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  • Falscher Eintrag

    inheritance tax - Erbschaftssteuer

    Korrekturen

    inheritance tax

    -

    Erbschaftsteuer


    Kommentar
    Erbschaftsteuer wird -jedenfalls im offiziellen Kontext- nur mit einem s geschrieben. vgl. Erbschaftsteuergesetz. Ebenso: Einkommensteuer, Ertragsteuer, Schenkungsteuer... allle ohne Bindungs-S.
    VerfasserBernhard23 Aug. 05, 18:16
    Kommentar
    Unterstütze den Vorschlag, obwohl es fast überall falsch (mit einem "S" zuviel)geschrieben wird, egal welche Steuerart!!!
    #1VerfasserVolker23 Aug. 05, 18:37
    Kommentar
    An der richtigen Schreibweise erkennt man fast schon den Steuerfachmann, habe ich den Eindruck!
    #2VerfasserBernhard23 Aug. 05, 18:40
    Kommentar
    Genau, ich reg mich schon seit 20 Jahren - seit ich Steuern zu meinem Beruf gemacht habe (leider) - darüber auf, endlich mal eine Gelegenheit diesen Mißstand aufzugreifen.
    #3VerfasserVolker23 Aug. 05, 18:50
    Kommentar
    Ist der Eintrag im Duden falsch? Erb|schafts|steu|er, (Steuerw.:) Erbschaftsteuer, die: von den Erben zu zahlende Steuer bei der Übernahme einer Erbschaft. Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2003

    #4Verfasserme 123 Aug. 05, 19:05
    Kommentar
    Kein Grund zum Streit: der Duden erkennt beide Varianten an (Erbschaftssteuer und Erbschaftsteuer). Vielleicht sehen es hier die Steuerfachleute und die Steuerzahler verschieden...
    #5Verfassersirilo23 Aug. 05, 19:05
    Kommentar
    Wenn im juristischen Kontext von der deutschen Erbschaftsteuer die Rede ist würde ich sagen, Gesetz schlägt Duden. Man sollte die Schreibweise benutzen, die das ErbStG vorgibt. Im allgemeinen Sprachgebrauch mag Erbschaftssteuer angehen. In LEO sollten beide Schreibweisen aufgenommen werden.
    #6VerfasserBernhard23 Aug. 05, 19:17
    Kommentar
    Viel wichtiger ist dohc die Frage, wie "Erbanfallsteuer" (D) und "Nachlasssteuer" (UK) übrsetzt werden sollten, oder? MfG
    #7VerfasserRobert26 Jun. 07, 11:59
    Kommentar
    Hm. Der gegenwärtige LEO-Eintrag lautet
    inheritance tax - Erbschaftssteuer fachspr. Erbschaftsteuer

    Das ist zwar besser als gar nichts, macht aber implizit eine falsche Schreibung richtig und unterlässt die notwendige fachsprachliche Differenzierung. Bloß weil Duden es genauso macht, muss das noch lange nicht richtig sein - wir sind bei LEO doch an vielen Stellen besser als die Papierfraktion :-)

    Die einzige in Deutschland richtige Schreibung ist Erbschaftsteuer. Jeder der E->D in deutschem Kontext übersetzt, muss das so vorfinden, auch als erste Variante. Zumal das Wort ja immer zumindest in Bezug auf einen fachsprachlichen Kontext verwendet wird (auch den Googlefight gewinnt diese Schreibung um Längen). Wenn es auch in D eine verbreitete Falschschreibung geben sollte, die sich irgendwo einbürgert, darf diese erst als zweite Variante genannt werden.

    Aber: die in Österreich und der Schweiz vom Bundesfinanzministerium bzw. der Eidgenössischen Finanzverwaltung genutzte Schreibung ist Erbschaftssteuer mit Doppel-S. Definitiv ist das fachsprachlich! In Ö-Kontext würde eine Übersetzung nach "deutschen" Gepflogenheiten möglicherweise genauso für hochgezogene Augenbrauen sorgen wie die Verwendung einer falschen Schreibweise in fachlichem Kontext in Deutschland.

    Mein Vorschlag wäre daher schlicht

    D Erbschaftsteuer, Ö/CH Erbschaftssteuer

    #8Verfassermm (d)03 Jul. 07, 17:17
    Kommentar
    Ich unterstütze mm(d) in bezug auf die Korrektheit der Schreibung _ss_ in der Schweiz, siehe Beleg:

    PRESSEMITTEILUNG
    Keine eidgenössische Erbschaftssteuer

    .... TEXT der Pressemitteiling

    EIDG. FINANZDEPARTEMENT
    Presse- und Informationsdienst

    Auskunft: Gotthard Steinmann, Eidg. Steuerverwaltung, Tel 031...

    http://www.admin.ch/cp/d/3AA8FBC0.C64C7E5C@gs...

    #9Verfasserwwi (251954) 03 Jul. 07, 19:25
    Kommentar
    Ich hätte gerne die Version mit zwei 's' und zwar aus dem Grund, dass es sich besser aussprechen lässt - dafür sind diese Binde-s nämlich da. Bloß weil irgendwelche Bürokraten das oft weglassen, wird es nicht besser - also bitte zumindest beide Schreibweisen, ich werde auf jeden Fall bei 2 's' bleiben - die Volkes Mehrheit offensichtlich auch - oder noch besser: schafft sie ab, die Erbschaftssteuer, dann haben wir das Problem nicht mehr!!
    #10Verfasserkrazy_mom (D) (238333) 03 Jul. 07, 21:00
    Kommentar
    "Erbschaftsteuer" ist die in Deutschland vom Gesetzgeber, also die von der Mehrheit des Bundestags, wiederum von der Mehrheit des Volkes gewählt, benutzte Schreibweise. Folgerichtig auch die von den "Bürokraten" in der Verwaltung genutzte offizielle Schreibweise. Und die von der Mehrheit der Fachleute in Steuer- und Rechtsberatung genutzte Schreibweise. Und, ja, wenn ich "Erbschaftssteuer" sehe, führt das dazu, dass ich dem Schreibenden mit einer gewissen Skepsis hinsichtlich seiner fachlichen Qualifikation gegenübertrete (gilt auch für Einkommenssteuer usw.).
    Übrigens gibt es auch eine halbwegs brauchbare Herleitung für die Schreibweise: Es ist ja nicht die Steuer der Erbschaft (daher kein Genitiv-s), sondern die Steuer auf die Erbschaft bzw. bei Erbschaft. Siehe auch Essenmarken: Keine Marken des Essens, sondern Marken für Essen.
    #11VerfasserNix besseres zu tun05 Jul. 07, 23:33
    Kontext/ Beispiele
    http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1...
    [...]
    Ähnliches Kopfzerbrechen wie der Schadensersatz bereitet vielen Deutschen immer wieder ihre Einkommenssteuererklärung. Man hört und sieht alle Arten der Steuer nämlich auch immer mal ohne das Fugen-s, vorzugsweise in amtlichen Schreiben, aber auch in Zeitungen und Magazinen wie dem SPIEGEL. Einkommen[s]steuer, Vermögen[s]steuer, Unternehmen[s]steuer - wer soll sich da noch auskennen? In ihrem Bestreben, alles zu vereinheitlichen, hat die behördliche Sprachregelung das Fugen-s vor jeglicher Form der -steuer für abgeschafft erklärt. Da es auch nicht Tabakssteuer und Hundessteuer heiße, könne es folgerichtig auch nur Grunderwerb- und Körperschaftsteuer heißen.

    Genauso wird mit Zusammensetzungen im Rechtswesen verfahren: Mit der Begründung, dass es schließlich nicht Mietsrecht und Tarifsrecht heiße, wird in einigen Amt[s]stuben bereits nur noch von "Vertragrecht" und "Wirtschaftrecht" gesprochen.

    Behördendeutsch ist seit jeher bemüht, sich allgemeiner Verständlichkeit zu entziehen, und so ist die Einsparung des Fugenzeichens nur eine weitere Kürzungsmaßnahme auf dem Weg zur vollständigen Entfremdung von den Bürgern und ihrer Sprache.

    Dienstvorschriften, Versicherungsschreiben, Steuererklärungen - der Zusammenhang ist offenkundig: Es sind die Bürokraten, die das Fugen-s verschwinden lassen, eines nach dem anderen, so wie es die grauen Herren in Michael Endes "Momo" mit der Zeit taten. Der Schwund des Fugenzeichens breitet sich immer weiter aus, vom Studium[s]beginn bis zur Diplom[s]feier und macht aus Wohnungssuchenden Wohnungsuchende und aus Arbeitssuchenden Arbeitsuchende, wenn nicht gar Arbeit Suchende. Das braucht man allerdings nicht widerspruch[s]los hinzunehmen, so wie auch Momo sich den Diebstahl der Zeit nicht gefallen ließ. Denn sowohl im Schadensfall als auch beim Vertragsrecht und erst recht bei der Körperschaftssteuer hat das Fugen-s durchaus seine Berechtigung. Neben historischen Gründen zählt auch die Sprechbarkeit der Wörter. 

    [...]

    Wer das Gefühl hat, dass bei Wörtern wie Schadenersatz, Einkommensteuer, Diplomparty und Essenmarke die Scharniere quietschen, der soll getrost zum Ölkännchen greifen und ein Fugen-s hineinträufeln. So wie die Kehle regelmäßig geschmiert werden muss, so müssen auch manche Wortfugen geschmiert werden, damit die Sprache nicht ins Stocken gerät.

    Ein Versicherungsangestellter, der täglich "Schadenfälle" und "Schadennummern" bearbeitet, mutiert irgendwann zum Versicherung-Angestellten, und ein Unteroffizier, der nicht im Stande ist, über den Tellerrand seiner "Essenmarken"-Vorschrift hinauszublicken, wird hoffentlich nie einen Offiziersgrad erlangen.
    Kommentar
    Auch wenn viele es nicht glauben moegen: die Rechtschreibung ist kein Gesetz. Und wenn es um sprachliche Autoritaet geht, dann halte ich mich auch eher an Bastian Sick als an den Bundestag (bzw. die von ihm beauftragten Buerokraten).

    Und, ja, wenn ich "Erbschaftssteuer" sehe, führt das dazu, dass ich dem Schreibenden mit einer gewissen Skepsis hinsichtlich seiner fachlichen Qualifikation gegenübertrete.

    Und das ist auch voellig richtig so. Die amtliche Regelung lautet, dass der Name der Steuer "Erbschaftsteuer" lautet und nicht anders. Und von meinem Steuerberater erwarte ich, dass er all diese kleinen, unsinnigen Details kennt und zu meinem Vorteil nutzt. Wenn er schon nicht den amtlich korrekten Ausdruck benutzt, wie soll ich dann glauben, dass er das Formular richtig ausfuellt. Aber vom amtlichen Sprachgebrauch auf sprachliche Korrektheit zu schliessen, entspraeche dem Rueckschluss von Rechtsprechung auf Moral.

    Wenn der Sprachgebrauch der Obrigkeit denn schon den unseren bestimmen soll, dann folgen wir doch besser gleich dem Militaer: Es handelt sich hier um ein s, Fugen-, der Ausspracheerleichterung, zu Gebrauch halber.
    #12VerfasserHein -de- (236231) 06 Jul. 07, 00:09
    Kommentar
    Hein, ich danke Dir!
    #13VerfasserMerl06 Jul. 07, 08:56
    Kommentar
    Das zusätzliche "s" ist seit der Rechtschreibreform optional zulässig. Traditionell kommt auf die "Erbschaft" eine "Steuer", also eine "Erbschaftsteuer". Genauso kommt auf den "Mehrwert", den der Output eines Unternehmens im Vergleich zu den eingesetzten Inputs besitzt, eine "Mehrwertsteuer" und keine "MehrwertSsteuer".
    Das zusätzliche "s" kommt vom Genitiv - und der ist hier falsch. Die Steuer ist nicht die der Erbschaft oder des Einkommens, sondern eine Steuer des Bundes, des Landes oder der Gemeinde. Deswegen sind "BundeSsteuer" und "LandeSsteuer" richtig, "EinkommenSsteuer" und "ErbschaftSsteuer" aber nicht.
    Die Linksschreibreform hat diese Logik (wie so viele andere logische Konsequenzen der Orthographie) leider durch die in der Bevölkerung verbreiteten Gepflogenheiten ersetzt.
    #14VerfasserCM22 Nov. 07, 13:43
    Kommentar
    @CM: War es wirklich notwenig, dafür den Faden zu exhumieren? Das Fugen-s (in der Erbschaftssteuer und ganz allgemein) hat nichts mit der Rechtschreibreform zu tun und auch nicht notwendigerweise mit dem Genitiv. Und erst recht nicht folgt es irgendeiner amtlicherseits verordneten "Logik". Im oben zitierten Zwiebelfisch ist das alles ausführlich erklärt. Amtsdeutsch (oder muss es Amtdeutsch heißen?) ist nicht ausschlaggebend für die allgemeine Rechtschreibung.
    #15VerfasserRE1 (236905) 22 Nov. 07, 14:24
     
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