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  • Betreff

    a plate of whitebait

    [Kochk.]
    Kontext/ Beispiele
    The meal began with a plate of whitebait, ...

    Kommentar
    Was heisst "Whitebait" ?
    VerfasserANdi11 Sep. 05, 12:00
    VorschlagHering
    #1VerfasserAnke06 Jun. 07, 02:56
    Quellen

    The meal began with a plate of whitebait, ...


    "... fried very crisp in butter, and to go with it there was a Moselle."


    (Roald Dahl, Taste, from "Tales of the Unexpected")



    In the United Kingdom today, whitebait principally refers to the fry of Clupeidae fish, young sprats, most commonly herring. They are normally deep-fried, coated in flour or a light batter, and served very hot with sprinkled lemon juice and bread and butter. Whitebait are very hard to buy fresh unless the buyer goes to a fishing harbour early in the morning, as most are frozen on the boat.


    https://en.wikipedia.org/wiki/Whitebait#Unite...

    Kommentar

    Simply "Hering" scheint mir etwas unpräzise.


    Siehe auch: a plate of whitebait


    (zur selben Frage) sowie


    Siehe auch: whitebait

    #2VerfasserKurt A. (1313470) 17 Aug. 22, 14:43
    Kommentar

    re #2, beim "to go with it there was a Moselle." ist sicherlich ein Riesling - ein Weißwein - von der Mosel gemeint ...

    :-)

    #3Verfasserno me bré (700807) 17 Aug. 22, 14:48
    Kommentar

    Ich habe mal in meinem Fischbuch und im Oxford Companion of Food nachgeschaut (beides Papierbücher, also kein Link), und "whitebait" sind Jungfische vorwiegend der Arten Hering, Sprotte und Maifisch (herring, sprat and shad). Heutzutage kommen sie vor allem gefroren aus Neuseeland.


    Nicht ganz vergleichbar, aber ähnlich sind die bereits im anderen Faden erwähnte "Friture du lac" sowie das italienische "Fritto misto".

    #4Verfasserpenguin (236245) 17 Aug. 22, 15:00
    Kommentar

    #2 - Simply "Hering" scheint mir etwas unpräzise.


    Very imprecise or at least Eurocentric. The whitebait that is caught in Australia and New Zealand belongs to the Galaxiidae family, not the Clupeidae family (herring, sprat, shad).


    Whitebait is a term used to market fry* (juvenile fish) belonging to various species as food.


    * Fry refers to a life (growth) stage of fishes that are recently hatched. This is generally after the yolk sac has been absorbed and almost or entirely disappeared. At this point, the swim bladder is typically functional and fish can actively feed for themselves. 

    (https://fishionary.fisheries.org/tag/juvenile/ & https://mabscross.co.uk/wp-content/uploads/20...)

    #5Verfassercovellite (520987)  17 Aug. 22, 15:01
    Kommentar

    Schon gemein für den Englischlernenden (und ominös* für den Fisch!), daß fry hier ein Lebensstadium bedeutet und nicht etwa die Zubereitungsart ...


    * frytening indeed!

    #6Verfassermbshu (874725)  17 Aug. 22, 15:25
    Kommentar

    Oh, ich bin gewiss, dass der Begriff "fry" in dieser Bedeutung mindestens in GB von Kindesbeinen an geläufig ist... ;-)

    Naja, whitebait schon. Ist ja auch lecker. Kenne ich aus Italien übrigens nicht nur als fritto misto, sondern häufiger als pesce misto, eigentlich inkorrekte, aber gebräuchliche Kurzform von fritto misto di pesce.

    #7Verfasserreverend (314585) 17 Aug. 22, 15:40
    Quellen

    small fry (n) small-fry (adj.)

    1. Insignificant people or things.

    ‘he was small fry and privy to nothing’

    https://www.lexico.com/definition/small_fry


    MINORUNIMPORTANT

    small-fry politician

    2. of, relating to, or intended for children CHILDISH

    small-fry sports

    https://www.merriam-webster.com/dictionary/sm...


    1. USinformal a child —usually plural

    Is there really any great difference, one might ask, between that gang of kids playing video games by the hour at their local candy store these days and those small fry who used to hang around together spending equal amounts of time playing marbles?

    — Marie Winn

    Mothers and fathers, their small fry hopping from ledge to ledge with them, are climbing mountains from the Appalachians to the Rockies.

    — John Devaney

    Ever since the giddy '60s … small-screen small fries have made their mark with clean-cut comedy perfect for fans of all ages.

    — Damian J. Holbrook

    2. informal someone or something considered insignificant or minor

    These two, with their perfunctory fast handshakes, made Henry feel like the small fry he was …

    — Herman Wouk

    —usually pluralUnfortunately, however, many of the cases on O'Keefe's list involved insignificant small fry who had cheated the government out of relatively small amounts of money and, in some cases, no money at all.

    — David Burnham




    Kommentar

    @mbshu - then there's the figurative usage, Siehe Wörterbuch: small-fry


    #8Verfassercovellite (520987) 17 Aug. 22, 15:42
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    Aber verstehe ich richtig, dass diese Fische noch sehr sehr jung und klein sind? Denn junge Heringe sind Matjes für mich. Dies wiederum zu braten hielte ich für eine Sünde. :-)
    #9VerfasserQual der Wal (877524) 17 Aug. 22, 15:50
    Kommentar

    Die sind wirklich klein. So klein, dass man sie mit einem Haps essen kann.


    Matjesheringe sind deutlich größer.

    #10Verfasserpenguin (236245) 17 Aug. 22, 15:51
    Kommentar

    No. 8: Den Ausdruck hatte ich bisher auch mit der Pfanne assoziiert (dafür lohnt es sich kaum, eine Herdplatte anzuschalten) ... Wieder was dazugelernt.

    #11Verfassermbshu (874725) 17 Aug. 22, 16:12
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    Matjes ist eine Zubereitungsform. Junge, nicht geschlechtsreife, vollfette Heringe werden in einer starken Salzlake eingelegt (holländisch: deutlich weniger gesalzen). Das Fischfleisch wird in dieser salzigen Umgebung fermentiert, wobei die eigentliche Fermentation auf Enzyme der eigenen Bauchspeicheldrüse zurückgeht, die beim Ausnehmen der Fische also im Fisch verbleiben muss.


    Der entsprechende Jungfisch heißt Grüner Hering.


    whitebait ist viel kleiner. Man kann oft zwei oder mehr Fische gleichzeitig ganz in den Mund nehmen und essen, je nach Fanggebiet und -zeit. Dabei besteht whitebait, wie hier schon gesagt, nicht nur aus Hering.


    In Japan gibt es übrigens einen ähnlichen Begriff, shiroi, was eigentlich nur weiß heißt. Meistens sind damit aber noch viel kleinere Fische gemeint, die m.W. auch alle zur gleichen Fischart gehören. Man kann sie zwar auch wenige Sekunden fritieren, am liebsten werden sie aber noch lebend auf einem gunkanzushi gegessen und möglichst nicht zerkaut. Das ist dann die sozusagen die whitebait-Fassung für Fortgeschritte oder Weglaufende.

    #12Verfasserreverend (314585) 17 Aug. 22, 16:59
    Kommentar

    Noch einmal zurück zum "Topic" (Gegenstand der Frage aus dem Jahr 2005):


    Wie könnte man "whitebait" gefällig ins Deutsche (nicht: Italienische oder Japanische) übersetzen/-tragen: gebratene/frittierte Jungfische?


    Weiter OT (zu nmb - #3): Der dazu gereichte "Moselle" wird in der fraglichen Kurzgeschichte näher als "Geierslay Ohligsberg, 1945" benannt - eine Lage, die es meines Wissens nicht gibt (oder gab); eine Rebsorte wird nicht erwähnt. Als Hauptgang gab es übrigens "a large roast of beef" und dazu - natürlich - einen "claret" (Château Branaire-Ducru, 1934 - dieses Weingut gibt es tatsächlich).

    #13VerfasserKurt A. (1313470) 18 Aug. 22, 11:11
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    #13 - Wie könnte man "whitebait" gefällig ins Deutsche (nicht: Italienische oder Japanische) übersetzen/-tragen: gebratene/frittierte Jungfische?


    No, or at least, it depends on context. The dish might simply be referred to as whitebait (whitebait and dill mayo - Jamie Oliver), but so is the raw ingredient (450g of whitebait).

    #14Verfassercovellite (520987) 18 Aug. 22, 11:34
    Vorschlagfrit(t)ierte junge Weißfische
    Kommentar

    Klingt gut und ist präzise. Wenn die Menüfolge so alt ist, wie die Weine vermuten lassen (also etwa um 1950), würde ich den Fisch auch nur mit einem "t" fritieren.


    Geierslayer Ohligsberg z.B. hier oder direkt beim Weingut.


    #15Verfasserreverend (314585) 18 Aug. 22, 11:36
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    Zu # 13:


    Den Wein gibt es auch heute noch:

    2020 Riesling Wintricher Ohligsberg trocken, Weingut Geierslay

    (z.Zt. 19,90€, für Interessierte)


    Ah, der Weinkenner reverend war mal wieder schneller...


    #16Verfasserwienergriessler (925617)  18 Aug. 22, 11:39
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    Ja gut, den Wein gibt es tatsächlich (wenn auch wahrscheinlich keinen 1945er mehr) - und (wie nmb schon vermutete) ein Riesling.


    Aber wo kann ich die (noch nicht fritierten!) "jungen Weißfische" beziehen?

    #17VerfasserKurt A. (1313470) 18 Aug. 22, 11:44
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    Gute Frage. Ich habe noch nie in einem Speiselokal "Weißfische" angeboten bekommen. Das ist wohl ein klassischer Anglizismus.

    #18VerfasserRominara (1294573) 18 Aug. 22, 12:23
    Kommentar

    Ich kenne den Begriff Stint (engl. smelt) für kleine Fische, die gebraten und dann komplett verputzt werden.

    Smelt plus whitebait ergibt einige Treffer bei z.B. Startpage.

    #19VerfasserArnold Layne (1302580) 18 Aug. 22, 12:35
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    Stinte sind eine bestimmte Art Salz- und Brackwasserfische (Osmerus eperlanus), der in Größe, Form und Fleisch jungem Hering ähnelt, im Rohzustand aber deutlich anders riecht. Beim Garen verschwindet dieser, im übrigen nicht unangenehme "gurkige" Geruch. Stint würde fritiert eine sehr gute Vorstellung davon geben, was whitebait ist und wie es schmeckt. In Küstennähe v.a. in Niedersachsen wird er in der Tat auch paniert und in viel Öl gebraten, sozusagen deep-fried, aber eher nicht fritiert.


    Stinte leben v.a. vor den Küsten, whitebait wird etwas weiter draußen gefangen, meist aber in der Nordsee, wo die verwendeten Fischarten alle sozusagen ihre "Kinderstube" haben. Stint und grüner Hering, die gegessen werden, sind meist ca. 15cm lang, whitebait kenne ich normalerweise kleiner (eher 2-3 Zoll und sogar noch kleiner).


    "Weißfisch" ist im deutschen Sprachraum eigentlich ein Oberbegriff (beim Angeln und Kochen) für kleine Süßwasserfische mit weißem Fleisch, besonders für Karpfenartige. Die Liste der damit gemeinten Fischarten ist lang, siehe den verlinkten Wikipedia-Artikel.

    In der gehobenen Küche wird der Begriff allerdings eher für Meeresfische mit weißem, festen Fleisch als Oberbegriff verwendet, besonders, wenn es Massenfische sind, die aufgrund ihres Preises z.B. zu Fischfarcen verarbeitet werden. Dazu gehören etwa Dorsch, Schellfisch, Pollack, Seelachs, auch einige Plattfische wie die Sandscholle. Nicht dazu gezählt werden z.B. Scholle, Heilbutt, Steinbutt, Skrei, Barsche (Rot-, Zacken- etc.). Unterschiedliche Einschätzungen je nach Nationalküche haben z.B. Wittling (Merlan) oder Knurrhahn und besonders Kabeljau.

    Ich finde leider gerade keine vernünftige Quelle dazu, pardon.

    #20Verfasserreverend (314585) 18 Aug. 22, 13:41
    VorschlagGlasfischchen
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    Liest man in Kochrezepten als deutsche Übersetzung für die gianchetti, die in diversen italienischen Gerichten vorkommen, also noch durchscheinend-glasige, winzige Babyfische von wenigen Zentimetern Länge.

    Ökologisch ist das allerdings eine sehr problematische Zutat, weil das Abfischen des Nachwuchses die Fischbestände bedroht.

    #21VerfasserOedipa (676921)  18 Aug. 22, 14:21
    Kommentar

    Das stimmt, Oedipa, und auch in Spanien gelten z.B. Glasaale ebenso als Delikatesse wie zumindest in (Nord-)Italien. Um ehrlich zu sein, schmecken sie nach fast nichts. Gekocht erinnern sie optisch eher an Soasprossen, geschmacklich und von der Textur her an surimi.

    whitebait ist einheimisch in GB etwas anderes, ich bleibe bei 2-3 Zoll. Es hat mehr Fischgeschmack und die Fische sind Jungfische, aber keine Brut mehr.

    #22Verfasserreverend (314585) 18 Aug. 22, 15:27
     
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