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    blühende Leben

    Sources

    Vergiftet sind meine Lieder;-

    Wie konnt es anders sein?

    Du hast mir ja Gift gegossen

    Ins blühende Leben hinein.


    Vergiftet sind meine Lieder;-

    Wie konnt es anders sein?

    Ich trage im Herzen viel Schlangen,

    Und dich, Geliebte mein.


    Heine

    Comment

    One translation gives 'budding manhood' for blühende Leben - which seems to suggest that the person addressed has made the poet impotent.


    Other translations aren't quite so suggestive. Can anyone tell me whether Leben has got any links to the idea of libido? Or is the translator being fanciful.


    Whilie we're at it are Schlangen definitely snakes - which ties in with the idea of sexuality/impotence. They can be chains as well, can't they?

    Author MrsMoose2 (1172312) 21 May 21, 12:31
    Comment

    Das "blühende Leben" sagt man so bei Personen so um die dreißig, etwa wenn sie plötzlich versterben. Eine andere Bedeutung kann ich hier nicht erkennen.

    #1Author Harri Beau (812872)  21 May 21, 12:39
    Comment

    Sürely "budding" describes an earlier state than "blühend" anyhow?


    I can't see any suggestion of anything directly connected to libido or the like.

    #2Author RTH01 (932829) 21 May 21, 12:48
    Comment

    Schlangen picks up and continues the theme of poison and poisoning: Lieder, life, poisoned, and heart poisoned and full of poison. It can't mean "chains"; but I guess there could just be an echo of Schlingen in it.

    #3AuthorBion (1092007) 21 May 21, 12:51
    Comment

    Thanks. Sorted now. in so far as a translation of Heine can ever be sorte!

    #4Author MrsMoose2 (1172312) 21 May 21, 12:57
    Comment

    Ich kenne "das blühende Leben" nur als Ausdruck für ein gesundes Aussehen ("er sieht ja aus wie das blühende Leben". (in someone's prime oder so?)

    Gift = vielleicht eine Anspielung auf Heines Syphiliserkrankung? Aber was weiß ich.

    #5Author eastworld (238866) 21 May 21, 13:54
    Comment

    Budding manhood für blühendes Leben halte ich für eine unglückliche Übersetzung. Blühendes Leben verwendet man heute wie in #5 erklärt, wie es damals verwendet wurde, ist mir nicht bekannt.


    In Schlangen im Herzen sehe ich auch keine Anspielung auf Sexualität. #3 ist eine plausible Interpretation.

    #6Author WittGenStein (1323045) 21 May 21, 15:31
    Comment

    Sexuality is there in the background, between the lines; after all, this is addressed to a Geliebte. Its broadest way in would seem to be via the Schlange, the corrupting serpent of Eden, its poison being its legendary “subtlety,” augmented in this case by innocence of heart being poisoned/corrupted not just by one but by “viel Schlangen.” I can’t say anything about eastworld’s point. The whole Lied is a gem of combined "innocence and experience."

    #7AuthorBion (1092007)  21 May 21, 16:35
    Comment

    Was den Hintergrund angeht, gebe ich dir recht, deshalb halte ich die Interpretation in #7 für zulässig. Ein Bild für etwas rein Sexuelles sehe ich in den Schlangen im Herzen allerdings nicht, s. auch #3.

    #8Author WittGenStein (1323045)  21 May 21, 17:13
    Sources

    gehoben; Schon in antiken Fabeln des Äsop und des Phaedrus wird ein Bauer beschrieben, der eine im Frost erstarrte Schlange in seinem Gewand erwärmt und zum Dank von dieser gebissen und getötet wird. Dieses Motiv wurde als "Serpentem in sinu fovere" rasch sprichwörtlich und ist in allen europäischen Sprachen als Redensart zu finden. Der Bezug zum weiblichen Busen ist anfangs nicht vorhanden gewesen und erst später, wohl im Zusammenspiel mit Aberglauben (Schlangen trinken angeblich mit Vorliebe Milch) und dem Mythos vom Sündenfall (siehe auch "eine falsche Schlange") entstanden

    https://www.redensarten-index.de/suche.php?su...

    Comment

    Sind da nicht eher die Schlange gemeint, die man sprichwörtlich am eigenen Busen nährte? Bzw. die Schlange aus Äsops Fabel (siehe oben).

    #9Author Selima (107)  21 May 21, 17:40
    Comment

    Your reading has a lot to say for itself; it makes much better sense of the embittered anger that kicks in from the second syllable on than mine does;—the sexual reading somewhere far off in the wings of the theater, a mirage, a bunch of pesky fireflies.

    #10AuthorBion (1092007) 21 May 21, 19:42
     
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