•  
  • Übersicht

    Übersetzung korrekt?

    Forget Something? - Etwas vergessen? Un oubli?

    Gegeben

    Forget Something?

    Richtig?

    Etwas vergessen? Un oubli?

    Kommentar
    Steht so in Englisch, Deutsch und Franzoesich auf einem Schild in wahrscheinlich jedem Zimmer von Holiday Inn Hotels in UK, das darauf hinwiest, dass man an der Rezeption vergessene Dinge wie Zahnbuersten, Kaemme etc. erhalten kann.

    Ich bin etwas verwirrt, muesste es nicht "Forgot Something?" heissen? Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass die ein Schild in so hoher Auflage mit einem Fehler in der Ueberschrift drucken lassen (ich habe das Schild schon in mehreren Hotels in UK gesehen).
    VerfasserUho <de>05 Feb. 03, 10:32
    Korrekturen

    "Forget something?"

    -

    .



    Kommentar
    I can understand your confusion. This is short for; "Did you forget something?". To use your example, it would need to be short for; "You forgot something?", which is probably not strictly grammatically correct, since it is like a statement posed as a question.
    #1VerfasserBritish05 Feb. 03, 10:59
    Kommentar
    Ah, alles klar, danke!
    #2VerfasserUho <de>05 Feb. 03, 11:05
    Kommentar
    Hey Uho! Ich bin nicht mehr von solchen Dingen überrascht! Die Fähigkeit von Firmen, Unmengen von Euro für teures Zeug (sprich hochglanz Broschüren, Homepage, usw.)auszugeben, und ein paar hundert oder tausend Euro für eine gescheite Übersetzung zu sparen, ist ziemlich unbegrenzt. Aber die Teilnehmer dieses Forums wissen das wahrscheinlich schon, oder ;-).
    #3VerfasserKevin05 Feb. 03, 11:16
    Kommentar
    ... nur zu gut, Kevin :-) Ich arbeite als angestellte Übersetzeriin, habe aber viele freiberufliche Kollegen, die immer wieder berichten, dass Kunden bei den genannten Preisen zusammenzucken und teilweise beschließen, das Geld zu sparen und die Übersetzung irgendwie selbst zu machen ("der Herr xy bei uns kann ja ein bisschen Englisch, soll der das doch machen"). . Dabei finde ich nichts schlimmer als eine vor Fehlern strotzende Hochglanzbroschüre... Aber dass nicht nur der Schein, sondern auch Inhalt und Sprache Teil einer professionellen Unternehmensdarstellung sind, hat sich wohl noch nicht rumgesprochen...
    Ich erlebe auch immer dasselbe, wenn es darum geht, aus/in Sprachen zu übersetzen, die ich nicht bearbeite, und der Text dann extern vergeben werden soll. Über die Preise wird immer gejammert. Für alles und jedes wird (viel) Geld ausgegeben, aber Übersetzer sollen offenbar für umsonst arbeiten...
    #4VerfasserClaudia f. 05 Feb. 03, 12:00
    Kommentar
    Kevin, Claudia, Ihr habt sicher recht. Wenn das Schild in Deutschland gestanden haette, haette ich ja uch an einen Fehler geglaubt, es stand aber in UK, kann also nicht der Fehler eines schlechten Uebersetzers gewesen sein.

    Leider habe ich aber auch schlechte Erfahrungen mit Uebersetzern gemacht. Schon mehr als einmal haben wir Prospekte an verschiedene Uebersetzungsbuero gegeben, die Qualitaet der Uebersezungen war dann aber oft miserabel - ich musste dann nachher all die Fehler selbst ausmerzen...

    Seither ist meine Chefin sehr zurueckhaltend mit externer Vergabe und wendet sich dann doch immer wieder mal an mich. (Ich bin kein Uebersetzer, und mein Englisch ist auch bei weitem nicht perfekt...)
    #5VerfasserUho <de>05 Feb. 03, 12:11
    Kommentar
    Naja, wenn du einen guten Übersetzer brauchst...
    #6VerfasserKevin05 Feb. 03, 13:13
    Kommentar
    Uho, stimmt, aber dazu möchte ich ein paar Sachen anmerken:
    1. Büros vergeben die Aufträge in der Regel an externe Übersetzer weiter, behalten aber einen nicht unerheblichen Teil des vom Kunden gezahlten Honorars ein. Niedrige Honorare für den Übersetzer = weniger Zeit zur Recherche, da man auf einen adäquaten Stundenlohn kommen muss, um als Selbständiger zu überleben. Aus genau diesem Grund arbeiten viele meiner (guten) freiberuflichen Kollegen, wenn sie es irgendwie einrichten können, nicht mehr für Büros sondern nur noch mit direkten Kunden.
    2. Übersetzer des Büros haben i.d.R. keinen Kundenkontakt, oder nur über das Büro (damit der Übersetzer dem Büro den Kunden für Folgeaufträge nicht wegschnappen kann) => keine Möglichkeit zum Fragen = negativ für die Qualität
    3. Mehrere Aufträge ein und desselben Unternehmens gehen ggfs. an verschiedene Übersetzer, keine Terminologiekontinuität, manchmal ist auch nicht gewährleistet, dass ein Muttersprachler den Text übesetzt (....)
    #7VerfasserClaudia F. 05 Feb. 03, 13:22
    Kommentar
    (...) mein Tip: versucht es mal mit einem Freiberufler direkt, ohne über ein Büro zu gehen - Vorteile: direkter Kontakt, der Übersetzer kann bei Problemen fragen, Terminologiekontinuität für Folgeaufträge, Ihr könnt Euch im Vorfeld genau über die Qualifikation des Übersetzers informieren und sichergehen, dass es ein Muttersprachler ist (viele haben Websites). Adressen und Datenbanken mit Kontakten gibt's bei den Berufsverbänden: www.bdue.de, www.aticom.de, www.adue-nord.de
    Und noch etwas: eine gute Übersetzung ist Geben und Nehmen - gebt dem Übersetzer neben dem Text weitere Infos wie Prospekte, Terminologielisten o.ä., etc. - ein professioneller Übersetzer ist dafür sehr dankbar und wird sie gerne nutzen! Übrigens hat jeder Übersetzer Nachbesserungsrecht und -pflicht. Also kontaktiert ihn (gilt natürlich auch für Büros) bei Qualitätsproblemen, dabei lässt sich vieles klären.
    Vielleicht ist es ja mal einen Versuch wert...
    Übrigens möchte ich mit diesem Beitrag nicht sagen, dass Büros generell schlecht sind, es gibt durchaus welche, die ihre Übersetzer angemessen bezahlen und hohe Qualitätsstandards haben, aber eben auch genügend schwarze Schafe....
    #8VerfasserClaudia F. 05 Feb. 03, 13:27
    Kommentar
    Claudia F: naja, ich arbeite in einem Büro und bin Schnittstelle zw. Übersetzer und Kunde. Die Übersetzer können sich gerne jederzeit mit Fragen an uns wenden, aber manche schreiben nur ??? rein, wenn sie ein Wort nicht wissen, nach dem Motto: "Sieh mal selber zu, ich weiß ja sowieso, daß du es noch mal korrekturliest." :-/
    #9VerfasserAnke05 Feb. 03, 17:00
    Kommentar
    Anke, klar, es gibt sicherlich auch Übersetzer, die sich in dem Wissen, es liest noch jemand Korrektur, nicht die ganz große Mühe machen (was nicht sein sollte). Aber ich denke, es dürfte unbestritten sein, dass es einfacher ist, Rückfragen direkt an den Kunden stellen zu können als über das Büro gehen zu müssen - und schneller geht's auch...
    #10VerfasserClaudia F. 05 Feb. 03, 17:03
    Kommentar
    Claudia, danke fuer die Erleuchtung, das ist gut zu wissen.

    Ich weiß nicht, nach welchen Maßstäben bei uns die Übersetzer/Übersetzungsbüros ausgesucht wurden/werden, aber ich werde die Anregung, sich direkt an einen Übersetzer zu wenden, mal weitergeben.

    Übrigens, mindestens einer der Übersetzer war mit Sicherheit kein Muttersprachler, seine Arbeit war dermaßen denglisch... bei einem anderen wiederum hatte ich den Eindruck, das habe ein Anglistik-Student im dritten Semester gemacht, der zwar viel Literatur gelesen, aber keinen blassen Schimmer von Business-Englisch hatte.
    #11VerfasserUho <de>05 Feb. 03, 20:27
    Kommentar
    Uho. Viel Erfolg!!
    Ich habe das Posting oben so ausführlich gemacht, weil ich immer wieder Klagen über schlechte Übersetzungen höre, und glaube, dass zwar mangelnde Qualifikation des Übersetzers häufig ein Grund ist (es ist schlimm genug, dass die Berufsbezeichnung "Übersetzer" nicht geschützt ist und somit jeder sich so nennen kann und Übersetzungen anbieten darf!), aber auch andere Faktoren eine Rolle spielen, über die sich viele Kunden vermutlich nicht im Klaren sind. Und ich finde es einfach schade und ärgere mich als ausgebildete Übersetzerin auch darüber, dass Übersetzen bei vielen spontan mit mieser Qualität gleichgesetzt wird - das muss bei sorgfältiger Auswahl des Übersetzers und einer guten Zusammenarbeit zwischen Übersetzern und Kunden definitiv nicht so sein!!
    #12VerfasserClaudia F. 06 Feb. 03, 11:16
    Quellen
    Kommentar
    Claudia F. Agree completely with your postings. Have a look at this URL. Unfortunately no German version.
    #13VerfasserRES-can06 Feb. 03, 20:09
    Kommentar
    RES-can Thanks for this very interesting link - this is worth reading for anyone buying a translation!!!
    #14VerfasserClaudia F. 06 Feb. 03, 21:18
    Kommentar
    Very interesting link!
    Doch ich für meinen Teil bin sehr froh, "dass die Berufsbezeichnung 'Übersetzer' nicht geschützt ist".

    As Shakespeare wrote: "But what's in a Berufsbezeichnung? A rose by any other name would smell as sweet. So Übersetzer would, were he not Übersetzer call'd, retain that dear perfection which he owes without that title."

    Voraussetzung: he's good...
    #15VerfasserGhol- ‹GB›06 Feb. 03, 22:59
    Kommentar
    I have another quote for you, Ghol: "Ich habe keinen Namen dafür! Gefühl ist alles; Berufsbezeichnung ist Schall und Rauch..."
    #16VerfasserOL <de>06 Feb. 03, 23:34
    Kommentar
    Ghol - wenn nur alle, die sich an Übersetzungen wagen würden (in dem Glauben das sei ja kein Problem), gut wären, dann wäre das Übersetzerleben schön :-)
    Ich will bei weitem nicht sagen, dass ein Übersetzer mit Ausbildung immer besser sein muss als ein Quereinsteiger ohne, und es ist wohl auch Wunschdenken zu glauben, dass mit einer geschützten Berufsbezeichnung auf einmal die Qualität schlagartig steigt.
    Fakt ist aber, dass das Image der Übersetzer - zumindest in Deutschland - alles andere als gut ist, weil nicht wenige glauben "so ein bisschen Fremdsprachen, das kann ich auch" und dementsprechend der Aufgabe und dem Beruf nicht besonders viel Achtung entgegengebracht wird. Es kommt auch nicht von ungefähr, dass angestellte Diplom-Übersetzer nicht selten (weit) schlechter bezahlt werden als die Absolventen anderer Studiengänge wie Jura, BWL, Informatik etc.
    Während meiner Angestelltendaseins bekomme ich immer wieder mal - noch nicht mal böse gemeinte - Kommentare zu hören wie: "Wie, Übersetzen kann man studieren, ist das denn nötig?" oder "Wo ist denn der Unterschied zwischen einem Übersetzer und einer Fremdsprachenkorrespondentin, ich dachte, das ist dasselbe!" oder "mit einem Wörterbuch in der Hand könnte ich den Job auch machen." Ich glaube, einem Juristen würde keiner sagen "gib mir ein Gesetzbuch in die Hand, dann kann ich das auch."
    Über solche Unterschätzungen der Aufgabe ärgere ich mich maßlos, und ich denke, solchen Vorurteilen muss man entgegenwirken, auch wenn's schwer bis aussichtslos ist.
    Und für ein bisschen mehr Achtung könnte eine geschützte Berufsbezeichnung ein Anfang sein...
    #17VerfasserClaudia F. 06 Feb. 03, 23:34
    Kommentar
    Had I been responsible for writing the text for this notice in English, I would've written, "Forget something?" exactly as was given in the example, and for the reason explained in the first reply.

    Had the sign said "Have you forgotten something?" then that would be okay too. Because I'm still in the room (reading the sign) and about to leave, and the present perfect implies a past action _continuing into the present_. That is, the "forgetting" is still going on (at the doorway) it's not finished and complete yet (so might still be negated by "remembering" just before exiting).

    For the sign to say "Forgot something?" (simple past) means that the "forgetting" is over and done with (you've exited already) and would seem to imply an impossible physical operation, that the text was intended for me to read after I had left the room, and possibly the building (using my X-ray vision, perhaps?).

    A subtle point, perhaps, but it may shed some light on why many of the native speakers feel uncomfortable with "Forgot.." in this context.
    #18VerfasserPeter <us>07 Feb. 03, 06:33
    Kommentar
    I thought I would put in my four penneth on the Übersetzer topic. I am also pleased that the profession is not regulated. As a Brit I am in general against this kind of thing for anything that wouldn't be life threatening (ignoring the problems with operating manuals and the like). Also I wouldn't be able to do what I do if it was. However, translation is like my other trade, language training, in that the trade itself does itself no favours. Until the business is effectively organised with a professional organisation that really does something in this direction (and I mean effectively), the situation will not change. In the wrong job I guess :-).
    #19VerfasserKevin07 Feb. 03, 08:34
    Kommentar
    Claudia: I understand where you are coming from -- must be frustrating to have to deal with linguistic ignoramuses all the time. I agree with you wholeheartedly that not everyone who calls himself a rose (just because he was born in a rose garden) actually smells like one: the proof of the pudding being in the eating. I am wary about recommending my customers other people.

    But, on the other hand, neither is everyone who has been conferred the title of Übersetzer for passing his exams able to consistently make the grade if translating *into* the foreign language: I reckon one would have to be really good to write texts in a learned language and not constantly make mistakes (stilted style, wrong formulations, etc).
    To quote the article recommended by RES: "Professional translators work into their native language ... OK, there are exceptions, but not many."

    As for the Berufsbezeichnung come to think of it, maybe we could make more money per line if we called ourselves something different that sets us apart from the crowd: any ideas?

    P.S: why hasn't anyone with or without the appropriate title pointed out that, in theory, the sentence *really ought* to read "anything", seeing as it is a question?
    In the UK, in fact, it should be in the present perfect: "Have you forgotten anything?"
    #20VerfasserGhol- ‹GB›07 Feb. 03, 09:50
    Kommentar
    Peter, aber es trifft doch zu, dass "the 'forgetting' is over and done with". Schließlich bin ich ja schon im Hotel, wenn ich das Schild lese, und das 'Vergessen' ist zuhause passiert, beim Packen des Koffers, insofern abgeschlossen, oder?

    Ich habe den Eindruck, dass du meinst, das Schild wollte einen daran erinnern, nichts im Hotelzimmer zu vergessen, aber das ist nicht der Fall (lies mein Posting ggf. bitte noch einmal).

    Ich verstehe nun dank Britishs Erläuterung, dass "Forget something?" richtig ist, aber meines Erachtens müsste "Forgot something?" auch richtig sein, oder?
    #21VerfasserUho <de>07 Feb. 03, 09:56
    Kommentar
    Ghol. I agree, that translators should not translate into any other but their native language (and that's also what students are normally told at university. We had to do translations in the other direction but learned to perceive - and accept - the limits that non-natives always face).
    However, you cannot always stick to this principle in practice. As I wrote above, I am not a freelancer but an employed translator and I am expected to translate into both directions. Many companies want to have just one translator who covers as many languages as possible and sometimes don't even understand why there might be a difference in quality.
    I don't feel too comfortable when translating into English but fortunately we have an English colleague who reads through and comments on my translations, which helps a lot. And the funny thing is, even though I do not feel comfortable I very much enjoy translating into English as it helps me to improve my English a lot. I can see the difference when looking at what I've done two or three years ago. But, still, I would certainly not do it if I was a freelancer.
    #22VerfasserClaudia F. 07 Feb. 03, 10:07
    Kommentar
    Ghol's P.S.: Über das "something" habe ich mich gewundert, aber mich nicht "getraut" zu fragen, ohne vorher bei Google zu schauen, ob die Regel, die uns beigebracht wurde (bei Fragen und Verneinungen "any"), so wirklich richtig ist. Gefunden habe ich z.B. http://www.disal.com.br/nroutes/nr12/pgnr12_14.htm - dort wird diese Daumenregel als zu ungenau bewertet.

    Kann es sein, dass in diesem Fall sowohl some... als auch any... möglich ist? Was erklären würde, dass sich noch niemand daran gestört hat. Oder ist es gar ein weiterer dass/das- bzw. it's/its-Fall????
    #23VerfasserKathrin07 Feb. 03, 11:27
    Kommentar
    Ghol, bzgl. something/anything: Jetzt, wo du es sagst fällt es mir auch auf... ich bin mir aber ziemlich (=99%) sicher, dass auf dem Schild "Something" steht.

    Offensichtlich sind die Muttersprachler da auch nicht so ganz firm in der korrekten Anwendung.

    Kathrin, auch wenn das mit der "In-Fragen-immer-any-Regel" nicht so ganz stimmt (der von dir gepostete Link ist wirklich gut), so bin ich doch relativ sicher, dass es hier "anything" heißen muss. Erstens sagt mir das mein Sprachgefühl (was natürlich noch kein Grund ist), zweitens ist die Liste der möglicherweise zu vergessenen Gegenstände theoretisch unbegrenzt.

    "Something" wäre (glaube ich) richtig, wenn man eigentlich den vergessenen Gegenstand schon kennt, z.B. der Ehemann sieht zuhause die Zahnbürste der abreisenden Ehefrau noch auf dem Bett liegen: "Darling, didn't you forget something?"
    #24VerfasserUho <de>07 Feb. 03, 12:04
    Korrekturen

    "Did you forget something?"

    -

    .



    Kommentar
    The use of 'something' is correct in my opinion and asking; "Did you forget something?" implies; "Did you forget something? I'm sure that you have!" Asking "Did you forget anything?" does not confer this implication.

    http://www.edufind.com/english/grammar/Determ...
    #25VerfasserBritish07 Feb. 03, 12:29
    Kommentar
    Uho: Vielleicht wird's jetzt zu spitzfindig, aber könnte nicht "something" deshalb gewählt sein, weil das Hotel ja nur in bestimmten Fällen "einspringen" kann (d.h. nur einige "Standard-Artikel" für vergessliche Gäste bereithält). Wenn ich mich auf die Frage "Did you forget ANYthing?" an der Rezeption melde und sage, dass ich meine Lieblingsunterhose nicht eingepackt habe, können sie mir im Holiday Inn bestimmt nicht helfen ;-).
    #26VerfasserKathrin07 Feb. 03, 12:30
    Kommentar
    British, how can the hotel be sure that I did forget something/anything? Der Ehemann in meinem Beispiel ist sich sicher, daher 'something', aber das Hotel kann doch nicht davon ausgehen, dass jeder das Schild lesende Gast etwas vergessen hat!

    Kathrin, darüber habe ich auch nachgedacht, aber ich denke, dass es immer auf die Begrenztheit der vergessenen Gegenstände ankommt, nicht auf die Begrenztheit der Menge an Gegenständen, die man vergessen kann.
    Wie müsste es denn im folgenden Fall heißen:
    "I've been to the 'Fox and Hound' yesterday night." - "Oh, they have excellent food, did you eat some/anything?" Ich würde hier stark für anything plädieren, auch wenn die Liste der Gerichte auf der Speisekarte begrenzt ist. Die Verwendung von something würde nur passen, wenn der fragende sich zimelich sicher ist, dass der Gefragte etwas gegessen hat.
    #27VerfasserUho <de>07 Feb. 03, 13:04
    Kommentar
    As a rule, the use of "something" is correct if it expects the answer "yes".
    "Would you like any coffee?" = more of a Yes/No question
    "Would you like some coffee?" = definite offer
    "Are you sure you haven't forgotten something?" -- he sees the toothbrush
    "Are you sure you haven't forgotten anything?" -- would be a general question, a reminder to check.

    British: You have apparently been living in Germany for too long ;-) ... Don't you see how wrong the simple past is here?
    #28VerfasserGhol- ‹GB›07 Feb. 03, 13:05
    Korrekturen

    "Did you forget something?"

    -

    .



    Kommentar
    Uho - well, I suppose the hotel staff have become a little jaded and cynical with time, having discovered so many forgotten toothbrushes, combs, sets of false teeth etc.

    Ghol - hmmm... Well, I wasn't living in Germany for SO long and I'm in Britain now...! :o) I don't think that "Did you forget something?" is wrong in the context of the described notice at all. I'm going by feeling for English as a native speaker, rather than any grammatical knowledge here.
    #29VerfasserBritish07 Feb. 03, 13:31
    Kommentar
    A quick line of support for Ghol. I can't see how "Did you forget something/anything?" can be right. There is no real past reference here and if you change it to a statement: "Oh,no, I forgot something!" doesn't work. It is a classic case of providing news = present perfect and would be: "Oh, no, I have forgotten something!". And, unless the question is based on a false assumption, questions and answers are almost invariably in the same tense.
    #30VerfasserKevin07 Feb. 03, 13:43
    Korrekturen

    "Did you forget something?"

    -

    .



    Kommentar
    Perhaps it is a case of stylistic usage. You leave your hotel room, leaving a comb lying on the bed, forgotten. So it has been forgotten, at that point, as you were packing your bag. Later, someone asks you; "Did you forget something?" The answer could then be; "Yes, indeed I did. As I was packing my bag, I forgot my comb." Anyway, before I become any more bewildered than I already am, I'll finish here!
    #31VerfasserBritish07 Feb. 03, 13:57
    Kommentar
    I agree with you British, but in your example there is a definate reference to a specific past time and I think, at least for me, that is the key. I don't see that in the notice in question. But, as with lots of tense questions in English (although especially in future tenses), it depends on how you interpret the situation.
    #32VerfasserKevin07 Feb. 03, 14:19
    Kommentar
    Ich möchte hier auch noch einmal eine Lanze für die "gelernten" Übersetzer und auch für Übersetzungsbüros brechen: Ich habe dirket nach dem Studium in einem Übersetzungsbüro (zunächst als Volontärin, später in Festanstellung)angefangen und fühlte mich von den auf mich einstürzenden Themen am Anfang ziemlich überfordert. Zum Glück hatte ich jedoch zwei sehr erfahrene Chefs, die mir in diesem Jahr (und auch noch danach) sehr viel beigebracht und erklärt haben. Wenn ich mir überlege, dass sich der ein oder andere direkt nach dem Studium selbstständig macht, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass dabei etwas Gescheites herauskommt, ganz besonders wenn er dann auch noch in die Fremdsprache übersetzt, und das womöglich sogar im Zweit- oder Drittfach. Nach 2 Jahren in diesem Übersetzungsbüro habe ich mal in meinen ersten Übersetzungen geblättert. Es war wirklich erstaunlich, welche Fortschritte ich in dieser Zeit gemacht habe (was mir meine Chefs auch immer wieder bestätigt haben). Wenn einer aber so ganz alleine vor sich hinübersetzt, ist das sicher nur schwer möglich.

    Zum Thema Qualität der Übersetzung kann ich nur sagen: Vier Augen sehen mehr als zwei. Bei uns war es selbstverständlich,...
    #33VerfasserJammi07 Feb. 03, 14:52
    Kommentar
    ...dass alle Übersetzungen von einem zweiten Übersetzer Korrektur gelesen wurden. Da das auch Zeit braucht, sind Übersetzungsbüros natürlich oft teurer als Freelancer, aber selbst bei den gewissenhaftesten Mitarbeitern hat sich doch immer mal wieder ein Fehler oder einfach ein Mißverständins im Verstehen des Ausgangstextes eingeschlichen. Wir haben neben umfangreicher Terminologiearbeit (und Bereitstellung der entsprechenden Listen/Multiterm-Dateien an unsere Freelancer) auch immer darauf geachtet, dass für einen Kunden möglichst immer der gleiche Übersetzer arbeitet. Nur so kann eine einheitliche Terminologie gewährleistet sein. Unsere Stammkunden (auch die mit eigenen Sprachendiensten) waren immer sehr zufrieden mit unserer Arbeit. Wenn mal einer gemeckert hat, dann waren das neue Kunden, die dann kamen und gesagt haben: "Das wird bei uns intern aber anders bezeichnet." Woher soll man das als Übersetzer wissen, wenn man vom Kunden keine Terminologie an die Hand bekommt???? Es gibt eben in vielen Fällen mehr als nur eine richtige Übersetzung.

    Claudia
    Man kann das Ganze also auch kombinieren und so eine noch bessere Qualität der Übersetzung erreichen. Ist aber leider eher die Ausnahme, ich weiß!

    Uho
    Wenn Ihr jedesmal einen anderen Übersetzer beauftragt habt, hatte der/diejenige nie die Möglichkeit, sich etwas tiefer in das Thema einzufinden. Aber auch wir hatten oft Pech mit neuen Freelancern, eben weil sich jeder Übersetzer nennen kann und man aus der Bewerbung nicht unbedingt gleich erkennt, ob einer das auch wirklich kann oder nicht.

    Ich habe in meinen Telefonaten mit potentiellen Kunden ...
    #34VerfasserJammi07 Feb. 03, 14:53
    Kommentar
    ...auch oft gehört: "Was, das ist so teuer? Dann übersetzen wir es doch lieber intern." Als wir uns dann (in einem ganz speziellen Fall) hinterher die sehr aufwändig gestaltete Website angeschaut haben, war es genauso wie oben beschrieben: Tolle Aufmachung, aber miese sprachliche Qualität. Aber mach das mal den Leuten klar, deren Englisch selbst unter aller S... ist.

    Ich denke da besteht noch viel Aufklärungsbedarf (s.o.).
    #35VerfasserJammi07 Feb. 03, 14:54
    Kommentar
    Peter:
    isn't "(Did you) Forget something?" the same tense as "Forgot something?" so that they both are wrong (or right)?
    Sorry for this stupid question...
    #36VerfasserTina07 Feb. 03, 15:04
    Kommentar
    Jammi, ich kann Dir nur voll zustimmen. Auf die von Dir beschriebene Weise werden die Übersetzungen sicher gut, aber es gibt eben auch genügend andere Büros, bei denen das nicht selbstverständlich ist, und die tragen ebenso wie nicht ausreichend qualifizierte Einzelübersetzer dazu bei, dem Berufsstand ein mieses Image zu verpassen.
    Ich hätte mir übrigens direkt nach dem Studium auch nicht vorstellen können, selbständig zu arbeiten und habe mir deshalb eine Anstellung als Übersetzerin gesucht. Jetzt bin ich seit ca. drei Jahren angestellt (aber nie in eimem Übersetzungsbüro). Die Übersetzungstechnik habe ich aus dem Studium mit in die Arbeit gebracht, aber fachlich habe ich sehr viel dazugelernt, vor allem auch im Austausch mit meinen Nicht-Übersetzer-Kollegen in den einzelnen Abteilungen. Diese Kommunikation würde mir als Freenlancer auch sicher fehlen, so dass ich mir zur Zeit nicht vorstellen kann zu tauschen.
    Was den Preis angeht - ich werde nie verstehen, warum Firmen bereit sind, horrende Summen für Consultants, Anwälte etc. auszugeben, nicht aber für eine gute Übersetzung, mit der sie sich den Kunden präsentieren können, ohne Lacher oder Schaudern hervorzurufen.
    Und an der Aufklärung müssen wir wohl im kleinen arbeiten - in den Unternehmen (als Angestellte), im Gespräch mit Kunden, aber auch in Diskussionen wie dieser... :-)
    #37VerfasserClaudia F. 07 Feb. 03, 15:12
    Kommentar
    Tina, wir haben deswegen immer ein anderes Übersetzungsbüro gewählt, weil alle vorigen immer so schlecht waren. Und ich glaube nicht, dass es am Preis lag, wir sind bei uns nicht solche Pfennigfuchser, die das große Geld zum Fenster rausscheffeln, aber bei solchen Kleinigkeiten nach dem Motto "Wir müssen sparen, koste es, was es wolle." verfahren.
    #38VerfasserUho <de>07 Feb. 03, 15:15
    Kommentar
    Ooops, habe mich beim Lesen des Namens vertan, voriges Posting geht natürlich an Jammi...
    #39VerfasserUho <de>07 Feb. 03, 15:17
    Kommentar
    To those non-native speakers still wondering whether "forgot" would be okay:
    No, it really wouldn't, because the sign is a *question* and yes/no questions in English require the auxiliary "do/did" with the *infinitive* form of the verb. This holds true, as I think Peter pointed out, even when, as here, the subject and auxiliary verb are omitted for brevity's sake.

    So "(Did you) forget something?" is just fine; and "Have you forgotten something?" is equally acceptable grammatically -- but "forgot" in a question is not.

    Now for the tricky part. I would not put "have you forgotten" on a sign in a hotel. But I suspect the difference in BE & AE usage here may have to do less with tense than with register. In my experience, AE condenses syntax much more firmly in things like signs and headlines, both to save space (= money) and to facilitate quick visual comprehension. Thus BE signs in public places often strike Americans as quaintly finicky or wordy, and (I'd assume) AE signs may strike Brits as overly brusque.

    And my sense is that German, on signs as elsewhere, uses even *more* space and *more* syllables than BE, so the compact AE usage might feel even stranger. (But I agree with Uho's Sprachgefühl re some/any, and with Kathrin's point that the sign refers to specific articles, not an infinite range.)

    But this is just a hunch; I'd be interested to hear whether anyone else shares similar impressions.

    As for the translators, I can only say how much I admire all of you. I'm usually doing well just to *read* another language. :)
    #40VerfasserHil <us - tx>08 Feb. 03, 04:08
    Kommentar
    Tina: yes I guess they're the same tense, but the reason once is right and one isn't elsewhere, as Hil pointed out.

    In fact, I like Hil's explanation better than mine. Also wholeheartedly second his comment of admiration for all you translators.
    #41VerfasserPeter08 Feb. 03, 05:55
     
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  
 
 
  • Pinyin
     
  • Tastatur
     
  • Sonderzeichen
     
  • Lautschrift
     
 
 
:-) automatisch zu 🙂 umgewandelt