@kikaert: Wie gesagt, je nach Laune, je nachdem, wer es ist und je nachdem, wie viel Zeit und Geduld ich in dem Moment gerade habe, kann es durchaus sein, dass ich den Mann einfach mal erklären lasse, was auch immer er mir erklären will, ihn dabei freundlich anlächle und ihm zunicke. Augenklimpern eher selten, es sei denn, ich will, dass er merkt, dass ich das nicht ernst meine. Was aber daran liegt, dass ich generell nicht der augenklimpernde Typ bin, andere können das bestimmt besser.
Insofern schließen sich m.E. Augenklimpern und Mansplaining nicht grundsätzlich aus, sondern nur dann, wenn die Frau denjenigen in dem Moment wirklich bewundert, weil er ihr etwas in ihren Augen wirklich Tolles erklärt. Das ist dann wirklich kein Mansplaining. Man könnte es Balzverhalten nennen, Selbstdarstellung zur Stärkung des eigenen (schwachen) Egos oder auch plumpe Manipulation, je nachdem, was genau dahintersteckt.
Ich habe gerade z.B. die Bilder aus dem diesjährigen Dschungelcamp vor Augen (ja, ich schaue das, ich stehe auch dazu, so sue me), als "Honey" einer bewundernden Gina-Lisa erzählt, was er in seinem Leben schon "geleistet" hat oder warum er an dieser oder jener Dschungelprüfung nun wirklich nicht teilnehmen kann und sie ihn anhimmelt und sofort ganz sicher ist, dass er unbedingt recht hat und sowieso ein Super-Typ ist... Egal, was er ihr erzählt, aus Gina-Lisas Perspektive ist das kein Mansplaining. Aus der Perspektive der unbeteiligten Zuschauerin wirkt es aber möglicherweise so, jedenfalls wenn diese Zuschauerin sich in diese Situation hineinversetzt und sich vorstellt, sie wäre stattdessen Honeys Gesprächspartnerin, die ihn eben nicht so anhimmeln würde (und, weil der Kerl zwar doof, aber nicht dumm ist, aus diesem Grunde wahrscheinlich auch nicht mit dieser Masche angesprochen würde).