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Die würde-Formen

Anstelle des Konjunktivs II
Zukunft in der Vergangenheit  


Die würde-Form anstelle des Konjunktivs II

Die würde-Formen (würde + Infinitiv Präsens und würde + Infinitiv Perfekt) können anstelle der Formen des Konjunktivs II Präteritum und Plusquamperfekt verwendet werden:

Konjunktiv II Präteritumwürde + Infinitiv Präsens (einfache würde-Form)
Wenn er richtig suchte, fände er es.Wenn er richtig suchen würde, würde er es finden.
Sie sagten, sie fänden den Weg nicht.Sie sagten, sie würden den Weg nicht finden.
Niemand ist so klug, als dass er alles wüsste.Niemand ist so klug, als dass er alles wissen würde.
Wenn er doch endlich käme!Wenn er doch endlich kommen würde!
 
Konjunktiv II Plusquamperfektwürde + Infinitiv Perfekt (würde-Perfekt)
Wenn er richtig gesucht hätte, hätte er es gefunden.Wenn er richtig gesucht haben würde, würde er es gefunden haben.
Sie sagten, sie hätten den Weg nicht gefunden.Sie sagten, sie würden den Weg nicht gefunden haben.
Niemand war so klug, als dass er alles gewusst hätte.Niemand war so klug, als dass er alles gewusst haben würde.
Wenn er nur etwas früher gekommen wäre!Wenn er nur etwas früher gekommen sein würde!

Die Formen mit würde gehören eher zur gesprochenen Umgangssprache. In der geschriebenen Standardsprache werden die Formen ohne würde bevorzugt. Dies gilt insbesondere für die schwerfälligen Formen des würde-Perfekts (würde + Infinitiv Perfekt).

Die würde-Formen kommen aber auch in der Standardsprache vor:
  • Wenn die Formen des Konjunktivs II und des Indikativs Präteritum identisch sind, werden die würde-Formen bevorzugt:

    Ich würde mich freuen, wenn du mich besuchen würdest.
    statt: Ich freute mich, wenn du mich besuchtest.
    Sie sagten, sie würdenzustimmen.
    statt: Sie sagten, sie stimmten zu.

  • Bei ungebräuchlichen, als altmodisch oder geziert empfundenen Formen unregelmäßiger Verben wird die würde-Form bevorzugt. Hierzu gehören vor allem Formen mit Umlaut wie zum Beispiel:

    klänge, misslänge, stänke, träfe, stäche, schwämme/schwömme, vergösse, flösse, schösse, verlöre, schmölze, führe (fahren), grübe, wüsche, stürbe.

    Wenn der ganze Gletscher schmelzen würde, würde der See überfließen.
    statt: Wenn der ganze Gletscher schmölze, flösse der See über.
    Niemand ist so geschickt, dass er immer ins Schwarze treffen würde.
    statt: Niemand ist so geschickt, dass er immer ins Schwarze träfe.
Für weitere Informationen zur jeweiligen Verwendung der würde-Formen siehe:

Der irreale Bedingungssatz  Wenn er richtig suchen würde, würde er finden.
Die indirekte RedeSie sagten, sie würden den Weg nicht finden.
Der irreale FolgesatzEr ist nicht so gut, dass er immer alles treffen würde.
HauptsatzWenn er doch endlich kommen würde!


Zukunft in der Vergangenheit

Mit den würde-Formen kann Nachzeitigkeit in Bezug auf etwas Vergangenes (Zukunft in der Vergangenheit) ausgedrückt werden. Der mit der würde-Form ausgedrückte Sachverhalt ist vergangen, war aber zu einem gewissen anderen vergangenen Zeitpunkt zukünftig:

Er nahm auf niemand Rücksicht. Das würde er noch bereuen.
Er lernte die Schauspielerin, die später seine Frau werden würde, in Frankreich kennen.

Die gleiche Funktion kann das Modalverb sollen haben.





 
 
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