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    aged seasoning

    Sources

    "Aged seasoning" ist über Tausend Mal auf Google zu finden. Gibt es im deutschsprachigen kulinarischen Raum ein Äquivalent? Bisher habe ich keine genaue Übersetzung gefunden.

    Authorvnoetsjka (398946) 30 Nov 22, 13:01
    Comment

    1000+ times on Google? Interesting I get only 51 hits for "aged seasoning" (with quotation marks), and a fair number of them are irrelevant. There does appear to be a brand that offers a dry-aged seasoning mix for beef from somewhere, along with some other aged seasoning sauces from various countries.

    #1Author hbberlin (420040) 30 Nov 22, 13:08
    Comment

    Ich kriege genau 1450 "Hits"

    #2Authorvnoetsjka (398946) 30 Nov 22, 13:12
    Comment

    Ja, zunächst.

    Geh mal auf die letzte Seite, da sind es plötzlich nur noch 52 Ergebnisse, die meisten mit 'dry aged' oder 'traditionally aged'.

    Einer lautet: This knowledge, this awareness; over time will become wisdom. Wisdom is the character trait that we should all be moving towards as we continue in our aged seasoning.

    Das hat nun gar nichts mit Kulinarik zu tun.

    Was genau möchtest du denn ausdrücken?

    #3Author penguin (236245)  30 Nov 22, 13:16
    Comment

    Naja, die nachträgliche Kürzung der Ergebniszahlen ist ja der Google-Suchmethode geschuldet und normal. Dennoch bekomme ich u.a. eine Patentanmeldung für "aged seasoning", die sich nicht auf "dry aged"-Fleischzuschnitte bezieht, wie auch zwei Einträge für "Worcester aged seasoning sauce" sowie ein Rezept für ein Kimchi-Gewürz, in dem auch lange gereifte oder fermentierte Zutaten verwendet werden.


    Im Deutschen kenne ich keinen küchüblichen Begriff für solche lange gelagerten oder eben gereiften Würzzutaten, außer bei Balsamicoessig oder Parmesan, die aber einfach mit ihrem Alter angegeben und halt als "alt" bezeichnet werden, ebenso wie das bei einigen Spirituosen der Fall ist.


    "Abgelagert" klingt nicht so recht positiv wie z.B. "abgehangen". Außer den obigen Begriffen würde ich daher auch keine anderen zur Umschreibung verwenden.

    #4Author reverend (314585) 30 Nov 22, 13:33
    Comment

    Die "gereiften Würzzutaten" aus #4 wären vielleicht eine Möglichkeit ... falls der bislang unbekannte Kontext aus dem OP das erlaubt ...

    #5Author no me bré (700807)  30 Nov 22, 13:39
    Comment

    Dass gelagerte Lebensmittel damit beworben werden, dass sie "reifen" und schmackhafter werden, kenne ich nur von bestimmten Produkten wie Käse, Essig und Wein, die fermentieren. Bei einem Kollektivausdruck wie seasoning klingt das eigenartig. Da passen die mageren 52 Treffer im ganzen Internet gut ins Bild.

    #6AuthorRominara (1294573)  30 Nov 22, 14:47
    Comment

    The option suggested in #5 represents only one aspect of the possibly applicable hits. At least a couple in that list are for products that seem to be intended to make meat taste as if it were aged (and I'm extremely skeptical about that....).

    OT: I have a bunch of aged seasoning ingredients in my cabinets that have been in there for far too long. Some of them have moved towards tasting more like grass rather than anything pleasant.... 😉

    Frankly, further speculation about this is a waste of time until vnoetsjka comes back with more context other than insisting that there are over 1450 hits.


    Re #6: Various varieties of meat can indeed be "dry aged" without fermenting. I believe that it's supposed to draw out the moisture so that the flavor is more intense -- and it may improve the texture. While I'm not a hunter, I know that deer are frequently "hung" to age a bit before being further processed.

    #7Author hbberlin (420040)  30 Nov 22, 14:51
    Comment

    Der Kontext ist irgendein skandinavisches Weihnachtsgericht, zu dem Aquavit getrunken wird.

    #8Authorvnoetsjka (398946) 03 Dec 22, 22:16
    Comment

    Diese Information (#8) ist in keiner Hiinsicht weiterführend oder hilfreich.

    Höchstens legt sich noch die Frage nahe, ob es nicht besser wäre, in den nordischen Sprachen (oder gar im Finnischen?) zu suchen, ob ein dort gängiger Ausdruck ungenau mit "aged seasoning" wiedergegeben wurde.


    Zu #6: genau. Einige solche Würz- oder Lebensmittel verändern ihren Geschmack mit dem Alter in einer Weise, die von manchen wertgeschätzt wird. Im allgemeinen gilt das aber nicht (s. #7).

    Im asiatischen Raum, der für die Frage ja nun offenbar keine Rolle spielt, gibt es eine ganze Reihe von Würzpasten und -soßen, die in verschiedenen Alterungsstufen neue Nuancen entwickeln, darunter die hier bekannteren wie Sojasauce, Misopaste, Fischsauce.

    #9Author reverend (314585) 03 Dec 22, 23:02
    Comment

    Grundsätzlich: Zustimmung zu #9



    Zu "Im asiatischen Raum [...] gibt es eine ganze Reihe von Würzpasten und -soßen, die in verschiedenen Alterungsstufen neue Nuancen entwickeln, darunter die hier bekannteren wie Sojasauce, Misopaste, Fischsauce." möchte ich allerdings zwei kleine Einschränkungen anbringen, von denen ich die zweite nicht anders als durch persönliche Erfahrung belegen kann:


    1) Die geographische Benennung "asiatischer Raum" möchte ich, was die (häufige) Verwendung von Würzpasten und insbesondere -saucen betrifft (so, wie man sie als Deutsche/r bspw. aus dem Asia-Laden bzw. -Supermarkt kennt), gerne weiter auf Süd-, Ost- und SO-Asien einschränken wollen; für Nord-, Zentral- und Vorderasien trifft dies, so meine These, zwar auch in eingeschränkterem Maße zu [(Harissa), bunt reingewürfelt Naher Osten, Äthiopien, Jemen, Israel], die dortigen Varietäten sind aber mMn nicht so verbreitet wie die in S-, O- und SO-Asien.


    2) Insbesondere Soja- und Fischsaucen, von denen es "im asiatischen Raum" (aktuelle "Bevölkerungsuhr" Gesamt-Asien:

    4 768 177 451 Einwohner) jeweils mehrere unterschiedliche Varianten gibt, enthalten so viele E-Nummern (Lebensmittel-Zusatzstoffe), dass sie mMn schwerlich neue (Geschmacks-)Nuancen entwickeln (können), noch nicht einmal nach Überlagerung.

    Auch werden sie in "asiatischen" Haushalten im allgemeinen in so großen Quantitäten (meine Beobachtung, muss nicht stimmen) benutzt, dass auch diesbezüglich eher weniger Möglichkeiten der "Alterungsstufen"entwicklung bestehen.


    Bei Würzpasten [die "jeder Asiate" (s.o.) am liebsten selber herstellt und schnell verbraucht] besteht vielleicht eher bei Käufern und/oder Konsumenten des außerasiatischen Raums die Tendenz, diese so lange zu lagern, dass sie sich geschmacklich (oder optisch) verändern. (Hier spreche ich -leider- aus eigener Erfahrung; und evtl. deutet ja @hbberlin in #7 Ähnliches an).



    NB: Seit ich ca. 2010 von Weichmachern in asiatischen Würzpasten las, vermeide ich möglichst den Kauf von Fertigprodukten: https://www.mz.de/leben/warnung-vor-weichmach... und stelle sie lieber zum schnellen Verbrauch selber her.


    #10Author karla13 (1364913)  04 Dec 22, 04:34
    Comment

    re 1) in #10 : swiw stammt Harissa aus dem westlichen Nord-Afrika, dem Maghreb ... nicht aus Asien ... :-)

    #11Author no me bré (700807)  04 Dec 22, 10:47
    Comment

    Harissa: Asien oder Afrika - Hauptsache mit A (Andy Möller oder so) 😏

    #12Author manni3 (305129) 04 Dec 22, 10:52
    Comment

    Was könnte noch gemeint sein?


    Researchers have found traces of garlic mustard seeds in prehistoric pots that also contained traces of other animals, making this the earliest recording of seasoning food.

    source:https://en.wikipedia.org/wiki/Seasoning


    Oder einfach im Schrank vergessene Gewürze, die altern ja auch mit der Zeit und verlieren ihr Aroma. Mit Kulinarik würde ich das aber dann nicht mehr in Verbindung bringen :-)


    #13Author buttermaker (826321) 04 Dec 22, 12:13
    Comment

    @10: Dass "asiatischer Raum" ungenau ist, ist mir bewusst. Eine präzisere Abgrenzung verhindert aber die Verallgemeinerung (logisch). Auch in Zentral- und Nordasien gibt es Formen der "Reifung" haltbar gemachter Lebensmittel - von ranziger Yakbutter über trocken (!) fermentiertes Fleisch bis hin zu, sagen wir mal, gut abgelagertem Kohl.


    Im übrigen meinte ich natürlich nicht die Massenprodukte; von denen wird keins nach Abfüllung irgendwie besser. Eine klassisch gemachte Sojasauce reift nicht Wochen in Großfertigungsanlagen auf Metall, sondern ab zwei Jahre in großen Holzbottichen. Fischsauce wird erst nach mindestens sechs Monaten einigermaßen lecker, so auch z.B. vergorene Austern. Die Bonitoflocken, die in Japan in eine Grundbrühe gehören, werden eigentlich von steinhartem Trockenfisch gehobelt, der bis zu diesem Zustand mehrere Jahreszeiten durchlaufen hat, antrocknet, leicht gärt, weitertrocknet, wieder Luftfeuchtigkeit aufnimmt, von einem Edelschimmel durchdrungen wird, wieder trocknet und eine zweite Fermentation durchläuft, nochmal Feuchtigkeit aufnimmt... - und das alles, ohne dass der Fisch dazu auch nur einmal umgehängt oder künstlich befeuchtet wird. Es genügt, ihn in der richtigen klimatischen Umgebung reifen zu lassen, ggf. die Stärke der Luftzufuhr je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit etwas zu regulieren.

    Misopaste reift auch eher ein Jahr, bevor sie als Würzmittel verwendet wird. Es gibt aber auch dreijährige, die ganz anders schmeckt.

    Koreanischer Kimchi durchläuft je nach Orts- und Familientradition sowohl einen Pökelvorgang als auch eine Hefe- und eine Milchsäuregärung. Im Idealfall konservieren die aber nicht sofort den ganzen Kohl, sondern lassen auch noch Raum für ein paar natürliche Zerfallsprozesse, die zwar wie Fäulnis funktionieren, aber den unangenehmen Teil davon offenbar unterbinden. Je nachdem, wann solcher Kimchi dann (heute z.B. durch Pasteurisierung und Luftabschluss) dauerhaft konserviert wird, wo er zubereitet wird (natürliche Bakterienkulturen) oder wie lange den genannten Prozessen Zeit gegeben wird, schmeckt er völlig unterschiedlich.


    Aber zugegeben, Westasien hätte ich wohl ausnehmen dürfen, oder ich kenne mich mit der dortigen Kulinarik nicht genügend aus. Ich könnte mir aber vorstellen, dass z.B. Salzzitronen (jaja, auch aus dem Maghreb und nicht aus Asien) je nach Lagerweise mit dem Alter ihren Geschmack verändern - und warum nicht auch in eine irgendwofür erwünschte Richtung?


    Mit dem verfliegenden Geschmack ätherischer Öle in unseren getrockneten Kräutern und Gewürzen hat das jedenfalls alles nicht zu tun, weswegen der Vergleich mit einem europäischen Gewürzschrank sicher keine hilfreichen Parallelen liefert.


    Nur eins werden wir hier ohne ein genaueres Rezept nicht lösen können: die Anfrage, wie sie vielleicht gemeint war.

    #14Author reverend (314585) 04 Dec 22, 17:28
    Comment
    Wenn man das ins Schwedisch zurückübersetzt, wären das lagrade kryddor (oder lagrad krydda in der Einzahl). Aber damit finde ich auch nichts bei Google (auch nicht mit „julbord“ als Stichwort).Da es weiter keinen Kontext gibt, scheint das Problem vnoetsjka nicht so gravierend zu sein.
    #15Author Qual der Wal (877524)  04 Dec 22, 17:42
    Comment

    Wenn ich "aged seasoning" eingebe (Google oder Duck,duck) bekomme ich eine bestimmte Gewürzmischung, sonst eigenlich nichts.

    #16Author Dixie (426973) 04 Dec 22, 23:14
    Comment

    Zu #11, #12


    #10 ...für Nord-, Zentral- und Vorderasien trifft dies, so meine These, zwar auch in eingeschränkterem Maße zu [(Harissa),


    Allein schon die Abgrenzung von Vorderasien scheint laut Wikipedia nicht so einfach und eindeutig zu sein:

    Nach der heute vorherrschenden Definition wird Vorderasien im Westen durch das Mittelmeer und das Rote Meer, im Norden durch das Schwarze Meer, den Kaukasus und das Kaspische Meer, im Osten durch die Randgebirge des Iran und im Süden durch den Indischen Ozean begrenzt. [...]

    Es bestehen weitreichende Überlappungen mit dem Begriff Naher Osten, [...] Weitere für die Region verwendete Begriffe sind Orient und Vorderer Orient.


    Ich stimme no me brés Aussage in #11 grundsätzlich zu, habe Harissa auf Djerba und in Marrakesch kennengelernt, dann aber anschließend persönlich in den fett markierten Ländern gekauft:


    Folgende Staaten und abhängige Gebiete werden geografisch zu Vorderasien gezählt:

        Ägypten (nur die Halbinsel Sinai)

        Armenien

        Aserbaidschan (ganz oder teilweise)

        Bahrain

        Georgien (ganz oder teilweise)

        Irak

        Iran

        Israel

        Jemen (ohne die Insel Sokotra)

        Jordanien

        Katar

        Kuwait

        Libanon

        Oman

        Palästina

        Republik Zypern (politisch Teil der Europäischen Union)

        Saudi-Arabien

        Syrien

        Türkei (asiatischer Teil, also Anatolien)

        Vereinigte Arabische Emirate


    #12 manni, ausgesprochen kenne ich diese Gewürzpaste außer in D sowieso als "Arissa".


    #14 reverend, du hast dich doch aber in deiner #9 neben der Misopaste auf die zwei Hauptsaucen Soja- und Fischsauce bezogen, die als Massenprodukte in den süd-, ost- und vor allem südostasiatischen Ländern verkauft werden. Ich habe mich ausschließlich auf deinen letzten Absatz bezogen, in dem es darum geht.


    Ich selbst habe von 1995 bis 1999 in Thailand gelebt (und bin viel in "Asien" umhergereist): Dort gehört insbesondere die helle, dünne Fischsauce น้ำปลา Nam Pla in jede Küche, vergleichbar mit Salz in D. Nur thailändische Ausnahmeköche würden Fischsauce selber herstellen, ansonsten kauft die Sauce jeder. Gleiches gilt für bspw. Sojasauce in China (Taiwan, Singapur, Hongkong, chinatowns all over the world).


    Insofern verstehe ich nicht, was du mit "Im übrigen meinte ich natürlich nicht die Massenprodukte"" meinst.


    Aber ich glaube, dass wir uns insgesamt sowieso einig sind, über "gutes Essen" sowieso -- und nicht unsere gegenseitige kostbare Zeit mit Recherchen und Deailargumentationen verbringen müssen, wenn es um ein schwammiges OP sowie noch schwammigeres "Der Kontext ist irgendein skandinavisches Weihnachtsgericht, zu dem Aquavit getrunken wird." (#8) geht.


    Also: Schönen zweiten Advent nooch zwei Minuten lang, und Frieden auf Erden.


    Edit: Verrechnet, in D ist der Adventssonntag ja schon seit einer Stunde vorbei. Egal, rückwirkend gilt immer.

    #17Author karla13 (1364913)  05 Dec 22, 00:58
     
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