Werbung
LEO

Sie scheinen einen AdBlocker zu verwenden.

Wollen Sie LEO unterstützen?

Dann deaktivieren Sie AdBlock für LEO, spenden Sie oder nutzen Sie LEO Pur!

 
  •  
  • Übersicht

    Deutsch gesucht

    Textpassagen aus Borderlands / la Frontera

    Betreff

    Textpassagen aus Borderlands / la Frontera

    [Lit.][poet.]
    Quellen
    "Luego bota lo que no vale, los desmientos, los desencuentos, el embrutecimiento. Aguardo el juicio, hondo y enraízado, de la gente antigua."

    "Se hace moldeadora de su alma. Según la concepcíon que tiene de si mi misma, así será."

    "Asombra pensar que no hemos quedado en ese pozo oscuro donde el mundo encierra a las lesbianas. Asombra pensar que hemos, como feministas y lesbianas, cerrado nuestros corazónes a los hombres, a nuestros hermanos los jotos, desheredados y marginales como nosotros."

    "Estamos viviendo en la noche de la raza, un tiempo cuando el trabajo se hace a lo quieto, en el oscuro. El día cuando aceptamos tal y como somos y para en donde vamos y porque - ese dia sera el día de la raza. Yo tengo el compromiso de expresar mi vision, my sensibilidad, mi percepción de la revalidación de la gente mexicana, su mérito, estimación, honra, aprecio y validez."
    Kommentar
    Hallo,
    würdet Ihr mir bitte, bitte helfen diese Textpassagen aus G. Anzaldúas Buch Borderlands/La Frontera zu übersetzen? Ich kenne etwa ein Drittel der Wörter aber das hilft mir auch nicht viel.
    Sie spricht Spanisch mit texanischem Einschlag / Chicano Spanisch. Kann also auch Spanglish dazwischen sein..
    Danke für Eure Mühe!
    Verfassersuperstudent26 Mai 10, 10:33
    Kommentar
    keine Übersetzung, aber ein Hinweis:

    Der Text behandelt das Selbstbewusstsein oder Nicht-Selbstbewusstsein lesbischer Frauen und spielt mit dem Ausdruck el día de la raza - das ist der 12. Oktober (Kolumbus, Feiertag), Symbol hier für die Identitätsfindung einer Gruppe.
    #1Verfassercosteña26 Mai 10, 10:44
    Kommentar
    Ich danke dir für die Anmerkung!

    Den Hintergrund kenne ich eigentlich auch, denn sie schreibt die meisten Passagen des Buches auf Englisch. Da laufen viele identitäre Perspektiven zusammen, Chicana/Mexican American, lesbian, woman, bilingual, marginal etc.. Leider ist mein Spanisch zu schlecht als dass ich eine sinnvolle Übersetzung eben dieser Passage hinbekäme, die ich aber diesmal brauche und daher nicht überlesen kann.

    Also falls jemand Zeit und Lust hat, ich wäre jedenfalls sehr dankbar für Hilfe. :)
    #2Verfassersuperstudent26 Mai 10, 12:32
    Kommentar
    Der erste Absat:
    Dann wirft er/sie weg, was nichts wert ist: die Verleugnungen, die (1), die Verrohung/Verdummung. Ich bewahre/behalte die die tief verwurzelte Vernunft/Urteilskraft der Menschen aus alter Zeit.

    (1) ich habe weder "desencuento" noch "encuento" gefunden, von dem das erste Wort evtl. abgeleitet sein könnte.
    Es könnte sich um einen Schreibfehler handeln: desencuentro = Unstimmigkeit; unangenehmes Zusammensein

    Was ich ebenfalls nicht verstehe:
    bota = 3. Person
    aguardo = 1. Person
    Wenn die unterschiedliche Handlungsweise von zwei Personen kontrastierend dargestellt werden soll, hätte ich das eher so erwartet: Él/ella bota ... Yo aguardo


    "Se hace moldeadora de su alma. Según la concepcíon que tiene de si mi misma, así será."
    Sie macht sich zur Gestalterin/Formerin ihrer Seele. Entsprechend der Vorstellung, die sie selbst von sich hat, so wird es sein.


    [Ich mache später weiter, wenn es bis dahin noch niemand getan hat.]



    #3Verfasser parac (271522) 26 Mai 10, 13:12
    Kommentar
    Asombra pensar que no(s??) hemos quedado en ese pozo oscuro donde el mundo encierra a las lesbianas. Asombra pensar que hemos, como feministas y lesbianas, cerrado nuestros corazónes a los hombres, a nuestros hermanos los jotos, desheredados y marginales como nosotros."

    Erstaunlich/merkwürdig/schrecklich daran zu denken, dass wir in diesem dunklen Loch/Schacht geblieben sind, in den die Welt lesbische Frauen sperrt. Schrecklich daran zu denken, dass wir als Feministinnen und lesbische Frauen, unsere Herzen verschlossen haben gegenüber unseren Brüdern, den (Homosexuellen?), ausgestoßen und marginalisert wie wir.

    Es fehlt noch der letzte Abschnitt.



    #4Verfassercosteña26 Mai 10, 13:48
    Kommentar
    Hier mein Vorschlag für den dritten und vierten Abschnitt zusammen:


    Erstaunlich/merkwürdig/schrecklich daran zu denken, dass wir in diesem dunklen Loch/Schacht geblieben sind, in den die Welt lesbische Frauen sperrt. Schrecklich daran zu denken, dass wir (-) als Feministinnen und lesbische Frauen (-) unsere Herzen verschlossen haben gegenüber unseren Brüdern, den (Schwulen?), ausgestoßen und marginalisert wie wir.

    Wir leben am Vorabend unseres 'día de la raza' ( Tag der Hispanität, Tag der Identifikation, Tag des Bekennens/....), in einer Zeit, wo die Arbeit im Stillen, im Verborgenen geleistet wird. Der Tag, an dem wir akzeptieren, wie wir sind, wohin wir gehen und warum - das wir unser 'día de la raza' sein. Ich bin bereit, meinen Teil einzubringen, meine Vision, meine Sensibilität, meine Auffassung von der Leistung der Mexikaner, ihrer Verdienste, ihrer Wertschätzung, ihrer Ehre, ihrer Achtung und ihres Mutes.
    #5Verfassercosteña26 Mai 10, 15:28
    Kommentar
    Ich verstehe diesen Abschnitt eher so:

    Asombra pensar que no hemos quedado en ese pozo oscuro donde el mundo encierra a las lesbianas. Asombra pensar que hemos, como feministas y lesbianas, cerrado nuestros corazónes a los hombres, a nuestros hermanos los jotos, desheredados y marginales como nosotros

    "Es erstaunt, dass wir NICHT in diesem dunklen Loch geblieben sind, in welchem die Welt die Lesbinnen einsperrt. Es erstaunt, dass wir, als Lesbinnen und Feministinnen, unsere Herzen den den Männern verschlossen haben, unseren..."

    ...also in dem Sinne, das "die Welt" nicht versteht, wie das möglich ist, dass wir 1. nicht "brav" in dem Loch "hocken" geblieben sind, und 2. wie es überhaupt möglich ist, dass Frauen OHNE die Liebe von Männern auskommen.....
    #6VerfasserAngie26 Mai 10, 19:51
    Kommentar
    oder: es ist erstaunlich zu glauben, dass wir nicht in diesem dunklen Loch geblieben sind, in welches die Welt die Lesbinnen sperrt, und es erstaunt, daran zu denken, dass wir unsere Herzen den Männern verschlossen haben, jenen schwulen Brüdern, ausgestossen und marginalisiert wie wir (wobei hier ja eigentlich nosotras stehen müsste theoretisch)

    PD: joto ist nicht wirklich "nur" schwul, sondern feminisierte Männer, also irgendwo zwischen mann und Frau
    #7VerfasserAngie26 Mai 10, 20:04
    Kommentar
    Wow, Ihr seid ja super! Danke, danke. Das hilft mir sehr weiter. Ich war schon verzweifelt, weil ich echt fast jedes Wort nachgeschlagen hatte, aber wenn man kaum Spanisch spricht, hilft einem das nicht.
    Es ging um's Verständnis und dank Euch ist das nun gegeben :)
    Sogar die Fehler habt Ihr bemerkt, denn es hätte aguarda und nos heißen müssen, entschuldigt. Desencuentos stimmt aber, das kann Spanglish sein oder cálo, Chicano Englisch.. Ich versuche das mal heraus zu finden. Nosotros stimmt auch im Originaltext, ich denke, sie meint hier alle Chicanos und Chicanas, nicht nur Frauen.
    Noch einmal herzlichen Dank an alle!!
    #8Verfassersuperstudent26 Mai 10, 21:00
    Kommentar
    @ Angie: Ich kann mich deiner Lesart anschließen, auch weil sie positiver ist als meine.
    #9Verfassercosteña26 Mai 10, 22:23
    Kommentar
    costeña, ich erlaube mir, für drei Stellen Deiner Übersetzung des letzten Abschnitts (in #5) eine Änderung vorzuschlagen.

    1. la noche de la raza
    Estamos viviendo en la noche de la raza übersetzt Du mit Wir leben am Vorabend unseres 'día de la raza'
    Abgesehen davon, dass Vorabend = víspera: meiner Meinung nach kontrastiert die Autorin hier la noche de la raza mit el día de la raza am Ende des nächsten Satzes.
    Ich paraphrasiere mal den Kontrast: Zur Zeit leben wir noch in der "noche de la raza" aber wenn wir wir unser Bewusstsein ändern, dann erleben wir den "día de la raza".
    Oder nochmal anders ausgedrückt: noch leben wir in dunkler Nacht und wir müssen dafür sorgen, dass es für uns heller Tag wird.

    Den Kern der Aussage sehe ich so: der día de la raza ist derzeit noch Blendwerk, (Selbst-)Täuschung, Illusion. Wir müssen dafür sorgen, dass dieser Tag seine wahre Bedeutung erhält.

    2.el trabajo se hace a lo quieto, en el oscuro
    Deine Übersetzung wo die Arbeit im Stillen, im Verborgenen geleistet wird klingt für mich nach beabsichtigtem stillem und verborgenem Wirken für die eigenen Interessen, nach anonymer Hilfsbereitschaft.
    Wiederum eine Paraphrase: Noch ist es Nacht für uns, und wir sind gezwungen, unsere Arbeit still und heimlich im Dunklen zu tun.

    3. revalidación de la gente mexicana
    Leistung der Mexikaner -> (Wieder-)Aufwertung, Neubewertung der Mexikaner?

    Allgemeines Übersetzungsproblem
    Soll man "día de la raza" überhaupt übersetzen, oder nur in einer Klammer/Anmerkung erklären?
    Der Tag hat in den hispanophonen Ländern unterschiedliche Bezeichnungen http://es.wikipedia.org/wiki/D%C3%ADa_de_la_Raza , auf Deutsch heißt er angeblich Kolumbus-Taghttp://de.wikipedia.org/wiki/Kolumbus-Tag
    Das habe ich noch nie gehört - aber es gibt Vieles, von dem ich noch nie gehört habe.

    Schlussbemerkung
    Endlich mal wieder ein Text, der sich von den leider üblich gewordenen Anfragen zur Übersetzung von Chat- und Liebesgesülze wohltuend abhebt und bei dem es sich lohnt, die grauen Zellen zu aktivieren.

     
    #10Verfasser parac (271522) 27 Mai 10, 09:13
    Kommentar
    @ Parac: Ich denke, die Anfragerin kann sich mit den verschiedenen Vorschlägen und ihrem eigenen Spanisch den vorliegenden Text sehr gut erschließen.

    el día de la raza: Diesen Ausdruck habe ich auch bewusst stehen lassen, weil er in Lateinamerika geläufig ist, obwohl der 12. Oktober heute meist 'día de la hispanidad' genannt wird. Wahrscheinlich hat die Verfasserin bewusst die harte Formulierung gewählt.

    Ganz allgemein möchte ich noch anmerken, dass natürlich immer der Erstübersetzer ein gewisses Risiko eingeht, hinterher von anderen auf Dinge aufmerksam gemacht zu werden.

    Und ganz zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich erst hinterher deine Anmerkung sah, du würdest gerne den Text übersetzen, ich wollte mich wirklich nicht vordrängen.

    saludos
    #11Verfassercosteña27 Mai 10, 09:51
    Kommentar
    Hola costeña,
    "du würdest gerne den Text übersetzen, ich wollte mich wirklich nicht vordrängen" - da missverstehst Du mich im Nachhinein, und Du hast genau das getan, was ich meinte: ich hatte keine Zeit, mehr von dem Text zu übersetzen und wollte es später tun, falls nicht in der Zwischenzeit jemand anderes sich an die Arbeit macht.
    Ich hatte nicht die geringste Absicht, die Übersetzung quasi an mich reißen zu wollen.

    "Ich denke, die Anfragerin kann sich mit den verschiedenen Vorschlägen und ihrem eigenen Spanisch den vorliegenden Text sehr gut erschließen."
    Mit unserer Hilfe wird das klappen, denke ich ;-)

    "Ganz allgemein möchte ich noch anmerken, dass natürlich immer der Erstübersetzer ein gewisses Risiko eingeht, hinterher von anderen auf Dinge aufmerksam gemacht zu werden."
    Das ist richtig. Und es wäre wunderschön, wenn alle Übersetzungshelfer so gelassen auf Änderungsvorschläge oder Kritik reagieren würden, wie Du es tust.
    (Im Frz-Forum flogen da manchmal die Fetzen, bis dann die LEO-Macher ein paar Hooligans den Zugang sperrten)

    Jaja, so ist das ...


    #12Verfasser parac (271522) 27 Mai 10, 10:51
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
 
 
  automatisch zu   umgewandelt