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    bis in die Puppen

    [fam.]
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    Gestern abend haben meine Freunde und ich bis in die Puppen geklöhnt
    Kommentar
    Übrigens wusstet Ihr, woher der Ausdruck stammt? (Ich nicht):

    "In Berlin gibt es den Tiergarten, in dem sich ein Platz namens "Großer Stern" befindet. Auf diesem Platz standen im 18. Jahrhundert Statuen, die von den Berlinern umgangssprachlich "Puppen" genannt wurden. Und weil der Große Stern mitten im Tiergarten war (und auch heute noch ist), hat ein Spaziergang zu den Puppen schon eine ganze Weile gedauert. Deshalb hat sich daraus die Redewendung "bis in die Puppen" entwickelt, die wir nun für alles gebrauchen, was richtig lange dauert."
    http://www.geo.de/GEOlino/mensch/redewendunge...
    VerfasserLNA (490006) 05 Nov. 08, 13:12
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     Ieri sera io e le mie amiche abbiamo chiacchierato fino a tardi (bis spät)

    oder Ieri sera ho chiacchierato con le mie amiche fino a tardi (statt ich und meine Freundinnen, kann man auch sagen habe ich mit meinen Freundinnen bis spät gequatscht)

    Den Ausdruck bis in die Puppen kann man nicht wörtlich übersetzen
    #1Verfasserromanaccio05 Nov. 08, 13:25
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    Es gibt auch die italienische Redewendung "le ore piccole", die zu diesem Zusammenhang ganz gut passen würde : "chiacchierando abbiamo fatto le ore piccole" oder auch "a suon di chiacchiere abbiamo fatto le ore piccole".
    Die "ore piccole" sind die, die nur eine Ziffer haben - also nach Mitternacht.

    Auf Englisch sang Frank Sinatra "In the wee small hours of the morning..."
    #2VerfasserChiron (241283) 05 Nov. 08, 13:58
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    Klönen (ohne H)

    Interessant, dass auf Schweizerdeutsch klönen nicht im Sinn von quatschen benützt wird, sondern von klagen oder sich beklagen :-)
    #3VerfasserIbnatulbadia (458048) 05 Nov. 08, 13:59
    Vorschlag@ Ibnatulbadia
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    Au Mann, doa hess nu ok alwedder rech!
    Dascha 'n Ding dat een Switzerdütschen mi dat Plattdütsch bipuln mütt.
    Von nu op an schiev ick "klönen" jümmers ohne "h", groot Inscherehrwör!
    #4VerfasserLNA (490006) 05 Nov. 08, 21:49
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    Servus (!!!) LNA

    Kennst du dich mit Platt sehr gut aus?
    #5VerfasserFujiApple (250126) 05 Nov. 08, 22:01
    Vorschlag@FujiApple
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    Nö mit nix nich "sehr gut". (Übrigens musste es "schriev" heißen)
    Blots von all'n beeten watt.
    Ich komme aus Schleswig-Holstein, habe eine ostpreußische Mutter, einen rheinischen Vater, eine in Bayern verheiratete Schwester, wohne in Frankreich, hab mal ein Jahr in Spanien studiert (lang ist's her!) und war kürzlich zum 1. Mal in Italien.

    Aber Plattdütsch hat sowas zärtlich-Erdverbundenes, Anheimelndes für mich. Gewürzt mit schlagfertigem, trockenen Humor, da kann ich mich immer beömmeln!
    Und mit Plattdütsch kömmst durche ganze Welt.
    #6VerfasserLNA (490006) 05 Nov. 08, 22:16
    Quellen
     
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    @ LNA

    Ich mag Platt auch sehr! Dann kennst du bestimmt auch Günter Gall - ich besitze noch zwei uralte Schallplatten mit Plattdeutschen Liedern von ihm, müssen aus den 70er stammen :-)
    #7VerfasserIbnatulbadia (458048) 06 Nov. 08, 09:51
    Vorschlag@Ibnatulbadia
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    Nein, kenn ich gar nicht.
    (In den 70ern war ich auf dem Gymnasium und lehnte sowas als volkstümelnd ab...)
    Jetzt - in der Diaspora - klick ich manchmal plattdüdtsche Nachrichten auf dem NDR an. Neulich liess mich eine Freundin Ina Müller anhören. Fand ich gut!
    "Hör mol 'n beten to" ist auch oft witzig.
    Und ein "bijou" ist der plattdeutsche Asterix "De Törn för nix".

    Tschüss ok, Elena
    #8VerfasserLNA (490006) 06 Nov. 08, 10:55
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    @ LNA

    Ja, Elena, wir scheinen Zeitgenossen zu sein, ich war Anfang der 70er auch auf dem Gymnasium! Aber gleich danach verliebte ich mich in einen Rheinländer und da interessierte mich natürlich alles, was aus jener Gegend kam ;-)

    Ich habe gerade schnell gegooglet: Günter Gall gibt es noch, er ist zwar auch ein bisschen älter geworden, aber bestimmt immer noch gut!

    Siehe http://www.guenter-gall.de

    Gruss aus der Schweiz!
    #9VerfasserIbnatulbadia (458048) 06 Nov. 08, 11:22
    Vorschlag@Ibnnatulbadia
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    Danke für die Info!
    Von Schleswig-Holstein aus gesehen ist das Rheinland natürlich schon tiefster Süden ("bei Harburg fängt der Balkan an"). Auch von der Mentalität her. Ich habe 3 Jahre lang in Düsseldorf gearbeitet und fand die Leute sehr viel offener (aber z.T. auch oberflächlicher) als uns zugeknöpfte Nordlichter.
    Und das Bodenständige, Warmherzige haben sie (auf dem Land zumindest) wie alle Plattdeutschen.

    Aber wahrscheinlich gilt das für jede Mundart. Wenn ich so meinen Schwager und Neffen auf bayerisch vom Leder ziehen höre, hier im Forum manchmal Schwäbeln lese etc....

    Für meine Söhne ist es (neben TV-Bayerisch und Mutter-Norddeutsch) nun das Normannische, das solche Gefühle weckt.

    Und als neulich Roger Federer in Basel ein Interview auf Schwietzerdütsch gab, trieb einem doch die Rührung Tränen in die Augen!
    #10VerfasserLNA (490006) 06 Nov. 08, 14:41
     
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