| Kommentar | Susi, inwieweit soll das angeschnittene Problem etwas mit dem Englischen zu tun haben? Es geht hier nur ums Deutsche! Lt. Schulz-Griesbach: Grammatik der deutschen Sprache, einem Werk, nach dem Generationen von ausländischen Deutschstudenten das Deutsche erlernten, ist es folgendermaßen: "Folgende Präpositionen verlangen den D a t i v : aus, außer, bei, binnen, d a n k , entgegen, fern, längs, laut, gegenüber, gemäß, mit, nach, nächst, nebst, samt (mitsamt), seit, trotz, von, zu, zufolge." (Regel F 022).
Regel F 025 sagt dann: "binnen, d a n k , längs, laut und trotz verbindet man auch oft mit dem G e n i t i v ."
Die Entwicklung ist durchaus uneinheitlich. Zu meiner Schulzeit musste beispielsweise auf 'wegen' unbedingt der Genitiv folgen; der Gebrauch des Dativs anstelle des Genitivs wurde später offiziell "abgesegnet". In bestimmten Fällen klingt der Genitiv in jüngeren Ohren generell als veraltet. Wer spricht heute noch von "meines Vaters Haus"? Die Mehrzahl der Sprecher würde wohl formulieren: "das Haus von meinem Vater". Was dann wieder fatale Folgen für das Englische unserer Fremdsprachenlernenden hat, da sie in solchen Fällen oft 'von' mit 'from' (statt 'of') übersetzen. |
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