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Zukunft - nur eine?

23 replies   
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Zu·kunft die (-) (kein Plur.)
PONS Großwörterbuch DaF

Zu|kunft (f. -; nur Sg.)
http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ser...

Zukunft, die; -, /ohne Pl./
http://www.dwds.de/?kompakt=1&sh=1&qu=zukunft...

1. Zu|kunft, die; -, (selten:) Zukünfte [mhd. zuokunft, ahd. zuochumft, eigtl. = das auf jmdn. Zukommende, zum 2. ...
http://www.duden-suche.de/suche/trefferliste....

Worauf wird das ruhen, dass alle Deutschlexika außer einem bedingten Duden die Möglichkeit alternativer Zukünte ausschließen...? Dabei stimmen die Leute folgendermaßen:

Resultados 1 - 10 de aproximadamente 33.700 páginas en alemán de zukünfte.
http://www.google.com.ar/search?hl=es&rlz=1B3...
AuthorDoktor Faustus (397365) 20 Apr 09, 00:59
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Mir als Muttersprachlerin und Sprachwissenschaftlerin ist das Wort "Zukünfte" in meinem Leben bisher noch nie untergekommen. Die ersten Googlehits beziehen sich zudem auf die Zeitschrift "Zukünfte" und bei der Namensfindung von Zeitschriften und Büchern wird man ja gern mal kreativ. Es ist sicher nicht falsch, dieses Wort zu verwenden, aber mir persönlich würde es in einem Gespräch definitiv auffallen. Vielleicht handelt es sich hierbei aber auch einmal mehr um eine regionale Varietät. Meine Meinung würde sich in diesem Fall nur auf den Raum Norddeutschland (Ost & West) beziehen und ich würde gern von anderen Erfahrungen aus anderen Regionen erfahren.

Eine sehr interessante Frage stellst du hier, Faustus. Nur schade, dass ich sie nicht im Geringsten wissenschaftlich fundiert beantworten kann! :)
Man sagt im Übrigen "Worauf wird das beruhen"... Ich staune immer wieder über dein nahezu perfektes Deutsch!!!

¡buenas noches!
#1AuthorKatte (473510) 20 Apr 09, 03:02
Comment
In Österreich und im Wienerraum wird das Wort Zukünfte auch nicht verwendet.
Muttersprachler aber nicht Sprachwissenschaftler!
Saludos desde Viena
#2Authorgitana20 Apr 09, 07:27
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Nur eine Zukunft. Zukünfte hört sich sehr fremd an.
Worauf wird das beruhen würde ich in diesem Fall mit "an was mag/wird es wohl liegen" ersetzen.
#3AuthorPepinaza (416033) 20 Apr 09, 15:16
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Zukünfte

... kenne ich nur aus dem Science-Fiction-Bereich ...

¡huhu dottore!
#4Authorla déesse aliénée20 Apr 09, 15:18
Comment
El centro del conflicto entre determinismo y libertad radica en la negación, por parte del determinismo, de los mundos posibles. [...] Esto es así mientras no tengamos en cuenta la presencia de la mente (humana o animal). Porque ella es capaz de diseñar futuros alternativos imaginarios. Y luego procura ejecutar sólo aquellos a los que nos inclinan nuestras preferencias. El psiquismo es el gestor de mundos posibles que entrarán en competencia entre sí y con el mundo real.

Jorge Estrella, Filosofía en Chile

Meine freie und partielle Übersetzung:

Weiter argumentiert Estrella, im Mittelpunkt des Konflikts zwischen Determinismus und Freiheit stehe die Leugnung der möglichen Welten durch den Determinismus. Hinzu komme, dass auf den Nachweis des Geistes bzw. seiner Fähigkeit, alternative gedankliche Zukünfte zu entwerfen, keine Rücksicht genommen werde.

Ich danke euch für eure Beteiligung, Anmerkungen, Kompliment und Verbesserungen. Anlass meiner Anfrage war die obige Passage, bei deren Übersetzung ich mich des Plurals von Zukunft vergewissern wollte. Dabei fand ich heraus... nichts :O
Ich gehe davon aus, dass es sich hierbei um einen seltenen Zusammenhang handelt und daher ist die Verwendung von Zukünfte laut Duden erlaubt. Wir stehen nämlich auf philosophischem Bereich, der sich eben dem der Sciencie-Fiction und der jenseitigen Göttern nähert ;] Nicht umsonst sagte der Borges "la metafísica es una rama de la literatura fantástica".

Euch einen schönen Tag!

P.S. Habt ihr das Smiley bei Duden entdeckt? :)
#5AuthorDoktor Faustus (397365) 20 Apr 09, 16:34
Comment
Hier ein Vorschlag für deine freie und partielle Übersetzung ohne die Pluralform des im Deutschen normalerweise als singulare tantum empfundene Wort Zukunft:

.....dass auf den Nachweis des Geistes bzw.seiner Fähigkeiten, alternative Zukunftsentwürfe zu skizzieren, keine Rücksicht genommen wurde.



Man braucht die Pluralform von Zukunft nicht unbedingt, um Pluralität in der Sache auszudrücken.
#6Authorla costeña20 Apr 09, 22:31
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gut gelöst, la costeña!


#7Authorla déesse aliénée21 Apr 09, 08:37
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Schönen Dank, Vorschlag aufgenommen. Aber da habe ich schon wieder einen Problemsatz parat:

La información reunida por la ciencia está permitiendo a la especie humana eliminar algunos futuros indeseables como pestes, hambrunas masivas o muertes por terremotos: campañas de vacunación, la nueva revolución agraria o las construcciones antisísmicas son precisamente eso.

Jorge Estrella, Filosofía en Chile

Die von mir stammende (freie) indirekte Rede:

Die von der Wissenschaft gesammelte Information ermögliche dem Menschengeschlecht, unerwünschte Zukünfte wie Pest, massenhafte Hungersnöte o Todesfälle bei Erdbeben auszuschalten – Impfkampagnen, die neue Agrarrevolution oder erdbebensichere Bauten seien genau das.

Wie wäre dementsprechend dieser letzte Satz dann umzuschreiben? Danköö...
#8AuthorDoktor Faustus (397365) 15 May 09, 01:27
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unerwünschte Zukunftsereignisse / -geschehnisse ... zu verhindern / erst gar nicht geschehen zu lassen

in diese Richtung, dottore?
#9Authorla déesse aliénée15 May 09, 09:33
Comment
Espléndido, muchas gracias, déesse! (-:
#10AuthorDoktor Faustus (397365) 15 May 09, 16:11
Comment
...ich könnte mir auch Zukunftsszenarien gut vorstellen.

Saludos a tod@s
#11Authorioagab (441595) 15 May 09, 17:27
Comment
Als (deutscher) Muttersprachler würde ich sagen:

Wenn es jemand benutzen würde, würde es mir sicher auffallen. Ob ich es selbst benutzen würde - ich weiß es nicht. Allerdings würde ich es nicht als kategorisch falsch ausschließen, eher als selten benutzes Wort, das man eben nicht benötigt in der normalen Spache.

Saludos
Kai
#12AuthorKaiAhnung (552503) 15 May 09, 21:05
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Zukunftsvisionen... als weitere Möglichkeit. Saludos!
#13Authorzola_eu (587631) 15 May 09, 23:16
Comment
Hola Doktor Faustus!
me gustaria con mucho gusto tener charlas con usted ya que necesito practicar el aleman. desde hace 3 meses lo estoy aprendiendo.
espero su respuesta. Vielen Dank. Sofia
#14AuthorSofia5 (597025) 19 May 09, 00:21
Comment
¡Gracias a todos por sus aportes!

@Sofía
¡Encantado, Sofía! Y podés tutearme, es lo usual aquí en el foro. Te comento que soy hablante nativo de castellano; hace un tiempo ya que vengo aprendiendo alemán, e incluso comencé a enseñarlo. Pero es una lengua compleja, muy reglada, y por ello resulta fácil equivocarse. Yo mismo cometo errores vuelta a vuelta, o armo construcciones extrañas, aunque no me desanimo, es la manera de aprender.
Es frecuente aquí el proponer intercambio epistolar para practicar el idioma, te recomiendo que para ello abrás un tema en "Land und Leute" o "Quasselzimmer", seguro vas a encontrar rápidamente algún germanoparlante que quiera escribirse o chatear con vos. ¡Suerte en la búsqueda y que disfrutés aprendiendo esta lengua fascinante!

Liebe Grüße,
#15AuthorDoktor Faustus (397365) 19 May 09, 03:28
Comment
@Kai
Tatsächlich. Da die philosophische Sprache teilweise von der Alltagssprache ziemlich stark abweicht, bin ich mir nie sicher, wie viel ich dabei wagen darf.

Guckt doch mal rein, was ich im philosophischen Forum herausfand. Inwieweit ist dies möglich/stilistisch/akzeptabel...?:

Zukünfte? 26.02.2006 14:12 Forum: Philosophisches allgemein

>...es gibt den Spruch, sich die Zukunft auszumalen. Die Zukunft kann man beeinflussen,
>aber die Zukunft selbst GIBT es nicht. Sie wird Gegenwart sein, wenn es so weit ist,
>dass die Zeit weit genug vorangeschritten ist. Insofern würde ich sagen, dass es nur
>die Gegenwart gibt, dass nur sie existiert. tempus fugit...

Hallo Caine
Im Buddhismus sagt man, wir verursachten unsere Zukunft. Durch 'unbesonnenes' Handeln. Demnach gibt es nicht die Zukunft, sondern subjektabhängig jeweilige Zukünfte. Und es gibt, wenn ich meine Verknüpfung von Zeit = Zukunft aufrecht erhalten darf, diese beiden nicht notwendig. Sie sind potentiell, möglich. Das es sie nicht gibt, würde ich aber nicht sagen. Zeit vergeht - solang es sie gibt.
Mit der buddhistischen 'Verursachungstheorie' würde ich die Vergangenheit als notwendig bezeichnen und auch dort von Vergangenheiten sprechen. Notwendig, da nur 'dort' verursacht werden konnte, was die Gegenwart bewirkt und die Zukünfte potentiert. öm.

"Doch einmal werd ichs fassen können, wenn du es mir einst geben wirst, du süßes Licht der tief verborgnen Augen meiner Seele." (Augustinus. aus; G. Kniebe, Hg.: "Was ist Zeit", Stuttgart, 1993. )

"Die neue physikalische Darstellung, die den Pfeil der Zeit verständlich macht, bedeutet also, dass eine Annahme der klassischen Betrachtungsweise aufgegeben werden muß: die Annahme, das die Anfangsbedingungen einer Entwicklung beliebig seien."
(Illya Prigogine und Isabelle Stengers. ebd.)

liebe Grüße -
Bernd


http://philo-welt.de/forum/thread.php?threadi...
#16AuthorDoktor Faustus (397365) 22 May 09, 17:53
Comment
Vielleicht sehe ich das Ganze in meiner Naivität etwas zu simpel:
aber ich sehe "Zukünfte" als "(in) künftigen Zeiten" (tiempos futuros).

Na ja vielleicht tanzt mein Hirnkastl auch nur mal wieder Tango....,
aber irgendwo im Hintergrund ... no me suena tán mal.

Saludos
#17Authorcoplita (570845) 22 May 09, 21:49
Comment
Ich möchte nicht lästig werden, aber da ist mir noch etwas eingefallen:


des Geistes bzw. seiner Fähigkeit, alternative gedankliche Zukünfte zu entwerfen, keine Rücksicht genommen werde.



alternative, gedankliche Zukunftsgestalten/-formen/ -modelle

Quizas....?
#18Authorcoplita (570845) 22 May 09, 22:12
Comment
Hallo, da habe ich noch etwas nettes gefunden bzgl "Zukünfte":

Gesellschaftliche Aspekte [Bearbeiten]
Jede Aussage über die Zukunft erfolgt notwendig vom gegenwärtigen Standpunkt aus, so dass sich prinzipiell zwei Modalitäten ergeben: Im Falle der "gegenwärtigen Zukunft" wird eine pragmatische Perspektive eingenommen, der künftige Verlauf wird aufgrund vorliegender Daten erfahrungswissenschaftlich vorausberechnet bzw. extrapoliert (Planung). Dabei zeigt sich, dass man bestimmte Ereignisse sehr genau vorausberechnen kann, wie zum Beispiel die Flugbahnen von Himmelskörpern, das Schwingen von Pendeln und das Entladen einer Batterie, während andere Bereiche ein chaotisches Verhalten zeigen, wie das Wetter und die Börsenkurse.

Ein völlig anderes Bild ergibt sich bei der Imagination "zukünftiger Gegenwarten". Hier werden gerade nicht die zu jener Zeit gültigen Rationalitätsstandards zur Konstruktion eines "realistischen", gegenwartsangepassten Zukunftsbildes angewendet. Vielmehr wird davon bewusst abgesehen, um zu einem utopischen Gegenentwurf zur jeweils vorherrschenden Realität zu gelangen. Innerhalb von Methoden zur Partizipation wie beispielsweise der Zukunftswerkstatt wird dies durch eine besondere Phantasie- und Utopiephase verwirklicht. Somit werden mittels Imaginationsfähigkeiten und Kreativität weitergehende “Zukünfte” (d.h. mehrere Gestaltungsalternativen von Zukunft) gedanklich vorweggenommen.

Aus sozialphilosophischer Sicht ergibt sich zudem ein enger Zusammenhang mit dem Begriff der (Handlungs-)Erwartung, worunter allgemein die Antizipation eines künftigen Zustandes verstanden wird. Zwei Stile lassen sich unterscheiden: Erwartet die handelnde Person normativ, so orientiert sie sich an Konventionen und Regeln (Recht). Erwartet sie hingegen kognitiv, so steht die aktive Suche nach Handlungsoptionen und Kombinationsmöglichkeiten im Vordergrund (Wissenschaft).

Siehe auch: Zeitsoziologie

http://de.wikipedia.org/wiki/Zukunft

Saludos
#19Authorcoplita (570845) 23 May 09, 08:37
Comment
Dankeschön coplita, dein letzter Beitrag hat mich an bei Heideggers die gewesene Zukunft erinnert.

Folgendes wurde im philosophischen Forum als Antwort gegeben:

Zumindest scheint das die einzige Pluralisierungs-Möglichkeit der Zukunft zu sein, die ohne Zusammensetzung auskommt. Insofern ja, man kann "Zukünfte" so verwenden. Allzu häufig ist das aber nicht der Fall. Meist spricht man von "Zukunftsvarianten," "Zukunftsmöglichkeiten" oder ähnlichem.

Liebe Grüße
#20AuthorDoktor Faustus (397365) 26 May 09, 15:10
Comment
Lo que dije...

"[...]würde ich sagen:

[...] Allerdings würde ich es nicht als kategorisch falsch ausschließen, eher als selten benutzes Wort, das man eben nicht benötigt in der normalen Spache."



Saludos
Kai
#21AuthorKaiAhnung (552503) 26 May 09, 21:40
Comment
@ KaiAhnung

Nur so nebenbei, beim Lesen deiner Beiträge fiel mir auf, dass du "benutzes Wort" schreibst. Ich dachte, das sollte eigentlich "benutztes Wort" heißen, denn das Adjektiv wird vom Partizip II des Verbs "benutzen"(also benutzt)und beim deklinieren würde ich dann das "t" nicht fallen lassen, weiß einfach nicht warum das so sein soll. Kannst du mir oder jemand anders erklären, ob ich da was falsch verstanden habe?

@ Fausto

Lo siento por desviarme de tu futurista tema, pero yo también tengo que ocuparme de mi gramática ;) ¡Saludito!
#22AuthorSpanierIN (436462) 26 May 09, 23:30
Comment
Du hast vollkommen Recht, SpanierIN, die korrekte Form ist benutztes. KaiAhnung hat sich sicher nur vertippt.
#23AuthorDame du Lac (471635) 26 May 09, 23:38
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