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1.2.2.1 Das Genus (Das Geschlecht) - Plural: die Genera

 
Das Genus – auch grammatisches Geschlecht genannt – ist fest mit einem Nomen verbunden. Ein Nomen hat immer das gleiche Genus. Dies im Gegensatz zu Numerus und Kasus, die veränderlich sind und in der Flexion durch verschiedene Wortformen ausgedrückt werden können.

1.2.2.1.a Die drei Genera (Genera = Plural von Genus)

 
Das Deutsche kennt drei Genera. Sie werden normalerweise mit dem bestimmten Artikel angegeben:
Lateinischer NameDeutscher NameArtikel
maskulinmännlichder
femininweiblichdie
neutrumsächlichdas
 
Das Geschlecht eines Nomens spielt vor allem im Satz eine Rolle. Wenn ein Nomen mit einem Artikel, einem Adjektiv oder einem Pronomen kombiniert wird, passen sich diese im Allgemeinen in ihrer Form an das Genus des Nomens an:
männlichweiblichsächlich
der Manndie Fraudas Kind
ein dünner Manneine dünne Frauein dünnes Kind
jeder Mannjede Fraujedes Kind
 
Diese Übereinstimmung wird Kongruenz genannt. Siehe dazu:
Kongruenz Adjektiv-Nomen
Kongruenz Artikel-Nomen
Kongruenz Pronomen-Nomen

1.2.2.1.b Natürliches Geschlecht und grammatisches Geschlecht

 
Das Genussystem des Deutschen ist ein formales System: Es richtet sich nicht nach dem natürlichen Geschlecht. Das ergibt sich schon aus der Tatsache, dass alle Nomen ein grammatisches Geschlecht (Genus) haben, obwohl nur Lebewesen überhaupt ein natürliches Geschlecht haben können. Außerdem stimmen das natürliche Geschlecht und das grammatische Genus nicht immer überein: Obwohl das natürliche Geschlecht von Mädchen weiblich ist, ist das Genus sächlich: das Mädchen.
Natürliches Geschlecht
Grammatisches Geschlecht

1.2.2.1.c Welches Genus hat ein Nomen?

 
Da das grammatische Geschlecht (Genus) eines Nomens nur sehr bedingt etwas mit dem natürlichen Geschlecht zu tun hat, ist es sehr oft nicht möglich, das Genus eines Nomens aufgrund der Form oder der Bedeutung vorherzusagen. Für mehr Informationen siehe: → Grammatisches Geschlecht
 
 
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