| Kommentar | *** rant warning, rant warning ***
@Woody: Sprache entwickelt sich. Sie wird aus der Benutzung und aus Notwendigkeit geboren, und auch wenn es gewisse Grundregeln gibt, die allgemein als gültig angesehen werden, so ist die Sprache das, was die Leute daraus machen.
Die Rechtschreibreform wurde von "Oben" durchgesetzt, von Sprachwissenschaftlern, die es leid waren, immer nur beschreiben zu dürfen, und die auch mal Regeln aufstellen wollten.
Die Argumentation hinter der RSR war ja, dass man damit das Schreiben für die Nicht-Deutschen einfacher machen wollte (nicht das Lesen, merkwürdigerweise).
Statt Sicherheit in der Sprache zu vermitteln wurden Schüler und Lehrer so verunsichert, dass Rechtschreibung für mehrere Jahre nicht mehr in Prüfungen bewertet wurde. Es gibt Jahrgänge, die bis heute keine Ahnung haben, was nun richtig ist (schließlich gab es ja auch noch die Korrekturen zur RSR).
Es war eine Reform die, mit Ausnahme der Durchsetzenden, keiner wollte, die nichts verbessert hat, und die völlig unnötig und nutzlos war.
Nun magst du meine Argumentation lächerlich finden. Das ist dir überlassen. Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass man sich dem dümmsten gemeinsamen Nenner beugen muss, auch wenn das vielleicht nicht politisch korrekt ist.
Ich würde ja auch nicht von den Franzosen erwarten, dass sie ihre komplexe Grammatik vereinfachen, nur weil ich zu faul bin zu lernen, ob es nun "le soleil" oder "la soleil" heisst. Und in Frankreich gibt es eine Institution, die die Entwicklung der Sprache regelt. In Deutschland entwickelt sich die Sprache selber weiter.
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