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    Übersetzung korrekt?

    bereitliegen - inherir, inhabitar

    Gegeben

    bereitliegen Philos.

    Richtig?

    inherir, inhabitar

    Beispiele/ Definitionen mit Quellen
    be|reit|lie|gen : zur Benutzung, zum Einsatz an einem bestimmten Ort liegen: im Hafen liegen Transportschiffe bereit; eine Handgranate liegt... bereit, mich zu zerreißen (Remarque, Westen 149).

    © 2000 Dudenverlag

    Kant nimmt an, dass jeder Gegenstand entweder Phänomenon oder Noumenon sein müsse. Also muss auch das „Gemüt“, in dem die Formen a priori bereit liegen sollen, eines von beiden sein.


    Peter Rohs, Johann Gottlieb Fichte

    Meine Übersetzung:

    Kant asume que todo objeto debe ser, o bien fenómeno, o bien noúmeno. De manera que también el “espíritu”, en el cual han de inherir las formas a priori, debe ser una de ambas cosas.
    Kommentar
    Berühmter Einwand von Jacobi gegen die Kantische Philosophie. In dem Zusammenhang kann ich mir nichts Anderes vorstellen. "Bereitlage" könnte ich ggf. mit "presencia disposicional" übersetzen, eine verbale Form will mir jedoch nicht einfallen. Alternativen?
    VerfasserDoktor Faustus (397365) 20 Nov. 09, 02:23
    Kommentar
    "Bereitlage" könnte man auch (präsente) Verfügbarkeit nennen, denn wenn etwas bereit liegt ist es doch verfügbar/zur Verfügung stehend/zur Disposition stehend. Insofern finde ich presencia disposicional doch sehr adequat.

    Quer denken ist recht schwierig!

    Vllt. passt auch so etwas wie: disposición situada (situar las formas...)

    abrazos
    #1Verfassercoplita (570845) 20 Nov. 09, 03:40
    Kommentar
    Schönen Dank für deine Bestätigung, coplita. Wie bette ich es aber in den Satz ein? So ungefähr (wirkt es nicht megalang)?:

    Kant asume que todo objeto debe ser, o bien fenómeno, o bien noúmeno. De manera que también el “espíritu”, en el cual han de hallarse las formas a priori en presencia disposicional, debe ser una de ambas cosas.
    #2VerfasserDoktor Faustus (397365) 20 Nov. 09, 11:52
    Kommentar
    A mí me parece "en el cual han de inherir" más adecuado, porque el argumento se refiere a que el fenómeno,el noúmeno y al mismo tiempoel espiritú, que realmente es la condición Kant pone en la misma clase de objetos. Eso es una falta logica: Los objetos que existen no pueden formar parte de la misma clase que su condición o causa de existencia. Me parece, que el autor quiere señalar esa contradicción. Por eso "inherir" o "inherente" es más en este sentido.
    #3Verfassersoniabeyer (477327) 20 Nov. 09, 12:35
    Kontext/ Beispiele
    Kant nimmt an, dass jeder Gegenstand entweder Phänomenon oder Noumenon sein müsse. Also muss auch das „Gemüt“, in dem die Formen a priori bereit liegen sollen, eines von beiden sein. Wenn es Phänomen ist, reduziert sich jedoch die Kantische Theorie auf empirische Psychologie; aller Anspruch auf apriorische Notwendigkeit an irgendeiner Stelle in der Theorie müsste zunichte werden. Wenn dagegen das Gemüt Noumenon ist, ergibt sich aus Kants Theorie, dass es uns unbekannt sein muss und dass sich keine Kategorien darauf anwenden lassen. In beiden Fällen aber hebt die Basis der Theorie sich auf.

    (ebd.)
    Kommentar
    Tatsächlich, Sonia, genau das hatte auch Jacobi gemeint. Ich habe die ganze Stelle für dich abgeschrieben, damit es anschaulich wird. Lo que no comprendo del todo es qué vinculación tiene la elección de "inherir" sobre "hallarse en presencia disposicional" con el decurso argumental citado.
    #4VerfasserDoktor Faustus (397365) 20 Nov. 09, 13:15
    Kommentar
    inherir algo puede ser colocar/poner a disposición algo (que han de ser colocado/dispuesto)
    hallar algo = encontrar algo que está dispuesto (naturalmente)

    aber Vorsicht, lieber Dr. Faustus, könnte sein das meine Schubladen, mal wieder einen Täuschungsversuch gestartet haben. Jedenfalls würde ich es im Moment so verstehen und erklären

    Hoffentlich habe ich dich jetzt nicht kirre gemacht.

    saluditos
    #5Verfassercoplita (570845) 20 Nov. 09, 13:44
    Kontext/ Beispiele
    inherencia.
    (Del lat. inhaerentia).
    1. f. Unión de cosas inseparables por su naturaleza, o que solo se pueden separar mentalmente y por abstracción.
    2. f. Fil. Modo de existir los accidentes, o sea, no en sí, sino en la sustancia que modifican.
    http://buscon.rae.es/draeI/SrvltConsulta?TIPO...

    inherente.
    (Del lat. inhaerens, -entis, part. act. de inhaerēre, estar unido).
    1. adj. Que por su naturaleza está de tal manera unido a algo, que no se puede separar de ello. Derechos inherentes A su cargo.
    2. adj. Gram. Se dice de la propiedad perteneciente a una unidad gramatical con independencia de las relaciones que esta pueda establecer en la oración; p. ej., pared tiene como propiedad inherente el género femenino, y pensar, la característica de construirse con sujeto animado.
    http://buscon.rae.es/draeI/SrvltConsulta?TIPO...

    in|ne|woh|nen (geh.): als Eigentümlichkeit, Besonderheit, als etw. Charakteristisches in etw. mit enthalten sein, zu jmdm., etw. gehören: diesen Kräutern wohnen heilende Kräfte inne; die dem Menschen innewohnenden Fähigkeiten; Allem Ablauf wohnt die Richtung zum Niederen inne (Jahnn, Geschichten 76); auch Wahnsinn hat eine ihm innewohnende Logik (Plievier, Stalingrad 266).

    © 2000 Dudenverlag
    Kommentar
    Du machst mich überhaupt nicht kirre, liebe coplita! Ganz im Gegenteil, ich freue mich immer über einen Austausch mit dir!

    Nun ja, inherir ist ein feststehender philosophischer Begriff - intransitives Verb -, der aus der Scholastisch stammt und eine präzise Bedeutung hat. Da oben sind ein Paar Definitionen, und inhabitar entspricht ja eins zu eins innewohnen. Hallarse ist in dem Fall auch nicht transitiv, sondern pronominal, etwa sich befinden. Allerdings wollte ich jeden räumlichen Bezug vermeiden, daher habe ich hallarse eher ungern eingesetzt.
    Das Problem mit inherir ist m. E., dass bei ihm die Komponente "Bereitschaft" verloren geht :(

    Ich danke euch beiden für eure Hilfe und Geduld!
    #6VerfasserDoktor Faustus (397365) 20 Nov. 09, 14:51
    Kommentar
    hallar.

    (Del fallar1).


    1. tr. Dar con alguien o algo que se busca.

    2. tr. Dar con alguien o algo sin buscarlo.

    3. tr. Descubrir con ingenio algo hasta entonces desconocido.

    4. tr. Ver, observar, notar.

    5. tr. Descubrir la verdad de algo.

    6. tr. Dar con una tierra o país de que antes no había noticia.

    7. tr. Conocer, entender después de una reflexión.

    8. prnl. Estar presente

    9. prnl. Estar en cierto estado. Hallarse atado, perdido, alegre, enfermo.


    inherente.

    (Del lat. inhaerens, -entis, part. act. de inhaerēre, estar unido).


    1. adj. Que por su naturaleza está de tal manera unido a algo, que no se puede separar de ello. Derechos inherentes A su cargo.

    2. adj. Gram. Se dice de la propiedad perteneciente a una unidad gramatical con independencia de las relaciones que esta pueda establecer en la oración; p. ej., pared tiene como propiedad inherente el género femenino, y pensar, la característica de construirse con sujeto animado.


    Sonja tiene razón.

    Aber die Verbindung der Wortwahl kann ich auch nicht erklären, ganz naiv: was nicht da ist, kann auch nicht gefunden werden (sei es weil es verschiedene Klassen sind).

    Oh Gott, ich mische mich nie wieder in so etwas ein.

    abrazos

    Edit: Danke lieber Doktor, war mit meinen weiteren Überlegungen etwas spät dran, mache einfach Ablage P !

    abrazos







    #7Verfassercoplita (570845) 20 Nov. 09, 15:11
    Kommentar
    @coplita: Ich finde Deine "Einmischung" ausserordentlich fruchtbar und sehr interessant. @doktor faustus: danke für die Textstelle.
    Ich dachte, dass "inherir", in diesem Fall stärker ausdrückt, dass beide Formen eben notwendigerweise vorhanden sein sollen. Es kann sein, dass ich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet habe: dem "Gemüt" ist das Vorhandensein des Phenomens und des Noumenon, laut Kant, inhärent und genau da liegt der Widerspruch. Aber es stimmt natürlich, dass das "Bereitliegen" verloren geht.
    #8Verfassersoniabeyer (477327) 20 Nov. 09, 16:52
    Kommentar
    @coplita
    Gib bitte nicht auf, du bist jederzeit willkommen in all meinen Fäden! (-:

    @sonia
    Gerne! Deine Auslegung von "inherir" ist richtig. Phänomena und Noumena sind jedoch keine Formen a priori bei Kant. Noumena sind zumal kein Erkenntnisobjekt, weil sie außerhalb jeglicher möglicher Erfahrung liegen. Phänomena hingegen kommen erst a posteriori zustande, wenn die Formen a priori - die reinen Formen der Sinnlichkeit, also Zeit und Raum, die Kategorien des Verstands - sich auf die Erfahrung auswirken.
    Im übrigen bin ich noch dabei, meine Kantkenntnisse ins Deutsche zu kodieren, hoffe troztdem, mich verständlich gemacht zu haben.

    Eisler - Wörterbuch der philosophischen Begriffe: Form, formal
    http://www.textlog.de/32295.html

    Liebe Grüße an die beiden
    #9VerfasserDoktor Faustus (397365) 22 Nov. 09, 00:10
    Kommentar
    huhu dottore !

    conoces a Humboldt ?
    Siehe auch: Brotgelehrsamkeit
    #10Verfasserla déesse aliénée22 Nov. 09, 00:27
    Kontext/ Beispiele
    sich auf die Erfahrung auswirken.

    Schlimmer Fehler von mir. Es soll heißen:

    sich auf die Empirie auswirken.
    Kommentar
    huhu déesse!

    Ich kenn den Typ, auch den Ausdruck. Morgen gehe ich den ein!

    Lieber Gruß
    #11VerfasserDoktor Faustus (397365) 22 Nov. 09, 01:07
    Kommentar
    Doch Doktor, es ist sehr verständlich. Es así:
    Die Formen der Anschauung, Raum und Zeit sind bei Kant a priori, also die Bedingung dafür, dass Dinge als Erscheinungen (a posteriori) wahrnehmbar sind. Das Noumenon setzt Kant nun gleich mit dem "Ding an sich" (soweit ich ihn verstanden habe), das zwar existiert, aber nicht erkannt werden kann. Es muss aber, da Kant ja sein Vorhandensein nicht bestreitet, a priori vorhanden sein, genau wie Raum und Zeit. Da es ja ebenfalls Grundlage oder Bedingung dafür ist, dass überhaupt etwas "angeschaut", bzw. mit Hilfe der Verstandes- Kategorien erkannt werden kann. Die Verstandes- Kategorien sind laut Kant ebenfalls a priori. ¿Verdad? Bis dahin ist alles gut.
    Unter diesen Voraussetzungen bekommt man nun aber ein Problem wenn:
    a) man meint, alles was existiert als Phänomen oder Noumenon klassifizieren zu können
    und gleichzeitig meint, dass
    b)die Fomen der Anschauung (Raum und Zeit) unbedingt, also apriori im menschlichen Geist oder "Gemüt" vorhanden sein müssen, ihm also irgendwie "inhärent" sind.
    Entweder muss das "Gemüt" dann eine apriorische Teilmenge der als a posteriori klassifizierten Phänomene sein, oder es ist apriorischer Teil der als unerkennbar klassifizierten Noumena. Letzteres wäre logisch weniger problematisch, wenn man nicht zwingend annehmen müsste, dass auch die Noumena a priorischen Charakter haben.
    Ayay, me parece muy dudoso, que este comentario mio todavía sirve para resolver el problema de la traducción. Me salgo del tema. Disculpa, que escribi todo en aleman, en español no me sale, Kant es muy relacionado con la manera alemana de pensar y odernar las cosas.
    Que tengan una buena semana!



    #12Verfassersoniabeyer (477327) 23 Nov. 09, 13:41
     
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