Ich halte die englischsprachige Bevölkerung für fähig, eine Annäherung zur deutschen Redewendung zu verstehen.
Ich halte es hingegen grundsätzlich nicht für zielführend, eine Redewendung "an die Originalsprache angenähert" zu übersetzen. Für eine Redewendung sollte immer eine entsprechende Redewendung aus der Zielsprache gesucht werden, da in eine Redewendung sehr viel an kulturellem Hintergrund hineinfließt.
Hältst Du es für zielführend "Namen sind Schall und Rauch" als "names are sound and smoke" zu übersetzen, und dem englischsprachigen Publikum zuzumuten, das als "Der Name ist egal" zuzuordnen? Oder sollte man viel eher ein "A rose by any other name (would smell as sweet)" nehmen?
Würdest Du wirklich in einem englischen Text vom "core of the poodle" reden oder von "and if you're not willing, I will use force"? Gut, meine Beispiele stammen alle von Stücken und Gedichten von Goethe, haben aber in ihrer Verwendung diese Herkunft längst hinter sich gelassen, so dass kaum noch jemand weiß, dass das eigentlich Zitate aus Faust und dem Erlkönig sind. Aber auch andere Redewendungen bedienen sich Sprachbildern, die nicht unbedingt übertragbar sind ("einen Schirm stehen lassen" für das Ablassen von Flatulenzen, oder "seinen Friedrich Wilhelm daruntersetzen" zum Unterschreiben eines Dokumentes) Hier willst Du einem englischsprachigen zumuten, aus dem Kontext heraus zu verstehen, was gemeint ist?
@Gibson: Tschuldigung, da habe ich mich unpräzise ausgedrückt... Frank_42 hatte sich auf den Satz bezogen "(Und falsch ist "wood's" auch noch)". Und in diesem Satz bezeichnest Du das Wort als falsch ohne dazuzuschreiben, warum. Dies erzeugt den Eindruck, dass die Bildung des Genitivs aus dem Singular das ist, was Du kritisierst, und dieses "Falschsein" sich von der bereits geäußerten Kritik unterscheidet ("auch noch"). Die Wortbildung wird also separat von der übrigen Kritik bemängelt, aber diese Wortbildung an sich wäre ja nicht falsch, und die Unsinnigkeit der Übersetzung war ja bereits erwähnt.