| Kontext/ Beispiele | Wörterbuch der deutschen Sprache
sinn|voll [Adj. ] 1 mit Sinn (7) erfüllt; Ggs. sinnlos (1); ein ~es Leben 2 gut durchdacht, zweckmäßig; eine ~e Einrichtung; ~en Gebrauch von etwas machen 3 einen Zweck, einen Sinn habend; Ggs. sinnlos (2); eine ~e Tätigkeit; es wäre nicht s., länger zu warten
un|sin|nig [Adj. ] 1 ohne Sinn, ohne Logik; ~es Gerede; das ist u., was du da sagst 2 [als Adv.] zu sehr, zu viel; sich u. betrinken 3 [als Adv.] allzu; er fährt u. schnell
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| Kommentar | Eska, es tut mir leid, Dir widersprechen zu müssen:
'unsinnig' betont weniger die Abwesenheit von Sinn (das wäre 'sinnlos'), sondern etwas nicht-Sinngemäßes, letzlich also Widersinnigkeit (vgl. oben "ohne Logik"), mag also ein Gegenpart zu 'sinnvoll' sein, trifft aber in unserem Fall nicht, denn: Wie Du richtig sagst, bezieht sich Flexas Frage auf eine Abstufung der als mehr oder weniger sinnvoll zu bewertenden Möglichkeiten etwa einer Problemlösung oder Fragestellung. Das heißt, es wird danach gefragt, wie gut eine Antwort auf die Frage "paßt", ob es einen Sinn hat, diesen (Lösungs)Weg einzuschlagen oder nicht (auf schrecklich-neudeutsch heißt das 'zielführend' (brrrrr)); das aber ist exakt die Bedeutung 3, womit auch mein 'zweckmäßig' legitimiert ist.
Gerade weil es eine Gradation von 'sinnvoll' zwischen 100% und 0% sein soll, ist es nicht ratsam, einen Gegensatz zu verbalisieren, sondern bei einem Bewertungskriterium zu bleiben und dieses entsprechend zu abzustufen (z. B.: paßt vollkommen, gut, hinreichend, eher nicht, überhaupt nicht). |
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