Die Redewendung mit dem gebrauchten Tag kannte ich früher auch nicht, irgendwann habe ich sie dann aufgeschnappt, als der Reporter bei der Fernsehübertragung irgendeiner Sportveranstaltung davon sprach, dies sei für den/die Sportler_in wohl ein gebrauchter Tag gewesen (oder er/sie habe wohl einen ebensolchen erwischt - an die genaue Formulierung kann ich mich nicht erinnern, aber "andrehen" war nicht dabei) - Ich weiß nicht mehr, um welchen Sport es da ging, aber aus dem Kontext war klar, dass gemeint war, dass an diesem Tag nichts, aber auch gar nichts für den/die Sportler_in so lief wie geplant/gewünscht - was man ja auch mitbekommen hat, wenn man der Sendung halbwegs aufmerksam gefolgt war. So toll, dass ich die Redewendung in meinen aktiven Sprachgebrauch übernommen hätte, fand ich sie nicht, ich habe sie aber seitdem noch gelegentlich gehört, vornehmlich bei Sportübertragungen (womöglich ist es immer derselbe Reporter? Keine Ahnung, so genau achte ich selten darauf, ich sitze halt manchmal daneben, wenn Herr Dragon eine Sportsendung schaut).
Neu ist mir allerdings das "andrehen (lassen)" dabei. Das habe ich tatsächlich noch nie bewusst gehört oder gelesen.