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1.2.2.1.1 Das natürliche Geschlecht

 
In der Grammatik des Deutschen ist das natürliche Geschlecht viel weniger wichtig als das grammatische Genus.

Siehe → Natürliches Geschlecht und → Grammatisches Geschlecht Das natürliche Geschlecht spielt im Deutschen nur insofern eine Rolle, als dass es oft mit dem grammatischen Genus übereinstimmt.

1.2.2.1.1.a Personenbezeichnungen

 
Bei Personenbezeichnungen stimmen das natürliche Geschlecht und das grammatische Genus oft überein. Dies gilt insbesondere für Verwandtschafts- und Berufsbezeichnungen:
Beispiele
der Manndie Frau
der Vaterdie Mutter
der Sohndie Tochter
der Onkeldie Tante
der Knechtdie Magd
der Lehrerdie Lehrerin
der Arztdie Ärztin
der Kaufmanndie Kauffrau
Ausnahmen sind zum Beispiel:
das Mädchen, das Fräulein, das Weib, die Wache, das Mannequin

1.2.2.1.1.b Weibliche Berufsbezeichnungen

 
Wegen des Fehlens einer weiblichen Form wurde früher oft die männliche Bezeichnung auch für Frauen verwendet. Im modernen Sprachgebrauch haben sich die weiblichen Formen auf –in (bei Berufsbezeichnungen mit –mann: –frau) durchgesetzt.

Immer häufiger werden auch die männliche und die weibliche Form verwendet, wenn Personen beiden Geschlechts gemeint sind:
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
Nur die Hälfte der 150 Parlamentarier und Parlamentarierinnen waren anwesend.


Die etwas schwerfälligen Doppelformen werden manchmal mit Hilfe von geschlechtsneutralen Ersatzformen vermieden:
die Studierenden der Universität Zürich
Wenden sie sich an eine Fachperson.
An dieser Schule arbeiten 27 Lehrkräfte.


Ebenfalls möglich:
Mitarbeiter/-innen
Mitarbeiter(innen)
Kolleg(inn)en


Die Einklammerung wird allerdings nicht von allen empfohlen, da sie den Eindruck erwecken könne, die eingeklammerten Formen seien weniger wichtig.

Häufig verwendet, aber nach der amtlichen Rechtschreibregelung nicht vorgesehen sind Formen mit Großschreibung im Wortinnern (Binnen-I):
LehrerInnen, TeilnehmerInnen

1.2.2.1.1.c Tierbezeichnungen

 
Bei den Tierbezeichnungen stimmen natürliches Geschlecht und grammatisches Genus manchmal überein. Dies geschieht insbesondere bei Haustieren und einigen anderen „allgemein bekannten“ Tieren:
Beispiele
der Stierdie Kuh
der Hahndie Henne
der Hengstdie Stute
der Bärdie Bärin
der Löwedie Löwin
 
Die Übereinstimmung von natürlichem Geschlecht und grammatischem Genus ist bei den Tierbezeichnungen weniger weit durchgeführt als bei den Personenbezeichnungen:

-> Junge Haustiere sind oft sächlich: das Kalb, das Fohlen, das Lamm, das Küken

-> Bei "bekannteren" Tieren gibt es einige Namen, die sowohl das männliche als auch das weibliche Tier bezeichnen: das Pferd (Stute oder Hengst), das Rind (Kuh oder Stier), das Reh (Ricke oder Bock)

-> Im Allgemeinen wird die gleiche Bezeichnung für männliche und weibliche Tiere gebraucht: die Amsel, die Maus, der Delphin, der Adler, das Schnabeltier, das Wiesel usw.

Hier kann das natürliche Geschlecht wenn nötig durch Männchen und Weibchen ausgedrückt werden: das Delphinmännchen - das Delphinweibchen

In einigen wenigen Fällen sind auch andere Zusammensetzungen gebräuchlich: der Elefantenbulle - die Elefantenkuh
 
 
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LEOs deutsche Grammatik