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  • Betreff

    Kassenrezept

    [Med.]
    Kontext/ Beispiele
    Der Krankenhausart ist nicht berechtigt, die aufgefuehrten Mittel auf Kassenrezepten zu verordnen.
    Kommentar
    Some kind of a prescription, but what kind?
    Am looking for a BE expression. As there might not be a direct translation, due to the differing healthcare systems, an explanation would suffice.
    Many thanks.
    VerfasserDebs20 Dez. 03, 18:34
    Vorschlaga prescription payed by a public health insurance institution
    #1VerfasseryrbyD20 Dez. 03, 19:38
    Kommentar
    A translation will be difficult, as long as I don't know how "gesetzliche Krankenkasse" should be translated. A "Kassenrezept" is a presciption that is made out to a patient who is insured with a "gesetzliche Krankenkasse". Such a patient is called "Kassenpatient" in the health care system. The opposite is "Privatpatient".

    The supplier collects directly from the insurance. The patient pays part of the cost up to a maximum to the supplier ("Rezeptgebühr" = "Eigenanteil" = "Zuzahlung".

    The "gesetzliche Krankenkassen" are health insurances which are regulated by the Sozialgesetzbuch V (five). By rules are as follows:
    -- Everybody who earns a salary below a certain threshold is required to be a member of one "ges. Krankenkasse". Once you are a member, you can remain to be one, even if you become unemployed or self-employed.
    -- The insurance premium is a percentage of the member's income (Beitragssatz) up to a certain threshold.
    -- Family members (spouse and children under 25) without income are automatically covered.

    This is not intended as a short version of the law, but only to give you a rough idea about how the system works. It was invented by Bismarck some 100 years ago (or by people who worked for him) and is undergoing major changes while I'm writing this.
    #2VerfasserAndreasS20 Dez. 03, 22:03
    Quellen
    Kontext/ Beispiele
    gesetzliche Krankenkasse: statutory health insurance provider
    private Krankenkasse: private health insurer

    (Quelle: siehe URL)
    Kommentar
    Brockhaus Wörterbuch Englisch:
    Krankenkasse als öffentliche Körperschaft: health insurance institution
    Private Krankenkasse: health insurance company

    Ich meine,
    public health insurance institution &
    private health insurance company
    sagen doch alles, oder?
    #3VerfasserPaul M.20 Dez. 03, 22:25
    Kommentar
    Mit "public health insurance institution" bin ich nicht glücklich. Ich glaube, die Ersatzkassen würden Dir "etwas husten", wenn Du sie als "öffentliche" (public) "Versicherungsinstitutionen" bezeichnen würdest. Ursprünglich waren das berufsständische Versicherungsvereine (alles andere als öffentlich), vielleicht sind sie es noch, Vereine. Aber selbst als Körperschaft öffentlichen Rechts wären Sie immer noch nicht "public". Das träfe (historisch) wohl am ehesten auf die AOKs (Allgemeine Ortskrankenkassen) zu. Und was ist mit den vielen tausend Betriebskrankenkassen? Sind die etwa öffentlich? Viele nehmen jeden auf (offene BKK) und dürfen das jetzt auch, viele aber auch nicht, und das aus ganz egoistischen Gründen ...

    Ein weiteres Problem der Übersetzung von "gesetzliche Krankenkasse" ist, dass bei schlechter Übersetzung sofort die Vermutung aufkommt (besonders bei Amerikanern), das wir so etwas hätten wie den britischen national health service. Hillary Clinton war wohl die einzige an der Reformdiskussion beteiligte Amerikanerin, die unser System einigermaßen verstanden hat. Aber sie konnte es auch niemandem erklären. Für die meisten Amerikaner kommt die Krankenversicherung von Arbeitslosen ja kurz vor der Aufgabe des freiheitlich-demokratischen Systems.

    Um dem bestmöglich zu entgehen, würde ich sogar "legal health insurance" (insurance, nicht institution) vorschlagen. Ich glaube "statutory health insurance" geht in diese Richtung.

    Und was machen wir nun mit dem "Kassenrezept"? "Prescription for a statutorily health insured patient", kurz: "stat prescrition". :-)
    #4VerfasserAndreasS20 Dez. 03, 22:56
    Kommentar
    Was ist mit LEOs Vorschlag: compulsory health insurance [fund] = gesetzliche Kranken[kasse]versicherung



    Dieser Link des Bundesministeriums für Gesundheit..... mag auch von Interesse sein:

    http://www.bmgs.bund.de/eng/gra/gesundheit/in...

    Die dritte PDF-Datei beschreibt das deutsche Krankenversicherungswesen.
    #5VerfasserNicole I.20 Dez. 03, 23:09
    Kommentar
    Let's simply introduce "krankenkasse" into English (like kindergarten etc.) ;-)
    #6VerfasserN.N.20 Dez. 03, 23:11
    Quellen
    Kommentar
    Das ist ein Sumpf. Wer das Zeug wirklich übersetzen muß, ist ein armer Wurm. Der beste Ausweg ist eine vernünftige Lokalisierung. Jedes europäische Land tickt anders in seiner Struktur und in seinen Behörden.

    Vieles läßt sich nicht übersetzen, sondern nur erklären. Wörter wie 'Kostenträger-Abrechnungsbereich', 'KV-Nummer' (Krankenversicherungs- oder Krankenversicherten??nummer, privat oder gesetzlich?), 'Krankenzusatzversicherung' sind mein täglich trocken Brot. Ich wehre mich dagegen, so etwas zu übersetzen, indem ich das Marketing frage: Gibt's das in England etwa auch? Falls nein, entfällt die Notwendigkeit. Und falls ja, dann muß Marketing mir sagen, wie der englische Kunde den Begriff gerne hätte.

    Die genannte URL ist mir manchmal von Nutzen, aber in den entscheidenden Augenblicken hat sie leider oft nix.
    #7Verfasserkroebje22 Dez. 03, 14:28
    Vorschlaga prescription reimbursable within the SHI
    Kommentar
    This is the term I always use when I am discussing issues of the health-care system in Germany with my UK collegues. SHI (statutory health insurance) is in this case despite all the differences of the two systems the equivalent to NHS (national health service). It is a commonly used phrase in UK that "something is reimbursable within the NHS".
    I am aware that there is lots of confusion about term in this are but SHI seems to be the one used most. Krankenkassen in this respect are either SHI funds or sickness funds. UK people dealing with health-care issues seem to know and understand these terms.
    #8VerfasserMonika B.22 Dez. 03, 15:41
    VorschlagSHI-prescription
    Kommentar
    Auch der Vorschlag "precription reimbursable within the SHI" hat seine Tücken, solange die Apotheken noch mit den gesetzlichen Krankenkassen direkt abrechnen, wie das alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen außer den Ärzten tun. Der Ausgaben für Medikamente werden also nicht erstattet (österr. refundiert).

    (Interessanterweise wird man bald, ich habe gelesen ab 01.01.2004, seine Medikamente im Ausland kaufen können, um dann Rezept und Quittung bei der Krankenkasse zur Erstattung einzureichen. Dasselbe soll auch für sog. Heilmittel gelten, d.h. Physiotherapie, Ergotherapie und Sprachtherapie.)

    Mit dem meinem Vorschlag "SHI-prespription" käme man um das Erstattungproblem herum.

    kroebje: Noch etwas zur KV-Nummer. Offiziell haben alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen (außer den Ärzten) eine 7- bis 9stellige Nummer, die Institutionskennzeichen (IK) heißt. Eine KV-Nummer dürfte es damit gar nicht geben. Die Nummer des Mitglieds heißt "Versichertennummer" und das IK der Kasse wird noch traditionell als "Kassennummer / Kassen-Nr." bezeichnet. Auf der Versichertenkarte steht unter der Nummer nur "Kasse". [Ich habe mit dem Zeug dauernd zu tun, da ich mal Software für Heilmittelerbringer gemacht habe und selbst Logopäde bin.]
    #9VerfasserAndreasS22 Dez. 03, 16:40
    Kommentar
    Oops, ich habe leider etwas übersehen. Die KV-Nummer könnte ja nicht die Nummer der Krankenversicherung, sondern die Nummer der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) sein, oder die Arztnummer, die ihm die KV verpasst hat. Diese wiederum heißt auf den Rezepten, die jetzt Verordnungen heißen, Vertragsarzt-Nr. Und so geht der Wahnsinn immer weiter ... immer weiter ...
    #10VerfasserAndreasS22 Dez. 03, 22:45
    Kommentar
    Thanks to everybody for the useful comments. I'm going to leave it as 'Kassenrezept' and then put in a translator's footnote explaining what one is.
    #11VerfasserDebs22 Dez. 03, 23:11
    VorschlagA physician at a hospital does not have the right to prescribe the medication/drugs listed to patients insured with a statutory health insurance fund
    Kommentar

    Assuming that Krankenhausart is a typo and should read Krankenhausarzt.


    One problem remains unsolved with this translation, since I am quite sure the physician has the right to prescibe the drug(s) mentioned (if the patient would be willing to pay for them by him/herself) but statutory health insurance will not bear the costs.
    #12Verfasserbc23 Dez. 03, 10:17
    Kommentar
    Ich glaube, wir müssen noch etwas präziser sein. Ein Krankenkassenarzt kann so viel verschreiben wie er will. Alle Medikamente sind indirekt erstattet, so lange der Patient diese im Rahmen seines Krankenhausaufenthaltes bekommt. Dieser Arzt darf auch insoweit weitere Medikamente verordnen/an den Patienten ausgeben, wie diese notwendig sind, um den anschließenden Zeitraum nach Enlassugn aus dem Krankenhaus bis zur weiteren Behandlung durch einen niedergelassenen Arzt sicherzusteleln. Dies schließt meines Wissens auch Rezepte für allgemeine Apotheken ein. Prinzipiell darf ein Krankenhausarzt jedoch keine Medikamente für die gesetzliche Krankenversicherung rezeptieren, die außerhalb der Krankenhausapotheke eingelöst werden würden.
    Puh - das war schwierig. Hilft das weiter, oder war das sowieso klar?
    #13VerfasserMonika B.23 Dez. 03, 11:28
    Kommentar
    I think Debs has already chosen a very sensible approach, that is to write "Kassenrezept" and explain in in a footnote. With that, her sentence can be translated like this:

    "A hospital cannot prescribe the listed drugs on a Kassenrezept (SHI drug prescription form)."

    The footnote should read something like this:
    "Kassenrezept: If this form is used for prescription, the pharmacist can collect a large portion of the cost from the patient's statutory health insurance fund (SHI fund), provided the patient is insured with a SHI fund."
    #14VerfasserAndreasS23 Dez. 03, 14:08
    Kommentar
    Hat sich in den letzten zehn Jahren hierin ein Fortschritt ergeben? Ich stehe gerade vor dem Problem, dass eine Privatklinik ihren Patienten mitteilt: "Unabhängig von Ihrem Kassenrezept können Sie zusätzliche therapeutische Leistungen kaufen." Wie können wir denn diese Aussage jemandem vermitteln, der schon aus Prinzip nicht kapiert, dass überhaupt ein anderer Weg denkbar ist, als sich die Therapie zu erkaufen?
    #15VerfasserValeriana Ebonstar (894625) 25 Apr. 13, 18:24
    Kommentar
    Normalerweise wird durch die Krankenkasse eine gewisse "Grundversorgung" abgedeckt bzw. finanziell getragen ... darüber hinausgehende Leistungen bzw. Therapien müssen dann privat finanziert, also "gekauft" werden.
    #16Verfasser no me bré (700807) 25 Apr. 13, 18:27
    Kommentar
    Weiß ich schon. Aber wie lässt sich dieser Satz übersetzen, ohne einen halbseitigen Sermon über die Segnungen des deutschen Gesundheitssystems daraus zu machen?
    #17VerfasserValeriana Ebonstar (894625) 25 Apr. 13, 18:29
    Kommentar
    Edith ergänzt noch :
    Die Kombination "Therapie" und "kaufen" ist eigentlich nicht üblich, auch wenn Therapien kostenpflichtig sind und bezahlt werden müssen ...
    #18Verfasser no me bré (700807) 25 Apr. 13, 18:30
    Kommentar
    Sie drücken sich halt so aus, und das durchgängig. Man kann sich bei denen z. B. auch 10-minutenweise zusätzliche Therapieeinheiten "kaufen" über die 20 min hinaus, die die Kasse pro Sitzung bezahlt.

    Was mache ich nun mit dem Kassenrezept?
    #19VerfasserValeriana Ebonstar (894625) 25 Apr. 13, 18:37
    Kommentar
    Unabhängig von Ihrem Kassenrezept können Sie zusätzliche therapeutische Leistungen kaufen."

    I think this is a case of having to get the message across without a literal translation of "Kassenrezept".

    How about simply:
    "You can self-pay for therapeutic services over and above those covered by the statutory health insurance (SHI)."
    or
    "You can pay privately for additional therapeutic services not covered by the statutory health insurance (SHI)"
    e.g. you can self-pay for 10-minute additions to your therapy sessions after the first 20 minutes reimbursed under the SHI.
    #20Verfasser Marianne (BE) (237471) 26 Apr. 13, 08:27
    Kommentar
    There is a difference in prescribing, and not all doctors in hospitals can prescribe on a normal prescription; it is usually consultants who can, or at least a reg.

    When being discharged from hospital, patients are given what is called TTOs (To Take Out medicines) which is all the medication they have been prescribed that the doctors want them to continue taking. They are dispensed by the hospital pharmacy.

    A discharge letter is given to the patients and a copy of that goes to their GP who will then take over prescription of medicines when the patients have run out.

    Hope that helps :-)
    #21Verfasser The Real ME (GB) (369909) 26 Apr. 13, 10:16
     
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