#1 ist sprachlich sicher besser formuliert, keine Frage.
Aber: In diesem speziellen Fall würde ich ausnahmsweise eher für eine persönliche Formulierung, die auch sprachlich unvollkommen sein darf, plädieren. Das kommt m.E. allemal besser an als eine sprachlich perfekte Standardfloskel aus der Retorte. (That said, das Wort "human" würde ich auch eher nicht verwenden.)
Eine Liste fertiger Floskeln wie in #3 kann man als Steinbruch nutzen, insbesondere für Einleitung oder Ausleitung. Aber sofern man zum Verstorbenen/ dessen Angehörigen mehr als nur eine distanzierte, formale Beziehung hatte, wäre mein Tipp: persönliche Erinnerungen anklingen lassen und in den eigenen, ehrlichen, unvollkommenen Worten schreiben. Je konkreter, desto besser:
"Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir damals den Spaziergang machten und Deine Oma so herzerfrischend lachte."
"Wenn ich an Deine Oma denke, fällt mir immer ihr leckerer Apfelkuchen ein."
"Als ich damals neu in das Dorf zog, fühlte ich mich im Haus Deiner Großeltern sofort willkommen."
Schon mit einer solchen persönlichen Erinnerung - mag sie auch sprachlich unvollkommen formuliert sein - wird sich Deine Trauerkarte für die Trauernden zwischen Hunderten reiner Floskel-Karten positiv hervorheben.