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Die Wortstellung

Die Wortstellung beschreibt, wie die einzelnen Satzglieder (Subjekt, Prädikat, Objekt usw.) in einem Satz angeordnet werden. Wie die Wörter innerhalb der Satzglieder angeordnet werden, ist unter Der Satzgliedbau zu sehen.

Die zentrale Einheit im Satz ist das Prädikat, das immer mindestens aus einer finiten Verbform besteht. Nach der Stellung dieses finiten Verbs können in der Wortstellung drei verschiedene Stellungstypen unterschieden werden:

KernsatzDas finite Verb steht an zweiter Stelle Sie kauft ein Auto.
StirnsatzDas finite Verb steht an erster StelleKauft sie ein Auto?
Spannsatz         Das finite Verb steht an letzter Stelledass sie ein Auto kauft.

Wenn das Prädikat aus mehreren Teilen besteht, bildet es eine sogenannte Satzklammer, die den Satz in verschiedene Stellungsfelder einteilt:

Satzklammer
Vorfeld
(
Mittelfeld
)
Nachfeld
Der Großvater hat seinem Enkel ein Buch geschenkt, das der Kleine sofort las.

Die Stellungsfelder können in unterschiedlicher Weise durch andere Satzglieder besetzt sein.

Im Vorfeld kann jedes beliebige Satzglied stehen. In der Regel steht immer nur ein Satzglied im Vorfeld:

Vorfeld
(
Der Großvater 
hat seinem Enkel das Buch gestern geschenkt.
Seinem Enkel 
hat der Großvater das Buch gestern geschenkt.
Das Buch 
hat der Großvater seinem Enkel gestern geschenkt.
Gestern 
hat der Großvater seinem Enkel das Buch geschenkt. 

Im Nachfeld steht ebenfalls nur ein Satzteil. Die Art der Satzteile, die im Nachfeld stehen können, ist aber beschränkter:

)
Nachfeld
Der Großvater hat seinem Enkel ein Buch 
gegeben, das der Kleine sofort las.
Die Diebe haben in der Nacht
versucht über das Dach einzudringen.
Heute ist der Athlet schneller
geranntals gestern.

Das Mittelfeld kann im Prinzip von einer beliebigen Art und Anzahl von Satzgliedern besetzt sein. Die Reihenfolge der Satzglieder im Mittelfeld ist relativ frei:

(
Mittelfeld
)
Er hat seinem Enkel das Buch gestern geschenkt.
Erhat seinem Enkel gestern das Buch geschenkt.
Erhat das Buch seinem Enkel gesterngeschenkt.
Erhat das Buch gestern seinem Enkelgeschenkt.
Erhat gestern seinem Enkel das Buchgeschenkt.
Erhat gestern das Buch seinem Enkelgeschenkt.

Die Abfolge der Satzglieder im Mittelfeld wird dennoch durch verschiedene, einander zum Teil widersprechende Regeln bestimmt. Neben grammatischen Faktoren spielen auch Faktoren wie die Sprechsituation und die Absicht des Sprechers eine Rolle. Durch das Zusammenspiel dieser Regeln und Faktoren ergeben sich viele verschiedene mögliche Reihenfolgen.

Die Wortstellung wird hier unter den folgenden Gesichtspunkten beschrieben:

StellungstypenWelche Wortstellung in welchen Sätzen?
Stellung des PrädikatsWo steht das Prädikat im Satz?
Satzklammer und StellungsfelderWelches ist die primäre Satzeinteilung?
     VorfeldWelche Satzglieder stehen im Vorfeld?
MittelfeldWie ist die Wortabfolge im Mittelfeld?
NachfeldWelche Satzglieder stehen im Nachfeld?

Anmerkung:

Die Wortstellung ist im Deutschen relativ frei und gleichzeitig sehr komplex, da sie von verschiedenen einander beeinflussenden und zum Teil widersprechenden Kriterien abhängig ist. Die meisten der hier beschriebenen Prinzipien der Wortstellung sind nicht feste Regeln, sondern vielmehr Tendenzen. Die vorliegende Beschreibung kann deshalb nicht vollständig sein. Sie soll nur die wichtigsten Grundregeln und Tendenzen aufzeigen.



 
 
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