Mann Gottes, Du bist wirklich hartnäckig.
Das hast Du geschrieben: "Das Militär ist eine wohlbekannte Quelle für Stipendien. Das ROTC-Programm der Air Force kann bis zu 100 Prozent der Studiengebühren bezahlen und zusätzlich ein Büchergeld." Wenn Du schon kein Englisch kannst, kannst Du denn Deutsch? ROTC-Stipendium der Airforce = bis zu 100 Prozent Studiengebühren plus Büchergeld. Das sind deren Bedingungen. In anderen Fällen ist sind es die Studiengebühren plus Hilfe zum Lebensunterhalt. An meiner Uni hatte die Abteilung Stipendien zur Verfügung, die aus den Studiengebühren plus einer Zuwendung USD 2000,00 / Jahr bestanden. Ich habe keines von diesen bekommen, weil ich schon das Fulbright-Stipendium (Fulbright Sholarship) hatte, obwohl ich Nummer 1 auf der Liste der Studienbewerber war. Du weißt einfach nicht, wie amerikanische Universitäten Ihre Studenten rekrutieren. Sie kaufen sich die besten Bewerber über Stipendien, und die sind natürlich *nicht* auf die Studiengebühren (bzw. den Verzicht auf Studiengebühren) beschränkt. Und so kommt es, dass man von den schlechten Unis die besten Angebote, von mittleren Unis mittlere Angebote und von den besten gar keine Angebote bekommt.
Hier ist eine Scholarship beschrieben, die keine Übernahme und keinen Erlass der Studiengebühren enthält:
http://209.85.129.104/search?q=cache:rVDLRuwE...So machen's die Rotarier (flat grant = Gesamtzuwendung, ohne Unterscheidung nach Lebenshaltung, Studiengebühren etc.)
http://www.rotary.org/foundation/educational/...Hier mal zur Abwechslung eine israelische Website über "merit scholarships", die fast alle amerikanische Universitäten betreffen. Ich bin sicher, dass die Autoren die AE-Terminologie perfekt beherrschen.
http://www.wzo.org.il/en/resources/view.asp?i...Reicht das?
Die Tatsache, dass Deine Gesprächspartner von einem "Sechser im Lotto" sprechen, heißt für mich nur, dass Sie sich noch nie als Topstudenten (straight A) an einer "Basket Weaving University" beworben haben, was gegen und für sie sprechen kann.
Wir erleben übrigens gerade, dass sich das deutsche Stipendium sehr wohl auf Studiengebühren beziehen kann, da es seit kurzem solche gibt. Die Universitätskasse kann nämlich nicht unterscheiden, ob das Geld aus einem Stipendium oder aus einem Raubüberfall oder vom Papi stammt.
Als Übersetzung für die Stipendien der großen deutschen Stiftungen [ich hatte sie alle durch, bevor ich mich bei Fulbright beworben habe] passt "scholarship" wie die Faust aufs Auge. Und die meisten sind tatsächlich "merit / achievement scholarships". Es ist also alles in Ordnung.
http://www.thieme.de/viamedici/medizinstudium...Deinen Vorwurf, dass ich "Apfel" mit "fruit" übersetze, gebe ich gern zurück. Eine "scholarship" (Stipendium, entspr. "Apfel") ist ein "grant" (Zuwendung, entspr. "Obst").
Hilfreich ist auch ein Blick auf die steuerliche Behandlung. Ganz offenbar gibt es bei vielen scholarships eine Zuwendung zum Lebensunterhalt. Das US-Steuerrecht unterscheidet zwischen "scholarship stipend" (Geldzuwendung innerhalb eines Stipendiums) und "compensatory stipend" (Geldzuwendung, die mit einer Arbeitsverpflichtung zusammenhängt, z.B. einer "student assistantship"). Warum würde man das überhaupt unterscheiden, wenn es "scholarship stipends" gar nicht gäbe? Sie sind übrigens steuerfrei.
http://www.asu.edu/fs/TaxDept/chart/Guideintr...[Ich verspreche, in diesem Faden nichts mehr beizutragen.]