| Kommentar | Im Normalfall ohne Apostroph.
Zitat Wikipedia zu deutsche Genitiv-Sonderfällen: * Wenn ein Eigenname auf einen stimmlosen S-Laut endet und kein Artikel, Possessivpronomen oder dergleichen davor steht, wird zur schriftlichen Kennzeichnung des Genitivs gemäß § 96 der Regeln zur Deutschen Rechtschreibung der Apostroph verwendet. Endungen können z. B. folgende sein: ce (Bruce’), s (Klaus’), ss (Grass’), ß (Weiß’), tz (Katz’), z (Merz’) und x (Marx’). o Zu beachten ist, dass die genannten Buchstaben nur dann den Genitiv durch Apostrophierung bilden, wenn ihnen auch tatsächlich der Laut [s] entspricht oder er stumm bleibt; wenn nicht, wird in der geschriebenen ebenso wie in der gesprochenen Sprache ganz normal ein s angehängt, z. B. Miloševićs, nicht *Milošević’ (ebenso wie Millowitschs, nicht *Millowitsch’) oder Benešs, nicht *Beneš’ (ebenso wie Bauschs, nicht *Bausch’). + Eine Ausnahme hiervon stellen lediglich Wörter dar, die auf eines der Grapheme enden, das aber stumm bleibt. Man schreibt Jacques’ (und nicht *Jacquess) oder Giraudoux’ (und nicht *Giraudouxs), obwohl in der gesprochenen Sprache durchaus ein [s] angehängt wird (['ʒak+s]). o Da der Genitiv im Deutschen markierungspflichtig ist, kann der Apostroph bei nachgestellten Genitiven nicht verwendet werden. So ist in dem Syntagma Klaus’ Hund an Wortstellung und Intonation zu erkennen, dass Klaus hier im Genitiv steht; in dem Syntagma der Hund Klaus ist jedoch Klaus nur als der Name des Hundes interpretierbar, und dies kann auch nicht dadurch geändert werden, dass man Klaus einen Apostroph hinzufügt: *der Hund Klaus’ wäre beim Lesen zwar verständlich, aber ein nicht auszusprechender Text. o Sollen stilistisch unglückliche Genitive von Eigennamen, die auf einen S-Laut enden, wie Klaus’ Freund Thomas oder Marx’ „Kapital“ vermieden werden, kann man auf die veraltende Genitivbildung mit -ens zurückgreifen: Klausens Freund Thomas, Marxens „Kapital“. Ferner ist in diesem Fall auch die Umschreibung mit von möglich (analytische Formbildung: Thomas, der Freund von Klaus, „Das Kapital“ von Marx), gilt aber standardsprachlich als weniger 'vornehm'. * Bei festen Wendungen mit Namen wird der Genitiv oft durch ein mit dem Suffix -sche gebildetes Adjektiv ersetzt: statt Verners Gesetz heißt es: vernersches Gesetz oder Verner’sches Gesetz. * In einigen Fällen kann ein „flüchtiges e“ auftreten. Dann sind zwei Genitivvarianten möglich. Beispiel: des Baums/des Baumes.
Die Abtrennung des s durch Apostroph beim Genitiv ist im Deutschen nicht mehr üblich. Sie war bis ins 19. Jahrhundert auch in der geschriebenen und gedruckten deutschen Hochsprache noch verbreitet, von der Preußischen Akademie der Wissenschaften wurden die Werke Kants sogar im 20. Jahrhundert noch unter dem Titel „Kant's Gesammelte Schriften“ herausgegeben. Mit der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1901 galt dies aber als Fehler. Mit dem vermehrten Eindringen von Anglizismen und Pseudo-Anglizismen in die deutsche Werbe- und Umgangssprache hat der sächsische Genitiv seit einigen Jahren wieder zunehmend Verbreitung gefunden („Peter’s Pilsbar“ statt „Peters Pilsbar“). Nach neuer Rechtschreibung ist er wieder zulässig, wenn damit die Grundform eines Personennamens verdeutlicht werden soll.
Mittlerweile wird der Apostroph aus Unkenntnis zunehmend auch vor andere s am Wortende gesetzt, vor allem beim Plural („Apartment’s“, „WC’s“), oder bei der Adverbbildung („mittwoch’s frische Austern“), was auch nach neuer Rechtschreibung falsch ist. Die Nichtunterscheidung der geschriebenen Genitiv- und Pluralformen ist auch im englischen Sprachraum verbreitet und Gegenstand der Kritik. Solcher übermäßiger Gebrauch des Apostrophs wird zuweilen polemisch als Apostrophitis bezeichnet, man spricht auch vom Deppenapostroph oder Idiotenapostroph und im Englischen vom „greengrocers' apostrophe“ („Gemüsehändler-Apostroph“).
Ein ausgelassener Buchstabe, wie ein ausgefallenes Genitiv-s, wird aber richtigerweise durch einen Apostroph dargestellt. Das ausgefallene (flüchtige) e bei der ursprünglichen Genitivendung es wird dagegen nicht durch einen Apostroph gekennzeichnet, Beispiel: des Baumes/des Baums; - außer optional bei Namen. |
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