Werbung - LEO ohne Werbung? LEO Pur
LEO

Sie scheinen einen AdBlocker zu verwenden.

Wollen Sie LEO unterstützen?

Dann deaktivieren Sie AdBlock für LEO, spenden Sie oder nutzen Sie LEO Pur!

 
  •  
  • Betreff

    to photoshop

    Quellen

    The models in fashion magazines are all photo-shopped.

    Kommentar

    To fabricate a picture digitally using Adobe Photoshop or any other image-editing software, to let the models look flawless.

    VerfasserMarcBerthe (719078) 05 Mai 20, 09:34
    Kommentar

    Ausführliche Suche im www hilft oftmals weiter:

    Umgangssprachlich - und mit x Treffern in G...le etc. - wird tatsächlich ?gephotoshoppt benutzt.

    Ich würde schreiben: mit Photoshop bearbeitet und z.B. "die Aufnahmen / Abbildungen" ergänzen.

    #1Verfasser Leseratz (238114) 05 Mai 20, 09:42
    Kommentar

    photo-shopped würde man vermutlich auf Deutsch auch verstehen, wobei aber dann die Frage ist "sind alle photo-geshopped / gephoto-shopped". Ist also hier vermutlich keine tolle Lösung.


    Besser z.B.:

    ... sind alle mit einer Grafik-Software bearbeitet

    ... sind nachbearbeitet

    ... sind alle nachträglich mit einem Grafikprogramm optimiert.

    #2Verfasser Sachs (638558) 05 Mai 20, 09:46
    Quellen

    aus dem online Duden:



    re|tu|schie|ren

    Bedeutung:


    (besonders an einem Foto, einer Druckvorlage) nachträglich Veränderungen anbringen (um Fehler zu korrigieren, Details hinzuzufügen oder zu entfernen)

    Beispiele

    • ein Foto, ein Negativ retuschieren
    • ein retuschiertes Bild


    Kommentar

    Also ich würde ja behaupten, dass solche Fotos retouchiert sind.


    gegebenenfalls eben digital retouchiert


    edit: der Duden schlägt eine eingedeutschte Schreibweise vor, von der sich mir die Zehennägel aufkringeln


    retuschiert

    #3Verfasser JayVienna (1269945)  05 Mai 20, 10:00
    Kommentar

    Beim Schnellgoogeln ergibt sich bei der Trefferquote für retuschieren versus retouchieren ein Verhältnis von etwa 40:1


    #3 Warum kringeln sich da bei dir die Zehennägel hoch?

    #4Verfasser ghost_4 (1278168) 05 Mai 20, 10:18
    Kommentar

    Im Duden und im DWDS ist gephotoshopt noch nicht, aber es wird wohl nicht mehr lange dauern. Das Internet ist jedenfalls voll von Bildern unter den Stichwörtern photoshoppen, gephotoshopt, gephotoshoppt, gephotoshopped.

    Ich denke, es ist abhängig vom übrigen Stil des Textes, ob man es so verwenden will.


    @4 Wer in einem Bureau arbeitet, hat beim Retuschieren gekringelte Zehennägel ;-)


    edit: Retusche steht (nur) so in Opas Duden von 1942.

    #5Verfasser manni3 (305129)  05 Mai 20, 10:23
    Kommentar

    Auch : digital bearbeitet

    #6Verfasser no me bré (700807) 05 Mai 20, 10:47
    Kommentar

    Kommt denn retuschieren wirklich nur vom erneut anfassen (toucher), oder daher, dass beim nachträglichen Ändern von Dokumenten früher wirklich Tusche verwendet wurde? Dann hätte es durchaus einen Grund, warum man die Schreibweise im deutschen so verwendet, wie man sie verwendet, da damals die Tusche durchaus gebräuchlicher war, als dass jemand aus der Unterschicht französich verstanden hätte. Einige Neuschreibungen in der Rechtschreibreform wurden ja ähnlich begründet. :D


    Zur ursprünglichen Frage: das ist das gleiche mit "gegoogelt" = "online recherchiert", "geupdatet"="aktualisiert" und "gedownloadet"="heruntergeladen". Dort wo aus Modegründen der englische Begriff genutzt wird, weil er sich "cooler" anhört als das gleichbedeutende deutsche Wort, wird meist das "ge" ganz an den Anfang gesetzt.


    Bei "gephotoshoppt" kommt zusätzlich hinzu, dass "PhotoShop" ein Produktname ist, auf den man sich bezieht, und damit ist das eine Einheit, die nicht durch das "ge" getrent wird (und deshalb auch OHNE Bindestrich). Mal von namensrechtlichen Verwicklungen abgesehen, wenn man den Begriff durch das "ge" trennen würde.

    #7Verfasserm.dietz (780138)  06 Mai 20, 11:31
    Kommentar

    Kommt denn retuschieren wirklich nur vom erneut anfassen (toucher)

    Ja - laut https://www.dwds.de/wb/Retusche

    #8Verfasser manni3 (305129) 06 Mai 20, 23:44
    Kommentar

    Ich habe vor 30 Jahren eine Ausbildung im Büro bei einem Fotografen gemacht und kenne von da 'retuschieren' auch nur ohne 'o'.


    Ich halte das auch für das passende Wort hier (obwohl ich selbst manchmal 'gephotoshopped' sage, aber eigentlich ärgere ich mich hinterher immer).


    (OT: Hallo Sachs. Long time no see :-)

    #9Verfasser Gibson (418762)  07 Mai 20, 00:05
    Kommentar

    #4


    OT:


    Ich beuge mich dem Duden ja eh.


    Dass es mir keinen Spaß macht, liegt möglicherweise am Fechten. "Touché!" ist über einen so langen Zeitraum Teil meiner sprachlichen Realität gewesen, dass mir die deutsche Schreibweise grundsätzlich falsch vorkommt. Vielleicht hab ich auch einfach zu lang im Umfeld der französischen Sprache gelebt. Hab sie zwar nie gescheit gelernt aber aber ich gehe in meinem Kopf trotzdem zum Friseur und nicht zum Frisör. (Hier tendiert Freund Duden übrigens zur französichen Schreibweise. Was genau in den Gremien geraucht wird, die beschließen, was jetzt zwangsverdeutscht wird und was man in Ruhe lässt, ist mir aber generell schleierhaft.)

    #10Verfasser JayVienna (1269945) 07 Mai 20, 09:09
    Kommentar

    Auch wenn das mit der "Tusche", die zum retuschieren verwendet wird, eher sarkastisch gemeint war, um (mal wieder) auf das Begründungschaos in der letzten Rechtschreibreform hinzuweisen: die Retusche oder retuschieren ist nicht "jetzt" zwangsverdeutscht worden, das heißt schon so lange so, dass der französische Wortursprung kaum noch bekannt ist (ähnlich wie beim bereits erwähnten Büro).


    Insbesondere wenn man bedenkt, dass das krampfhafte nicht-Eindeutschen zu so Wörtern wie "Gesichtserker" oder "Meuchelpuff" geführt hat (hat unser Deutschlehrer in der Schule mal als Anekdote erzählt), habe ich nichts dagegen, eine in einem Sprachumfeld "bekanntere" Schreibweise aus dem Ausland "eingewanderter" Wörter zu nutzen.Gerade bei retuschieren sehe ich da keinen Zwang, ich denke die Eindeutschung ist schon so alt, dass die sich ohne ein entsprechendes Gremium gebildet hat.


    Aber ich gebe Dir insofern recht: eine klare Linie, nach der die entsprechende Entscheidung getroffen wird, wäre angenehmer, das hat meist den Beigeschmack von Willkür, je nachdem wie "allgemein bekannt" der fremdsprachliche Ursprung durch die Gremien eingeschätzt wurde, wurde die Schreibung beibehalten oder geändert.

    #11Verfasserm.dietz (780138)  07 Mai 20, 10:28
    Kommentar

    Die Tendenz im Rat für deutsche Rechtschreibung https://www.rechtschreibrat.com/ , der die Grundlage für die Rechtschreibbücher wie Duden, DWDS etc. bildet, geht dahin, beide Schreibungen als gültig zu betrachten und nach einiger Zeit zu überprüfen, welche Variante sich in der Praxis durchgesetzt hat.

    Die Empfehlungen im Duden für bestimmte Varianten ist eine Duden-interne Angelegenheit und vermutlich der Versuch, etwas von der früheren alleinigen Regelungskompetenz zu bewahren.

    #12Verfasser manni3 (305129) 07 Mai 20, 12:12
    Quellen

    ich fotoschoppe, fotoschoppte, habe gefotoschoppt (?)

    Kommentar

    Ich bin sehr für eine rechtschreibliche Eindeutschung, zumal wenn die Wörter ohnehin ganz deutsch intoniert werden. Also ja zur schlichten Retusche. Aber nicht nur französische Vokabeln lassen sich erfolgfreich integrieren: Auch eine konsequente Eindeutschung von potoshop hätte mE ihren Charme.


    Als ugs. dt. Verb im OP-Sinn käme grundsätzlich auch "frisieren" infrage: In den Hochglanzmagazinen sind doch alle Bilder frisiert. Vgl. etwa: https://www.amazon.de/Frisierte-Bilder-getr%C... Wo aber von Models die Rede ist, wäre das natürlich allzu missverständlich;-)

    #13Verfasser lingua franca (48253)  07 Mai 20, 12:38
    Kommentar

    Als weiteres Synonym kommt auch faken, fakete, gefaket in Frage ;-)

    #14Verfasser manni3 (305129)  07 Mai 20, 13:16
    Kommentar

    ...und türke, türkte, getürkt (mutmaßlich nicht mehr PC)


    "faken" ist zweifellos im Deutschen angekommen, aber eines dieser Wörter, die sich einer ordentlichen Eindeutschung (zunächsteinmal) widersetzen. Denn wir sprechen (noch?) einen Vokallaut, den die dt. Schreibung nur schwerlich abbilden kann: "eï"? Läse ich "gefaket" , dächte ich eher an Sexuelles oder Abgefucktes...;-)

    #15Verfasser lingua franca (48253)  07 Mai 20, 13:28
    Kommentar

    fakete - gefaket ?!?!?


    Das ist aber jetzt nicht dein Ernst, manni, oder?


    Edit:

    Puh, nein, ist es nicht, sagt zumindest der allwissende Duden:

    https://www.duden.de/rechtschreibung/faken


    Edit2 (etwas OT):

    Warum darf eigentlich die Kusine eingedeutscht werden und der Cousin nicht?

    Ich vermute ja, weil die Kusine auch deutscher ausgesprochen wird, aber war nicht mal von Vereinfachung der Rechtschreibung die Rede? Die finde ich da gerade nicht, wenn hier w/m unterschiedlich gehandhabt wird.



    (OT: Hallo Gibson - hab wohl länger nichts zu sagen gehabt ;-) )

    #16Verfasser Sachs (638558)  07 Mai 20, 13:30
    Kommentar

    Beim Schreiben von faken, fak(e)te, gefak(e)t kam ich gar nicht auf die Idee, im Duden nachzuschauen, nachdem photoshoppen dort nicht erscheint, was meinem Empfinden nach wesentlich häufiger verwendet wird als faken. Aber das hat sich offenbar seit Trumps Präsidentschaft geändert ;-)

    #17Verfasser manni3 (305129)  07 Mai 20, 14:03
    Kommentar

    Auch bei den dudengemäßen Schreibweisen verbinde ich das Schriftbild mit allem möglichen aber nicht dem gemeinten Klang: du fakst, er fakt, wir fakten...

    https://www.duden.de/rechtschreibung/faken

    #18Verfasser lingua franca (48253) 07 Mai 20, 15:09
    Kommentar

    Vielleicht steht es ja in der nächsten Auflage als "fäken" ...

    #19Verfasser Sachs (638558) 07 Mai 20, 21:38
    Vorschlaggephotoshopt
    Kommentar
    „Das Bild ist gephotoshopt“(gephotoshopped)“ zu sagen, ist mittlerweile völlig gängig und akzeptabel. Gemeint ist damit nicht etwa der harmlose „digital darkroom“, also das Nachbearbeiten und Optimieren einer Aufnahme, das man in analogen Zeiten in der Dunkelkammer vorgenommen hat, sondern das gezielte Manipulieren eines Motivs.

    Das Bild ist digital bearbeitet = Auswahl des Bildausschnitts, Optimieren von Farbe und Kontrasten
    Das Bild ist gephotoshopt = Das Motiv bzw. die ursprüngliche Bildaussage wurde manipuliert und zu etwas, was sich von der fotografierten Realität unterscheidet. (Egal ob aus künstlerischer Intention oder einfach, um seine Instagram-Follower zu besch...)
    #20Verfasser Birgila/DE (172576) 10 Mai 20, 09:54
    Vorschlagetw./jdn. durch Photoshop jagen (ugs.)
    Kommentar

    Die Models in den Modezeitschriften werden alle durch Photoshop gejagt. – Eine gängige, kritische Ausdrucksweise.


    Bilder werden gephotoshopt (Retusche) oder auch gefaket (Gesamtsituation verfremdet). Ein Hautton kann von mir aus auch gefaket sein. Auf Models/Personen kann man die vorgenannten Verben nicht immer anwenden.

    #21Verfasser wundertype.de (243076) 10 Mai 20, 17:18
    Kommentar

    "etw./jdn. durch Photoshop jagen" ist mir noch nie begegnet und klingt mir auch allzusehr nach schnödem Filter-Automatismus. Tatsächlich finde ich effektiv ganze (überwiegend wenig anheimelnde) 173 Googletreffer für "photoshop gejagt".

    #22Verfasser lingua franca (48253)  10 Mai 20, 19:35
    Kommentar

    "ist gephotoshopt" 764 Ergebnisse


    "Photoshop gejagt" 1.100 Ergebnisse


    Die Zahl ist mir auch egal. Bilder werden gephotoshopt. Eine Aussage wie "Models sind gephotoshopt" habe ich dagegen so noch nie gehört. Klingt ja irgendwie auch statisch.


    Vielmehr sagt man "da sind die aber schön mit Photoshop drübergegangen" oder eben "das haben die durch Photoshop gejagt".

    #23Verfasser wundertype.de (243076)  10 Mai 20, 22:24
    Vorschlagdigital bearbeitet
    Kommentar

    Retuschieren kommt aus dem Französischen, Dort aber heißt Tusche nicht Tusche sondern encre de Chine. Insofern hat Retuschieren nichts mit Tusche zu tun.


    Zur Anfrage: ich würde nur 'bearbeitet' oder 'digital bearbeitet' schreiben. Sagen kann man auf alle Fälle auch gephotoshopped/t, aber ich würde das eher nicht schreiben.

    #24VerfasserColorada (428933) 11 Mai 20, 02:18
    Kommentar

    Dazu wäre zu sagen, dass eine Aufbereitung von Kameradaten für den Druck, einfache Farbkorrekturen und Formatanpassungen, die fast immer anfallen, auch digitale Bearbeitungen sind.


    Digital optimiert – könnte man noch sagen, was aber auch nicht so weitreichend ist, wie das, was im OP gemeint ist.

    #25Verfasser wundertype.de (243076) 11 Mai 20, 10:02
    Kommentar

    Auch 'photoshop' umfasst ja mehr als nur das Verschönern von Models. Ich sage das auch ständig, aber schreiben würde ich eben 'retuschiert' oder 'digital bearbeitet'. Ich sage z.B. auch 'downloaden', schreibe aber 'herunterladen'. Ich halte die englischen Ausdrücke für verbreitet, aber umgangssprachlich.

    #26Verfasser Gibson (418762) 11 Mai 20, 10:45
    Kommentar

    "Photoshop gejagt" 1.100 Ergebnisse

    Die Zahl ist mir auch egal


    Die auf der ersten Google-Ergebnisseite genannte Zahl kann einem in der Tat recht egal sein, da sie häufig Dimensionen vorgaukelt, die sich bei genauerm Hinsehen nicht im Entferntesten bestätigen. Wenn man die von dir skizzierte Suche (ein Link wäre nett gewesen) "weiterklickt", kommt man nach "ungefähr 172 Ergebnissen" ans Ende der angeblichen Treffermenge.


    Mir geht es auch nicht um eine bestimmte Zahl, sondern darum, dass die Formuierung nicht so allgemein "gängig" ist, wie es in #21 klang. Dass sie hier und da zu hören/lesen ist, ist nicht zu bestreiten, aber als gängig würde ich das - anders als bei "photoshoppen" (in verschiedensten Verschriftlichungen der Flexionen!) - eben nicht bezeichnen.

    #27Verfasser lingua franca (48253) 11 Mai 20, 11:20
    Kommentar

    Man kann einen in den deutschen Sprachgebrauch eingeführten Anglizismus nicht nachgträglich durch seine wortwörtliche Übersetzung ersetzen, denn solches wäre als absolut obsolet abzulehnen.

    #28Verfasser BriskySweeper69 (1302502) 13 Mai 20, 00:09
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
 
 
 ­ automatisch zu ­ ­ umgewandelt