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  • Betreff

    landslide victory

    Quellen
    The result of the elections was a landslide victory for the Labour party.
    Kommentar
    I know there are answers in the dictionary, but how weird does Erdrutschsieg sound? Does it just refer to an extraordinary victory?
    Verfasseres04 Mai 07, 14:09
    Vorschlagerdrutschartiger Sieg
    Kommentar
    Du lagst gar nicht so weit daneben ;-)
    #1VerfasserBacon [de] (264333) 04 Mai 07, 14:11
    Kommentar
    I know but isn't there a better word for it?
    #2Verfasseres04 Mai 07, 14:12
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    mE gibt's im Deutschen keinen "erdrutschartigen Sieg" o.ä.
    Wie wär's mit "überwältigender Sieg"?
    #3Verfasserbienchen (de) (236808) 04 Mai 07, 14:12
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    oder mit "überragender Sieg"?
    #4Verfasserbienchen (de) (236808) 04 Mai 07, 14:14
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    thank you, that's all I wanted to know
    #5Verfasseres04 Mai 07, 14:15
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    naja, es gibt immerhin über 600 Guhgel-Treffer für "erdrutschartigeR Sieg" und fast 1.000 für "erdrutschartigeN Sieg".

    Geben tut's das schon ;-)
    #6VerfasserBacon [de] (264333) 04 Mai 07, 14:15
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    klingt aber nicht schön und kommt dann bestimmt aus schlechten Übersetzungen...
    #7Verfasseresi04 Mai 07, 14:18
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    Ach Gott, "schön" ist ja bekanntlich im Auge des Betrachters ;-)

    Und ein "erdrutschartiger Sieg" hat einen Aspekt der Pötzlichkeit, den weder "überwältigend" noch "überragend" aufweisen. Finde ich.
    #8VerfasserBacon [de] (264333) 04 Mai 07, 14:20
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    Geben tuts auch ne Menge andere Ausdrucksweisen und Anglizismen ;0). Was ich meinte ist, dass die Verbindung von Erdrutsch oder erdrutschartig und Sieg im Deustchen nicht idiomatisch ist.
    #9Verfasserbienchen (de) (236808) 04 Mai 07, 14:21
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    als Übersetzungsamateur aber fleissige Zeitungsleserin kann ich bestätigen, daß "erdrutschartiger Sieg" oder "Erdrutschsieg" in der Tagespresse laufend verwendet werden, geht in Ordnung!
    #10Verfasservictoria04 Mai 07, 14:31
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    @ victoria: *rolleyes" . Dann ist im Deustchen auch "in 2007", "in Irak", "bist du in Ordnung" etc. idiomatisch. Bloß weil es Zeitungen schreiben und "alle" es sagen ist es doch nicht automatisch richtig......
    #11Verfasserbienchen (de) (236808) 04 Mai 07, 14:34
    Vorschlag"erdrutschsieg"
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    "Erdrutschsieg" ist ein gängiger Begriff in DE und nur weil ihn manche noch nicht gehört haben ist er auch nicht falsch
    #12Verfasserjke04 Mai 07, 14:48
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    Und was soll bitte "nicht richtig" sein an "Erdrutschsieg", "erdrutschartiger Sieg" usw.?
    #13Verfasser.04 Mai 07, 14:49
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    Ich hab nur gesagt, dass es nicht idiomatisch ist. Offenbar hat sich der Begriff im politischen Zusammenhang eingebürgert.
    #14Verfasserbienchen (de) (236808) 04 Mai 07, 14:52
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    Ähm. Wenn ein Begriff sich eingebürgert hat, dann ist er doch idiomatisch, oder?


    PS
    Ein echter Dialog mit einer ehemaligen Chefin:
    Her: "So are you happy with this translation?"
    Me: "Well I don't like this bit, I think it's not idiomatic."
    Her: "Why would you say that! Of course it is not stupid! You cannot call anyone an idiot just because you don't like the style ..."

    Some people seem to think idiomatic = Idiot + automatic *GRIN*
    #15Verfasserautomadiot04 Mai 07, 14:58
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    Korrigiert mich, wenn ich falsch liege - nur um auf der sicheren Seite zu sein - aber mir geht's da wie bienchen: Gesehen und gehört hab ich's schon, aber doch eher erst in den letzten Jahren und in Zusammenhängen, die darauf schließen lassen, dass es sich um hier eine wörtlich aus dem Englischen übersetzte "neudeutsche" Wortschöpfung handelt. Ist es nicht spannend, wie sich die Sprache buchstäblich vor unseren Augen weiterentwickelt?

    *gezwungenermaßenbegeistertdreinschau*
    #16Verfasserdana04 Mai 07, 15:00
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    Mir sind die Begriffe "Idiom" und "idiomatisch" durchaus in ihrer korrekten Bedeutung geläufig.

    Der Begriff Erdrutschsieg u.ä. hat keine linguistischen deutschen Wurzeln und hat sich, ähnlich wie andere bereits erwähnte Ausdrucksweisen in den letzten Jahren im Deutschen breitgemacht.

    Wie victoria in #10 sagte, ist sie "Übersetzungsamateur". Übersetzt man viel und hatte man eine entsprechende Ausbildung, wird man während eben dieser Ausbildung für Anglizismen und "neudeutsche" Ausdrucksweise sensibilisiert und versucht möglichst, eine idiomatische deutsche Entsprechung zu finden.

    #17Verfasserbienchen (de) (236808) 04 Mai 07, 15:07
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    "Erdrutschartig" steht in meinem alten Wahrig von 1986.

    Im Übrigen braucht man kein professioneller Übersetzer zu sein, um unnötige Anglizismen häßlich und überflüssig zu finden.
    #18Verfasser.04 Mai 07, 16:00
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    Punkt:
    Das Problem an all den kurzen "Keine Anglizismen"-Statements ist, dass sie an der sprachlichen Realität vorbeigehen.

    Sprache ist etwas dynamisches, sie ändert sich dauernd.
    Wenn sich neue Konzepte durchsetzen, finden sich neue Worte dafür.
    Wenn in einer Sprache für etwas kein Wort da ist, borgt man sich halt eins aus ...

    fesch, Computer, mailen, Trottoir, Allee, Marketing, streamen, ... alles deutsche Worte, die früher andere Staatsbürgerschaften hatten. Was willst machen, alle ausbürgern?

    #19Verfasseryx04 Mai 07, 16:11
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    Gute Idee. Tageleuchter statt Fenster, Gesichtserker statt Nase etc ...
    #20VerfasserBacon [de] (264333) 04 Mai 07, 16:13
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    Überhaupt nicht. Deshalb schrieb ich "unnötig". Ich meinte Sachen wie Info-Point oder Ticket-Point. Die finde häßlich und überflüssig.
    #21Verfasser.04 Mai 07, 16:25
    Vorschlaglandslide victory
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    Dieser Begriff wird durchaus in UK von muttersprachlichen Personen verwendet. Habe in erst kürzlich in einer Email einer UK-Kollegin gelesen. Dabei ging es um den Sieg unserer Gruppe bei einem Tanz/Musik-Wettbewerb im Rahmen der Veranstaltung des AG. Wir hatten mir Maximalpunktzahl gewonnen - eben ein landslide victory.

    Kenne den Begriff aber auch aus dem Deutschen. "Erdrutschartiger" Sieg/Erfolg o.ä. wird auch bei uns verwendet zB auch im Zusammenhang mit politischen Wahlen etc.

    ... to whom it might concern ! Hoffe, es hilft weiter.
    #22VerfasserLeini04 Jan. 08, 10:28
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    @Leini --- Leider im Gegenteil. Fadenexhumierungen ohne neue Erkenntnisse sind sehr nervend.
    #23Verfasserholger (236115) 04 Jan. 08, 10:38
    VorschlagFadenexhumierungen
    Kommentar
    Fadenexhumierungen

    Was für Dinger?..
    #24Verfasserj.U.d.E.19 Sep. 08, 10:15
    Kommentar
    genau das, was du gerade gemacht hast...
    #25VerfasserSadre (440156) 19 Sep. 08, 10:17
    Kommentar
    Zum Thema:
    Ich finde, wie Bacon in #8 schon andeutet, klingt "erdrutschartiger Sieg" im Deutschen viel stärker nach einem plötzlichen, unerwarteten, überraschenden Sieg. Ich hab auch diesen Faden gesucht, weil ich "won by a landslide" in einem englischen Text gelesen habe und Leos "erdrutschartiger Sieg" mir in dem Kontext nicht sinnvoll erschien. Aber offenbar ist ein Sieg mit großer Mehrheit gemeint.

    Zur Fadenexhumierung:
    Damit meint man, Artikel, Themen, Diskussionsstränge oder eben Fäden (welchen Namen man auch immer für dieses Konzept findet), die seit langer Zeit nicht mehr kommentiert wurden, "wiederzubeleben" (auszugraben). Dadurch tauchen sie wieder in der Liste aktueller Fäden auf und nehmen somit den Platz für aktuelle, unbeantwortete Fragen weg.

    In ihrer Erscheinungsform "Fadenexhumierung ohne neue Erkenntnisse" sind sie in besonderem Maße kontraproduktiv für das Forum.

    Ich hoffe, es ist nicht zynisch, das nach über zwei Jahren zu erklären?

    #26VerfasserAngus (395412) 09 Dez. 10, 15:06
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    Wenn der Faden schon mal exhumiert ist:

    Ich empfinde "erdrutschartiger Sieg" auch nach weiteren drei Jahren der Verwendung nicht unbedint idiomatisch. Die Formulierung stört mich, zumindest wenn ich etwas nachdenke und nicht drüber lese. Ich würde wohl eher in diese Richtung formulieren:
    Nach einem politischen Erdrutsch kam XY an die Macht (und besiegte) ...
    #27Verfasserjas09 Dez. 10, 15:18
    VorschlagErdrutschsieg
    Kommentar
    Ich kann mich noch genau an mein Sprachstudium erinnern, dort haben wir auch "Erdrutschsieg" gelernt. Steht sogar im Duden http://www.duden.de/definition/erdrutschsieg
    #28VerfasserHelfer09 Dez. 10, 15:37
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    Also ich kannte bis zum Labour-Wahlsieg 1997 nur „erdrutschartige Verluste“.
    Als dann plötzlich alle Medien anfingen von einem „erdrutschartigen Sieg“ zu schreiben, kam mir das komisch (und ja: unidiomatisch) vor, weil ein Erdrutsch für mich ein negatives, destruktives Ereignis ist und etwas „Wegrutschendes“ besser zu Verlusten als zu einem Sieg passt. Und an diesem Missempfinden hat sich auch nach 15 Jahren nichts geändert, da können die Medien schreiben, was sie wollen. Nur weil sich etwas eingebürgert hat, ist es noch lange kein guter Stil.
    #29VerfasserAngel_of_Anarchy (654309) 25 Okt. 12, 11:19
    Kommentar
    Du kannst ja gerne auch den "überwältigender Sieg" aus #3 verwenden, trotz der in #8 geäußerten Bedenken ...
    #30Verfasserno me bré (700807) 25 Okt. 12, 12:04
    Kommentar
    Ist zwar schon alles gesagt, aber ich gebe noch schnell meine Stimme für "Erdrutschsieg" ab.

    Ich kann mich, ebenso wie Helfer in # 28, an dieses Wort auch aus meinem Übersetzerstudium erinnern. Es ging damals um Margaret Thatchers Wahlsieg, und ich kann mich deshalb noch so gut daran erinnern, weil ich es damals zuerst irgendwie merkwürdig fand. Doch dann tauchte es plötzlich ständig in allen Medien auf - und es kam dann sogar in einer Prüfung vor.

    Wenn's damals schon richtig war, kann's heute nicht falsch sein, oder? ;)
    #31VerfasserFragezeichen (240970) 25 Okt. 12, 12:23
    Kommentar
    Was damals schlechter Stil war, kann heute kein besserer sein ;-P

    Und dass es dir zunächst „merkwürdig“ vorkam, unterstreicht doch meine These, dass es eine unidiomatische, dahingerotzte Lehnübersetzung ist (wie sie in Zeiten des Internets noch wesentlich häufiger geworden sind).
    #32VerfasserAngel_of_Anarchy (654309) 25 Okt. 12, 13:01
    Kommentar
    Nein, Angel, es kam mir damals (80er Jahre) nur merkwürdig vor, weil es noch nicht so häufig in Gebrauch war, also neu für mich.

    Inzwischen ist ja schon ein wenig Zeit ins Land gegangen, und m.M.n. hat sich das Wort mittlerweile eingebürgert und ist als Übersetzung im politischen Bereich durchaus akzeptabel. Und den Eingang in den Duden hat es auch gefunden.

    Sprache lebt eben - da werden sicher noch viel mehr "merkwürdige" Sachen auf uns zukommen. ;)

    Edit: Schlechter Stil - na, wenn das meine Prüfer von damals lesen ...;)

    #33VerfasserFragezeichen (240970) 25 Okt. 12, 15:26
    Kommentar
    Vielleicht schaut man einfach mal im Duden nach?

    http://www.duden.de/rechtschreibung/erdrutschartig

    1) in der Art eines Erdrutsches, einem Erdrutsch gleichkommend
    2) umgangssprachlich sehr hoch, sehr stark
    Beispiele: ein erdrutschartiger Sieg, erdrutschartige Verluste


    Mit Googles 'Ngram Viewer kann man sehen, dass das Wort "erdrutschartig" schon 1955/1959/162 gebraucht wurde, auch in Zusammenhang mit einem Wahlsieg. Es ist keineswegs eine Erfindung der jüngsten Zeit.

    http://www.google.com/search?q=%22erdrutschar...
    #34VerfasserMiMo (236780) 25 Okt. 12, 15:35
    Kommentar
    Du bist mir zuvorgekommen, MiMo. Jede gute Zeitung schreibt das.

    Immer wieder erstaunlich, was es bei uns alles nicht gibt oder nicht idiomatisch ist.
    #35VerfasserH.B. (213580) 25 Okt. 12, 16:19
    Kommentar
    Mit erdrutschartigen Verlusten hab ich auch keine Probleme, weil bei einem Erdrutsch was wegrutscht, was vorher da war, in diesem Falle eine Mehrheit. Das ist für mich ein stimmiges Bild. Ein Erdrutschsieg klingt für mich nach Bildbruch, Duden hin oder her.

    Ich weiß, dass Sprache lebt - sie ist mein Beruf. Trotzdem muss ich nicht alles, was rübergeschwappt kommt, annehmen. (Und ich bin mir sicher, dass der Erdrutschsieg aus dem englischsprachigen Raum geschwappt kam).

    Es gibt noch -zig andere Beispiele von Dingen, die sich eingebürgert haben, die ich nicht übernehme. Und ich bin nun wirklich nicht jemand der krampfhaft immer „Mobiltelefon“ sagt oder von dem Wort „Airbag“ Ausschlag kriegt.
    #36VerfasserAngel_of_Anarchy (654309) 25 Okt. 12, 18:48
    Kommentar
    nur ein Beispiel für die Presse

    http://www.focus.de/politik/deutschland/nrw-w...

    Vielleicht sollten wir uns selbst weniger zum Maßstab für die Bewertung von Sprache machen.
    #37VerfasserH.B. (213580) 25 Okt. 12, 18:58
    Kommentar
    Du musste es ja nicht verwenden, Angel - glücklicherweise gibt es bei uns ja keine Sprachpolizei. ;)
    Aber es ist nun einmal in Gebrauch und nicht falsch.

    Slightly OT:
    Apropos "Mobiltelefon": Ich habe eine Übersetzerkollegin, die sich immer noch strikt weigert, in ihren Romanübersetzungen "Handy" zu schreiben. (Aus bekannten Gründen - eigentliche Bedeutung von "handy".) Und sie hat sich damit bei den meisten Lektoren auch durchgesetzt.
    #38VerfasserFragezeichen (240970) 25 Okt. 12, 19:37
    Kommentar
    Zu #36:

    Wenn irgendwo etwas wegrutscht, muss es ja auch irgendwo hinrutschen. Also ist das Komplement eines erdrutschartigen Verlusts ein erdrutschartiger Sieg.

    Wenn man mal auf einer Straße vor einer Mure steht, die "erdrutschartig" die ganze Straße blockiert hat, dann kann man ermessen, welche Wucht ein erdrutschartiger Sieg hat.
    #39VerfasserMiMo (236780) 25 Okt. 12, 21:01
     
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