Werbung
LEO

Sie scheinen einen AdBlocker zu verwenden.

Wollen Sie LEO unterstützen?

Dann deaktivieren Sie AdBlock für LEO, spenden Sie oder nutzen Sie LEO Pur!

 
  •  
  • Übersicht

    Deutsch gesucht

    jemanden stechen/ jemandem(?) wohin stechen

    Betreff

    jemanden stechen/ jemandem(?) wohin stechen

    Quellen

    1 Ich steche mich mit der Nadel

    2 Ich steche mir/ mich mit der Nadel in den Finger

    Kommentar

    Der süddeutsche Raum ist meine sprachliche Heimat und vielleicht neige ich deshalb in Beispiel 2 eher zu "mir". Weiß da jemand genauer Bescheid?


    Vielen Dank vorab.

    VerfasserMKI(mki8 (886336) 04 Apr. 21, 22:01
    Kommentar

    Meine (südwestdeutsche) Variante wäre :


    1 Ich steche mich mit der Nadel

    2 Ich steche mir mit der Nadel in den Finger


    #1Verfasser no me bré (700807) 04 Apr. 21, 22:04
    Kommentar

    Das ist überregional richtig.

    #2Verfasser mbshu (874725) 04 Apr. 21, 22:45
    Kommentar

    Danke für die Antworten, aber ein klein wenig Unsicherheit bleibt dennoch, denn:

    ist Martin Walser hier auf den Pfaden dichterischer Freiheit gewandelt?


    „Als ich meinen Kopf sinken ließ,

    setzte sich eine Wespe auf mich und

    stach mich ins Genick.“

    (Martin Walser: Sprachlaub, S. 65)


    Gelesen auf dieser Website, ungefähr in der Mitte.

    https://www.swr.de/swr2/literatur/rezension-z...



    #3VerfasserMKI(mki8 (886336) 04 Apr. 21, 23:10
    Kommentar

    "...und stach mich ins Genick.“


    Für mich klingt das falsch und ich würde das als Norddeutscher nie so sagen.

    #4Verfasser buttermaker (826321)  04 Apr. 21, 23:47
    Kommentar

    Hierzu der Duden Nr. 9 ("Richtiges und gutes Deutsch", 6. Aufl.):


    stechen: (...) 2. Die Wespe hat ihm/ihn in den Arm gestochen · Die Uhr stach ihm in die Augen: Wird stechen auf einen Körperteil bezogen, dann kann die betroffene Person mit einem Nominalausdruck im Dativ oder im Akkusativ bezeichnet werden. Der Dativ ist üblicher: Die Wespe stach dem Kind in den Arm. Ich habe mir in den Finger gestochen. Bei einem nicht persönlichen Subjekt (bildlicher oder übertragener Gebrauch) kann nur der Dativ stehen: Die Uhr stach dem jungen Mann in die Augen. (...)


    In MKIs Beispiel Nr. 2 wäre demnach beides erlaubt, 'mir' aber üblicher. (Ich hätte übrigens mit Walsers 'stach mich ins Genick' kein Problem.)

    #5VerfasserMr Chekov (DE) (522758)  05 Apr. 21, 06:56
    Kommentar

    Ich würde prinzipiell Dativ und Akkusativ für richtig halten, aber: potentiell den Akkusativ wenn es ein Dritter tut (Der Arzt stach mich / ihn in den Oberarm.) und Dativ wenn ich selbst es bin: Ich habe mir in den Finger gestochen.

    #6Verfasser Carullus (670120)  05 Apr. 21, 09:47
    Kommentar

    Quellen: Ich steche mir/ mich mit der Nadel in den Finger.

    Beide Varianten sind okay. Ich würde das Dativobjekt vorziehen .

    #7Verfasser Chriss_0 (1303878) 05 Apr. 21, 10:29
    Kommentar

    Danke an alle.

    #8VerfasserMKI(mki8 (886336) 07 Apr. 21, 07:29
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
 
 
 ­ automatisch zu ­ ­ umgewandelt