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    Deutsch gesucht

    sand-nigger; sandnigger; sand nigger

    Betreff

    sand-nigger; sandnigger; sand nigger

    [pej.][Substantiv]
    Quellen
    1. (derogatory, offensive, ethnic slur) A person of Middle Eastern or North African descent.
    2. (derogatory, offensive) A Muslim.
    Kommentar
    Im Deutschen sagt niemand Sandneger. Was wäre das deutsche Pendant, das am besten passen würde?
    Verfasser tellerkind (994042) 03 Okt. 17, 21:58
    Kommentar
    Auch hier wäre Kontext hilfreich. Kommentarlose Anfagen zu rassistischen Begriffen, vor allem in Kombination mit dem letzten Faden, kommen nicht so gut. Da ist man dann doch schnell unter Trollverdacht.
    #1Verfasser Gibson (418762) 03 Okt. 17, 22:13
    VorschlagKameltreiber [Substantiv]
    Quellen
    Kommentar
    Sand nigger is an offersive word for an Arab.

    Although I am an American, to my AE ear and German language experience, I would say that Kameltreiber may be less offensive.

    Note that the expression "camel driver" exists in AE, and it is possible to use camel driver in a non-offensive way.
    #2Verfasser TerrenceDC (562910) 03 Okt. 17, 22:34
    Kommentar
    Irgendwas mit "Wüsten-" ? ... obwohl mit da die "Wüstensöhne" in den Sinn kommen ... was wohl nicht auf der gleichen Sprachebene ist ... das geht dann schon eher in Richtung von #2 ...

    PS :
    Das tellerkind ist zwar oft recht sparsam mit Belegen und Kontext, aber als "Troll" würde ich es auf keinen Fall bezeichnen wollen ...
    #3Verfasser no me bré (700807) 03 Okt. 17, 22:42
    VorschlagKana(c)ke
    Kommentar
    For a Muslim of unspecified origin, neo-Nazis and other right-wing extremist Germans commonly use Kana(c)ke. For the refugees coming to Europe since 2015, Rapefugee is often used as a slur.

    Bereicherung(en) is also misused as a slur after Merkel (or some politician close to her) said that the refugees are a "Bereicherung" (enrichment) for Germany.
    A Schulz comment saying "Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold" led to right-wing extremists calling Muslims/Arabs/immigrants in general Goldmenschen (lit. gold humans/humans of gold) in an offensive way whenever they seemed to have committed a crime.

    Terrorhelfer, Islamisten etc. pp. - also used on right-wing extremist sites - is specific to the suspicion that Muslims coming to Europe will spread fanatical Islamist Jihadism.
    #4Verfasser BenatarsComrade (1182552) 03 Okt. 17, 23:36
    Kommentar
    Da bist Du wohl auf einen Zug aufgesprungen, der gar nicht vorbeigefahren ist, BenatarsComrade:

    Kana(c)ke wird eben nicht nur für Personen aus Nordafrika oder dem Nahen Osten verwandt, sondern für alle, die nicht offenkundig arischen Geblütes sind (mit Ausnahme der Ostasiaten, die als Fidschis bezeichnet werden).

    Auch Deine anderen Vorschläge bezeichnen nicht die Herkunft, sondern die Eigenschaft als Flüchtling, so dass TerrenceDCs "Kameltreiber" es wohl am besten trifft - besser sogar als das Original, in dem unterstellt wird, dass alle Muslime oder Bewohner Nordafrikas und des Nahen Ostens schwarze Hautfarbe haben. (Aber gut, Rassismus und Allgemeinbildung/Intelligenzquotient sind Dinge, die sich feindlich gegenüber stehen.)
    #5Verfasser Analphabet (1034545) 04 Okt. 17, 01:05
    Quellen
    Von #4 kann man wohl nur die Überschrift gebrauchen. (Und selbst die geht eher an der Frage vorbei.)

    @#5: Die "Fidschis" kenne ich nur aus den 5 neuen Ländern.
    #6Verfasser Harald (dede) [de] (370386) 04 Okt. 17, 09:12
    Quellen
    Von #4 kann man wohl nur die Überschrift gebrauchen. (Und selbst die geht eher an der Frage vorbei.)

    @#5: Die "Fidschis" kenne ich nur aus den 5 neuen Ländern.
    #7Verfasser Harald (dede) [de] (370386) 04 Okt. 17, 09:14
    Quellen
    Kommentar
    # 4-5: kenne ich nur ohne (c), egal in welcher Bedeutung.

    Interessant übrigens die einst sehr positive Verwendung durch Seeleute!
    #8Verfasser mbshu (874725) 04 Okt. 17, 10:30
    VorschlagKameltreiber
    Kommentar
    scheint mir das Stereotyp recht gut zu treffen und ist für mein Ohr durchaus beleidigend. (Ja, den Beruf gibts und er heißt genau gleich. Trotzdem beleidigend).

    In einem ganz aktuellen Kontext könnte man sich noch über den Begriff "Nafri" Gedanken machen. Für manche Bevölkerungsgruppen könnte ich mir vorstellen, dass sie ziemlich genau "sand nigger" meinen, wenn sie "Nafri" sagen.
    #9Verfassermagguskn (569787) 06 Okt. 17, 10:48
    VorschlagWüstenbimbo
    Kommentar
    Den Begriff "sand nigger" kenne ich nur aus Reportagen über US-Soldaten im 1. Golfkrieg und gemeint waren konkret Iraker, insbesondere irakische Zivilisten. Nach Michael Moore soll er vom Oberkommando der U.S. Army bewusst ausgestreut worden sein mit dem Hintergedanken, dass es sich auf Nigger eben leichter schießen lasse. In der deutschen Synchronisation von David Russells Film "Three Kings" wurde daraus recht kreativ ein Wüstenbimbo. (Quelle: Linder, R.: "Zwischen Propaganda und Anti-Kriegsbotschaft", 2016)

    Dem Kameltreiber entspricht dagegen der camel jockey, der keinen solchen militärischen Hintergrund hat.
    #10Verfasser Cuauhtlehuanitzin (1009442) 06 Okt. 17, 22:19
    VorschlagNafri
    Kommentar
    Ich unterstütze #9 mit "Nafri" als Vorschlag - der Begriff dürfte einem breiten deutschen Publikum bekannt sein, im Gegensatz zu "Kameltreiber" oder "Wüstenbimbo". Beides habe ich als abfällige/beleidigende Bezeichnung für Araber oder arabisch/nordafrikanisch aussehende Menschen vorher nie gehört (ich lese allerdings auch keine entsprechend alte Literatur).

    "Nafri" dagegen passt als neu entstandener (siehe die Referenz zum 1. Golfkrieg!) abfälliger Populistensprech sehr gut auf die Situation, und selbst bei einem älteren Kontext als 2015 wäre "Nafri" zumindest einem breiten Publikum bekannt.
    #11Verfasser BenatarsComrade (1182552) 07 Okt. 17, 00:34
    Kommentar
    Der Begriff "Kameltreiber" ist mir bekannt - wenn auch in einem anderen Zusammenhang - aber "Nafri" kommt mir hier erstmalig unter ...
    #12Verfasser no me bré (700807) 07 Okt. 17, 12:08
    Kommentar
    Auf Nafri wäre ich gar nicht gekommen! Das passt eigentlich super! Vielen Dank! :-)

    #1: Na ja, ich dachte die englische Definition hätte ausgereicht. Ich bin kein Troll und brauche die Übersetzungen für private Zwecke, da ein amerikanischer Bekannter von mir Comics zeichnet, um auf rasisstische Internet-Trolls aufmerksam zu machen. Ich selbst würde diese Bezeichnungen auch nie in den Mund nehmen!

    Liebe Grüße!
    #13Verfasser tellerkind (994042) 07 Okt. 17, 16:11
    Kommentar
    Mir geht es wie no me bré. Ich musste den Begriff recherchien. Evtl. mal gehört und bald wieder vergessen.
    #14Verfasser Harald (dede) [de] (370386) 08 Okt. 17, 00:00
    Kommentar
    Nafri paßt doch überhaupt nicht. Nafri ist Polizeisprech und bedeutet nordafrikanischer Intensivtäter - also ein aus Nordafrika stammender Krimineller. DAmit sind auf keinen Fall irakische Zivilisten gemeint - zumal diese Abkürzung für die meisten Deutschen, die sich an die Berichterstattung zum Polizeieinsatz bzw. - nichteinsatz in der unseligen Kölner Silvesternacht und die darauf folgende Aufregung erinnern.
    #15Verfasser Selima (107) 08 Okt. 17, 08:21
    Kommentar
    Nie gehört. Allerdings habe ich auch praktisch keine pegidösen Paranoiker im Bekanntenkreis.
    #16VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 08 Okt. 17, 08:47
    Kommentar
    ..., genau und wohl nur damit verknüpft ist. [fehlte oben noch]

    #16 So ein Schwachsinn! Es gab eine ziemlich hitzige Diskussion, nachdem ein Polizeisprecher diese Abkürzung benutzt hatte, gerade darüber, wie diskriminierend das ist oder nicht. Um den Begriff zu kennen, muß man lediglich die öffentlich-rechtlichen Medien nutzen und braucht keinen einzigen "pegidösen Paranoiker" im Bekanntenkreis. Es reicht sogar einfach, bei LEO mitzulesen:
    #17Verfasser Selima (107) 08 Okt. 17, 09:06
    Kommentar
    Ach was, man kann eben nicht alle "hitzigen Diskussionen" über Wasnichtnochalles verfolgen. Schon weil die Diskussionen dem Anschein nach immer mehr und immer hitziger werden.

    Übrigens war meine Kernaussage "nie gehört" und nicht "findet man nirgends".
    #18VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 08 Okt. 17, 09:12
    Kommentar
    Nachdem tellerkind meinte, Nafri würde für seine/ihre Zwecke gut passen, hat sich die Sache doch eigentlich erledigt ...
    Ich persönlich würde zu "Wüstenbimbo" tendieren. Erstens muss man darüber nicht nachdenken, sondern weiß sofort, was gemeint ist, und zweitens finde ich den Begriff so beleidigend, dass ich allein schon beim Lesen rot werde.
    #19VerfasserVerdigrisDeep (1056392) 08 Okt. 17, 20:08
    VorschlagThis is a word I haven't even heard in forty years in the US; it is not in usage
    #20Verfasser Ursuletulmare1 (1337543) 31 Mai 22, 17:01
    Kommentar

    Im Sprachgebrauch der Berliner Polizei wurde für Teile der im OP gemeinten Gruppe der Begriff Westasiate verwendet - das tauchte vor einem Jahr nach den schweren Krawallen auf, wurde in den Medien sogleich zerrissen und dann nicht wieder - außer in einigen Tweets - verwendet...

    #21Verfasser BenatarsComrade (1182552) 01 Jan. 24, 13:16
    Kommentar

    Geselle mich zu #12 und #14: "Nafri" noch nie gehört und ohne sehr eindeutigen Zusammenhang ohne Nachschlagen auch nicht verständlich.

    #22Verfasser Sachs (638558)  01 Jan. 24, 13:32
    Kommentar

    Schließe mich #12, #14 und #22 an.

    #23Verfasser manni3 (305129) 01 Jan. 24, 14:19
    VorschlagKamelf*cker
    Kommentar

    es überrascht mich doch, dass niemand den wesentlich derberen "Kamelf*cker" genannt hat. ein "Kameltreiber" würde m.E. im Deutschen nicht die selbe Reaktion erzeugen, wie das N-Wort im Amerikanischen.

    diese Beleidigung kenne ich aus dem Gebrauch durch Spätaussiedler (a.k.a. Russland-Deutsche), wobei sie eine Reihe mit analog gebildeten Begriffen für Ziegenböcke, Schafe und Esel bildet. die Derivate für Ziegenbock (козло*б), Schaf (овце*б) und Esel (осло*б) werden auch im Russischen gebraucht und ich würde vermuten, dass zuerst die "Eindeutschung" und dann die Erweiterung der Reihe auf das Kamel stattfand, da die Russland-Deutschen in der ex-UdSSR m.W. kaum Kontakt mit Menschen aus dem Nahen Osten / Nordafrika hätten.

    N.B.: die Beleidigungen mit "Ziegenbock", "Schaf" und "Esel" gelten den Bewohnern der ehemaligen mittelasiatischen Republiken (Kasachstan, Turkmenistan usw.) und der heutigen Staaten / Regionen des Kaukasus-Gebirges. im Unterschied zum N-Wort fehlt die Nennung der Hautfarbe, welche im Russischen in der Beleidigung "черножопый" auftaucht.


    @ #20: der "sand nigger" ist mir in zeitgenössischer Internet-Literatur im erwarteten Kontext (Neo-Nazi-Bande spricht über Menschen arabischer Herkunft) begegnet. ausgestorben ist der Begriff nicht.

    @ #10: "Wüstenbimbo" ist mir hingegen noch nie begegnet. und da "Bimbo" m.E. fast ausschließlich als Feminitiv verwendet wird, würde ich das nicht als Übersetzung für das Maskulinum N-Wort betrachten.


    der "Nafri" ist mir seit der von Selima erwähnten Skandalisierung des Gebrauchs bekannt und steht angeblich in der Schreibweise "NAfrI" für "nordafrikanischer Intensivtäter" im Polizeijargon.

    #24Verfasser JaLeTe (1335919) 01 Jan. 24, 15:01
    Kommentar
    JaLeTe:
    "und da "Bimbo" m.E. fast ausschließlich als Feminitiv verwendet wird, würde ich das nicht als Übersetzung für das Maskulinum N-Wort betrachten."

    Das gilt vermutlich aber eher für die jüngere Internetgeneration, die ausschliesslich das amerikanische (?) Wort bimbo=dumme Blondine kennt. Ich bin jenseits der 50, und für mich entspricht Bimbo (dt.) mehr oder weniger dem nigger (en.). Ich würde es niemals in den Mund nehmen, nicht mal scherzhaft, um eine "Blondine" zu benennen.
    Eventuell mal nach "Bimbo" in zusammenhang mit Fußball suchen? Das ist durchaus und sehr einschlägig in Gebrauch: https://www.google.de/m?q=bimbo+beleidigung+f...

    Insofern war die Übersetzung mit Wüstenbimbo in dem o.g. Film schon treffend, auch wenn sie kein allgemein bekannter Begriff ist. Aber als Deutscher kann man ja auch unbekannte zusammengesetzte Hauptwörter sofort verstehen :-).
    #25Verfasser GuggstDu (427193) 01 Jan. 24, 15:32
    Kommentar

    danke für die Erklärung. für andere Leser, denen es wie mir geht: "Bimbo" ist eigentlich von der Herkunft des Wortes her betrachtet männlich (siehe "bambino"), die weibliche Form hätte "Bimba" lauten müssen.

    das war den (amerikanischen) Autoren nicht bekannt (oder schlicht egal), so dass "Bimbo" die Bedeutung "attraktive, aber nicht besonders intelligente Frau" angenommen hat. von der ursprünglichen Bedeutung "kindlich" leitete sich über einige Zwischenschritte aber auch die Bedeutung "Diener / Sklave" ab, die dann nachvollziehbar rassistisch konnotiert wurde. Diese Konnotation entspricht tatsächlich der beim N-Wort im Amerikanischen.

    #26Verfasser JaLeTe (1335919) 01 Jan. 24, 17:39
    Kommentar

    Die Herkunft von englisch "bimbo" ist nicht geklärt und auch der Rest ist reine Vermutung.

    #27VerfasserRominara (1294573) 02 Jan. 24, 00:04
    Quellen

    Bimbo first appears as the name of an alcoholic punch, mentioned in newspapers from New York state (1837), Boston (1842), and New Orleans (1844, but as having come from Boston).

    [...]

    From 1860-1910, Bimbo as a proper name is frequent: It is the name or part of the name of several race horses, dogs, and monkeys, a circus elephant (perhaps echoing jumbo), and a jester character in a play.

    [...]

    A separate bimbo seems to have entered American English c. 1900, via immigration, as an Italian word for a little child or a child's doll, evidently a contraction of bambino "baby."

    [...]

    By 1919 it began to be used generally of a stupid or ineffectual man, a usage Damon Runyon traced to Philadelphia prize-fight slang.

    [...]

    By 1920 the female word with a sense of "floozie" had developed, perhaps boosted by "My Little Bimbo Down on Bamboo Isle," a popular 1920 song in which the singer (imploring the audience not to alert his wife) tells of his shipwreck "on a Fiji-eeji Isle" and his "bimbo down on that bamboo isle... she's got the other bimbos beat a mile."

    [...]

    The female word fell from common use after the 1930s, and in the 1967 Dictionary of American Slang, only the shortened form bim (attested by 1924) was regarded as worthy of an entry. It began to revive circa 1975; in the R rated 1983 film Flashdance it was the misogynistic villain's insult of choice for the female dancers. Its resurrection during 1980s U.S. political sex scandals led to derivatives including diminutive bimbette (1983) and male form himbo (1988).

    https://www.etymonline.com/word/bimbo

    Kommentar

    Aber spannend. Ich hab mir gestern den Eintrag in etymonline durchgelesen. Auszüge s.o.

    #28Verfasser Selima (107) 02 Jan. 24, 05:50
    Kommentar

    Während meines ersten längeren Ungarn-Aufenthalts 1990-91 wohnte der Pastor unserer deutschen evangelischen Gemeinde in der Bimbó-Straße, was alle Deutschsprachigen zum Grinsen brachte. Auf Ungarisch jedoch bedeutet das Wort Knospe.


    Nafri stand vor ein paar Jahren in allen Zeitungen (Stichwort: Kölner Silvester 2015 - das Jahr mußte ich nachschauen, den Begriff nicht).

    #29Verfasser mbshu (874725)  02 Jan. 24, 06:13
     
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