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Liste der Ergänzungen und Besonderheiten

Grundsätzlich können alle Arten von Satzgliedern Ergänzung in einem Satzbauplan sein. Aus welchen Elementen ein Satzglied bestehen kann und wie ein komplexes Satzglied aufgebaut ist, wird in den Kapiteln über die Satzglieder und den Satzgliedbau beschrieben. In der folgenden Liste sollen nur einige Schwierigkeiten und Besonderheiten bei der Bestimmung der Satzglieder in den Satzbauplänen aufgezeigt werden:

SatzgliedBesonderheit
SubjektPronomen es
AkkusativobjektPronomen es
Reflexivpronomen
DativobjektFreier Dativ
Reflexivpronomen
Genitivobjekt-
Präpositionalobjekt Pronominaladverbien
Adverbialbestimmung Ergänzungen und freie Angaben
PrädikativSatzglied oder Prädikatsteil


Subjekt

Allgemein zum Subjekt siehe Subjekt .

Pronomen es

Schwierigkeiten bei der Bestimmung der Ergänzungen gibt es beim Pronomen es als Subjekt.

Das Pronomen es gilt in den Satzbauplänen als Subjekt,
  • wenn es als Fürwort für ein sächliches Nomen im Nominativ verwendet wird:

    Das Kind heult. Es ist gefallen.
    Ich lese sehr gern Bücher.
    Es (= das Bücherlesen) ist mein Hobby.

    (Siehe es als Fürwort).

  • wenn es formales Subjekt bei unpersönlichen Verben ist:

    Es regnet.
    Es geht mir gut.

    (Siehe es als formales Subjekt)

    Anmerkung: In vielen Grammatiken wird dieses es nicht als Ergänzung gezählt, weil es völlig bedeutungslos ist. Da es sich nach rein formalen Gesichtspunkten wie ein „normales“ Subjekt verhält, gilt es in unseren formalen Satzbauplänen dennoch als Ergänzung. Wenn es nicht als Ergänzung gezählt wird, muss im entsprechenden Satzbauplan die Position des Subjektes weggelassen werden. Die Anzahl der Ergänzungen reduziert sich dadurch um eine Ergänzung.
Das Pronomen es gilt in den Satzbauplänen NICHT als Subjekt,
  • wenn es als Platzhalter für einen Nebensatz oder eine Infinitivkonstruktion verwendet wird. In diesen Fällen gilt das Element, für das es steht, als Subjekt:

    Es ist schön, dass ihr hier seid. = Dass ihr hier seid, ist schön.
    Es freut mich, dich zu sehen = Dich zu sehen freut mich.

    (Siehe es als Platzhalter für einen Nebensatz).

  • Wenn es allgemein oder in subjektlosen Sätzen als Platzhalter im Vorfeld auftritt:

    Es steht ein Schrank im Gang = Ein Schrank steht im Gang.
    Es friert mich = Mich friert.

    (Siehe Platzhalter-es).

Akkusativobjekt

Allgemein zum Akkusativobjekt siehe Akkusativobjekt.

Pronomen es

Wie beim Subjekt gibt es auch beim Akkusativobjekt Schwierigkeiten bei der Zuordnung des Pronomens es.

Das Pronomen es gilt in den Satzbauplänen als Akkusativobjekt,
  • wenn es als Fürwort für ein sächliches Nomen im Akkusativ verwendet wird:

    Das Kind heult. Du solltest es trösten.
    Ich lese gern Bücher. Ich mag
    es (= das Bücherlesen) sehr.

    (Siehe es als Fürwort).

  • wenn es formales Akkusativobjekt ist, obwohl es praktisch bedeutungslos ist:

    Wir haben es eilig.
    Sie haben
    es weit gebracht.

    (Siehe es als formales Objekt)

    Im Übrigen gilt die gleiche Anmerkung wie für es als formales Subjekt. Siehe oben.
Das Pronomen es gilt in den Satzbauplänen NICHT als selbstständiges Akkusativobjekt,
  • wenn es als Platzhalter für einen Nebensatz oder eine Infinitivkonstruktion verwendet wird. In diesen Fällen gilt das Element, für das es steht, als Objekt:

    Ich verstehe (es), dass ihr nicht kommen wollt.
    Wir bedauern (es), Sie enttäuschen zu müssen
    .

    (Siehe es als Platzhalter für einen Nebensatz).
Reflexivpronomen

Das Reflexivpronomen gilt nur bei reflexiv verwendeten Verben als Objekt. Reflexiv verwendete Verben sind Verben, bei denen das Reflexivpronomen durch ein Personalpronomen oder eine Nomengruppe ersetzt werden kann.

Er wäscht sich.sich = Akkusativobjekt
Er wäscht den Wagen.
Er wäscht ihn.

Bei echten reflexiven Verben und reflexiven Verbvarianten ist das Reflexivpronomen kein Objekt, sondern Teil des Prädikats:

Ich ärgere mich über die Preiserhöhung. mich = Prädikatsteil, NICHT Akkusativobjekt.
Er fürchtet sich vor den Dunkelheit.sich = Prädikatsteil, NICHT Akkusativobjekt.

Siehe:
Echte reflexive Verben, reflexive Verbvarianten, reflexiv verwendete Verben
Reflexivpronomen als Teil des Prädikats.


Dativobjekt

Allgemein zum Dativobjekt siehe Dativobjekt.

Freier Dativ

Der sogenannte freie Dativ ist keine Ergänzung, sondern eine freie Angabe. Er erscheint deshalb im Prinzip nicht in den Satzbauplänen:

Der Portier öffnet den Gästen die Tür.
Er hat
seiner Mutter eine teure Vase zerbrochen.

Siehe Freie Angaben.

Reflexivpronomen

Das Reflexivpronomen gilt nur bei reflexiv verwendeten Verben als Objekt. Reflexiv verwendete Verben sind Verben, bei denen das Reflexivpronomen durch ein Personalpronomen oder eine Nomengruppe ersetzt werden kann.

Er widerspricht sich.sich = Dativobjekt
Er widerspricht der Chefin.
Er widerspricht ihr.

Bei echten reflexiven Verben ist das Reflexivpronomen kein Objekt, sondern Teil des Prädikats:

Ich habe mir diese Kenntnisse angeeignet. mir = Prädikatsteil, NICHT Dativobjekt.
Sie bilden sich die Geräusche nur ein.sich = Prädikatsteil, NICHT Dativobjekt.

Siehe:
Echte reflexive Verben, reflexive Verbvarianten, reflexiv verwendete Verben
Reflexivpronomen als Teil des Prädikats.


Genitivobjekt

Allgemein zum Genitivobjekt siehe Genitivobjekt.

Keine Besonderheiten


Präpositionalobjekt

Allgemein zum Präpositionalobjekt siehe Präpositionalobjekt.

Pronominaladverbien

Die Stelle eines Präpositionalobjekts kann in den Satzbauplänen auch durch ein entsprechendes Pronominaladverb eingenommen werden:

Wir warten auf das Ende des Films.
Wir warten
darauf.

Siehe Pronominaladverb.


Adverbialbestimmung

Allgemein zur Adverbialbestimmung siehe Adverbialbestimmung.

Ergänzungen und freie Angaben

Die meisten Adverbialbestimmungen sind freie Angaben und erscheinen als solche nicht in den Satzbauplänen. Nur Adverbialbestimmungen, die vom Prädikat abhängige Ergänzungen sind, werden als Adverbialbestimmungen im Satzbauplan aufgenommen.

Siehe Gebunden Ergänzungen und freie Angaben.


Prädikativ

Allgemein zum Prädikativ siehe Prädikativ.

Prädikative können sowohl als Teil des Prädikats als auch als Satzglieder aufgefasst werden (siehe Prädikative, Teil des Prädikats oder Satzglied). In den Satzbauplänen werden sie deshalb separat aufgeführt. Siehe



 
 
  • Pinyin
     
  • Tastatur
     
  • Sonderzeichen
     
 
 
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