. Seine Filme waren außerhalb der Sowjetunion kaum je im "regulären Kinoeinsatz", doch ihre Einzigartigkeit verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Gleichzeitig wurde er in der Sowjetunion mehr und mehr an der Realisierung seiner Konzepte gehindert: Im Stalinstaat blieben die meisten Avantgarde-Filmschaffenden zwar von Gulag oder Ermordung verschont, doch ihre Arbeits- und individuellen Ausdrucksmöglichkeiten wurden massiv eingeschränkt.
Am Ende seines Lebens beneidet Vertov den in den Selbstmord getriebenen Freund Majakowski, dessen Gedichte immerhin in den Büchereien überlebt hätten. Sein eigenes Werk hingegen, schreibt Vertov in den Tagebüchern, sei ihm verstümmelt, falsch kopiert, verschnitten, weggeworfen, kurz "zur Gänze ausgelöscht worden". Es ist vor allem den Bemühungen der Filmmuseen und Filmarchive zu verdanken, dass die Dinge heute nicht ganz so im Dunkel liegen wie zu Vertovs Lebzeiten. Das Österreichische Filmmuseum hat seit Mitte der 60er Jahre seine Werke gesammelt, gezeigt und teilweise restauriert, eine Auswahl seiner Tagebücher herausgegeben sowie - in engem Kontakt mit Elizaveta Svilova, seiner Witwe und wichtigsten Mitarbeiterin - zahlreiche Originaldokumente von und über Vertov erworben. Dziga Vertovs Filme "Ein Sechstel der Erde" (1926) und "Das elfte Jahr" (1928) wurden im Rahmen eines drei Jahre andauernden Projektes zur Vertov-Sammlung des Österreichischen Filmmuseums digital untersucht und bearbeitet. ARTE präsentiert die Ergebnisse dieser Pionierarbeit. "Die Veröffentlichung ist von großem filmhistorischen Interesse und besonders für die Beurteilung von Vertovs Gesamtschaffen unverzichtbar. Nicht anders als Sergej M. Eisenstein hat Vertov die Sprache des Films maßgeblich beeinflusst." (film-dienst)
Der britische Filmkomponist Michael Nyman, bekannt geworden durch die Musiken zu den Filmen Peter Greenaways, schrieb für "Ein Sechstel der Erde" eine neue Filmmusik. Nyman ist ein Fan der russischen Filmavantgarde, besonders von Dziga Vertov, dessen Klassiker "Der Mann mit der Kamera" (1929) er schon musikalisch neu vertont hatte. Die Komposition zu "Das elfte Jahr" wurde im Auftrag des Kunstfestes Weimar in Kooperation mit ZDF/ARTE realisiert; die Liveuraufführung fand am 29. August 2009 in Weimar statt.


http://www.arte.tv/de/programm/242,day=2,dayP...
00:30
Ein Sechstel der Erde


(Russland, 1926, 74mn)
ZDF
Regie: Dziga Vertov
Kamera: Michael Kaufman
Musik: Michael Nyman , eingespielt von der Michael Nyman Band
Schnitt: Elizaveta Svilova
Autor: Dziga Vertov
Produktion: Michael Nyman, VUFKU - Kiev, Wiener Konzerthausgesellschaft, Österreichisches Filmmuseum
Nativ HD

"Ein Sechstel der Erde" ist ein filmisches Manifest aus dem Jahre 1926, kunstvoll montiert aus Material der von Vertov in alle sowjetische Regionen entsandten Filmkorrespondenten. Sie sind euphorische Boten der revolutionären Wende zur Moderne im "sechsten Teil der Erde".

"Ein Sechstel der Erde" ist ein anschauliches Beispiel dafür, was Vertov mit dem filmischen Auge, dem "Kinoglaz", im Sinne hatte: Seine "Kinoki" sind keine einfachen Filmemacher, die nüchtern von Vorgängen berichten, sondern euphorische Boten der revolutionären Wende zur Moderne. Aus den entferntesten Winkeln des Landes schaffen sie Bilder von verstreut lebenden Volksgruppen herbei.
Einfache Bauern, Jäger, Fischer und Handwerker, die nun in eine filmische Symphonie eingehen, in der das Verbindende über das Trennende gestellt wird: "Ihr", heißt es immer wieder emphatisch in den dynamischen Zwischentiteln - ein jeder und eine jede wird direkt angerufen, seine Rolle im produktiven Ganzen anzuerkennen.
Mit emanzipatorischer Kraft - ein eigener Abschnitt widmet sich beispielsweise Frauen, die in Unfreiheit leben. "Ein Sechstel der Erde" ist eine Exkursion des "Kino-Auges" bis an die Grenzen des damaligen Sowjetreiches, ein genuiner Blick auf die vielgestaltigen Kulturen der Ethnien und die Produktion im jungen Sowjetstaat. Zugleich wirft der Stummfilm ein Blick auf die Lebensweise und Gedankenwelt des Klassengegners "am Rande seines historischen Untergangs".
"Wenn ich die zehn besten Dokumentarfilme aller Zeiten auswählen müsste, würde ich es absurd finden. Aber wenn es gilt, Einen zu wählen: Ein Sechstel der Erde."

Der Filmmacher und Medientheoretiker Dziga Vertov (1896-1954), in Bialystok geboren als Denis Arkad'evic Kaufman, wird heute einhellig als einer der großen "Erfinder" des Kinos gesehen: Erfinder einer neuen Schrift aus Bild und Ton, Schöpfer und Dokumentarist einer in Bewegung befindlichen Welt. Vertov verstand und realisierte Film als die moderne Ausdrucksweise eines neuen Welt-Bilds.
In radikaler Abwendung vom bürgerlichen Illusionskino war Film für Vertov identisch mit dem poetischen und selbstreflexiven Dokumentarfilm. Er arbeitete ausschließlich mit dokumentarischem Material, das seine Kameraleute, darunter sein Bruder Michail Kaufman, in der ganzen Sowjetunion drehten. Die Kamera wurde Vertov zum verlängerten Auge, das mehr zu sehen imstande ist, als das menschliche. Durch die anschließende Montage sollen weitere Zusammenhänge aufgedeckt werden, die in den bloßen Fakten verborgen sind. Dadurch entsteht eine Art "Kino-Pravda" (Kino-Wahrheit).
Um 1930 war Vertov eine internationale Berühmtheit; er absolvierte zwei ausgedehnte Vortragsreisen durch Westeuropa und gewann illustre Bewunderer, von Charles Chaplin bis Walter Benjamin. Seine Filme waren außerhalb der Sowjetunion kaum je im "regulären Kinoeinsatz", doch ihre Einzigartigkeit verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Gleichzeitig wurde er in der Sowjetunion mehr und mehr an der Realisierung seiner Konzepte gehindert: Im Stalinstaat blieben die meisten Avantgarde-Filmschaffenden zwar von Gulag oder Ermordung verschont, doch ihre Arbeits- und individuellen Ausdrucksmöglichkeiten wurden massiv eingeschränkt.
Am Ende seines Lebens beneidet Vertov den in den Selbstmord getriebenen Freund Majakowski, dessen Gedichte immerhin in den Büchereien überlebt hätten. Sein eigenes Werk hingegen, schreibt Vertov in den Tagebüchern, sei ihm verstümmelt, falsch kopiert, verschnitten, weggeworfen, kurz "zur Gänze ausgelöscht worden". Es ist vor allem den Bemühungen der Filmmuseen und Filmarchive zu verdanken, dass die Dinge heute nicht ganz so im Dunkel liegen wie zu Vertovs Lebzeiten. Das Österreichische Filmmuseum hat seit Mitte der 60er Jahre seine Werke gesammelt, gezeigt und teilweise restauriert, eine Auswahl seiner Tagebücher herausgegeben sowie - in engem Kontakt mit Elizaveta Svilova, seiner Witwe und wichtigsten Mitarbeiterin - zahlreiche Originaldokumente von und über Vertov erworben. Dziga Vertovs Filme "Ein Sechstel der Erde" (1926) und "Das elfte Jahr" (1928) wurden im Rahmen eines drei Jahre andauernden Projektes zur Vertov-Sammlung des Österreichischen Filmmuseums digital untersucht und bearbeitet. ARTE präsentiert die Ergebnisse dieser Pionierarbeit. "Die Veröffentlichung ist von großem filmhistorischen Interesse und besonders für die Beurteilung von Vertovs Gesamtschaffen unverzichtbar. Nicht anders als Sergej M. Eisenstein hat Vertov die Sprache des Films maßgeblich beeinflusst." (film-dienst)
Der britische Filmkomponist Michael Nyman, bekannt geworden durch die Musiken zu den Filmen Peter Greenaways, schrieb für "Ein Sechstel der Erde" eine neue Filmmusik. Nyman ist ein Fan der russischen Filmavantgarde, besonders von Dziga Vertov, dessen Klassiker "Der Mann mit der Kamera" (1929) er schon musikalisch neu vertont hatte.
Die Komposition für "Ein Sechstel der Erde" entstand als Auftragswerk der Wiener Konzerthausgesellschaft und wurde im Wiener Konzerthaus im März 2010 uraufgeführt.
#37Verfasserno me bré (700807) 27 Nov 10, 20:03
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Mittwoch, 15. Dezember 2010 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
21.12.2010 um 10:45
Molotow - Der Mann hinter Stalin
(Deutschland, 2010, 88mn)
ZDF
Regie: Hans-Dieter Schütt, Ullrich Kasten
16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Wer war Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow? Die Welt kennt seinen Namen durch den Molotowcocktail. Brandsatz, Symbol von Vernichtung, Terror und willfähriger Zerstörungslust. Was war das für ein Mensch, dessen Name mit unheilvoller Sprengkraft verbunden bleibt? Was für ein Leben, das so in die Geschichte eingeht? Der Dokumentarfilm zeigt ein differenzierteres Bild des Politikers.

Eigentlich hieß er Skrjabin. Aber so, wie sich Dschugaschwili "Stalin" nannte, der Stählerne, so nannte er sich "Molotow", der Hammer. Beide wollten mit ihren Kampfnamen nahe heran an die Arbeiter, und sie würden sich doch weit von ihnen entfernen. In den Namen lag schon alles verborgen: die Härte, die Gewalt, die Unerbittlichkeit, der gnadenlose Terror des Systems. Molotow war der Mann neben und hinter Stalin, und er blieb eine Zeit lang sogar noch mächtig, als Stalin bereits tot war.
Er war hartnäckig, direkt, schlagfertig und listig. Nach Außen hin zeigte er sich stets korrekt, freundlich und mit guten Umgangsformen. In den Zeiten der Säuberungen, Geheimprozesse und Massenerschießungen - vor allem 1937 - wurde er der "Buchhalter des Schreckens" genannt: Er hinterließ Listen mit nahezu 40.000 unterschriebenen Todesurteilen. Kühle Bilanz: "Unsere Fehler, auch die schwersten, waren gerechtfertigt."
Ab 1930 ist er Ministerpräsident der Sowjetunion, er bleibt dies elf Jahre lang. Später wird er Außenminister. Er verhandelt mit Hitler und von Ribbentrop, mit Roosevelt und Churchill und mit dem japanischen Außenminister. Er wird während des Zweiten Weltkrieges zum Vermittler zwischen Moskau und den anderen Alliierten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird er zum "Vater" jener Stalin-Note, die den Westen zum Friedensvertrag mit Deutschland drängen soll.
Molotows Frau Polina war im Zweiten Weltkrieg führendes Mitglied des Jüdischen Antifaschistischen Komitees. Nach dem Krieg zog sie den Unwillen Stalins auf sich, wurde wegen "fortgesetzten Kontakts zu jüdischen Nationalisten" zu fünf Jahren Verbannung verurteilt. Molotow nahm dies mehr oder weniger schweigend hin. Was sie rettete, war Stalins Tod, nicht die Einflussmöglichkeit ihres Mannes. Er hatte sich zur Scheidung zwingen lassen.
Vom Zweiten Weltkrieg in den Kalten Krieg - Molotows Leben ist ein Schlüssel zum Verständnis eines Prozesses, der später das Gleichgewicht des Schreckens genannt wird. Nach dem Tod Stalins hatte er zunächst politisch die Abrechnungs- und Korrekturwellen in der kommunistischen Partei überstanden, dann aber folgt sein unweigerlicher Abstieg in mehreren Etappen.
Der Dokumentarfilm ist eine gleichnishafte Studie über Aufstieg und Fall eines Prototyps. Voller böser, irrwitziger, traurig-komischer Geschichten ist diese sowjetische Biografie. Das Privateste aus dem innersten Zirkel des Kremls ist eingebunden in die großen Ereignisse der Politik.
#38VerfasserCARIOCA (324416) 13 Dez 10, 06:38
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Am 24.12, auf 3sat

12:30

Weihnachten in aller Welt
Stille Nacht mit China-Böllern
Weihnachten am Amur

Film von Juri Rescheto
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Zwei Welten, zwei Riesenreiche - Russland und China - prallen am Amur, dem mächtigsten Fluss in Fernost, aufeinander. Nur 400 Meter trennen Russland von China an dieser Stelle des Amur. Trotzdem liegen Welten dazwischen. Auf beiden Seiten der Grenze lebt Familie Lu. Er ist ...
(ARD/WDR)
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Zwei Welten, zwei Riesenreiche - Russland und China - prallen am Amur, dem mächtigsten Fluss in Fernost, aufeinander. Nur 400 Meter trennen Russland von China an dieser Stelle des Amur. Trotzdem liegen Welten dazwischen. Auf beiden Seiten der Grenze lebt Familie Lu. Er ist Russe, sie Chinesin. Wie kein anderes Paar verkörpern die beiden die jahrhundertlange Geschichte ihrer Völker. Eine Geschichte voll grenzenloser Liebe und abgrundtiefem Hass. Zur Weihnachtszeit machen sich die Lus auf die Reise von ihrer heutigen Heimatstadt Blagoweschensk nach Harbin, zur Stadt ihrer Vorfahren - eine Reise aus einem verschlafenen Nest in der tiefsten russischen Provinz in die schillernde Metropole im Nordosten Chinas. Sie sind in gigantischen Luftkissenbooten in Russland unterwegs und mit dem urigen Nachtzug in China. Dabei begegnen sie Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können: Helden und Verlierer, Überlebenskünstler und Hoffnungslose, Gotteszweifler und tiefgläubige Christen.
Der Film begleitet Familie Lu auf ihrer außergewöhnlichen Weihnachtsreise. Er zeigt, wie die Menschen am Grenzfluss Amur leben und wie Weihnachten dort gefeiert wird: im kommunistischen China auf der einen Seite und im wieder religiös gewordenen Russland auf der anderen.
#39VerfasserCARIOCA (324416) 20 Dez 10, 17:12
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Morgen Nachmittag, 3sat : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...
17:00
Stereo-Ton16:9 Format
Alte Pracht und neuer Glanz
Der Newskij Prospekt

Film von Dagmar Wittmers
Der Newskij Prospekt ist einer der schönsten Boulevards der Welt. Auf viereinhalb Kilometern bildet er mit seinen prunkvollen Adelspalästen, Kirchen und Bürgerhäusern das Herzstück Sankt Petersburgs. Schmale Wasserstraßen durchziehen den Boulevard, der mal an Paris, dann wieder an Wien oder Venedig erinnert. Zarin Katharina die Große rollte hier in der Kutsche entlang, auf dem Weg zu ihrem Geliebten Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, der Dichter Alexander Sergejewitsch Puschkin verabredete sich im Kaffeehaus zum tödlichen Duell, und Parteiführer Wladimir Lenin plante in geheimen Treffen die sozialistische Revolution. Heute soll nichts erinnern an die Sowjetdiktatur, an die sieben Jahrzehnte, in denen die Stadt Leningrad hieß. Er ist eine luxuriöse Shoppingmeile, auf dem Reichtum ungeniert zur Schau gestellt wird, ein Laufsteg der schönen Petersburgerinnen, die auf hohen Stilettos flanieren, ein Ort der Schaulustigen. In den weißen Nächten von Sankt Petersburg, den dämmerungshellen Julinächten, in denen die Sonne nie ganz untergeht, ist der Boulevard ein Treffpunkt der Nationen. Dann kehrt auf geheimnisvolle Weise das Wesen der alten Zarenstadt zurück. Zwischen barocker Pracht und schrillen Neonreklamen lädt der Newskij Prospekt ein, Geschichten zu entdecken, im Heute und Gestern.
Der Film spannt einen Bogen von Entstehung und Wandel bis zum alltäglichen Geschehen im Hier und Jetzt, erzählt entlang des Newskij.
#40Verfasserno me bré (700807) 06 Jan 11, 14:00
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hallo, ich bin hier neu und verstehe hier noch nicht alles. Kann man al diese Filme online sehen oder ist es per TV nur?
#41Verfasserrusskaja (758688) 07 Jan 11, 09:48
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Huhu russkaja !

Erstmal : Herzlich Willkommen im Forum !

Von Deutschland aus sind alle diese Sendungen ganz normal im TV zu sehen und teilweise auch über die Mediatheken der einzelnen Sender im Internet (dazu die Links der Sender anklicken und dort weiter zur Mediathek).
Wie das in anderen Ländern geregelt ist, weiß ich nicht, aber über den Internet-Videorekorder, den Carioca ganz oben im Eingangsposting beschreibt, sind alle Sendungen weltweit abrufbar : http://www.onlinetvrecorder.com/downloads/otr...

Vielleicht äußern sich ja hier noch ein paar Leute zu den Empfangsmöglichkeiten in ihren jeweiligen Ländern !
#42Verfasserno me bré (700807) 07 Jan 11, 13:05
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Heute Nacht, ZDF : http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,15010...
00.35
Die Macht des Kreml
Der Fall Chodorkowski

Mittwoch, 12.01.2011 00:35 - 01:20 Uhr Nachtprogramm
http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0...
Russland
Russlands berühmtester Häftling
Chodorkowski - Symbolfigur im Kampf gegen ein Unrechtsregime

von Katrin Eigendorf

Er ist einer der bekanntesten politischen Häftlinge weltweit: Michail Chodorkowski, der 47-jährige Gründer des Ölkonzerns YUKOS. Er wurde zur Symbolfigur des Kampfes gegen ein Unrechtsregime. Das Gerichtsurteil vom 30. Dezember 2010 hat seine Rolle ein weiteres Mal bestätigt. Trotz internationaler Kritik schickt Moskau seinen berühmtesten Oppositionellen für weitere sechs Jahre in Lagerhaft.
Die Geschichte des Michail Chodorkowski ist kein Heldenmythos. Sie ist eng verbunden mit dem russischen Kapitalismusexperiment, jenen wilden 1990er Jahren, in denen die russischen Eliten das sowjetische Staatskapital untereinander aufteilten. Chodorkowski war ein Gewinner, einer der Glückspilze dieser Zeit, in der viele Russen alles verloren: Renten, Ersparnisse, Arbeitsplätze und - Sicherheit.
 
Karrierestart als Banker
Die Geschichte des späteren Oligarchen Chodorkowski beginnt 1991 mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Nach fast siebzig Jahren soll Russland zur Markwirtschaft transformiert werden. Dafür werden talentierte, schlaue Leute gebraucht, die organisieren können - Männer wie Michail Chodorkowski. Boris Jelzin und sein Team brauchen clevere und skrupellose Persönlichkeiten, die in der Lage sind, die maroden Staatsbetriebe in moderne Unternehmen zu verwandeln, die ein Bankensystem aufbauen können, ohne das keine Markwirtschaft funktioniert. Und so beginnen die meisten Oligarchen, wie auch Chodorkowski zunächst als Banker.
Als Jude wären dem cleveren Sohn eines Chemikerpaares in der Sowjetunion viele Chancen verwehrt geblieben, doch plötzlich stehen ihm alle Wege offen. Mit den nötigen Verbindungen schafft er es, eine Lizenz zu bekommen und gründet die Menatep Bank. In diesen Jahren werden die ersten Vermögen im neuen Russland gemacht.
Unter den sieben Oligarchen, die in den neunziger Jahren weltweit von sich reden machen, ist Chodorkowski ein eher blasser, zurückhaltender Typ, dazu einer der jüngsten. Keine schillernde Persönlichkeit wie Boris Beresowski, der damals schon international für Schlagzeilen sorgt. 1996 droht Boris Jelzin zu scheitern, die Kommunisten liegen in der Sympathie der Bevölkerung vorne.
 
Kredite für Aktien
Die Oligarchen unterstützen den Wahlkampf des alternden Präsidenten mit hohen Summen. Im Gegenzug erhalten sie Anteile an den Staatsunternehmen. "Loans for shares", zu deutsch "Kredite für Aktien", heißt der Pakt, der schließlich auch Michail Chodowkowski zum Eigentümer einer der größten Ölfirmen der Sowjetunion macht.
Mit aller Härte macht er aus dem maroden Staatsbetrieb ein erfolgreiches Unternehmen namens YUKOS. Gerüchte mehren sich in diesen Jahren, dass Chodorkowski wie auch andere Oligarchen "über Leichen gehen". Das Bild von den jungen, hungrigen Wölfen des russischen Kapitalismus setzt sich in den Köpfen der Russen fest. Tatsächlich verliert der Staat in diesen Jahren Macht: Auftragsmorde sind in der Geschäftswelt an der Tagesordnung, wer sich der Staats- und Geschäftselite entgegenstellt, riskiert sein Leben. Es geht auch bei YUKOS nicht immer mit rechten Dingen zu, doch zu diesem Zeitpunkt herrschen in der russischen Wirtschaft überall undurchsichtige Verhältnisse.
 
Orientierung an westlichen Standards
Mit zunehmendem Erfolg orientieren sich die Oligarchen immer mehr an westlichen Standards, schließlich wollen sie Investoren gewinnen, international ihre Stellung ausbauen. In diesen Jahren wird aus dem bis dahin eher unauffälligen Oligarchen Chodorkowski ein engagierter Unternehmer, der für Demokratisierung eintritt.
1999 tritt Boris Jelzin ab - sein Experiment ist gescheitert. Sein Nachfolger wird ein Mann, der einen Teil der Eliten repräsentiert, die bis dahin nicht vom Verteilungskampf profitiert haben: Wladimir Putin, ein Mann des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Auch wenn manche Beobachter zunächst geglaubt hatten, Russlands beschreite weiter den Weg in Richtung Demokratie und Marktwirtschaft - Wladimir Putin macht schnell deutlich, dass es ihm um etwas anderes geht: Sicherung der Macht für die alten Eliten, Militär, Geheimdienste und Polizei.
 
Legendäres Treffen im Februar 2003
Bei einem legendären Treffen im Februar 2003 macht Wladimir Putin klar, wie er sich die Rolle der russischen Unternehmer künftig vorstellt: Aus der Politik sollen sie sich völlig heraushalten. Zu diesem Zeitpunkt haben einige Oligarchen bereits das Land verlassen. Auch Michail Chodorkowski geht in Opposition zu Putin, doch er bleibt in Moskau. Selbst dann noch, als im Juli 2003 sein Geschäftspartner Platon Lebedev verhaftet wird und es klar scheint, dass seine eigene Verhaftung nur noch eine Frage der Zeit ist.
Warum wählt der YUKOS-Gründer nicht den Weg ins Exil? Im Nachhinein erscheint es beinah wie Größenwahn, dass der zum Kremlkritiker gewandelte Unternehmer sich weigert, Russland zu verlassen. Aber gerade diese Entscheidung machte ihn zur Symbolfigur. Denn seine Verhaftung, die Prozesse und die erneute Verurteilung führten der Welt eindrucksvoll vor Augen, dass auch die Justiz für das Regime in Moskau ein Mittel zum Zweck ist: zur Absicherung der eigenen Macht.
#43Verfasserno me bré (700807) 12 Jan 11, 14:27
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Welcome to Russia: 2018 World Cup Bid Official Promos
Кубок мира 2018 Москва

http://www.youtube.com/watch?v=WdcRbaXH2kA

Ich fand das mit dem Traum des Jungen ein bißchen zu lang, ansonsten ein schöner Film!
#44VerfasserCARIOCA (324416) 12 Jan 11, 17:42
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Heute Nachmittag : http://www.3sat.de/programm/?#1215
16:15
Eisige Abenteuer zwischen Polarkreis und Nordpol

Film von Udo Biss
(aus der ARD-Reihe "Ostsee-Report")
Das Ziel einer mehrtägigen Schneescooter-Expedition durch die arktischen Polarwüsten Spitzbergens ist die Geisterstadt "Pyramiden". Bis 1998 lebten dort ungefähr 1.200 Russen und förderten Steinkohle. Der Ort galt als die sowjetische Vorzeigesiedlung in der Arktis. 1.000 Kilometer vom Nordpol entfernt sollte es den Bergarbeitern und ihren Familien an nichts fehlen. Weil jedoch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die Subventionen aus Moskau ausbleiben, wurde die Kohleförderung Ende der 1990er Jahre eingestellt und die Siedlung geräumt. Seitdem verfallen die meisten Gebäude in dem unwirtlichen arktischen Klima. Es ist ein gespenstischer Anblick: Schulhefte liegen noch auf den Tischen, selbst der Konzertflügel und die Balalaikas stehen noch auf der Bühne des Kulturpalastes, so als würde in wenigen Minuten ein Konzert beginnen. Ganz in der Nähe von Pyramiden finden sich in der menschenleeren arktischen Winterlandschaft blutige Robbenskelette: Ein eindeutiger Beweis dafür, dass Eisbären ganz in der Nähe sind. Weitere eiskalte Abenteuer kann man bei einer Klettertour durch die bizarren Eiswelten im Inneren eines Gletschers erleben, bei einem Zwischenstopp an einem im Fjord eingefrorenen Großsegler und beim härtesten Hundeschlittenrennen Europas.
Der Film stellt eisige Abenteuer zwischen Polarkreis und Nordpol vor.
(ARD/NDR)

17:15
Eisenbahn-Romantik: Die Transsibirische Eisenbahn
In Chruschtschows Wagen durch Sibirien

Film von Harald Kirchner
Die Transsibirische Eisenbahn fährt vom Baikalsee nach Moskau: am Ufer des größten Trinkwasserspeichers der Welt entlang durch die sibirische Metropole Irkutsk und durch endlose Birkenwälder. Der Sonderzug führt auch altertümliche Wagons des russischen Regierungszuges, mit denen Chruschtschow, Breschnjew und Putin unterwegs waren. - Eine Reise auf einer der berühmtesten Eisenbahnstrecken der Welt.
(ARD/SWR)

17:45
Mit Rentiernomaden über den Ural

Film von Andreas Voigt
Ganz im Norden des Urals, dicht am Polarkreis, leben die Komi-Nomaden. Sie gehören zu einer der zahlreichen ethnischen Minderheiten Sibiriens und betreiben seit jeher Rentierzucht. Zweimal im Jahr gehen sie auf Wanderschaft. Im Herbst ziehen sie über den Ural in die Taiga, wo ihre Tiere selbst bei harten Minusgraden noch Futter finden, und im Frühjahr ziehen sie über die Berge wieder zurück in die Tundra. Es ist eine Reise, die sie im Winter von Europa nach Asien führt und im Sommer von Asien nach Europa. Stalin versuchte, die Komi-Wanderhirten sesshaft zu machen: Sie wurden Staatsangestellte und bezogen Gehalt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion fanden einige von ihnen jedoch bald wieder zurück zur traditionellen Form des Nomadentums.
Filmemacher Andreas Voigt hat eine der letzten nicht-sesshaften Komi-Gruppen besucht. Er begleitet die Familien der beiden Rentierzüchter Alexej und Wassili bei ihrem Aufbruch im September, als in der Tundra über Nacht der Winter einbricht und der Treck ins Winterlager organisiert werden muss. Es ist die Zeit, in der die Behörden alljährlich Hubschrauber oder Kettenfahrzeuge schicken, um die schulpflichtigen Kinder der Nicht-Sesshaften einzusammeln, denn Nomaden-Kinder müssen in Russland von September bis Mai ins Internat. Der Rest der Familie baut in wenigen Tagen die Zelte ab und verstaut das gesamte Hab und Gut auf Holzschlitten. Ungefähr 50 Schlitten benötigen sie, denn alles, was sie brauchen oder eventuell brauchen könnten, muss mitgeführt werden. Unterwegs gibt es keine Möglichkeit, irgendetwas einzukaufen. Für ihre vielen Schlitten brauchen die beiden Familien etwa 400 Zugtiere.
(ARD/SWR)
#45Verfasserno me bré (700807) 24 Jan 11, 12:35
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Moskau: die schönste U-Bahn der Welt
http://www.dailymotion.com/video/x7n90l_metro...
#46VerfasserCARIOCA (324416) 27 Jan 11, 03:32
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Heute Abend, Phoenix : http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_prog...
18.30
Väterchen Don (1/2)

Ein russischer Mythos
Film von Fritz Pleitgen
Die WDR-Reisereportagen haben eine langjährige Tradition im Weihnachtssonderprogramm des Ersten. Ein Name hat sie mitgeprägt: Fritz Pleitgen. Nach seinen beeindruckenden Dokumentationen über den Kaukasus, den Bug, die Rocky Mountains und über ostdeutsche Regionen vor und nach dem Mauerfall, führt er uns diesmal an die Ufer des Don. Ein Fluss, der von den Russen seit jeher mit Schicksal, Kampf und Freiheitsdrang verbunden wird. Ein russischer Mythos.
Der Don startet seinen Lauf südlich von Moskau parallel zur Wolga, passiert die Städte Woronesch und Rostow, bevor er nach 2.000 km bei Asow ins Schwarze Meer strömt. Der Don ist ein russischer Mythos. Don Batuschka, Väterchen Don, wird er genannt. Ein Fluss großer Hoffnungen und großer Tragödien. In ihm vermischt sich - so wird gesagt - das Wasser mit dem Blut, das an seinen Ufern vergossen wurde. In der Nähe der Donquelle, am Kulikowo Feld, auch Schnepfenfeld genannt, beginnt Fritz Pleitgen seine Drehreise.
Vom Quellgebiet des Don nicht weit entfernt liegt ein kleines Dorf, das jedem Russen ein Begriff ist: Jasnaja Poljana. Hier lebte Lew Tolstoi. Die Menschen verehrten ihn als Schriftsteller und weil er sich um die Armen kümmerte. Sein Grab ist bis heute Pilgerstätte geblieben. Für Viktor Jerofejew, Russlands bekanntesten Schriftsteller der Gegenwart, ist Lew Tolstoi ein Symbol, ein Denkmal, ein Genie: "Das Wertvollste, was wir haben, ist unsere Sprache. Tolstoi hat sie genommen und mit ihr ein Bild Russlands geschaffen, wie es bis heute in aller Welt gesehen wird". Das riesige Anwesen, zu dem mehrere Museen gehören, wird heute von Wladimir Tolstoi, dem Ururenkel Lew Tolstois, verwaltet. In seinen jungen Jahren war Tolstoi voller Lebensgier, ein Schürzenjäger, ein Hasardeur, der sein Geburtshaus und sogar seine Manuskripte verspielte.
Sadonsk - das "Russische Jerusalem"
Nächste Station der Reise ist das Städtchen Sadonsk am Don, auch "Russisches Jerusalem" genannt. Es hat 14 000 Einwohner und drei aktive Klöster. Die russisch-orthodoxe Kirche floriert wieder, die Zahl der Klöster in Russland ist auf 450 angewachsen. Sadonsk gehört zu den fünf Größten. Viele Pilger kommen hierher, um eine Quelle zu besuchen, aus der angeblich der Heilige Tichon das Wasser schöpfte, um seine Wunder zu vollbringen.

19.15
Väterchen Don (2/2)

Der Fluß der Kosaken
Film von Fritz Pleitgen
Die Don-Steppe am unteren Flusslauf war über die Jahrhunderte Heimat der Donkosaken. "Die Kosaken haben Russland zu Russland gemacht", sagte Zar Alexander der Zweite. Am Fluss leben sie auch heute in ihren Stanizen.

Fritz Pleitgen fragt die Kosaken Michail und Jurij, welche Lebenseinstellung sie von ihren Vorfahren ererbt haben. "Der Kosak ist wild, frech und frei. Er wird sich niemals unter den Stiefel zwingen lassen. Das Mischblut macht das Besondere aus. Hier im Süden stecken in uns Türken, Kalmücken, Mongolen, Tataren, Russen und Ukrainer. Diese Mischung sorgt für die explosive Kosakenart", erläutern beide.

Michail Scholochow hat die Kosaken in seinem weltbekannten Roman "Der stille Don" verewigt. Er schildert den Untergang des glorreichen Kosakentums im Bruderkrieg am Don. Die Geschichte des Kosaken Grigorij und seine leidenschaftliche Beziehung zur verheirateten Nachbarin Axinja sind durch den Roman weltbekannt geworden. Der berühmte sowjetische Autor und Nobelpreisträger lebte bis 1984 in Wjóschenskaja in einer prächtigen Villa. Dort spricht Fritz Pleitgen mit Scholochows Sohn Michail und Enkel Alexander über die Plagiatsvorwürfe. Scholochow soll den "stillen Don" nicht selbst geschrieben haben, so heißt es.
Auf einem kleinem Dampfer der Don-Fluss-Flotte wird die Reise fortgesetzt. Dass der Don nicht überall schiffbar und voller Untiefen und Sandbänke ist, erlebt das Filmteam, als das Schiff auf Grund läuft. Nachdem ein Schlepper den Dampfer wieder auf Kurs gebracht hat, erreicht er nach 101 Kilometern bei Kalatsch den Wolga-Don-Kanal. Die Passage wurde 1952 eröffnet – die Verbindung zwischen Wolga und Don – ein Triumph für Stalin. Er erzwang, woran Peter der Grosse gescheitert war. Mit 13 Schleusen wird der Höhenunterschied zwischen Wolga und Don überwunden. In nur drei Jahren hatten zweihunderttausend Sträflinge und hunderttausend deutsche Kriegsgefangene den künstlichen Wasserweg durch die südrussische Steppe gegraben.
Bei seiner Expedition ins Steppenland werden Fritz Pleitgen und das WDR-Team vom Naturschützer Alexander Lipischkin begleitet. "Wie alle Flüsse ist auch der Don sehr verwundbar. Seine Nutzung für den Öltransport ist eine ständige Gefahr. Die empfindlichsten Wesen im Ökosystem sind die Vögel", erläutert dieser.
In der ehemaligen Kosakenhauptstadt Starotscherkássk findet an einem verregneten Sonntag ein Kosakenfest statt. Mögen die Kosaken politisch keine Rolle mehr spielen, mit ihren Gesängen und Tänzen prägen sie die russische Folklore auch heute noch. Sie haben ihre eigenen Uniformen, dürfen sich ihren Führer, den Ataman, wählen, aber eine militärische Sonderrolle spielen sie nicht mehr. Auf die Frage, wie die Tradition weitergegeben wird, sagt Ataman Fjodor Fjodorowitsch: „Wir versuchen, unseren Kindern von klein an die Traditionen und Werte der Kosaken beizubringen. Respekt vor den Älteren, Mut, Freiheitssinn, Ehrgefühl, Gottesfurcht,“ antwortet er.
Die Fahrt geht weiter nach Rostow am Don, dem Tor zum Kaukasus. Seit dem Konflikt mit Georgien geht Richtung Kaukasus weit weniger über die Schwelle als früher. Rostow ist eine Millionenstadt mit südlichem Charme. Hier leben Armenier, Georgier, Abchasen, Tschetschenen und Dutzende andere mehr geben der Stadt neben Russen und Ukrainern das Gepräge.


Morgen, Arte : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=1,dayP...
17:50
Zu Tisch im ...
Sankt Petersburger Land

Zum Dossier Zu Tisch in...
ZDF © Fernsehbüro/Hanna Leissner
Samstag, 29. Januar 2011 um 17.50 Uhr
Zu Tisch im ...
(Deutschland, 2006, 26mn)
ZDF
Regie: Hanna Leissner
Die Familie Korablev aus dem Dorf Sablino im Petersburger Land hat das Ende der UdSSR gut überstanden. Vor Beginn der Fastenzeit zum Frühjahrsanfang feiern sie die Maslenitsa, die "Butterwoche", und backen die traditionellen Blinis.
Die russische Küche ist von zwei Faktoren geprägt: zum einen von den langen kalten Wintern, zum andern von der russisch-orthodoxen Kirche, die regelmäßig längere Fastenzeiten vorschreibt. Eingelegtes, Eingemachtes und länger haltbares Gemüse stehen daher oft auf dem Speiseplan. Vor allem zu Sowjetzeiten war die Versorgung besonders schwer, damals mussten die Frauen aus den wenigen existierenden Lebensmitteln irgendetwas für ihre Familien zaubern. Aber Not machte erfinderisch und konnte den Frauen ihre gute Laune beim Kochen nicht nehmen. Die Zeiten der Lebensmitteldefizite sind glücklicherweise vorbei und so richten sich die individuellen Möglichkeiten heute eher nach dem Geldbeutel.
Kurz vor Beginn der Fastenzeit wird zum Frühjahrsanfang in Russland die Maslenitsa gefeiert. Früher war das eine ganze Woche lang buntes Treiben, in der Karnevalswoche wurde der kalte Winter ausgetrieben, und alle schlugen sich ordentlich die Bäuche voll. Wörtlich übersetzt bedeutet Maslenitsa "Butterwoche". Bereits eine Woche vor Beginn der Fastenzeit musste man früher auf Fleisch verzichten, Milcherzeugnisse aber waren erlaubt. An die Fastenzeit halten sich heute nur noch wenige Leute, die Blinis - russische Pfannkuchen - werden aber nach wie vor noch gerne verzehrt. Nach einem langen Winter im Petersburger Land, der Region um die alte Zarenstadt, feiert das ganze Dorf Sablino im russischen Norden die Maslenitsa bei Minus zehn Grad. Auch die Familie Korablev backt dann die traditionellen Blinis. Heiß, rund und gelb symbolisieren sie die Sonne der kommenden warmen Jahreszeit. Für den Teig hat jede Familie ihr eigenes Rezept. Gegessen werden die Blinis entweder süß mit Honig, Quark und Früchten oder aber pikant mit Fleisch, gebratenen Zwiebeln oder Kaviar. Oma Nadeshda reicht dazu "Zucker zum Beißen", ein Sahnekonfekt, das zum Tee aus dem Samowar geknabbert wird.
#47Verfasserno me bré (700807) 28 Jan 11, 15:31
Kommentar
Ксения Симонова - Реквием из песка

Eine ganz besondere Künstlerin Kseniya Simonova gewann die ukrainische Version von "got a talent" mit dieser unglaublichen Sandanimation, die die Geschichte der deutschen Invasion in die Ukraine während des 2. Weltkriegs erzählt
http://www.youtube.com/watch?v=518XP8prwZo
#48VerfasserCARIOCA (324416) 03 Feb 11, 00:57
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Ballada
* Mi 16.02.
* 23:20 - 00:20
* ARTE
*
* Wdh. am 25.2.

Dokumentarfilm, D 2009
Aus dem sowjetischen Vorzeigewagen Lada ist ein Auto der Armen und Abgehängten geworden. Der Dokumentarfilm porträtiert das Fahrzeug und die Menschen, die ihn heute fahren.

Als 1970 der erste Lada die damals größte Autofabrik der Welt in Togliatti an der Wolga verließ, ahnte es wohl niemand: Die kantig-rustikale "Geliebte", wie Lada auf russisch heißt, eroberte die Herzen der Menschen und wurde Kult - nicht nur in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Er ist überall da eckig, wo heutige Autos rund sind. Seine Stoßstangen sind aus verchromtem Stahl statt aus Kunststoff und im Innenraum sieht man ein dürres Lenkrad und schwarzen Kunststoff statt Navigationssystem und leuchtenden Displays.
#49VerfasserCARIOCA (324416) 10 Feb 11, 19:28
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Heute Abend, Arte : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=7,dayP...
22:40
Durakovo - Das Dorf der Narren

Wiederholungen:
17.02.2011 um 10:45
Durakovo - Das Dorf der Narren
(Frankreich, Deutschland, 2007, 92mn)
MDR
Regie: Nino Kirtadze
16:9 (Breitbildformat)

Der erfolgreiche Geschäftsmann Mikhail Morozov ist ein gläubiger Christ und ein aufrechter Patriot. 100 Kilometer von Moskau entfernt besitzt er das Dorf Durakovo, "das Dorf der Narren". Hierher kommen Landsleute, um mit dem Putin-Anhänger Morozov die russische Zukunft zu diskutieren. Während ihres Aufenthaltes in Durakovo erklären sie sich bereit, sich Morozovs strengen Regeln zu unterwerfen und auf all ihre Rechte zu verzichten.

Mikhail Morozov ist ein russischer Patriot, praktizierender Christ und ein erfolgreicher Geschäftsmann. Er "besitzt" 100 Kilometer südwestlich von Moskau "Durakovo" - "das Dorf der Narren". Menschen aus ganz Russland kommen hierher, um echte russische Patrioten zu werden. Wenn sie das "Dorf der Narren" betreten, verzichten die neuen Bewohner auf alle vorherigen Rechte und erklären sich damit einverstanden, sich Mikhail Morozovs strengen Regeln zu unterwerfen und diese zu befolgen. "In dieser Gesellschaft wird die Vertikale der Macht respektiert, und genau dies ist es, was unser Land am meisten benötigt", erklärt Morozov und zitiert dabei sein Idol, den russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Das komplette Spektrum der politischen Kräfte - ob politischer, geistiger oder administrativer Art - versammelt sich im Dorf, um halb-private Meetings mit Morozov abzuhalten. Sie diskutieren die Zukunft Russlands und ihre eigene Zukunft.
Der Dokumentarfilm zeigt, was den russischen Patriotismus heute antreibt und macht zudem deutlich, was geschieht, wenn der Prozess der Demokratisierung an Russlands historische und kulturelle Traditionen angepasst wird.

Regisseurin Nino Kirtadze hat einen Universitätsabschluss in Literatur. Sie arbeitete als Beraterin für den Präsidenten von Georgien und berichtete vom Krieg in Tschetschenien und anderen bewaffneten Konflikten in Armenien, Aserbaidschan und Georgien. Ihre Dokumentation "The Three Lives of Eduard Schevardnadze" wurde auf dem Filmfestival in Toronto, bei den Filmfestspielen in Cannes und beim FIPA International Festival of Television Programmes in Biarritz gezeigt.
Für ihren Dokumentarfilm "Es war einmal Tschetschenien" erhielt sie den Grimme-Preis in Gold.
Im Jahre 2005 realisierte sie den Film "Eine Pipeline durch den Kaukasus", der mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm der Europäischen Filmakademie Berlin ausgezeichnet wurde.
#50Verfasserno me bré (700807) 11 Feb 11, 13:39
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Morgen, Montag, WDR : http://www.wdr.de/programmvorschau/programDat...
14.30
Mit 80.000 Fragen um die Welt: Dennis sucht die russische Seele

Eine WELTWEIT-Reportage von Dennis Gastmann
Jeder Mensch hat eine Frage an die Welt - aber die meisten werden nie gehört und bleiben unbeantwortet. Dennis Gastmann will das ändern. Als satirischer Weltreporter reist er um den Globus, im Gepäck die besten Fragen der Zuschauer. Diesmal ist er auf der Suche nach der russischen Seele. In Ihrem Auftrag hat er alles gegeben, zwischen Moskau und St. Petersburg. Auf staubigen Landstraßen, in der selbst gebauten Sauna und vor den Toren des Kreml.

Er war zu Gast bei der kommunistischen Partei, machte sich mit russischen Trinkgewohnheiten vertraut und traf Schüler, die im Unterricht Kalaschnikows zusammenbauen. Auch der Inlandsgeheimdienst FSB ließ es sich übrigens nicht nehmen, Dennis endlich persönlich kennen zu lernen. Die Fragen der Zuschauer - etwa "Sind alle Russen korrupt?" oder "Wie patriotisch sind die Russen?" weckten offensichtlich auch das Interesse der lokalen Ordnungshüter. Die freundlichen Herren wollten sogar Abdrücke der Finger und Handflächen des Weltreporters - dafür hat er gerne fünf Stunden Drehzeit geopfert. Den denkwürdigsten Abend aber verdankt Dennis Gastmann Ihrer Frage "Wie voll sind tausend Russen?" Sie führte den Reporter auf die Datscha von Oleg Malinovski, und ein in die Kunst des Wodka-Trinkens. Liegt Russlands Seele also im Hochprozentigen? Der Weltreporter sagt: "Ja, da auch. Ein Zuschauer hatte mich gefragt - wie viel Glas Wodka muss ich trinken, um Russisch zu verstehen? Ich weiß jetzt: Es sind genau vier."
#51Verfasserno me bré (700807) 13 Feb 11, 14:59
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Donnerstag, 3sat : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...
16:00
Russlands Helden der Kälte (1/2)
Fahrt ans Ende der Welt

Film von Britta Hilpert
Sergej Malichyn ist stolz auf seinen Wagen: So einen chromblitzenden, knallblauen Riesen hat sonst keiner in dieser Gegend. Hingebungsvoll putzt er die Scheiben, die Auspuffrohre, die Stoßstange. Sergej Malichyn fährt einen amerikanischen Truck durch Russlands "wilden Osten", und das auf Straßen, von denen es viele nur im Winter gibt, denn sie nutzen entweder einen Flusslauf oder es sind Schotterstraßen, die in den wärmeren Monaten im Matsch versinken. Neunmal so groß wie Deutschland ist Jakutien, aber sie hat gerade mal 500 Kilometer Asphalt. Es ist Russlands Provinz der Superlative: die größte, die am dünnsten besiedelte, die kälteste, die reichste. Gold, Diamanten, Kohle lagern dort im gefrorenen Boden, Öl und Gas in noch unerforschten Mengen. Aber die Schätze sind schwer zugänglich.
Russland-Korrespondentin Britta Hilpert begleitet Sergej Malichyn im ersten Teil ihres zweiteiligen Films auf den "leichteren" Abschnitt der Tour gen Norden bis in die Gegend bei Oimyakon, Russlands kältestem bewohnten Ort. Sie fährt über rutschige Schotterpisten mit hoher Schlaglochfrequenz, überquert mehrere Flüsse auf unsicherem Eis und einen Gebirgszug mit atemberaubenden Aussichten und Abhängen.

Den zweiten Teil von "Russlands Helden der Kälte" zeigt 3sat im Anschluss, um 16.45 Uhr.


16:45
Russlands Helden der Kälte (2/2)
Fahrt ans Ende der Welt

Film von Britta Hilpert
"Russkij Extrim" nennen sie die Tour bis nach Pakhodsk am Polarmeer. Shenia Gutorow beliefert die Siedlungen im russischen Nirgendwo mit Lebensmitteln. Nur bei extremen Minusgraden kommt er überhaupt durch, denn nur dann sind die Sümpfe und Flüsse gefroren und die Feldwege fest. Und doch braucht es einen "Ural", eine Kreuzung aus Gelände- und Lastwagen, um die Route bis nach Pakhodsk am Polarmeer überhaupt zu schaffen. Die Winterstraße ist gefährlich, aber sie ist der einzige Weg, der diese Dörfer am Ende der Welt an die Zivilisation bindet. Es ist Shenia Gutorows letzte Tour in diesem Jahr - und damit kommt zu allen Schwierigkeiten noch der Wettlauf mit der Zeit. Der Klimawandel verkürzt seit ein paar Jahren die Befahrbarkeit der Winterstraße. Dass es immer wärmer wird, mögen die Menschen gerade in Russlands kältester Region gar nicht, denn die Kälte hilft sogar, zu überleben. Nur wenn Sümpfe und Flüsse zugefroren sind und der Frost die Feldwege hart macht, gelangen Lebensmittel auch zu den Menschen in den hintersten Winkeln des russischen Reichs. Der Zeitdruck treibt manche Fahrer zum Äußersten. Sie sind Lebenskünstler der besonderen Art: geniale Mechaniker, fatalistisch gegenüber dem Unvermeidlichen und scheinbar kälteunempfindlich.
Britta Hilpert und ihr Filmteam sind diese Strecke gefahren. Für einen Abschnitt von 250 Kilometern brauchten sie sechs Tage Fahrtzeit - Dreharbeiten und Pannenstopps inklusive. Dabei hatte das Team noch Glück: Das Wetter spielte fast immer mit. Zweiter Teil der Reise.
#52Verfasserno me bré (700807) 16 Feb 11, 23:42
Kommentar
Heute, Phoenix : http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sen...
Do, 24.02.11, 18.30 Uhr
Kirchen, Kühe und Kalaschnikows
Rund um Moskau auf Landstraßen und Feldwegen

Film von Gerd Ruge
"Ein Leben ohne Auto - unmöglich!" ruft die Blondine, die Gerd Ruge von Auto zu Auto in einem der gigantischen Moskauer Staus interviewt. Als die Sowjetunion zusammenbrach, gab es 300.000 Pkw's in Russlands Hauptstadt, und das waren fast alles Dienstwagen. Heute gibt es dreieinhalb Millionen und sie sind fast alle in Privatbesitz.
Ein eigenes Fahrzeug, auch das hat das Lebensgefühl von Millionen Menschen verändert. Trotzdem: zwei Drittel der Russen sind mit dem neuen Leben nicht zufrieden. Aber kaum mehr als zehn Prozent meinen heute noch, das Leben im Sowjetstaat sei besser gewesen.
Rund 7000 Kilometer sind Gerd Ruge und sein Team auf Landstraßen und Feldwegen durch das Umland von Moskau gefahren, durch den Regierungsbezirk, der anderthalb mal so groß ist wie Belgien und sechs Millionen Einwohner hat. Ruge war nicht im Moskau der Millionäre und Mächtigen, sondern auf dem flachen Land.
Er hat Menschen getroffen, die nicht von Parteien, Programmen und Politik sprechen wollten, sondern von ihrem Leben. Zum Beispiel am Stadtrand, wo er sich bei jungen Leuten auf der Piste eines riesigen künstlichen Skitunnels umgehört hat und 20 Kilometer entfernt davon bei Frauen, die in einem verfallenen Kulturhaus ihre viel zu knappe Rente abholen. Rechtsextreme üben im Wald mit der Kalaschnikow Bürgerkrieg und Rock-Fans, von deren Musik sich Ministerpräsident Putin gesellschaftsbildende Kraft erhofft, schwenken russische Fahnen. In einem Kloster exerzieren kleine Jungen und lernen ihre Kalaschnikow zu leiben.
Ein Ingenieur ohne Job macht einen Schaschlikstand auf, Rentnerinnen verdienen ein bisschen, indem sie am Straßenrand Blaubeeren verkaufen. Eine Familie von Häuslebauern zieht in ihre fensterlose Banja, das russische Schwitzbad ein, weil in der Wirtschaftskrise das Geld für den Hausbau ausgegangen ist. Ein altes Ehepaar fährt mit dem Auto auf die Weide, um ihre einzige Kuh zu melken. Ein Bankier kauft ein Kloster, renoviert es und kommt sonntags mit eigenem Geistlichen aus der Hauptstadt, um einen Privatgottesdienst abzuhalten. Vor Russlands größtem Kloster stehen sich die Statuen Lenins und des Heiligen Sergius fast Auge in Auge gegenüber.
Und auf dem Arm des riesigen Lenin-Denkmals am Moskau-Wolga-Kanal lässt sich ein Mann beim Turnen fotografieren. In den Staus auf den Autobahnen fragt sich Gerd Ruge, ob in den neuen Autos auch die alte russische Seele mitfährt. Sein Film zeigt Nahaufnahmen aus dem russischen Leben, unerwartete Begegnungen und Gespräche am Rande der Hauptstadt, nur scheinbar fern der Politik und immer nahe bei den Menschen.


#53Verfasserno me bré (700807) 24 Feb 11, 14:18
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Heute : http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sen...
Mi, 02.03.11, 18.30 Uhr
Mythos Gorbatschow

Der traurige Held der Perestroika
Ein Film von Ignaz Lozo
Michail Gorbatschow ist heute 80 Jahre alt geworden.
Vor 26 Jahren begann seine Politik, die die Welt veränderte.
1985 gelangte Michail Gorbatschow als Generalssekretär der KPdSU an die Spitze der Weltmacht Sowjetunion. Seine erklärten Ziele waren, den Sozialismus, die UdSSR sowie den Ostblock insgesamt zu stärken. Aber es kam ganz anders: Am Ende seiner sechseinhalbjährigen Amtszeit standen der Zusammenbruch des Sowjetimperiums und die Einführung des Kapitalismus in Russland.
Im Westen der Held, in der Heimat der Buhmann
Gorbatschow, im Westen gefeiert und zum Mythos gemacht, wird in Russland und in den anderen ehemaligen Sowjetrepubliken überwiegend als inkompetenter Staatsmann angesehen, der das Land in den Ruin getrieben hat mit seiner konzeptionslosen und widersprüchlichen Perestroika.
Putsch 1991, Ende der Sowjetunion
Dramatischer Höhepunkt der Perestroika-Zeit war der Putsch gegen Gorbatschow im August 1991. Die Politiker, die er alle selbst in ihre Ämter gebracht hatte, begründeten ihr Vorgehen gegen ihn damit, das unstrittige Chaos und den drohenden Zerfall des Landes stoppen zu wollen. Damals hielt die Welt den Atem an. Man befürchtete eine Rückkehr zum gerade beendeten Kalten Krieg. Gorbatschow wurde drei Tage lang von den Putschisten in seiner Urlaubsvilla am Schwarzen Meer isoliert. Die Innen- und Außenbilder der Villa sind ein selten gezeigtes Dokument.
Die Ursachen für Gorbatschows Scheitern
"Die Perestroika ist die Fortsetzung der Oktoberrevolution", so Gorbatschow während seiner Amtszeit. Er wollte das Unvereinbare miteinander verbinden: Eine Reform des Sowjetsystems bei gleichzeitiger Stärkung der Fundamente, die Lenin gelegt hatte. Von Wirtschaft verstand Gorbatschow sehr wenig. Seine Reformschritte waren schließlich nur noch von Improvisieren, Reagieren und von Sprunghaftigkeit geprägt.
Weggefährten, Widersacher
In der 45-minütigen Dokumentation des Russland-Experten Ignaz Lozo kommen neben dem Hauptakteur Michail Gorbatschow auch dessen Mitstreiter wie Eduard Schwewardnadse zu Wort, ebenso der damalige Anführer der Perestroika-Gegner im Poltitbüro, Jegor Ligatschow, der mittlerweile 90 Jahre alt ist. Ein seltenes Dokument ist auch das Interview mit Oleg Baklanow, einem noch lebenden Hauptbeteiligten am Putsch 1991. Von den Akteuren und Zeitzeugen auf deutscher Seite schildern Hans-Dietrich Genscher und Horst Teltschik, damals engster Berater von Kanzler Kohl, ihre Sicht der Geschehnisse.
Würdigung
Die Wahrnehmung und Wertschätzung Gorbatschows im Westen und in seiner Heimat könnte unterschiedlicher nicht sein. Den Ursachen dafür geht der Film auf den Grund und zeichnet die spannende und widersprüchliche Zeit nach, in der Gorbatschow Herr im Kreml war. "Gorbi" war ein großer Reformer, doch das Ergebnis seiner Politik, für das ihm viele im Westen applaudieren, hatte er nie gewollt - auch wenn Gorbatschow nach seiner Amtszeit im Westen mehrfach behauptete, er habe Pluralismus und Marktwirtschaft als Ziele gehabt.

Auch heute : http://www.arte.tv/de/programm/242,dayPeriod=...
22:50
Song from the Southern Seas

BR © George Kolotov
Mittwoch, 2. März 2011 um 22.50 Uhr
Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Song from the Southern Seas
(Deutschland, Kasachstan, Russland, 2007, 80mn)
BR
Regie: Marat Sarulu
Kamera: Giorgi Beridze
Musik: Andrey Sigle
Schnitt: Karl Riedl
Darsteller: Ajzhan Ajtenova (Aisha), Aleksander Malakhov (Sashka), Dzaidarbek Kunguzhinov (Asan), Fabian Hinrichs (Viktor Preichel), Irina Agejkina (Maria), Vadim Andreev (Matveev), Vladimir Yavorsky (Ivan)
Autor: Marat Sarulu
Produktion: Arizona Films, Firm Kino, Kinoproba, Rohfilm
Produzent: Benny Drechsel, Guillaume de Seille, Karsten Stöter, Sain Gabdullin, Yuri Obukhov
Original mit Untertitel 16:9 (Breitbildformat)
Zwei befreundete Nachbarn, ein Russe und ein Kasache, verdächtigen ihre Frauen des Ehebruchs mit dem jeweils anderen. Das jahrelang schwelende Misstrauen, das von religiösen und kulturellen Differenzen angeheizt wird, können sie erst überwinden, nachdem sie auf einsamen Reisen Klarheit über sich und ihre familiäre Vorgeschichte gewonnen haben.
Als der russische Bauer Ivan in einem Dorf in Kasachstan seinen neugeborenen Sohn Viktor zu Gesicht bekommt, bezichtigt er seine Frau spontan des Ehebruchs. Der Neugeborene, mit seinen hohen Wangenknochen, dunklen Haaren und schlitzförmigen Augen hat große Ähnlichkeit mit Ivans Nachbarn Asan.
Als auch dessen wenig später entbundener Sohn Ilim - blond und hellhäutig - nicht wie erwartet aussieht, ist es Asan, der seine Frau Aisha eines Seitensprungs mit seinem Freund Ivan verdächtigt.
Die ungelöste Frage der Vaterschaft sorgt auch 15 Jahre später noch für böses Blut unter den Männern und den Familien, da sich beide Jungen "familienuntypisch" entwickeln. So verbringt der strebsame Ilim seine Tage vor dem Computer und interessiert sich allenfalls noch für Viktors Schwester Darja, während er für die Lebensweise seines Vaters wenig übrig hat. Viktor wiederum entpuppt sich als Draufgänger, Schulschwänzer und Ausreißer, den die Steppe und die Pferde, auch die anderer Leute, magisch anziehen - zum Leidwesen seines Vaters, der für die Vergehen seines Sohnes den Kopf hinhalten muss.
Nach einem großen Streit entscheiden sich Ivan und Asan ihr Dorf zu verlassen um auf einer Reise Klarheit über sich und ihre Herkunft zu gewinnen.
Ivan fährt mit dem Motorrad zu seinem Onkel jenseits der Grenze, um ihn über seine Vorfahren zu befragen. Asan hingegen begibt sich auf Wanderschaft, um in Einklang mit sich und der Welt zu kommen.
Die Geschichte von Ivan und Asan und ihren untypischen Söhnen ist angesiedelt in der spektakulären Steppenlandschaft Zentralasiens, in der nicht nur Russen, Kasachen und Kosaken miteinander leben, sondern auch archaische Traditionen und moderne Welt aufeinandertreffen.
Konfrontiert mit Familienzwist und Streit zwischen den um Abgrenzung bemühten, aber zur Koexistenz verdammten Kulturen und Religionen und einer langen Vorgeschichte aus Vorurteilen und Gewalt, müssen die Protagonisten in einem schwierigen und intensiven Selbstfindungsprozess lernen, ihre Ängste und ihr Misstrauen zu überwinden.
Regisseur Marat Sarulu vermag die universellen Fragen nach Vertrauen, Identität, Zugehörigkeit und nach gültigen Werten für das Zusammenleben unterschiedlich geprägter Menschen lebensnah, warmherzig, poetisch und humorvoll zu entfalten, ohne dabei die zugrundeliegenden Konflikte zu beschönigen, aber auch ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben.
"Song from the Southern Seas" wurde im Rahmen des Eurasia International Film Festival 2008 uraufgeführt und konnte den Preis für die beste weibliche Hauptrolle gewinnen.
Marat Sarulu, 1957 in Talas geboren, studierte Philologie bevor er 1980 ein Studium an der Moskauer Filmhochschule begann. Neben Animations-, Kurz- und Dokumentarfilmen realisierte er 1993 seinen ersten langen Film: "In Spe". Neben zahlreichen Nominierungen konnte sich sein zweiter Spielfilm "Meine Mutter - Seidenstraße" (2001) beim Drei Kontinente Festival in Nantes (2002) und dem Asien Festival in Vesoul (2003) durchsetzen und wurde dort prämiert.



Freitag : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...
11:30
Aus anderer Sicht
"Für ein Lächeln - Ein Jahr St. Petersburg"

Film von Michael Bernstein
Jedes Jahr bewerben sich etwa 5.000 junge Menschen um ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland. Heike Langer und Johann Breiter sind zwei davon. Ihr Einsatzort ist St. Petersburg. Heike Langer arbeitet mit schwer mehrfachbehinderten Kindern, Johann Breiter betreut junge behinderte Erwachsene. Das Leben am Finnischen Meerbusen ist für beide in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. Über anderthalb Stunden sind sie morgens und abends von der Wohnung bis zu ihrer Arbeitsstätte unterwegs. Die Zustände in den russischen Heimen sind für deutschen Jugendlichen gewöhnungsbedürftig. Dennoch sind beide gern in St. Petersburg und bauen zu den von ihnen betreuten Menschen intensive Beziehungen auf.
Der Film begleitet die freiwilligen Helfer durch ein Jahr, das sie entscheidend prägt.
#54Verfasserno me bré (700807) 02 Mär 11, 13:50
Kommentar
Morgen Abend, 3sat : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...
20:15
Die Liebe, der Bärenjäger und die Taiga
Eine Hamburgerin in Sibirien

Film von Liz Wieskerstrauch
Am Anfang war es die Liebe zu einer Landschaft, die Karin Hass in die Taiga führte. Dann begegnete sie dort dem Pelztierjäger Slava und verliebte sich. Ihm zuliebe gab sie ihr Zuhause in Hamburg auf und führt nun seit 2005 an der Seite des 20 Jahre jüngeren Jägers ein Leben wie in der Steinzeit. Das neue Domizil heißt Srednjana Oljokma, ist 9.000 Kilometer von Hamburg entfernt - und liegt irgendwo 1.700 Kilometer östlich von Irkutsk und dem Baikalsee. Wer dorthin reisen möchte, muss die letzten 300 Kilometer flussaufwärts per Motorboot meistern. Slava ein Jäger, Karin Hass eine Sammlerin, der Mann unterwegs auf Jagd und Fischfang, die Ehefrau bei nie enden wollender Pflanz-, Ernte- und Einmacharbeit. Das Leben am Fluss, 200 Kilometer von der nächsten richtigen Ortschaft entfernt, ist alles andere als komfortabel. Es gibt kein fließendes Wasser, keinen Laden um die Ecke, keinen Arzt weit und breit, Strom nur gelegentlich vom eigenen Aggregat. Hin und wieder bekommt Karin Hass schon Sehnsucht nach ihrer Tochter und den Enkelkindern. Einige Wochen im Jahr, meist im Januar und Februar, tauscht sie dann ihr Leben mit der Zivilisation in Deutschland. Sie liebt diesen Kontrast. Doch kaum zurück in ihrer neuen Heimat, freut sich die gebürtige Dresdnerin über wilden Schnittlauch am Flussufer oder über Slavas Verwandte, wenn diese mit 16 Rentieren und Schlitten zu Besuch kommen. Die entbehrungsreiche Existenz nimmt Karin Hass gern in Kauf - jedenfalls so lange die Liebe sie dort hält.
Der Film stellt das Leben von Karin Hass vor.
(ARD/NDR)


21:00
Mit Olga auf der Wolga

Film von Rosa von Praunheim
14 Tage lang erleben deutsche Senioren auf einer Flussfahrt von Moskau nach St. Petersburg ein dichtes Programm von Kirchen, Kunst, Wodka und Wolga. Sie werden über alte Dörfer mit Hunderten von Souvenirständen gejagt. Sie lernen auf dem Schiff russische Lieder, Volkstänze und machen unter Anleitung Gymnastik. Zu den Reisenden gehört die idealistische Renate, die dem kommunistischen Russland nachtrauert, der Reisemuffel Peter, der nur seiner Freundin zuliebe mitgefahren ist, und die leidenschaftliche Ellen, die sich unglücklich in Peter verliebt. Was aber auch den zynischen Peter nachdenklich macht, sind die wunderbaren Sonnenuntergänge, die traumhafte Natur, die Ruhe und die Weite der russischen Landschaft. Und am Ende bleibt in ihnen allen ein kleines Stückchen russischer Seele zurück.
Der Film begleitet die Flussfahrt von Moskau nach St. Petersburg.
(ARD/NDR)
#55Verfasserno me bré (700807) 08 Mär 11, 13:22
Kommentar
Wunderschöne Farbfotos aus Russland, einhundert Jahre alt :

http://www.boston.com/bigpicture/2010/08/russ...
Danke an eria !
(Die Texte dazu sind leider nur auf Englisch verfügbar)
#56Verfasserno me bré (700807) 16 Mär 11, 23:13
Kommentar
#57Verfasserelka117 Mär 11, 14:19
Kommentar
Farbfotos? Vor 100 Jahren?
Hier ist das Verfahren beschrieben:
http://www.loc.gov/exhibits/empire/making-ru.html
#58Verfasserelka117 Mär 11, 14:25
Kommentar
Donnerstag Abend, 3sat : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...
22:25
Mein Sommer mit Sergej
(Kak ja prowjol etim letom)

Spielfilm, Russland 2010
Darsteller:
Pawel Grigorij Dobrygin
Sergej Sergej Puskepalis

Regie: Alexej Popogrebskij
Länge: 125 Minuten
Erstausstrahlung

Eine russische Polarstation auf einer einsamen Insel im arktischen Meer: Der Hochschulabsolvent Pawel absolviert dort den Sommer über sein Praktikum. In der absoluten Abgeschiedenheit muss er Wetterdaten erfassen, allein mit dem älteren Meteorologen Sergej, der dem Jungen ...
Eine russische Polarstation auf einer einsamen Insel im arktischen Meer: Der Hochschulabsolvent Pawel absolviert dort den Sommer über sein Praktikum. In der absoluten Abgeschiedenheit muss er Wetterdaten erfassen, allein mit dem älteren Meteorologen Sergej, der dem Jungen immer wieder klar macht, wer hier das Sagen hat. Bald wird ein Schiff eintreffen und die beiden abholen. Für Sergej geht damit ein mehrjähriger Aufenthalt zu Ende; endlich wird er zu seiner Frau und seinem Sohn aufs Festland zurückkehren. Eines Tages empfängt Pawel einen Funkspruch mit einer schlimmen Nachricht für Sergej, die er sich nicht traut weiterzugeben. Er hofft, die Ankunft des Schiffes werde ihn von seiner Pflicht entbinden. Doch dann verschlechtert sich das Wetter, und das Schiff bleibt aus. Die nervöse Spannung zwischen den beiden Männern steigt und entwickelt sich zu einer fast tödlich endenden Auseinandersetzung.
Der dritte Spielfilm des russischen Regisseurs Alexej Popogrebskij ist ein intensives Zwei-Personen-Drama mit einem starken dritten Hauptdarsteller, der die anderen manchmal in den Schatten stellt: die phantastische Natur des arktischen Russland. In dem ungewöhnlichen Psychothriller, der auch einen starken Musik-Geräusch-Soundtrack hat, geht es um Grundfragen der menschlichen Existenz, ohne dass einfache Antworten gegeben werden. Die beiden herausragenden Darsteller Sergej Puskepalis und Grigorij Dobrygin wurden auf der Berlinale 2010 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet; ebenso Kameramann Pawel Kostomarow für die atemberaubenden Bilder.

3sat zeigt den Spielfilm im Rahmen der Medienpartnerschaft zwischen ZDF/3sat und dem Wiesbadener Osteuropa-Filmfestival "goEast", wo er 2010 mit dem Preis des Auswärtigen Amts und dem Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI-Preis) ausgezeichnet wurde.
#59Verfasserno me bré (700807) 05 Apr 11, 08:44
Kommentar
Morgen, Freitag, 3sat : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...
12:30
Ostern in der Taiga

Film von Juri Rescheto
Wenn die Glocken läuten, kommen sie alle: Jung und Alt, Akademiker und Arbeitslose. Der nächtliche Gang um die Kirche vereint das ganze Dorf. Nach vielen Jahrzehnten Kirchenverfolgung feiert Sibirien wieder Ostern. Auf einer abgelegenen Insel mitten in der Taiga bereiten sich die Menschen einen Monat lang auf dieses Fest vor. Mit strengen Ritualen, auserwählten Speisen und mystischen Bräuchen. Dort, wohin früher Millionen verbannt wurden, im kleinen Dorf Mogotschino bei Tomsk, leben heute Nonnen und Mönche im wohl ungewöhnlichsten Kloster Russlands. Die anderen leben vor der Klostermauer und machen schon um zehn Uhr morgens ihre erste Wodkaflasche auf. Beide Welten könnten nicht unterschiedlicher sein.
Einen Monat verbrachte Juri Rescheto, selbst in Sibirien groß geworden, für seinen Film "Ostern in der Taiga" auf der Insel Mogotschino. Es gelangen ihm sehr persönliche Einblicke in das Innenleben eines Gotteshauses und in die Wohnstuben der dort lebenden Menschen.
(ARD/WDR)
#60Verfasserno me bré (700807) 14 Apr 11, 10:18
Kommentar
Konzerttournee : Valeriya
Heute : http://www.ccsaar.de/Veranstaltungen/873
Konzert Valeriya
Sonntag, 17. April 2011 , CONGRESSHALLE
Beginn: 18:00Uhr (Einlass: 16:00 Uhr)
Die Madonna Russlands mit ihrem neuen Programm „All that I want“ auf Deutschlandtournee von 29. März 2011 bis 22. April.
Valeriya ist eine der berühmtesten und beliebtesten Sängerinnen Russlands. Die Absolventin der hochangesehenen Gnesin Musikakademie in Moskau gewann bereits 4mal den MTV Award, u.a. als beste Sängerin des Jahres ( MTV Awards 2010). Im Jahr 2009 war Valeriya als Stargast auf Tournee mit Simply Red in Großbritannien und wurde in den englischen Medien zur „Russian Madonna“ gekrönt.
Seit 1992 hat die Sängerin 17 Alben aufgenommen, die sehr gut von den Musikkritiker von der ganzen Welt angekommen sind. Mehrere ihrer Hits landeten auf obersten Zeilen der rennomiertesten Hitparade und Charts in Europa und USA.
Valeriya ist für ihre soziale Engagement in Rußland sehr bekannt und beliebt. Die selbst 3-fache Mutter kümmert sich vor allem um Kinderheime in Rußland und Weissrußland, spendet viel für die Sozialschwachen.
Für ihr gesellschaftliches Engagement als Friedensbotschafterin der UN bekam sie 2006 und 2009 besondere Auszeichnungen.
Die Sängerin besitzt die namenseigene Parfum- und Schmucklinie "De Leri".
Jetzt wird Valeriya auch Deutschland mit ihrem neuen Programm „All that I want“ bezaubern.

Weitere Tourdaten :
http://www.valeriya.co.uk/afisha
http://www.valeriya.co.uk/afisha?lang=rus
#61Verfasserno me bré (700807) 17 Apr 11, 13:08
Kommentar
arghs wie ärgerlich, gerade erst gesehen, dass das Valeriya Konzert heute ist, dachte nächste wochr humpf...is wer da ? oder bzw dagewesen und kann berichten?
#62VerfasserBenno808 (788894) 17 Apr 11, 20:14
Kommentar
Re #61/62
Huhu Benno808 !
Sie hat ja noch zwei Konzerte in Deutschland, morgen und übermorgen (siehe Link zu den Tourneedaten in #61).

Ich war selbst nicht dort, aber hier die Konzertkritik aus meiner heutigen Tageszeitung :
Blumen für Valeriya: Seichtheiten in der Congresshalle
Saarbrücken. Alla Yurievna Perfilova ist Valeriya und in ihrer russischen Heimat längst ein gefeierter Star. Seit ihrem Sieg bei der TV-Casting-Show „Morning Star“ anno 1992 veröffentlichte die emsige Sängerin 17 Alben und verkaufte über 100 Millionen Tonträger. In ihrer Heimat feiert man sie als die „Madonna Russlands“. Ein Vergleich, der passt und hinkt: Sie mag den Bekanntheitsgrad einer Madonna haben,
musikalisch gesehen trennen beide Welten. Valeriya ist eher die „Andrea Berg Russlands“ – also eine Schlagersängerin. Am frühen Sonntagabend gab sie in der Congresshalle das 13. Gastspiel ihrer aktuellen Deutschlandtour. Das in Saarbrücken war ein besonderes, denn am Sonntag feierte die schlanke Blonde 43. Geburtstag. Es dauerte denn auch nicht lange, bis ihr erste Verehrer einen Blumenstrauß zu Füßen legten. Immer wieder breitete sie ihre Arme aus, als ob sie jeden herzen wolle und verbeugte sich vor ihren Fans – trotz einiger leerer Ränge. Ihre zumeist russischen Fans hielten sich indes zurück und feierten sie nicht so, wie man es bei einer Madonna erwarten durfte. Mitklatschen und Mitschunkeln, ab und zu ein Jubelschrei: Wie bei einem typischen Schlager-Konzerten ging es zu. Das war dieser Sonntag letztlich auch: ein perfekt durchorganisierter Schlagerabend mit routinierter Band, die sich gelegentlich in seichtes Rock-Gewässer aufmachte. kf




Morgen, Mittwoch : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...
21:45
Ruhe sanft in Russland

Film von Roland Strumpf
Erstausstrahlung
Die "Helden des Sozialismus" Stalin, Dscherschinski und Lenin, haben ihre letzte Ruhestätte in prominenter Lage an der Kremlmauer, direkt am Roten Platz gefunden. Der ganz normale Soldat, der sein Leben für "Mütterchen Russland" verwirkt hat, endet in einer roten Kiste. Eine vierköpfige Militärkapelle begleitet seinen letzten Gang, ein paar Glas Wodka, ein kurzer Salut, dann wird er auf einem schmucklosen Friedhof verscharrt. Es ist im Tod so wie im Leben: geachtet wird, wer Status genoss - um die anderen wird wenig Aufhebens gemacht. So hat Russlands rauer Kapitalismus den Tod zum Geschäft verkommen lassen. 2.000 Euro Minimum kostet die einfachste Beisetzung in Russland.
Russland-Korrespondent Roland Strumpf berichtet über den Tod in Russland, über alte, stille Friedhöfe, mit Grabsteinen, dicht von Moos bedeckt, über Grabstätten der "Mafiabosse": lebensgroße Darstellungen in Marmor oder Granit mit den Attributen ihrer Macht, mit Mercedesschlüssel, goldener Uhr oder Pistole und Patronen, die zuvor noch den letzten Kontrahenten niederstreckten. Unter anderem kommt der Schriftsteller Viktor Jerofejew zu Wort: "Russland sucht heute verzweifelt nach Orientierung, nach neuen Werten und das erste auf das wir stoßen, ist Macht und Geld."
#63Verfasserno me bré (700807) 19 Apr 11, 21:52
Kommentar
Für alle, die auch mal etwas über deutsche Landschaften sehen wollen : Freitag, 22. April, auf Arte : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=7,dayP...

14:45
Wildes Deutschland
(1): Der Spreewald

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Wildes Deutschland
(Deutschland, 2010, 43mn)
RBB
Regie: Christoph Hauschild
Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD
Die märchenhafte Flusslandschaft des Spreewalds, die Vogelschwärme des nordfriesischen Wattenmeers und die markanten Kreidefelsen auf der Insel Rügen - in der Dokumentationsreihe "Wildes Deutschland" gibt es einzigartige Landschaften und deren Tierwelt in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands zu sehen. Mit Zeitraffer, HD-Zeitlupe, aufwendigen Kamerafahrten und ungewöhnlichen Perspektiven sorgen die Filmemacher für einprägsame Bilder. Nie zuvor gesehene Luft- und Unterwasseraufnahmen zeigen die Einmaligkeit und Vielfalt der porträtierten Biosphärenreservate und Nationalparks. Heute: Im Osten Deutschlands liegt eine geheimnisvolle Flusslandschaft, Rückzugsgebiet für seltene Tiere, Heimat der Sorben, ein Volk, das bis heute seine eigenen Traditionen pflegt. Im Spreewald bilden zahlreiche Flussarme und Kanäle ein Binnendelta, das in Deutschland selten gewordenen Tierarten einen Lebensraum bietet.
Die Dokumentation erzählt von diesem ungewöhnlichen Lebensraum, der vom Menschen stark beeinflusst und dennoch naturnah ist. Als wohl reizvollstes Spreewaldidyll gilt das Dorf Lehde, das von zahlreichen Gräben durchzogen, unter schattigen Bäumen versteckt und voller malerischer Winkel ist. In diesem Wasserlabyrinth liegen einige Höfe, viele von ihnen sind auch heute nur mit dem Kahn zu erreichen. Zieht der Winter ein, verbindet Eis die Inseln im Spreewald. Die Kanäle und Wasserstraßen werden für Tage oder Wochen zu komfortablen Geh- und Fahrwegen - wer einmal mühsam einen Kahn be- oder entladen hat, weiß die Hilfe des Winters zu schätzen. Und es ist ein unvergessliches Erlebnis, die außergewöhnlichen Flusslandschaften des Spreewalds per Schlittschuh oder Schlitten zu erleben.
Gefühlvoll setzt Christoph Hauschild die einzigartige Flusslandschaft des Spreewalds in Szene. Aufnahmen aus dem Heißluftballon schaffen einen Überblick über die Region. Extreme HD-Zeitlupenaufnahmen von Prachtlibellen, Eisvögeln und Fischottern sowie Zeitrafferaufnahmen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner des Wasserlabyrinthes und verleihen dem Film seinen besonderen Glanz.

15:30
Wildes Deutschland
(2): Nordfriesland

Wiederholungen:
26.04.2011 um 14:00
Wildes Deutschland
(Deutschland, 2010, 43mn)
NDR
Regie: Jens Westphalen, Thoralf Grospitz
Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD
Die märchenhafte Flusslandschaft des Spreewalds, die Vogelschwärme des nordfriesischen Wattenmeers und die markanten Kreidefelsen auf der Insel Rügen - in der Dokumentationsreihe "Wildes Deutschland" gibt es einzigartige Landschaften und deren Tierwelt in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands zu sehen. Mit Zeitraffer, HD-Zeitlupe, aufwendigen Kamerafahrten und ungewöhnlichen Perspektiven sorgen die Filmemacher für einprägsame Bilder. Nie zuvor gesehene Luft- und Unterwasseraufnahmen zeigen die Einmaligkeit und Vielfalt der porträtierten Biosphärenreservate und Nationalparks. Heute stellt die Dokumentation Deutschlands nördlichste Region vor: Nordfriesland. Einsame Halligen, weite Strände und natürlich die Nordsee stehen im Mittelpunkt des zweiten Teils. Dort wo der Wind selten Pause macht und sich eine schier unendliche Landschaft erstreckt, haben zahlreiche selten gewordene Tierarten ihr Zuhause.
Zweimal täglich kommt und geht das Wasser an der Küste Nordfrieslands im äußersten Norden Deutschlands. Bei Ebbe legt es das Wattenmeer frei. Das ist stellenweise 40 Kilometer breit und beherbergt zehnmal mehr Tiere als andere Meeresböden. Unzählige Kleintiere - Garnelen, Sandkrabben und Herzmuscheln - locken wiederum große Vogelschwärme an. Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer gehört zum größten Nationalpark Deutschlands und ist seit 2009 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes.
Weltweit einzigartig sind die Halligen. Zehn von ihnen gibt es, alle liegen im nordfriesischen Wattenmeer, erreichbar oft nur mit der Lorenbahn oder per Schiff. Anders als Inseln werden Halligen mehrmals im Jahr überflutet und sind dennoch bewohnt.
Die Nordfriesen haben ihre Siedlungen hier auf sogenannten Warften errichtet. Das sind Hügel, die auch bei Sturmflut oberhalb der Wasseroberfläche liegen. Das Leben auf den Halligen läuft gemächlicher als auf dem Festland. Ob beim Klönschnack mit dem Halligkaufmann oder bei Kaffee und Kuchen mit dem Postboten, jede Abwechslung ist willkommen. Auf den Halligen spürt man besonders, wie die Natur die Nordfriesen geprägt hat. Es sind unabhängige, selbstbestimmte Menschen, geformt von ihrem freien Blick auf den weiten Horizont, von Wind und Wetter und natürlich von der See.
Im Frühjahr rasten riesige Vogelschwärme auf den Salzwiesen Nordfrieslands und im Wattenmeer. Hier finden sie reichlich Nahrung. Auf Sandbänken ruhen sich Seehunde und Kegelrobben von ihren Tauchgängen aus. Drei Viertel ihres Lebens verbringen sie im Wasser. Die Dokumentation zeigt Nordfriesland im Wandel der Jahreszeiten.


16:10
Wildes Deutschland
(3): Der Schwarzwald

Wiederholungen:
27.04.2011 um 14:00
Wildes Deutschland
(Deutschland, 2010, 43mn)
SWR
Regie: Klaus Weißmann
Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD
Die märchenhafte Flusslandschaft des Spreewalds, die Vogelschwärme des nordfriesischen Wattenmeers und die markanten Kreidefelsen auf der Insel Rügen - in der Dokumentationsreihe "Wildes Deutschland" gibt es einzigartige Landschaften und deren Tierwelt in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands zu sehen. Mit Zeitraffer, HD-Zeitlupe, aufwendigen Kamerafahrten und ungewöhnlichen Perspektiven sorgen die Filmemacher für einprägsame Bilder. Nie zuvor gesehene Luft- und Unterwasseraufnahmen zeigen die Einmaligkeit und Vielfalt der porträtierten Biosphärenreservate und Nationalparks. Der dritte Teil der Dokumentationsreihe zeigt den Schwarzwald im äußersten Südwesten Deutschlands. Hier haben Tier- und Pflanzenarten aus der Eiszeit überlebt, finden sich mit den Weißtannen die höchsten Bäume Europas. In ihrem Schatten kämpfen die scheuen Auerhähne um ihr Überleben und warten Luchs und Wildkatze auf Beute.
Der Schwarzwald ist weltweit bekannt durch Kuckucksuhren und Schwarzwälder Kirschtorte. Doch hat die Region vielmehr zu bieten: In den Bergwäldern steht die Weißtanne, bis zu 60 Meter hoch wird - Europarekord. Ein letzter beeindruckender Baumriese im Nordschwarzwald ist die 230 Jahre alte, sogenannte Großvatertanne, die mit einem Stammumfang von 1,65 Metern und einer Höhe von 45 Metern sämtliche Baumwipfel der Umgebung überragt.
Versteckt in lichten Altholzbeständen lebt der Auerhahn. Die extrem scheuen Vögel sind durch die Zerstörung ihres Lebensraumes, den Klimawandel und wachsenden Tourismus akut vom Aussterben bedroht. Seit kurzem schleichen wieder vereinzelt Luchse und Wildkatzen aus den angrenzenden Vogesen und Schweizer Alpen durch den Schwarzwald. Im letzten Jahrhundert hier ausgerottet, kehren die beiden Katzenarten nahezu unbemerkt in ihren angestammten Lebensraum zurück. Auch alpine Tiere und Pflanzen, die die Eiszeit in rauer Höhe über die Jahrtausende überdauert haben, gibt es im Schwarzwald. Zwei typische Vertreter sind die alpine Gebirgsschrecke und der gelbe Enzian.
Zu den markanten Landschaften im Schwarzwald zählen mit den Triberger Wasserfällen die höchste Wasserfallkaskade Deutschlands, die blütenreiche Wutachschlucht, unberührte Bannwälder, Hochmoore und mehr als 50 Berge über tausend Meter Höhe. Der Feldberg ragt mit fast 1.500 Meter über das Mittelgebirge. Von hier hat man einen einmaligen Ausblick über den südlichen Schwarzwald, der zum Wandern und Genießen einlädt. Bei klarer Sicht scheinen die Alpen zum Greifen nah.

17:00
Wildes Deutschland
(4): Vorpommerns Küste

Wiederholungen:
28.04.2011 um 14:00
Wildes Deutschland
(Deutschland, 2010, 43mn)
RBB
Regie: Christoph Hauschild
Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD
Die märchenhafte Flusslandschaft des Spreewalds, die Vogelschwärme des nordfriesischen Wattenmeers und die markanten Kreidefelsen auf der Insel Rügen - in der Dokumentationsreihe "Wildes Deutschland" gibt es einzigartige Landschaften und deren Tierwelt in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands zu sehen. Mit Zeitraffer, HD-Zeitlupe, aufwendigen Kamerafahrten und ungewöhnlichen Perspektiven sorgen die Filmemacher für einprägsame Bilder. Nie zuvor gesehene Luft- und Unterwasseraufnahmen zeigen die Einmaligkeit und Vielfalt der porträtierten Biosphärenreservate und Nationalparks. Der vierte Teil der Dokumentationsreihe zeigt den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft an der Ostseeküste. Zu seinen Wahrzeichen zählen die markanten Kreidefelsen auf der Insel Rügen sowie die Bodden, seichte Lagunen, die nur durch schmale Meerengen von der Ostsee getrennt sind und zahlreichen Vogelarten Brut- und Rastplätze bieten.
Im Nordosten Deutschlands liegt an der Ostsee eine der schönsten Naturlandschaften des Landes. Die Kreidefelsen der Insel Rügen ragen knapp 120 Meter in den Himmel und bieten den seltenen Wanderfalken Brutmöglichkeiten. In den Buchenwäldern von Jasmund am Rande der weißen Klippen ziehen Dachse und Damhirsche ihre Jungen auf. Die Bodden genannten Lagunen zählen zu den artenreichsten Regionen Vorpommerns. Sie sind nur durch schmale Meerengen mit der Ostsee verbunden und bieten Nist- und Rastplätze für eine Vielzahl von Vögeln. So rasten im Herbst bis zu 60.000 Kraniche in der Region, in der auch Seeadler auf die Jagd gehen.
Im Darßer Urwald kommen Hirsche bis in die Dünengürtel der Strände. Dort liefern sich die Bullen zur Brunft erbitterte Kämpfe; ein Anblick, den man so nur an Vorpommerns Küste erlebt. Im Schatten des Leuchtturms am Dornbusch auf der Insel Hiddensee liegt eine der wenigen Zwergseeschwalben-Kolonien der Ostsee. Die Küken dieser kleinsten Seeschwalbenart sind kaum größer als eine Streichholzschachtel. In nur drei Wochen werden sie flügge.
Ende September beginnt die Wanderung der Meerforellen. Sie ziehen in die Flüsse Mecklenburgs zu ihren Laichplätzen. Tierschützer fangen dann etwa 250 Weibchen und 50 Männchen, um die Tiere unter kontrollierten Bedingungen zu vermehren. Auf diese Weise hoffen sie, den Bestand der Art zu stabilisieren.
Die Natur an Vorpommerns Küste ist außergewöhnlich. Die einzigartige Landschaft zwischen Ostsee und Bodden steht seit 1990 unter strengem Schutz. Der Nationalpark ist mit über 80.000 Hektar neben dem Nationalpark Wattenmeer an der Nordsee das größte Schutzgebiet Deutschlands.

19:30
Wildes Deutschland
(5): Die Berchtesgadener Alpen

Wiederholungen:
29.04.2011 um 14:00
Wildes Deutschland
(Deutschland, 2010, 43mn)
BR
Regie: Jan Haft
16:9 (Breitbildformat) Nativ HD
Die märchenhafte Flusslandschaft des Spreewalds, die Vogelschwärme des nordfriesischen Wattenmeers und die markanten Kreidefelsen auf der Insel Rügen - in der Dokumentationsreihe "Wildes Deutschland" gibt es einzigartige Landschaften und deren Tierwelt in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands zu sehen. Mit Zeitraffer, HD-Zeitlupe, aufwendigen Kamerafahrten und ungewöhnlichen Perspektiven sorgen die Filmemacher für einprägsame Bilder. Nie zuvor gesehene Luft- und Unterwasseraufnahmen zeigen die Einmaligkeit und Vielfalt der porträtierten Biosphärenreservate und Nationalparks. Heute: Im äußersten Südosten Deutschlands liegt der einzige Alpennationalpark des Landes, 210 Quadratkilometer raue Berglandschaft. Wind und Wetter sind die Gestalter dieses Naturparadieses, das Lebensraum bietet für Murmeltiere, Steinadler und Bergblumen wie das Edelweiß.
Extreme Lebensräume wie die Karstlandschaften des Steinernen Meeres, der Watzmann mit der höchsten Felswand der Ostalpen, das Wimbachgries mit seinen ständig wandernden Schuttströmen und der Königssee, einer der tiefsten Seen Deutschlands, gehören zum Nationalpark Berchtesgaden. Wer in dieser Wildnis überleben will, muss perfekt an seine Umwelt angepasst sein.
Die Dokumentation stellt einige der interessantesten Bergbewohner vor. In schwindelnder Höhe befinden sich Gämsen mit ihren neugeborenen Kitzen, stets auf der Hut vor den Fängen des Steinadlers, und Tarnkünstler wie das Schneehuhn und Bergblumen wie das legendäre Edelweiß. Auf den Hochalmen balgen sich Murmeltiere, und in den Tiefen des Königssees laicht die Aalrutte - ursprünglich ein Meeresfisch, den es vor zehn Millionen Jahren ins Süßwasser verschlagen hat.



Und am Samstag : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=1,dayP...
17:45
Zu Tisch in ... Russland

Wiederholungen:
26.04.2011 um 16:15
Zu Tisch in ... Russland
(Deutschland, 2002, 26mn)
ZDF
Regie: Martina Dase
Vieles am russischen Osterfest ist mit einer jahrhundertealten Symbolik verbunden. Martina Dase hat eine Priesterfamilie in Suchonógowo besucht und sie bei den Vorbereitungen zum Osterfest beobachtet.
Ostern in der russischen Provinz, in Suchonógowo, etwa 350 Kilometer nördlich von Moskau. Wie überall im heutigen Russland ist auch hier die Kirche wieder voll, werden alte Osterbräuche wieder öffentlich zelebriert.
Nach der langen, entbehrungsreichen Fastenzeit, die von vielen Gläubigen der Russisch-Orthodoxen Kirche streng befolgt wird, biegen sich die Tische unter den zahlreichen Speisen, die für dieses wichtige Kirchenfest zubereitet werden. Mag der Alltag im ländlichen Russland nach dem Ende der Sowjetherrschaft auch noch so schwierig sein, am Fest der Auferstehung Christi soll es auch auf Erden an nichts mangeln. Noch in der Karwoche wird gekocht und gebacken, so dass alles rechtzeitig fertig wird. Und das heißt auch, dass Väterchen Andrej am Ostersamstag in seiner Kirche alle Speisen segnen kann.
Die rosafarbene Backsteinkirche von Suchonógowo ist noch nicht sehr alt; sie wurde erst vor wenigen Jahren errichtet. In der Nacht zu Ostersonntag werden die Gläubigen nach der langen Auferstehungsmesse in dem kerzenerleuchteten Gotteshaus siebenmal die Kirche umrunden. Dann erst ist das Fastengebot aufgehoben, werden Pascha und Kulitsch aufgetragen. Die Pascha ist eine pyramidenförmige Süßspeise aus Quark, deren Name von dem russischen Wort für Ostern, Pascha, kommt. Sie wird mit Nüssen und kandierten Früchten verziert. Der Kulitsch dagegen ist ein sehr reichhaltiger Hefekuchen, dessen Haubenform den Berg Golgatha symbolisiert.
#64Verfasserno me bré (700807) 20 Apr 11, 15:21
Kommentar
Ausstellung : http://www.russlanddeutsche.de/
Herzliche Einladung zur Neueröffnung!
Am 23. Juli 2011 feiert das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte die Neueröffnung der Dauerausstellung "Ausgepackt" in neuen Räumlichkeiten.
Die neue Dauerausstellung zeigt den Besuchern Objekte aus der Kultur und Geschichte der Deutschen aus Russland. Ziel unserer Ausstellung ist, diese so zum Sprechen zu bringen, dass die Besucher in eine Beziehung zu ihnen eintreten können. Dazu nehmen wir die Besucher mit auf eine Art Zeitreise durch die Geschichte der Russlanddeutschen. Diese Geschichte unterteilen wir in Abschnitte, die wir im Raum platzgreifend verorten.
Wir arbeiten mit bildlichen Zitaten, die wir auf einer Inszenierungsebene in eine stimmungsbetonte, aber formal konzentrierte Präsentation einfließen lassen.
Neben der museumspädagogischen Arbeit in Projekten und Führungen sind ein Veranstaltungsprogram sowie Sonderausstellungen geplant. Darüber hinaus gibt es eine umfangreiche Fachbibliothek mit Archiv. Die Sammlungs- und Forschungstätigkeit des Museums fokussiert auf die Kultur-, Migrations- und Integrationsgeschichte russlanddeutscher Zuwanderer in Deutschland.
Wir freuen uns herzlich auf Ihren Besuch.

Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte
Georgstraße 24
32756 Detmold
Öffnungszeiten
Di. – Fr. 14.00 bis 17.00 Uhr
Sa. 11.00 bis 17.00 Uhr
Preise
Erwachsene: 3 €
Gruppen (ab 5 Personen): 2,50 € pro Person
Kinder und Jugendliche (6-18 Jahre): 1 € pro Person
Führung: 15 €


Weitere Info im Link oben.
#65Verfasserno me bré (700807) 23 Jul 11, 20:23
Kommentar
Heute Nacht : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=5,dayP...
03:10
Nurejew
From Russia with Love

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Nurejew
(Grossbritannien, Russland, 2007, 89mn)
ZDF
Regie: John Bridcut
16:9 (Breitbildformat)
Rudolf Nurejew (1938-1993) war der herausragende Tänzer seiner Generation: exotisch, arrogant, provokant und - einer der meist fotografierten Männer des 20. Jahrhunderts. Mit der offenen Sinnlichkeit seiner Auftritte zog er das internationale Publikum in seinen Bann. Sein weltweiter Ruhm begann am 16. Juni 1961, an dem Tag, als er sich aus der Sowjetunion nach Paris absetzte. Dabei war er in Russland bereits berühmt, als brillantes Talent, das nach seinen eigenen Regeln tanzte.
Der 16. Juni 1961 machte Rudolf Nurejew berühmt: Bei einer Tournee des Kirow-Balletts blieb er in Paris und kehrte nicht mehr in die UdSSR zurück. Damit verlor die Sowjetunion nicht nur ihren besten Tänzer, sondern erlitt kurz nach dem Weltraumtriumph von Juri Gagarin auch eine grandiose Niederlage im künstlerischen Prestigewettstreit des Kalten Krieges. Der russische Geheimdienst hatte es kommen sehen, aber seine dramatischen Versuche, Nurejew im letzten Moment wieder aus Frankreich auszufliegen, waren vergeblich. Unter den Augen des KGB machte Nurejew am Pariser Flughafen Le Bourget die entscheidenden Schritte in die Freiheit.
Auch wenn der KGB in der Folge alles versuchte, Vorstellungen von Nurejew zu sabotieren, stand einer Weltkarriere nichts mehr im Wege; er wurde zu einer Ikone des 20. Jahrhunderts.
Mit ihm rückte das klassische Ballett wieder in den Mittelpunkt der Bühnen, und er bildete mit der englischen Ballerina Margot Fonteyn das berühmteste Tanzpaar des 20. Jahrhunderts.
Für den Jungen aus der baschkirischen Stadt Ufa scheinen sich mit der Karriere im Westen die kühnsten Träume erfüllt zu haben. Eine Sicht, zu der auch die Presse und Biografen aus dem Westen gerne beigetragen haben. Dabei war Nurejew bereits in der Sowjetunion eine Berühmtheit. Der Star des Kirow-Balletts im damaligen Leningrad war gleichermaßen bekannt für sein Charisma und seine Bühnenpräsenz, aber auch für seine Rebellionen gegenüber Traditionen und Autoritäten. Das Kirow-Ballett war die Liebe seines Lebens und im Westen seine lebenslange Sehnsucht.
Nach seiner Flucht war die Karriere Nurejews in der Sowjetunion beendet, sein Name und seine Weltkarriere wurden dort in den Zeitungen totgeschwiegen, seine Freunde und Verwandte schikaniert oder vom KGB gegen ihn eingesetzt. Als Nurejew am Ende seiner Karriere dann doch noch einmal seine geliebte Kirow-Bühne betreten konnte, war er bereits von Aids gezeichnet. Er wurde am 12. Januar 1993 auf dem russischen Friedhof Sainte-Geneviève-des-Bois bei Paris beigesetzt.
Der Dokumentarfilm zeigt mit vielen noch nie veröffentlichen Ausschnitten die Anfangsjahre der Karriere Nurejews in Russland - wie ein Junge in Baschkirien den Volkstanz für sich entdeckt und dann vom Tanzen nicht mehr lassen kann. Er erinnert an Nurejews preisgekrönten Auftritt 1958 in Moskau in "Le Corsaire". Dank der Recherchen von Julie Kavanagh für ihre gerade erschienene Biografie über Nurejew kann der Film auch Ausschnitte aus frühen Auftritten von Nurejew am Kirow-Theater zeigen, unter anderem aus "Schwanensee", "Sleeping Beauty" und aus "Le Corsaire".
Die Amateuraufnahmen sind einem engen Freund Nurejews zu verdanken, einem Ballettstudenten aus der ehemaligen DDR, der die Aufnahmen für Nurejew machte, um ihm dabei zu helfen, seine Tanztechnik zu verbessern. Sie sind in diesem Film erstmals überhaupt zu sehen.
#66Verfasserno me bré (700807) 27 Jul 11, 14:23
Kommentar
Morgen Mittag : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=2,dayP...
12:00
ARTE Reportage
Datscha: Wo die russische Seele wohnt

Wiederholungen:
06.08.2011 um 06:00
ARTE Reportage
(Frankreich, 2011, 42mn)
ARTE
16:9 (Breitbildformat) Nativ HD
Ein Holzhaus auf dem Land, weit ab vom Lärm und der verpesteten Luft in den russischen Metropolen. Keine Frage, viele Russen würden ihre Datscha nie aufgeben. Für sie ist es der Ort, an dem sie an ihren freien Tagen durchatmen und zur Ruhe kommen. Zu Sowjetzeiten war die Datscha für die Menschen ihr einziger privater Rückzugsort. Die Arbeiter konnten sich dort vom harten Alltag erholen. Und wenn die Lebensmittel knapp wurden, ernteten sie die Gemüsegärten ihrer Datscha. Unter der Woche lebten die Sowjets in Plattenbauten und zwischen Mai und Oktober fuhren sie an den Wochenenden in ihre Datscha. Auch weil sie schlicht nicht verreisen konnten verbrachten Generationen von Kindern ihre Schulferien in diesen Häusern gemeinsam mit ihren Großeltern. Auch heute gehört die Datscha zum russischen Leben. Die Neureichen bauen auf den Grundstücken Paläste, die sie „Cottage“ nennen. Die Veränderung, die Russland in den letzten 20 Jahren durchgemacht hat zeigt sich auch in der Veränderung dieser Wochenendhäuser. Zu Sowjetzeiten dienten sie als Zuflucht vor dem kollektiven Leben, heute flüchten die Russen vor verpesteten Mega-Städten.
ARTE-Reporter Vladimir Vasak hat seine Dreharbeiten vor einem Jahr begonnen, um die Atmosphäre in den Datschen zu allen Jahreszeiten einzufangen. Zum ersten Mal traf er die Datschkinis in der ländlichen Umgebung von Moskau Ende des Sommers 2009, dann im Januar 2010 mitten im Winter. Im letzten Mai zu Frühlingsbeginn hat er mit ihnen den Anfang der Datscha-Saison gefeiert. Eine Reportage voll mit Geschichten rund um das Leben in der Datscha ...
#67Verfasserno me bré (700807) 30 Jul 11, 18:36
Kommentar
Morgen Abend, 3sat : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...
20:15
Katja, Valentina und Marina - Eine russische Trilogie

Film von Christoph Müller
Vor über 20 Jahren ging der Kalte Krieg zu Ende, und die politische Landkarte Europas wurde auf den Kopf gestellt. Die Sowjetunion brach in kürzester Zeit zusammen, und aus den Trümmern entstanden neue Staaten. In Russland veränderte sich das Leben von Millionen von Menschen radikal.
Christoph Müller begleitet in seinem Dokumentarfilm "Katja, Valentina und Marina - Eine russische Trilogie" drei Frauen über die ersten 20 Jahre des "neuen" Russlands. "Mich interessiert, wie die große Politik die Befindlichkeit und die Lebens-Chancen der gewöhnlichen Leute beeinflusst hat" sagt der Autor, der Anfang der 1990er Jahre Korrespondent des Schweizer Fernsehens in Moskau war. Damals drehte er zum ersten Mal mit den drei Protagonistinnen, die er während der vergangenen 20 Jahre immer wieder besucht hat. Katja war 1991 genau 20 Jahre alt und stellte sich vor dem Weißen Haus in Moskau gegen die Putschisten. Diese hatten versucht, den damaligen Präsidenten der Sowjetunion, Michael Gorbatschow, zu stürzen. Der missglückte Putsch riss das ganze System in den Abgrund: Vier Monate später gab es die Sowjetunion nicht mehr. Valentina scheint alles Elend des neuen Russlands auf ihren Schultern zu tragen: 1985 mussten sie und ihre Familie aus Weißrussland wegziehen, weil sie in einem von der Atomkatastrophe in Tschernobyl betroffenen Gebiet lebten, später verlor sie ihren ältesten Sohn in Tschetschenien. Die Biologin Marina aus Sibirien hatte die Zeichen der Zeit schnell erkannt und begann in den frühen 1990er Jahren ihr eigenes "Business" aufzuziehen. Inzwischen gehört ihr die drittgrößte Gartenbaufirma Moskaus. Sie lebt in einer prächtigen Villa, hat eine große Familie und ist rundum glücklich.

21:05
Der Metzger mit dem Leninorden
- Ferdi Muheim
Reportage von Fritz Muri
(aus der SF-Reihe "Reporter")
In Andermatt ist Ferdi Muheim der Dorfmetzger, doch in Moskau nimmt er Paraden ab, geht im Kreml ein und aus, und jedes Jahr wächst seine Sammlung mit hohen russischen Orden. Der Metzger von Andermatt trifft sich mit dem russischen Staatspräsidenten Dmitri Medwedew und hält Ansprachen zum 65. Jahrestag des Sieges der Roten Armee über Nazi-Deutschland. Muheim war in der Gemeinde Andermatt verantwortlich für das Denkmal des russischen Generals Suworow in der Schöllenenschlucht. So entstanden Freundschaften, und bald öffneten sich für den Metzgermeister auch die Tore zum Kreml. Andermatt hat inzwischen eine Schwestergemeinde außerhalb von Moskau, und Ferdi Muheim besucht dort jedes Jahr sein russisches Patenkind. Warum kommt der Andermatter so gut an bei den Russen? Er verstehe die "russische Seele" sagen seine Freunde.
Der Beitrag aus der Reihe "Reporter" begleitet Ferdi Muheim in Russland und beobachtet, wie dem Metzgermeister der Lenin-Orden überreicht wird.

Freitag : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...
20:15
Ende einer Supermacht
Der Putsch gegen Gorbatschow

Film von Ignaz Lozo
Erstausstrahlung
Am 19. August 1991 hält die Welt den Atem an: Panzer rollen auf Moskaus Straßen. Kommunistische Hardliner haben ein Notstandskomitee gebildet, den sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow in seiner Urlaubsvilla am Schwarzen Meer unter Hausarrest gestellt und seine Telefonverbindungen gekappt. Die Machtzentren in USA und Europa reagieren alarmiert, die Börse nervös. Als die Nachrichtenagentur TASS verbreitet, Gorbatschow sei aus "gesundheitlichen Gründen" zurückgetreten, scheint das Ende der Perestroika nahe - mit unabsehbaren Folgen für den globalen Entspannungsprozess. Besonders groß ist die Sorge in Deutschland. In den neuen Bundesländern stehen noch knapp 300.000 sowjetische Soldaten, deren vollständiger Abzug erst für 1994 vereinbart ist. Das politische Kalkül der Putschisten war offensichtlich, der Zeitpunkt von Zeitnot geprägt. Gorbatschows Entmachtung wurde einen Tag vor der geplanten Unterzeichnung des neuen Unionsvertrages inszeniert. Doch noch während die Putschisten Gorbatschow unter Druck setzen, formiert sich der zivile Widerstand in Moskau.
Die Dokumentation "Ende einer Supermacht" des Russland-Experten Ignaz Lozo blickt auf die Ereignisse zurück und befasst sich erstmals auch mit den Vorbereitungen der Verschwörung. Sie gewährt Einblicke in die Entscheidungsabläufe innerhalb des sogenannten Notstandskomitees während der dramatischen Tage und Nächte im August 1991. Einige der führenden ehemaligen Putschisten waren erst heute - genau 20 Jahre danach - zu einem Interview bereit. Auch Michail Gorbatschow kommt zu Wort. Den Staatsstreich überlebte er zwar physisch, aber nicht politisch. Gennadi Burbulis, engster Berater und Vertrauter des 2007 verstorbenen russischen Präsidenten Boris Jelzin, schildert die Strategie des Lagers der Demokraten. Dazu, wie es in der amerikanischen und in der deutschen Regierungszentrale aussah, äußern sich der damalige US-Außenminister James Baker sowie der Bonner Kanzleramtschef Rudolf Seiters.


21:30
makro: Russlands Masterplan

Live-Magazin mit Eva Schmidt
Erstausstrahlung
Die "Möchtegern"-Supermacht Russland ist ins wirtschaftliche Abseits geraten. Veraltete Industrien, fehlende Infrastruktur, marode Immobilien, korrupte Bürokratie. Einzig und allein die Öl- und Gasförderung floriert. Mit neuen Fünfjahresplänen haben sich der Kreml und seine gefolgstreuen Staatsbetriebe einen erneuten Modernisierungsschub verordnet. So zwingt Wladimir Putins Regierung mit dem Dekret 166 ausländische Autobauer, moderne Fabriken zu bauen und eine Zulieferindustrie zu initiieren. VW, Renault, Ford und GM haben sich verpflichtet, ihre Autoproduktion innerhalb der nächsten fünf Jahre auf über 300.000 Fahrzeuge zu steigern. Die Einzelteile dafür müssen dann zu 60 Prozent aus russischer Produktion stammen. Schon in diesem Jahr wird Russland wahrscheinlich Deutschland als größten Pkw-Markt Europas ablösen. Mit Milliardeninvestitionen aus dem Westen will die einstige Supermacht Technologie ins Land holen, um unabhängiger von Öl und Gas zu werden.
Das 3sat-Magazin "makro" berichtet über Russlands Masterplan für eine zukunftssichere Wirtschaft.


22:25
Alisa, das Meermädchen
(Rusalka)

Spielfilm, Russland 2007
Darsteller:
Alisa Mascha Schalajewa
Sascha Jewgenij Tsyganow
Mutter Maria Sokowa
Rita Irina Skrinitschenko
Großmutter Albina Jewtuschewskaja
die junge Alisa Anastasija Dontsowa
u.a.
Regie: Anna Melikian
Länge: 114 Minuten
Das Mädchen Alisa lebt mit Mutter und Großmutter in einem Dorf am Meer. Vom Vater weiß sie nur, dass er Matrose war und nach der Liebesgeschichte mit der Mutter für immer verschwand. Alisa besitzt die wunderbare Fähigkeit, Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Mit 18 Jahren hat Alisa die Nase voll vom langweiligen Leben in dem Heim für geistig Behinderte, in das man sie gesteckt hat, weil sie nicht mehr sprechen wollte. Sie setzt ihre magischen Kräfte ein und lässt einfach das ganze Dorf verschwinden. Danach zieht Alisa mit ihrer Familie nach Moskau. Das Leben dort ist hart, aber das Meermädchen nimmt sein Schicksal in die Hand. In einem zynischen und lebensmüden jungen Geschäftsmann, den sie vor dem Ertrinken rettet, findet Alisa ihren widerspenstigen Märchenprinzen.
Mit ihrem zweiten Spielfilm nach "Mars" (2004) gelang der in Aserbaidschan geborenen Regisseurin Anna Melikian ein fantastisch leichter, melancholischer und komischer Film. In ihrem Kino-Märchen "Alisa, das Meermädchen" verbindet sie den Stoff von Hans Christian Andersens "kleiner Seejungfrau" und Fantasy-Imagination zu einer surrealen Großstadtromanze. Melikian erzählt mit viel Menschenliebe von den heute in Russland lebenden, liebenden und leidenden Menschen. Der Film wurde mit zahlreichen Festivalpreisen ausgezeichnet, unter anderem bei der Berlinale 2008.
#68Verfasserno me bré (700807) 16 Aug 11, 14:28
Kommentar
Läuft gerade (hab' ich übersehen), wird aber nächste Woche wiederholt :
http://www.arte.tv/de/programm/242,dayPeriod=...
23:00
Alexandra
Wiederholungen:
29.08.2011 um 14:45

Alexandra
(Russland, Frankreich, 2007, 91mn)
ARTE F
Regie: Alexander Sokurov
Kamera: Alexander Burov
Musik: Andrej Sigle
Schnitt: Sergei Ivanov
Darsteller: Galina Vischnevskaja (Alexandra), Raisa Gitschaeva (Malika), Vasilij Schevtsov (Denis Kazakov)
Autor: Alexander Sokurov
Vertreiber: Rezo Films
Produktion: Proline Film
Produzent: Andrej Sigle
Original mit Untertitel Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Alexandra besucht ihren Enkel, Hauptmann in einem in Tschetschenien stationierten russischen Regiment. Sie verbringt dort einige Tage und muss feststellen, wie gefühllos, aber dennoch menschlich es dort zugeht. An einem Ort, an dem sich jeden Tag und zu jeder Minute die Frage nach Leben und Tod stellt.

Nach dem Tod ihres Ehemanns fühlt sich Alexandra allein und beschließt, ihren Enkel nach sieben Jahren wiederzusehen. Er ist Hauptmann in einem in Tschetschenien stationierten Regiment. In Truppenwaggons und einem Panzerwagen unternimmt sie die Reise in das weit entfernte Grosny. Die Soldaten empfangen sie respektvoll, scheinen jedoch nicht mehr so richtig zu wissen, wie sie mit einer Frau und dazu noch einer in diesem Alter umgehen sollen. Alexandra wird in einem der Zelte untergebracht - ein ganz und gar unangebrachtes Quartier für eine alte Frau und bei 40 Grad im Schatten.
Am nächsten Morgen kann Alexandra endlich ihren Enkel sehen, Denis. Als er sie durchs Lager führt, beobachtet die alte Frau, wie die jungen Soldaten ihre Gewehre putzen, steigt in Panzer und hält eine Kalaschnikow in der Hand. Sie versucht, das Leben ihres Enkels zu verstehen, merkt aber auch, dass er sich in der Kriegsrealität zu verlieren droht. Sie macht sich Sorgen um seine Moral und darum, was aus ihm wird, wenn er aus dem Kriegsgebiet zurückkehrt. Auch die anderen Soldaten interessieren sie. Mit erstaunlicher Selbstsicherheit spaziert sie durch diese Männerwelt und versucht, in jedem Uniformträger den Menschen hervorzukitzeln.
Als Denis mit seinen Truppen ausrückt, unternimmt Alexandra einen Ausflug auf den Markt in der nahe gelegenen Stadt und wird sofort als Russin erkannt. Einige Marktverkäufer ignorieren sie und möchten ihr nichts verkaufen. Anders Malika, eine Muslimin und Mutter, die dort einen Stand hat. Unter den misstrauischen Blicken der Männer sympathisiert sie mit Alexandra und lädt sie sogar zu sich nach Hause ein. In kürzester Zeit entsteht eine Nähe zwischen den beiden Frauen. Sie merken, dass sie trotz der geografischen Entfernung und des anderen sozialen Umfelds, die gleichen Sorgen haben und von der gleichen Freiheit träumen.
Ein tschetschenischer Junge bringt sie ins Lager zurück. Auf seine Bitte: "Lassen Sie uns! Wir sind müde, wir halten das nicht ewig aus", antwortet sie: "Ach Junge, wenn das alles so einfach wäre! Betet um Verstand!"

"Alexandra" ist kein Kriegsfilm, obwohl er mitten im Krieg spielt. Der Zuschauer wird mit keiner einzigen Kriegsszene konfrontiert, es fallen keine Schüsse, und auch Kampfszenen werden nicht gezeigt. Obwohl der Krieg nicht im Vordergrund steht, weiß der Zuschauer trotzdem, dass es in jedem Moment um Leben oder Tod geht. Die Art jedoch, wie mit dem Kriegsalltag umgegangen wird, wie die alte Frau im gepanzerten Waggon zum Lager fährt, wie sie eine Kalaschnikow ausprobiert oder in einen Panzer klettert, lässt in dieser eigentlich unmenschlichen Welt die menschliche Seite aufscheinen. Mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit wandert Alexandra im Lager umher, spricht mit den Soldaten, sucht den Menschen in ihnen hervorzukehren. Bei ihrem Ausflug auf den Markt im Nachbardorf ignoriert sie, dass ihr Enkel genau gegen diese Menschen kämpft. Für sie sind es einfach nur Menschen.
Alexander Sokurov hat seinen Film an Originalschauplätzen gedreht und nicht, wie so viele andere Filmemacher, einen sichereren Drehort gewählt. Für ihn war es wichtig, im Krisengebiet Tschetschenien selbst zu sein. Er wollte die wahren Spannungen einfangen, die es nur vor Ort in Grosny gibt. Einen anderen Ort als diesen auszugeben, wäre für ihn einer Art Entwürdigung gleichgekommen. Um die Dreharbeiten sicher zu überstehen, mussten höchste Sicherheitsvorkehrungen unternommen werden. So wurde die Crew beispielsweise in gepanzerten Wagen transportiert und von Eskorten begleitet.
Mit "Alexandra" wollte Sokurov explizit nicht auf den aktuellen Konflikt reagieren; für ihn könnte der Film auch vor 40 Jahren spielen, genauso aber auch in 40 Jahren. Manch einer hat ihm vorgeworfen, seinen Film unter der schützenden Hand der russischen Armee gemacht zu haben, um nicht zu sagen, "embedded", und deren Menschenrechtsverletzungen zu ignorieren, weil er nicht "politisch" sein will.
Die Rolle der Großmutter spielt eine russische Legende: Galina Vischnevskaja, 1926 in Leningrad geboren, ist sie eine sowjetische Operndiva. Vischnevskaja setzte bei der Rollengestaltung Leib und Leben ein. Sie heiratete 1955 den Dirigenten und Cellisten Mstislav Rostropowitsch, mit dem ihre Kunst eng verbunden war. 1974, im selben Jahr wie Solschenizyn, wurden die beiden als Dissidenten aus der UdSSR ausgewiesen; vier Jahre später wurde ihnen die Staatsangehörigkeit aberkannt. Erst 1990 wurde sie ihnen wieder zuerkannt, und Vischnevskaja kehrte nach Russland zurück. Sie eröffnete 2002 ein Zentrum für Operngesang. "Alexandra" ist ihre zweite Filmrolle.
Alexander Sokurov ist heute einer der wichtigsten russischen Regisseure, dessen Filme international auf Anerkennung gestoßen sind. Sokurov absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Sein Abschlussfilm "Die einsame Stimme des Menschen" (1978) wurde zehn Jahre später in Locarno mit dem Bronzenen Leoparden geehrt. Zehn Jahre lang waren seine Filme in der UdSSR verboten, Nach dem Fall der Sowjetunion hat Sokurov zahlreiche Preise auf der gesamten Welt erhalten. So 2003 den FIPRESCI-Preis in Cannes für "Vater und Sohn" und 1999 den Preis für das beste Drehbuch für "Moloch", einen Film über das Leben von Hitler aus Sokurovs Tetralogie über Herrscher. Sokurows bekanntester und auch erfolgreichster Film ist "Russian Ark", eine 90-minütige Kamerafahrt ohne Schnitt durch die Ermitage, in deren Saalfluchten er russische Geschichte Revue passieren lässt.
"Alexandra" lief im Wettbewerb um die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes 2007.
#69Verfasserno me bré (700807) 17 Aug 11, 23:50
Kommentar
Morgen, Arte : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=1,dayP...
18:15
ARTE Reportage
Russland: Der streng geheime erste GAU

Wiederholungen:
21.08.2011 um 12:00
27.08.2011 um 06:00
ARTE Reportage
(Frankreich, 2011, 42mn)
ARTE
16:9 (Breitbildformat) Nativ HD
20 Jahre nach dem Ende der UDSSR leben noch immer zwei Millionen Russen im Geheimen, in 42 streng abgeschirmten Städten aus Sowjetzeiten, sie alle sind verbunden mit dem Militärisch-Industriellen Komplex und manche produzieren bis heute Atomenergie. In einer von ihnen, in Osjorsk, kam es am 29. September 1957 zum ersten Unfall in der Geschichte der Kerntechnologie - 30 Jahre hielten sie diesen GAU geheim.
Stalin beschloss Ende 1945 auf dem Gebiet des heutigen Osjorsk eine Plutoniumfabrik errichten zu lassen, er wollte die Atombombe für die Sowjetunion, nachdem die USA mit ihren Bomben auf Hiroshima und Nagasaki ihre militärische Überlegenheit demonstriert hatten. Der erste Unfall in der Geschichte der Kerntechnologie war eine Explosion in dieser Plutoniumfabrik, genannt Majak, in einem Behälter für radioaktive Abfälle, nach einer Panne im Kühlkreislauf. Die radioaktive Wolke verstrahlte 300 000 Menschen auf 23 000 km² - 22 Städte und Dörfer wurden evakuiert. 50 Jahre danach warten die Opfer von damals und die "Liquidatoren", die zur Reinigung abkommandierten Helfer, noch immer auf eine Entschädigung. Auch die Arbeiter in der Plutoniumfabrik, Tag für Tag den Strahlen in der laufenden Produktion ausgesetzt, haben bis heute keine Anerkennung des Staates für ihre Gesundheitsschäden erhalten.
In der Region wurde das gesamte Plutonium im Kalten Krieg produziert - heute ist diese Zone ein gewaltiges radioaktives Endlager, noch immer geschützt durch den Sonderstatus der Geheimen Militärstädte. Den Menschen ins Osjorsk bleibt bis heute, als Erbe der Sowjetunion, eine Art privilegierter Status, ein Leben hinter Gittern, jede Bewegung außerhalb der Stadt erfordert Anmeldung und Genehmigung. Nadjescha hat die Organisation "Planet Hoffnung" gegründet. Sie und ihre Mitstreiter kämpfen gegen die Geheimhaltung der Folgen der Radioaktivität für die Menschen und die Natur.
#70Verfasserno me bré (700807) 19 Aug 11, 14:43
Kommentar
TV, heute Abend : http://www.wdr.de/tv/weltweit/sendungsbeitrae...
Dienstag, 27. September 2011, 22.00 - 22.30 Uhr
Der Jenissei
Sibiriens Fluss der Verbannten
Er ist einer der drei großen Flüsse Sibiriens, der sich von den Bergen der Mongolei bis ins Polarmeer erstreckt. Aber erst wenn die Sommersonne den Strom vom Eis befreit, erwacht der Jenissei zum Leben. Sechs Tage lang dauert die Fahrt mit dem alten Postdampfer von Krasnoyarsk bis Dudinka, von Sibiriens junger Metropole bis in den hohen Norden Russlands - weit jenseits des Polarkreises, wo die Sonne im Sommer nicht mehr untergeht. Für die Menschen am Fluss bedeutet der Jenissei fast alles: Ernährer und Beschützer, Lebensader und Geschenk Gottes.
Auf unserer Reise durch Sibirien treffen wir Menschen, die ohne den Fluss und seine wöchentlichen Passagierdampfer völlig von der Außenwelt abgeschnitten wären. WELTWEIT-Autor Georg Restle macht sich auf Spurensuche nach den wenigen Überresten der Lager des Gulag. Zehntausende fielen hier, an den Ufern des Jenissei, dem stalinistischen Terror zum Opfer. Die letzten Zeugnisse dieses Leidens verwittern heute in den lebensfeindlichen Sümpfen der Taiga.


... Fotos im Link ...
#71Verfasserno me bré (700807) 27 Sep 11, 14:55
Kommentar
Morgen Nacht : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=1,dayP...
00:30
Zapping International
Heute: Sibirisches Fernsehen

DETAILS
Samstag, 1. Oktober 2011 um 00.30 Uhr
Wiederholungen:
02.10.2011 um 07:30
06.10.2011 um 07:30
08.10.2011 um 12:00
13.10.2011 um 11:45
Zapping International
(Frankreich, 2010, 26mn)
ARTE F
Regie: Vladimir Tchernine
Stereo 16:9 (Breitbildformat)
Sage mir, was Du schaust, und ich sage Dir, wer Du bist: ARTE zappt sich durch die Fernsehlandschaften anderer Länder. Heute: Sibirisches Fernsehen
Wer in Krasnojarsk den Fernseher anschaltet, merkt rasch, dass Sibirien längst nicht mehr zu den abgeschotteten Regionen der Welt gehört. Die sibirischen Zuschauer werden mit Programmen aus Moskau, Sankt Petersburg oder anderen Regionen überschwemmt. Die meisten Lokalsender teilen sich einen Kanal mit überregionalen russischen Programmen und senden mehrere Stunden täglich örtliche Produktionen. Die am Baikalsee gelegene Stadt Irkutsk hat der Moskauer Bilderflut gänzlich Einhalt geboten. Sie setzt ausschließlich auf sibirische Produktionen, darunter Nachrichten, Talkshows, Verbrauchermagazine, Natur- und Entdeckungsdokus, religiöse Sendungen und Reality-TV-Programme wie die anzüglich-schlüpfrige Sendung "90/60/90".
Bei den besonders beliebten Lokalnachrichten wird mit harten Bandagen um die Zuschauergunst gekämpft. Um Quote zu machen und gleichzeitig mit den neuesten Nachrichten aufzuwarten, bietet zum Beispiel der Sender STS Prima Zuschauern mit coupverdächtigen Informationen Gold.


Eine kurze Frage hier ins Russisch-Forum :

... ist eigentlich außer mir noch jemand hier und liest das oder schaut sich das vielleicht auch an oder besucht eine der (wenn auch wenigen) Veranstaltungen ?
Bitte meldet Euch mal kurz, denn wenn das niemanden interessiert, dann höre ich damit auf ...
#72Verfasserno me bré (700807) 30 Sep 11, 23:40
Kommentar
Ein tolles 360° Bild
http://www.airpano.ru/files/Around-Kremlin/st...
kann man zoomen, nach oben, unten und rund herum schauen
#73VerfasserCARIOCA (324416) 16 Feb 12, 20:05
Kommentar
Zur Zeit ganz viele Sendungen über Russland auf 3sat!
http://www.3sat.de/index.html
#74VerfasserCARIOCA (324416) 28 Feb 12, 22:05
Kommentar
#72: Für die Filme habe ich keine Zeit, aber ich lese mir manchmal die Texte hier durch. Das ist natürlich zu wenig für die viele Mühe hier, ich weiß.
Sonst noch jemand?
#75VerfasserHarri Beau (812872) 13 Mär 12, 15:08
Kommentar
Also wenn mich die vorgeschlagene Sendung interessiert, nehme ich sie mir auf und schaue sie mir an. Veranstaltungen kann ich natürlich nicht besuchen...
Sonst noch jemand?... Ich weiss, dass bei den Nachbarn im Chinesischen Forum einige "stille Zuschauer" dabei sind, aber hier sehe ich null Interesse.
#76VerfasserCARIOCA (324416) 13 Mär 12, 17:35
Kommentar
It seems potential copyright issues have been raised about this thread: Siehe auch: Übersetzen urheberrechtlich geschützter Texte - #1
#77VerfasserKinkyAfro (587241) 13 Mär 12, 17:40
Kommentar
Zur Abwechselung mal Bilder aus Deutschland, heute und diese ganze Woche auf Arte, jeweils 19:30 (es gibt auch Wiederholungen) :

http://www.arte.tv/de/Programm/242,dayPeriod=...
Montag, 21. Mai 2012 um 19.30 Uhr
Wildes Deutschland
(1): Der Thüringer Wald - Deutschlands grünes Herz

Wiederholungen:
04.06.2012 um 13:25
Wildes Deutschland
(Deutschland, 2012, 43mn)
MDR
Regie: Uwe Müller
Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD
Die Dokumentationsreihe "Wildes Deutschland" präsentiert einzigartige Landschaften und deren Tierwelt in unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Mit Zeitraffer, HD-Zeitlupe, aufwendigen Kamerafahrten und ungewöhnlichen Perspektiven sorgen die Filmemacher für einprägsame Bilder. Nie zuvor gesehene Luft- und Unterwasseraufnahmen zeigen die Einmaligkeit und Vielfalt der porträtierten Biosphärenreservate und Nationalparks. Der erste Teil der Reihe zeigt den Thüringer Wald. Er ist eines der größten Waldgebiete Deutschlands. Berglandschaften, Wiesen, Täler und Gewässer bieten ein vielfältiges Naturerlebnis. Die Landschaft beherbergt viele - auch seltene - Tierarten und inspirierte bereits große Komponisten und Dichter wie Bach, Goethe und Schiller.

Dienstag :
http://www.arte.tv/de/Programm/242,day=4,week...
19:30
Wildes Deutschland
(2): Der Pfälzerwald
DETAILS
Dienstag, 22. Mai 2012 um 19.30 Uhr
Wiederholungen:
29.05.2012 um 18:25
05.06.2012 um 13:25

Mittwoch :
http://www.arte.tv/de/Programm/242,day=5,dayP...
19:30
Wildes Deutschland (3/5)
(3): Wilde Uckermark
Mittwoch, 23. Mai 2012 um 19.30 Uhr
Wiederholungen:
30.05.2012 um 18:25
06.06.2012 um 13:30

Donnerstag :
http://www.arte.tv/de/Programm/242,day=6,week...
19:30
Wildes Deutschland
(4): Der Main - Deutschlands Mitte
Donnerstag, 24. Mai 2012 um 19.30 Uhr
Wiederholungen:
31.05.2012 um 18:25

Freitag :
http://www.arte.tv/de/Programm/242,day=7,dayP...
19:30
Wildes Deutschland
(5): Der Bayerische Wald
Freitag, 25. Mai 2012 um 19.30 Uhr
Wiederholungen:
01.06.2012 um 18:25
08.06.2012 um 13:30


... mehr Info zu den einzelnen Sendung in den jeweiligen Links ...
#78Verfasserno me bré (700807) 21 Mai 12, 18:35
Kommentar
Deutsche Filmklassiker in Serie, bei Arte (für die exakten Anfangszeiten im französischen Programm http://www.arte.tv/fr bzw. http://www.arte.tv/de
Alle Filme :
http://programm.ard.de/Themenschwerpunkte/Fil...
Schlafen kann ich, wenn ich tot bin
Rainer Werner Fassbinder gilt als der bedeutendste Regisseur des Neuen Deutschen Films. Sein schon zu Lebzeiten vieldiskutiertes Werk hat nichts von seiner Intensität eingebüßt. Manisch, besessen und ungemein kreativ wie er war, schuf Fassbinder in nur 14 Jahren über 40 Kino- und Fernsehfilme, schrieb 50 Drehbücher und inszenierte etliche Bühnenstücke. Zu den bekannteren Filmen zählen "Die Ehe der Maria Braun", "Lili Marleen" und "Lola". Am 10. Juni 1982 starb der geniale Provokateur mit 37 Jahren.


Genaue Filmtitel, Filminformationen, Sendeplätze und Sendezeiten im ARD-Link.
#79Verfasserno me bré (700807) 29 Mai 12, 20:05
Kommentar
http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/regi...
Dürer-Puzzle eröffnete Kulturjahr
In Moskau hat das Deutsch-Russische Kulturjahr begonnen. Eröffnet wurde die Veranstaltungsreihe mit einem 300 Quadratmeter großen Dürer-Puzzle aus Nürnberg.
... Das Puzzle soll anschließend nach Petersburg, Nowosibirsk und Jekaterinenburg ausgeliehen werden. Die Dürer-Reproduktion wird dann in den vier größten Städten Russlands zu Gast gewesen sein . ...

... mehr dazu im Link ...
#80Verfasserno me bré (700807) 20 Jun 12, 22:57
Kommentar
Läuft jetzt in deutschen (Programm-)Kinos (Text aus meiner Tageszeitung, PDF, kann nicht verlinkt werden) :
Wyssozki – Danke für mein Leben
Wyssozki, russischer Musiker und Poet, tritt in der Sowjetunion bei illegalen Konzerten auf. Der russische Geheimdienst KGB will ihm bei einem dieser Konzerte eine Falle stellen und ihn schnappen. Doch die Drogensucht des Barden und Volkshelden droht, das ganze Unternehmen scheitern zu lassen. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Das Drehbuch zum Film schrieb Nikita Wyssozki, der Sohn des heute noch in Russland berühmten und beliebten Sängers, Schauspielers und Dichters. „Wyssozki – Danke für mein Leben“ läuft im Filmhaus (Sb). flom

Mehr zum Film sowie ein Trailer hier im Link :
http://www.filmhaus-saarbruecken.de/de/archiv...
#81Verfasserno me bré (700807) 13 Aug 12, 19:32
Kommentar
Heute Nacht auf Arte : http://www.arte.tv/de/Programm/242,day=5,dayP...
00:20
Alle sterben, ich nicht

Vika, Katia und Janna sind 16 Jahre alt und gehen auf dieselbe Moskauer Schule. Alle drei sind sie sehr aufgeregt...
Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Alle sterben, ich nicht
(Russland, 2008, 80mn)
ARTE F
Regie: Valeria Gaï Guermanika
Drehbuch: Alexander Rodoniov, Iouri Klavdiyev
Kamera: Alicher Khamidkhodjaev
Schnitt: Ioulia Batalova, Ivan Lebedev
Darsteller: Olga Chouvelova (Vika), Aghnia Kouznetsova (Janna), Polina Filonenko (Katia), Ioulia Alexandrova (Nastia), Donatas Groudovitch (Alex), Anastassia Zabadaeva (Lialia)
Produktion: Igor Tolstunov Production Companies
Produzent: Igor Tolstunov

... mehr dazu im Link ...
#82Verfasserno me bré (700807) 29 Aug 12, 19:36
Kommentar
Hier eine wahre Fundgrube: viele viele Filme über das Welterbe der UNESCO, online!
Darunter gibt es einige Filme über Russland.
Die Gesamtübersicht ist hier:
http://www.swr.de/schaetze-der-welt/denkmaele...

Da jeder Film nur 15 Min. lang ist, ist es nicht so anstrengend. Und für Deutschlernende ist der Videotext zum Mitlesen dabei!
#83VerfasserCARIOCA (324416) 04 Sep 12, 22:24
Kommentar
:-)
#84Verfasserno me bré (700807) 04 Sep 12, 22:30
Kommentar
Da werfe ich heute Abend mal einen Blick hinein.
#85VerfasserHarri Beau (812872) 05 Sep 12, 13:51
Kommentar
Morgen Abend auf Arte : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=6,week...
23:35
Putins Kuss

SWR / © SWR
Donnerstag, 20. September 2012 um 23.35 Uhr
Wiederholungen:
09.10.2012 um 05:00
Masha wurde bekannt als das Mädchen, das Vladimir Putin bei einer Propaganda-Veranstaltung auf die Wange küsste. Sie ist Mitglied der nationalistischen Jugendbewegung "Nashi" und glaubt an Putins Versprechen von einem besseren Russland. Doch dann lernt sie den regierungskritischen Blogger Oleg kennen und freundet sich mit ihm an.

... mehr dazu im Link ...
#86Verfasserno me bré (700807) 19 Sep 12, 21:07
Kommentar
http://www.ard-text.de/index.php?page=402
Berlin: Deutsch-russische Kultur

Bundespräsident Joachim Gauck wird heute auf der Berliner Museumsinsel eine Ausstellung über 1000 Jahre deutsch-russische Beziehungen eröffnen. Gezeigt werden im Neuen Museum 600 Kunstwerke, die den kulturellen Austausch zwischen beiden Ländern seit dem 10.Jahrhundert illustrieren. Dazu zählt auch das einzig erhaltene Steinmosaik des legendären Bernsteinzimmers, das seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen ist.

Die Ausstellung des russischen Kulturministeriums und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz war bereits in Moskau präsentiert worden.



Mehr zur Ausstellung hier im Link : http://www.berlin.de/tickets/suche/detail.php...
Wo: Neues Museum
Adresse: Bodestr. 1, 10178 Berlin (Mitte)
Preise: Ermäßigt: 5.00, Normal: 10.00
Öffnungszeiten: Mo-Mi 10:00-18:00, Do-Sa 10:00-20:00, So 10:00-18:00
Laufzeit: Do, 04.10.2012 bis zum Mi, 13.02.2013
#87Verfasserno me bré (700807) 04 Okt 12, 14:37
Kommentar
Ganz viel über Russland auf 3sat!
Das Gold der Zaren Donnerstag, 18. Oktober 2012

Teil 1: 13.15 Uhr
Teil 2: 14.00 Uhr
Teil 3: 14.45 Uhr
Info
Das Zarengold! In einem Zeitraum von fast 500 Jahren wurde es angesammelt und gehortet. Es kam aus den unendlichen Wäldern Sibiriens, aus den Tiefen des Ural, aus den geheimen Schatzkammern der Kirche und des Adels. Spannende, oft genug auch grausame Geschichten sind mit dem sagenhaften Schatz verbunden.
http://www.3sat.de/page/?source=/specials/471...


Ende einer Supermacht
Der Putsch gegen Gorbatschow
Donnerstag, 18. Oktober 2012,
17.45 Uhr.
Info
Die 45minütige Dokumentation des Russland-Experten Ignaz Lozo befasst sich zum ersten Mal auch mit den Planungen und Vorbereitungen der Verschwörung. Sie gewährt Einblicke in die Entscheidungsabläufe innerhalb des sogenannten Notstandskomitees während der dramatischen Tage und Nächte im August 1991. Zu Wort kommen einige der führenden ehemaligen Putschisten. Aber auch Michail Gobatschow selbst nimmt Stellung zu den damaligen Ereignissen.
http://www.3sat.de/page/?source=/dokumentatio...



http://www.3sat.de/page/?source=/dokumentatio... Russlands Küsten - Russlands Sehnsucht (1/3)
Die Straße der Eisberge
18. Oktober 2012, 15.25 Uhr
Wdh. 19./20. Oktober 2012, 3.55 Uhr
#88VerfasserCARIOCA (324416) 17 Okt 12, 16:15
Kommentar
Ausstellung : http://www.wilhelmhack.museum/
http://www.wilhelmhack.museum/ausstellungen/w...
Schwestern der Revolution
Künstlerinnen der Russischen Avantgarde

20.10.2012 – 17.2.2013
Eröffnung: 19.10.2012, 19h

Die Avantgarde war weiblich! – Zumindest im von gesellschaftlichen Umschwüngen geprägten vor- und nachrevolutionären Russland. Die Aufbruchsstimmung erfasste auch die Kunstszene, war doch eine Vielzahl russischer Künstlerinnen und Künstler davon überzeugt, mit ihrem Schaffen zur Entstehung einer neuen, klassenlosen und gerechten Gesellschaft beizutragen.
Ihre künstlerischen Ansätze entstanden in engem Austausch mit den künstlerischen Avantgarden anderer Länder – neben Paris zählten Italien und Deutschland zu den Fixpunkten. Gegenüber den übrigen Avantgarden zeichneten sich die russischen Strömungen durch einen hohen Anteil an Frauen aus. Ohne die künstlerische Visionskraft von Künstlerinnen wie Alexandra Exter, Natalja Gontscharova, Ljubov Popova, Olga Rosanova, Warwara Stepanova und Nadeshda Udalzova hätten die Avantgarde-Bewegungen um Kasimir Malewitsch, Michail Larionow oder Wladimir Tatlin kaum ihre weitreichende Wirkung entfalten können.
Erstmals in der Geschichte der Kunst behaupteten sich Künstlerinnen derart zahlreich und selbstbewusst neben ihren männlichen Kollegen. In ihrem Glauben an eine Kunst, deren gestalterische Kraft die Erneuerung der Gesellschaft voran brachte, überwanden sie die traditionellen Grenzen zwischen Malerei, Textil, Architektur, Theater, Tanz und Kino.
Mit rund 80 Meisterwerken aus der spektakulären Sammlung der Moskauer Tretyakow-Galerie, ergänzt durch weitere Leihgaben aus europäischen Museen und Privatsammlungen und nicht zuletzt auch aus unserer eigenen Sammlung, zeichnet die Ausstellung Schwestern der Revolution die bedeutende Rolle nach, die russische Avantgarde-Künstlerinnen bei der Entwicklung einer das ganze Leben umfassenden Kunst spielten. Die Ausstellung wird mit großzügiger Unterstützung der BASF SE realisiert. Sie ist Bestandteil des Deutsch-Russischen Kulturjahres 2012/13.

Kuratoren: Reinhard Spieler, Nina Gülicher
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Tretjakow-Galerie, Moskau


... mehr dazu im Link oben ...
#89Verfasserno me bré (700807) 21 Okt 12, 18:13
Kommentar
Ausstellung : http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/videote...
Festival der russischen Kultur in Essen
Mit dem offiziellen Beitrag zur Oscar-Nominierung 2013 ist am Sonntag das 9. Festival der russischen Kultur in Essen eröffnet worden. Der Antikriegsfilm "Der weiße Tiger" über einen Panzerfahrer im Zweiten Weltkrieg wurde in Gegenwart des bekannten russischen Regisseurs Karen Schachnasarov und der Hauptdarsteller gezeigt.
Das Festival präsentiert bis zum 22. November Konzerte und Filme in den Essener Kinos "Lichtburg" und "Astra", in der Folkwang-Universität der Künste und im Gymnasium Essen-Überruhr.
 
... mehr dazu hier im Link : http://www.rhein-ruhr-russland.de
#90Verfasserno me bré (700807) 18 Nov 12, 22:29
Kommentar
Theater (aus meiner Tageszeitung, kann nicht verlinkt werden) :
Russische Theater geben Gastspiele
Düsseldorf. Als ein Höhepunkt des Russlandjahres in Deutschland geben drei renommierte Theater aus Moskau und St. Petersburg Gastspiele in Düsseldorf und Berlin. Im Düsseldorfer Schauspielhaus wird heute und morgen als deutsche Erstaufführung das absurde Stück „Gorki-10“ aus der Moskauer Theaterwerkstatt von Dmitri Krymow gezeigt. Anschließend wandert das Theaterspektakel weiter nach Berlin. dpa
#91Verfasserno me bré (700807) 27 Nov 12, 12:54
Kommentar
http://www.tagesschau.de/kultur/digitale-bibl...


Deutsche Digitale Bibliothek ist online
"Kulturelles Erbe für jedermann zugänglich"

Das Internetportal Deutsche Digitale Bibliothek ist in einer ersten Version online gegangen. Auf www.deutsche-digitale-bibliothek.de stellen deutsche Kultur- und Wirtschaftseinrichtungen Bücher, Bilder, Filma, Noten, Musikstücke und andere digitalisierte Archivalien zur Verfügung. Bisher sind 5,6 Millionen Datensätze von 90 Einrichtungen zugänglich.

"Das ist eine wirkliche Demokratisierung von Kunst und Kultur", sagte Vorstandssprecher Hermann Parzinger. Die Digitale Bibliothek sei anders als Suchmaschinen wie Google und Yahoo! nicht auf möglichst hohe Klickzahlen aus. "Unsere Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen stehen für Qualität, Seriosität und Verlässlichkeit der Daten." Nutzer des Angebots könnten sich auf das verlassen, was sie bei ihrer Recherche finden.
#92VerfasserCARIOCA (324416) 28 Nov 12, 20:43
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#93Verfasserno me bré (700807) 28 Nov 12, 20:47
Kommentar
Heute Abend auf Arte : http://www.arte.tv/de/programm/242,dayPeriod=...

20:15
Ein russischer Sommer

Als der berühmte russische Schriftsteller Leo Tolstoi sein Werk dem russischen Volk vermachen will, kommt es zwischen ihm und seiner eifersüchtigen Frau Sofia zum Streit. Sofia möchte das Erbe für die Familie sichern...
Sonntag, 2. Dezember 2012 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
03.12.2012 um 14:30
Ein russischer Sommer
(Deutschland, Russland, Großbritannien, 2009, 112mn)
ZDF
Regie: Michael Hoffman
Drehbuch: Michael Hoffman
Kamera: Sebastian Edschmid
Musik: Sergej Jewtuschenko
Schnitt: Patricia Rommel
Darsteller: Helen Mirren (Sofia Tolstoi), Christopher Plummer (Leo Tolstoi), James McAvoy (Walentin Bulgakow), Paul Giamatti (Wladimir Tschertkow), Anne-Marie Duff (Sascha), Kerry Condon (Mascha), John Sessions (Duschan)
Produktion: Egoli Tossell Film Halle, Production Center of Andrei Konchalovsky, SamFilm, Zephyr Films, Egoli Tossell Film
Produzent: Bonnie Arnold, Chris Curling, Jens Meurer, Ewa Karlström, Andreas Ulmke-Smeaton


... mehr dazu im Link ...
#94Verfasserno me bré (700807) 02 Dez 12, 18:21
Kommentar
Heute, auch als Live-Stream im Internet : http://programm.daserste.de/pages/programm/de...
Di, 01.01.13 | 21:45 Uhr
Russland, mein Schicksal (1/3)
© WDR
Länge: 45 Minuten
Russland, mein Schicksal (WDR, NDR, RBB)
Dreiteilige Dokumentation am 1., 2. und 3. Januar, jeweils 21.45 Uhr im Ersten

An den ersten drei Tagen des neuen Jahres lässt Das Erste Geschichte zur besten Sendezeit lebendig werden. Dabei wird der Bogen vom Aufstand der Kosaken gegen den Zaren im Jahr 1670, der Einwanderung von tausenden deutschen Siedlern unter Katharina der Großen, bis zum Russland-Feldzug Napoleons, dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn, der Gründung der Sowjetunion, dem Zweiten Weltkrieg mit der Belagerung Leningrads durch die deutsche Wehrmacht bis zur Katastrophe von Stalingrad und schließlich den Reformen von Michail Gorbatschow gespannt.

„Russland, mein Schicksal" will die Faszination verdeutlichen, die Russland durch die Jahrhunderte auf den Westen ausgeübt hat.

Teil 1: Moskau
Sendetermin: Dienstag, 1. Januar 2013, 21.45 Uhr

Teil 2: Sankt Petersburg
Sendetermin: Mittwoch, 2. Januar 2013, 21.45 Uhr

Teil 3: Wolgograd
Sendetermin: Donnerstag, 3. Januar 2013, 21.45 Uhr

Redaktion: Beate Schlanstein (WDR/Federführung), Britta Windhoff (WDR), Alexander von Sallwitz (NDR), Jens Stubenrauch (RBB)
Produktion: Colonia Media/Saxonia Entertainment GmbH, Simone Baumann
Die dreiteilige Dokumentation ist eine Koproduktion von WDR, NDR und RBB, gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW.


... mehr dazu und Link zum Live-Stream im Link oben ...
#95Verfasserno me bré (700807) 01 Jan 13, 20:41
Kommentar
Morgen auf 3sat : http://www.3sat.de/programm/?viewlong=viewlon...

13:20
Videotext Untertitel
Russland - eine Winterreise (1/2)
Schätze im ewigen Eis
Film von Katrin Eigendorf
Winter ist hier keine Jahreszeit, sondern ein Dauerzustand. Minus 56 Grad Celsius, vier Monate Polarnacht, 38 Stunden Zugfahrt bis nach Moskau: Das ist Inta, eine Stadt im äußersten Norden des europäischen Russlands. Ganz unterschiedliche Bewohner treffen dort aufeinander. ...

14:05
Videotext Untertitel
Russland - eine Winterreise (2/2)
Sibiriens goldene Träume
Film von Joachim Bartz
Zwei alte Männer kehren den Schnee um den Obelisken weg. Es ist Freitag. Gleich wird Trubel einkehren in die frostige Idylle. Freitags kommen die frisch vermählten Brautpaare nach Perwouralsk zu dem alten Denkmal mitten in einem Birkenwald im Ural: die Grenze zwischen ...

14:50
Videotext Untertitel
Russlands eisige Trasse (1/2)
10.000 Kilometer auf der Transkontinentalen
Business, Buddhisten und Baikal-Taucher
Film von Britta Hilpert
Sie ist 10.000 Kilometer lang und erst halb fertig: Russlands einzige Straße von Wladiwostok bis zur Metropole Moskau. Die Reise auf der Transkontinentalen birgt viele Schwierigkeiten und Überraschungen - zumal im Winter, bei Temperaturen bis zu minus 40 Grad.
Die ...

15:30
Videotext Untertitel
Russlands eisige Trasse (2/2)
10.000 Kilometer auf der Transkontinentalen
Halunken, Helden und Hasardeure
Film von Joachim Bartz
Von Kemerowo führt eine 5.000 Kilometer lange Straße in Richtung Westen nach Moskau. Die Reise ist gefährlich. Die Straßenverhältnisse sind meistens schlecht, obwohl Russland in seinen Petrodollars schwimmt und viel investieren könnte. Aber Bauarbeiten ziehen sich über ...

16:15
Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel
Russlands Küsten - Russlands Sehnsucht (1/3)
Die Straße der Eisberge
Mit Dirk Sager auf der Nord-Ost-Passage
Die Erschließung der Eismeerküste und damit des nördlichen Seewegs ist ein alter russischer Traum, der, als er der Verwirklichung nahe schien, begraben wurde: Mit dem Ende der Sowjetunion erlahmte die Kraft des Riesenreiches. Es fehlte an Geld, um die Flotte der ...

17:00
Tonsignal in monoFormat 4:3
Russlands Küsten - Russlands Sehnsucht (2/3)
Durch Feuer und Eis
Mit Dietmar Schumann im vergessenen Osten
Für das berühmte Institut für Vulkanologie auf der Halbinsel Kamtschatka hat Moskau nur wenige Rubel übrig. Längere Touren zu den Vulkanen sind nicht möglich, deshalb wartet der Vulkanologe Sergej Chabunaja jedes Jahr, wenn der Schnee schmilzt, auf Touristen, ...

17:45
Tonsignal in monoFormat 4:3
Russlands Küsten - Russlands Sehnsucht (3/3)
Die Riviera der Roten Zaren
Mit Anne Gellinek am Schwarzen Meer
Für den Aufstieg des russischen Reichs zur Weltmacht war ihre Eroberung ein Meilenstein, heute zeigt sie die Zerrissenheit der nachsowjetischen Unordnung: die Schwarzmeerküste. Jahrhundertelang umkämpft, verkörpert die Küste alles, was Russland nicht ist: Palmen, tropische ...
#96Verfasserno me bré (700807) 06 Feb 13, 21:39
Kommentar
Morgen auf Arte : http://www.arte.tv/de/programm/242,day=6,dayP...
03:00
Mitten im Sturm

Donnerstag, 14. Februar 2013 um 03.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Mitten im Sturm
(Deutschland, Polen, Belgien, 2009, 105mn)
WDR
Regie: Marleen Gorris
Drehbuch: Nancy Larson
Kamera: Arkadiusz Tomiak
Musik: Wlodek Pawlik
Schnitt: Ewin Ryckaert
Darsteller: Emily Watson (Eugenia Ginzburg), Ulrich Tukur (Dr. Anton Walter), Pam Ferris (Genias Mutter), Ian Hart (Beylin), Benjamin Sadler (Pavel Aksyonov), Jimmy Yuill (Sidorov), Agata Buzek (Lena), Monica Dolan (Pitkowskaya), Lena Stolze (Greta)
Autor: Eugenia Ginzburg
Produktion: Tatfilm, Tatfilm, Yeti Films, Saga Film, Lorival
Produzent: Christine Ruppert, Piotr Mularuk, Hubert Toint
Ton: Henri Morelle
Die Literaturprofessorin Eugenia Ginzburg gerät 1937 zwischen die Mühlsteine der stalinistischen Säuberungsaktionen. Sie wird zu Zwangsarbeit im Gulag verurteilt. In Sibirien gibt ihr zunächst die geliebte russische Literatur Kraft zum Durchhalten. Die Nachricht vom Tod eines ihrer Kinder nimmt ihr fast den Lebensmut, doch die Liebe zum Lagerarzt Anton Walter versorgt sie mit neuer Hoffnung.

... mehr dazu im Link ...
#97Verfasserno me bré (700807) 13 Feb 13, 13:57
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#98Verfasserno me bré (700807) 16 Mär 13, 12:07
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Morgen Abend auf Arte : http://www.arte.tv/guide/de/046349-000/lenin-...
Lenin - Drama eines Diktators
Dienstag, 19. März um 22:20 Uhr, 90 Min.
Wer war dieser Wladimir Iljitsch Uljanow, der unter dem Namen Lenin so berühmt und berüchtigt wurde? Träumer, Theoretiker, Staatsgründer, Vorgänger Stalins. Sein Name ist untrennbar mit der russischen Oktoberrevolution 1917 verbunden. Er schuf die Sowjetmacht. Als er 1924 starb, hinterließ er dem 20. Jahrhundert eine neue Art des Despotismus.

Wiederholungen:
Dienstag, 19.03. um 22:20 Uhr

... mehr dazu im Link oben ...
Sonntag, 24.03. um 10:10 Uhr
#99Verfasserno me bré (700807) 18 Mär 13, 21:00
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Läuft gerade, auch im Internet :
http://www.arte.tv/guide/de/045352-000/auf-de...

Auf der Suche nach dem Zarenschatz
Live Heute, 25. Mai um 20:15 Uhr, 52 Min.
Zum 400. Jubiläum der Romanow-Dynastie begibt sich ARTE auf Spurensuche: Was geschah mit der reichsten Herrscherfamilie und ihren Schätzen seit der Oktoberrevolution 1917 und ihrer Ermordung 1918? Dokumentation über die abenteuerliche Fahndung nach 100-Karat-Diamanten und versunkenen Goldbarren.

Dokumentation
Origin: MDR
Land: Deutschland
Jahr: 2012
Tonformat: Stereo
Bildformat: HD, 16/9
Arte+7: 25.05-01.06.2013
Wiederholungen: Montag, 03.06. um 17:30 Uhr

... mehr dazu, auch Fotos und Videos im Link oben ...
#100Verfasserno me bré (700807) 25 Mai 13, 20:20
Kommentar
Heute Abend noch : http://www.arte.tv/guide/de/046925-000/fort-v...

Fort von allen Sonnen
Montag, 23. September um 23:30 Uhr (77 Min.)

In Moskaus Nebenstraßen stehen vergessene Schätze: utopische Bauwerke aus den 20er Jahren. Der Dokumentarfilm zeigt fantastische Gebäude des russischen Konstruktivismus und begleitet drei Moskauer, die darin heute für ihre großen Träume kämpfen. Eine Zeitreise in die revolutionären 20er Jahre und zurück ins heutige Russland. ...


Origin: BR
Land: Deutschland, Russland
Jahr: 2013
Als Live verfügbar: ja
Tonformat: Stereo
Bildformat: HD, 16/9
Version:
Arte+7: 23.09-30.09.2013


... auch live im Internet ... mehr dazu oben im Link ...

#101Verfasserno me bré (700807) 23 Sep 13, 22:20
Kommentar
Siehe auch: schnäi - Variationen des Gedichts vom 12. Dez.

Vielleicht kommen ja auch von hier noch einige Variationen :-)
#102Verfassermanni3 (305129) 24 Dez 13, 10:39
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Ikonen
Makramee- Kunst - Wunderschön!

http://www.artisaway.com/blog/macrame-art-by-...
#103VerfasserCARIOCA (324416) 11 Apr 14, 20:10
Kommentar
Russisches/ukrainisches Fernsehen von Deutschland aus

Ich komme zurück auf meinen Beitrag #1 in diesem Faden, in dem ich euch auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht habe, deutsches Fernsehen auch von Russland (oder sonstwo) aus anzusehen.
Es geht aber auch in die andere Richtung! Ich sehe gerade, dass onlinetvrecorder die Anzahl der Sender erweitert hat und wer aus Deutschland russisches, ukainisches oder polnisches Fernsehen ansehen will, kann das mit Hilfe dieser Seite auch tun!
Ihr könnt das Programm aus folgenden Sendern aufnehmen:
2PLUS2, (Ukraine)
PERWY, RTRPLANETA, (Russland)
TVPHISTORIA, TVPINFO, TVPKULTURA, TVPOLONIA (Polen)
#104VerfasserCARIOCA (324416) 06 Mai 14, 16:44
Kommentar
http://www.3sat.de/page/?source=/film/reihen/...
 Neue russische Filme
Reihe mit sieben Filmen und drei TV-Premieren
Das moderne russische Kino fällt auch in politisch schwierigen Zeiten durch seine Bandbreite von professionellen Genrefilmen über spannende Dramen bis zu filmkünstlerisch herausragenden Arthouse-Filmen auf. Anlass genug für Entdeckungen, die Einblicke in die Lebensverhältnisse in Russland heute ermöglichen.
3sat zeigt eine Auswahl in der Reihe "Neue russische Filme", darunter als TV-Premieren "Target - Die Zone ewiger Jugend" und "Porträt in der Dämmerung", außerdem eine aktuelle Dokumentation über die russische Filmszene: "Kennwort Kino: Russische Realitäten"
Kennwort Kino: Russische Realitäten
Die ganze Sendung anschauen (20-6 Uhr) © Bild: ZDF/Heinz Kerber Video
Die ganze Sendung anschauen (20-6 Uhr)
Einblicke in Russlands Filmszene: Wie reagieren Filmemacher, Produzenten und Festivalleiter auf die sich verschlechternde Situation für die Künste? Und welche Möglichkeiten hat das unabhängige Kino zwischen Dissidenz und staatlicher Förderung?
weiter ...
Sendedaten
Dienstag, 16. September, 22.25 Uhr

Erstausstrahlung

Porträt in der Dämmerung
© ZDF/Iben Bull
Marina, eine Ehefrau aus der wohlhabenden russischen Mittelschicht wird von drei Polizisten vergewaltigt. Später folgt sie dem Polizisten Andrej bis in seinen Wohnblock und lauert ihm auf. Doch statt sich zu rächen, beginnt sie eine ungewöhnliche Affäre.
weiter ...
Sendedaten
Dienstag, 16. September, 22.55 Uhr

Erstausstrahlung

Die Rückkehr
Filmausschnitt anschauen © Bild: ZDF/ARD/Degeto Video
Nach zwölf Jahren taucht der Vater von Iwan und Andrej unerwartet wieder auf. Offenbar, um sie besser kennenzulernen, reist er mit ihnen an die nordrussischen Seen. Was zunächst wie ein Familienausflug wirkt, entwickelt sich für die Jungen zu einem "Härtetest".
weiter ...
Sendedaten
Mittwoch, 17. September, 22.25 Uhr

Alisa, das Meermädchen
© ZDF/Trigon Film/Oleg Kirichenko
Alisa wächst in der Nähe des Meeres auf und verfügt über die wundersame Gabe, Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Als sie nach Moskau zieht, trifft sie auf einen lebensmüden Geschäftsmann, der buchstäblich unterzugehen droht und sich als Märchenprinz entpuppt.
weiter ...
Sendedaten
Donnerstag, 18. Sept., 22.25 Uhr

Target - Die Zone ewiger Jugend
© ZDF/Aleksandr Ilkhovskiy
Wiktor und seine Frau Soja leben im neuen Russland des Jahres 2020. Sie gehören zur Oberschicht und haben keine materielle Sorgen. Was sie vermissen, sind Jugend und Glück. Sie machen sich auf ins Altai-Gebirge, um dort Körper und Geist zu verjüngen.
weiter ...
Sendedaten
Freitag, 19. September, 22.35 Uhr

Erstausstrahlung

Leben
© ZDF/Vlad Yakovlev
Drei Geschichten über Menschen, denen mitten im Leben der Tod begegnet: Ein frisch verheiratetes Paar wird Opfer eines brutalen Überfalls. Eine Frau verliert nach dem Tod ihres Mannes auch ihre beiden kleinen Töchter. Ein Junge sehnt sich nach seinem Vater.
weiter ...
Sendedaten
Freitag, 19. September, 2.10 Uhr

Mein Sommer mit Sergej
© ZDF/Pawel Kostomarow
Eine russische Polarstation auf einer einsamen Insel im arktischen Meer: Dort absolviert der junge Pawel den Sommer über ein Praktikum bei dem älteren Meteorologen Sergej. Dann empfängt Pawel eine Nachricht, die er sich nicht traut weiterzugeben.
weiter ...
Sendedaten
Freitag, 19. September, 4.05 Uhr



Weitere Details zu den Filmen und Sendetermine sowie Links zur Mediathek mit den Wiederholungen im Link oben
#105Verfasserno me bré (700807) 17 Sep 14, 21:26
Kommentar
#106VerfasserCARIOCA (324416) 07 Nov 15, 16:18
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