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  • Gegeben

    must not

    Richtig?

    muss nicht?

    Kommentar
    Im Wörterbuch steht "must not - darf nicht", das war auch wie ich die Wendung eigentlich verwendete und auffasste.

    Aber ist das bloß theoretisch so? Immer öfter kommt mir nämlich "must not" im Sinne von "muss nicht" unter. Ist das umgangssprachlich, regional, oder ist bloß mein Wissensstand veraltet?

    I'm puzzled...
    Verfasserbrindisi (308312) 11 Nov. 09, 20:33
    Kontext/ Beispiele
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    Kommentar
    Nein, dein Wissensstand ist immer noch aktuell.
    #1VerfasserMr. Dundon11 Nov. 09, 20:40
    Kommentar
    IMO ist es sogar mehr, als "nicht dürfen"; eher schon: "es ist verboten ...".
    #2Verfasserjudex (239096) 11 Nov. 09, 20:50
    Kommentar
    Dann müsste in folgendem Thread

    Siehe auch: but you mustn't but I will be very happy when...

    die Übersetzung eigentlich korrekterweise heißen
    "aber du darfst nicht, aber ich wäre sehr froh wenn du es tun würdest",
    auch wenn die Verfasserin vll. eine andere Intention hatte.
    #3Verfasserbrindisi (308312) 11 Nov. 09, 20:56
    Vorschläge

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    Kommentar
    I can't speak for BE, but I can say that in AE "must'nt" always mean "darf nicht". You would say "you don't have to" for "muss nicht".
    #4VerfasserDanShab (42550) 12 Nov. 09, 01:09
    Kommentar
    Allerdings wurde (und wird, obgleich immer weniger) "muß nicht" auch im Deutschen im Sinne von "darf nicht" verwendet.

    "Must not" und "mußt nicht" sind also nicht immer false friends.

    Vgl. z.B. Martha zu Gretchen (über Faustens zweites Geschenk):

    Das muß sie nicht der Mutter sagen;
    Thät’s wieder gleich zur Beichte tragen.

    Hier aus einer englischen Übersetzung:

    You must not tell that to your mother;
    She would confess it like the other.

    Natürlich kann man, wenn man will, "muß nicht" hier auch i.S. von "braucht nicht" verstehen.

    Grimms Wörterbuch sagt aber:
    "Bedeutung: mit einem andern infinitiv verbunden (vgl. unten 5), freiheit haben, verstattet sein, können, dürfen"

    "in verneinenden sätzen, nicht verstattet sein, nicht dürfen"

    "b) die neuere sprache hat diese bedeutung wenigstens in verbietenden sätzen gewahrt, wo für müssen auch dürfen stehen könnte"

    "Luther 4, 436a; mussens arme prediger nicht reden, so redens grosze fürsten und herren. (...) richt. 9, 41; weil aber das volk heute nicht hat müssen essen von der beute seiner feinde, die es funden hat, so hat auch nu die schlacht nicht gröszer werden künnen wider die Philister. 1 Sam. 14, 30; also versties Salomo den Abiathar, das er nicht muste priester des herrn sein. 1 kön. 2, 27; sie muste nicht wider zum könige komen, es lüstete denn den könig, und liesze sie mit namen rufen. Esther 2, 14; es muste niemand zu des königes thor eingehen, der einen sack anhette. 4, 2; denn die schrift, die ins königes namen geschrieben und mit des königes ringe versiegelt wurden, muste niemand widerrufen."

    "Göthe 49, 81; man musz den fleisz, die mühe und geduld, die man an eine handvoll fruchthalme gern verwendet, an den eigenen kindern sich nicht verdrieszen lassen. Hebel 2, 2; nur musz mans nicht bei den worten bewenden lassen, sondern auch seinen guten vorsatz erfüllen. 6; wir müssen daher auch nicht glauben, dasz alle wunder der natur nur in andern ländern und welttheilen sein. 56; man musz einen kleinen vortheil nicht verachten, sonst kommt man zu keinem groszen. 70"

    usw.

    Etym.: "in den späteren westgermanischen dialekten (alts. ags. môtan, fries. môta, ahd. muoʒan, mhd. müeʒen) die mehr verflüchtigte [Bedeutung] des erlaubnis habens, dürfens"

    Quelle: woerterbuchnetz.de/DWB/

    #5VerfasserLMH (469213) 07 Sep. 12, 13:45
     
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