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    benützen

    Comment
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    Mir ist schon klar, dass Leo in München seinen Sitz hat. Aber da ein Wörterbuch und sein Forum neutral sein soll, schlage ich vor, dass man das benützen auf benutzen ändert. Außerdem klingt es in Hamburger Ohren nur schief ;)

    Selbst das Wörterbuch sagt:
    benützen [österr.] [schweiz.] [süddt.]
    AuthorJanno09 Oct 03, 02:52
    Comment
    @Janno:
    Ich weiß ja nicht, welche Wörterbücher du benÜtzt, aber in meinem Duden und in meinem Wahrig steht "benützen" ohne einschränkende Angabe einer Region als gültiges Synonym von "benutzen".

    Wenn es dich sehr schmerzt, dann könnten wir Kili vielleicht vorschlagen, statt "benützen" "verwenden" einzutragen. Ich glaube, das wird in Süd- wie Norddeutschland gleichermaßen verstanden.
    #1AuthorNadja09 Oct 03, 07:16
    Comment
    Dass etwas in Hamburger Ohren schief klingt, hat nichts zu besagen. Am Hamburger Wesen muss nicht die deutsche Sprache genesen. (Es gibt viel mehr süddeutsche, schweizerische und österreichische Ohren als Hamburger!)
    #2AuthorSüddeutscher09 Oct 03, 08:01
    Comment
    Jetzt schlag ich mich aber auf die Seite von Janno:
    ICH kenne es auch nicht und stamme nicht aus Hamburg! Ich wage sogar die Vermutung, daß es generell in Norddeutschland und Hessen so nicht bekannt ist.
    Am Hamburger Wesen muss zwar nicht die deutsche Sprache genesen, aber ich will auch nicht zu süddeutschem Dialekt gezwungen werden. *g*
    benutzen oder verwenden
    sind da bestimmt konfliktfreier.
    #3Authorchriss ti09 Oct 03, 08:18
    Comment
    @Nadja: Den Wahrig hab ich nicht zur Hand. Aber im Duden steht ganz klar "südd., österr. u. schweiz." - was allerdings leicht zu übersehen ist, weil es sich in einer Fußnote verbirgt.
    #4AuthorKorinthenkacker09 Oct 03, 08:31
    Comment
    Also in meinem Rechtschreibduden steht "benützen" als Alternative für "benutzen" mit der Anmerkung "südd., österr., schweiz.". Für mich klingt es auch eher ungewöhnlich und ich würde es vermutlich auch selbst nicht verwenden, aber mich stört das Wort auch nicht - man sollte ja auch nicht päpstlicher als der Papst sein.
    #5Authorskye09 Oct 03, 08:31
    Comment
    wenn mir mal wieder schrecklich langweilig ist, dann werde ich alle Bemuehungen darein setzen, das Lokalkolorit zu bereinigen. Die Erfahrung zeigt, dass dies allerdings noch eine Weile dauern kann ...
    #6AuthorKili (LEO-Team)09 Oct 03, 08:32
    Comment
    @chriss ti: Mit allem Respekt, "benützen" ist NICHT Dialekt.

    "Sie können statt Ihrem eigentlichen Namen einen "Spitznamen" benützen" würde im Dialekt "Ui kotn schdadd uirm echda noma an schbitznoma nemma" oder "Enk kanntn stott enkern echtn Naom an schpitznom nemma" (ich hoffe, das Bairisch war einigermaßen richtig). Benützen sagt kein Bayer und kein Schwabe, wenn er/sie Dialekt spricht.

    Es gibt aber hochdeutsche Wörter, die bevorzugt in Norddeutschland oder bevorzugt in Süddeutschland verwendet werden, z.B. Rahm vs. Sahne. Beides ist astreines Hochdeutsch. Und wenn schon nicht einmal der eindeutig norddeutsch geprägte Wahrig nichts dagegen hat,warum dieser Aufstand?
    #7AuthorNadja09 Oct 03, 08:34
    Comment
    @Kili: mach dir mal deswegen keinen Stress - geh lieber einmal einen Kaffee trinken oder so, wenn dir irgendwann mal ganz schrecklich langweilig sein sollte! :o)
    #8Authorskye09 Oct 03, 08:36
    Comment
    Stimmt, die Fußnote hatte ich glatt übersehen. Alle Deutschschweizer, Baden-Württemberger, Österreicher und Bayern zusammen dürften wohl schon in etwa die Hälfte aller Deutschmuttersprachler ausmachen. Das grenzt ja an Diskriminierung.
    #9AuthorNadja09 Oct 03, 08:38
    Comment
    brrr, immer wieder Norddeutsche mit Arroganz. Es ist nicht so, dass Hochdeutsch ein norddeutscher Dialekt ist. Man denke nur an die Aussprache von -zig in weiten Teilen Deutschlands nördlich des Mains.
    #10AuthorUrs09 Oct 03, 08:47
    Comment
    Nein, diese Deutschsprachigen (Bayern 10 Mill., Ösis 8 Mill, B-W: 10 Mill., 5 Mill. -- zum Vergleich: alleine NRW hat 20 Mill.) sind zusammen immer noch weniger als Hälfte der etwa 120 Millionen Deutschmuttersprachler. Und ob man in Franken und Nordbaden dann auch "benützen" sagt wage ich auch zu bezweifeln. "benützen" kennt man im Norden nicht, würde evtl. denken es ist ein Tippfehler, "benutzen" kennt man zumindest in Bayern neben "benützen", zumindest aus dem Fernsehen.

    Um aber einem Regionalkonflikt zu entgehen würde ich "verwenden" nehmen.
    #11AuthorJan09 Oct 03, 08:52
    Comment
    be|nut|zen (bes. nordd.), be|nüt|zen (bes. südd., österr. u. schweiz.) (Quelle: DUDEN - Deutsches Universalwörterbuch) - ha! Eine "hoch"deutsche Variante scheint es demnach gar nicht zu geben!

    Wir Oesterreicher werden durch die Medien taeglich mit Sahne, Quark, Auberginen, Junge und sonstigen (nord)deutschen Ausdruecken konfrontiert, da werden es die armen Nordlichter doch auch ueberleben, wenn sie einmal ein fuer sie vielleicht nicht ganz so vertrautes Wort lesen!

    #12Authorstefan <at/de>09 Oct 03, 08:55
    Comment
    @nadja+urs: he, was meint Ihr, warum da noch ein *g* für *grins* da steht?
    Was ich ernsthaft sagen wollte, ist, daß mit tatsächlich noch nie benützt begegnet ist, ich es für falsch hielt und es bestimmt vielen anderen Norddeutschen ebenso geht. Deswegen ist vielleicht eine neutrale Wortwahl in so einem Wörterbuch schon sinnvoll (Vertrauensbildende Maßnahme und so).
    Den Satz mit Dialekt habe ich nicht so ernst gemeint, wie er bei Euch vielleich ankam. Nadja, 'schuldigung für den "Dialekt"!
    Kili würde ich auch nicht den Rat geben, das jetzt unbedingt zu beheben, da es m.E. spannender ist, weiter Wörter ins Wörterbuch aufzunehmen, oder eben einen Kaffe zu trinken, denn richtig wichtig finde ich das Wort nicht.
    So, alle Unklarheiten beseitigt? Wieder Friede zwischen Süd- und Norddeutschen?
    #13Authorchriss ti09 Oct 03, 09:02
    Comment
    Korrektur:
    Friede zwischen Süddeutschen, Österreichern, Schweizern und Norddeutschen?
    Sorry, Stefan! Wollte Euch Österreicher nicht vergessen!
    #14Authorchriss ti09 Oct 03, 09:07
    Comment
    @chriss ti: Ich hääte meinen Beitrag auch mit *g* kennzeichnen sollen. Ich sehe das hier IMMER als Spass, sonst würde ich es nicht machen. Wobei ich selbstverständlich fachlich den Anspruch habe, nicht völligen Nonsens zu verkaufen. Ich habe Dir gerade in einem anderen südd.-nordd.-Unterschied geantwortet, bei der umgekehrten Proportionalität - da hast Du mich nämlich dabei ertappt, wie ich eigentlich Anwar ärgern wollte.*ggg*
    #15AuthorUrs09 Oct 03, 09:10
    Comment
    hätte natürlich....
    #16AuthorUrs09 Oct 03, 09:13
    Comment
    "benützen" find ich jetzt wirklich nicht schlimm ... richtig lachen musste ich allerdings neulich mal, als mir unter Linux folgende Fehlermeldung entgegengeworfen wurde:

    "Obacht: Verbindung zum remote Host konnte nicht hergestellt werden"

    ... da ist wohl wirklich ein Bayer mit der Übersetzung beauftragt gewesen ;o)

    siehe auch: http://lists.suse.com/archives/suse-linux/200...
    #17AuthorMarkus <de>09 Oct 03, 09:14
    Comment
    @urs: Klasse, gibt es dafür einen Preis: Ich habe Dir gleichzeitig im anderen Thread geantwortet. Doppelkreuzposting in Gold oder so! Also nix für ungut! *ursanstrahl* *freudaßalleswiederimlot*
    #18Authorchriss ti09 Oct 03, 09:15
    Comment
    @chriss ti: Da hättest Du Dich auch beteiligen können:

    http://www.leo.org/cgi-bin/dict/forum/forum.c...

    Die üblichen Verdächtigen (nordd.-südd.) waren sowieso dabei, zumindest Nadja, wenn ich mich richtig erinnere.

    Doppelkreuzposting *gggg*.

    Jetzt haben wir also den grossen Frieden.*grosseumarmung*

    Nun muss ich aber wieder arbeiten!
    #19AuthorUrs09 Oct 03, 09:25
    Comment
    @chriss ti: Ich nehme das Friedensangebot an, weise aber darauf hin, dass dauerhafter Friede nur moeglich ist, wenn die verschiedenen Seiten zu Kompromissen bereit sind. Gerade von den Nordlichtern wuerde ich mir oft etwas weniger Arroganz und Ignoranz bezuegl. der deutschen Sprache wuenschen. Ganz im Ernst und ohne Spass.
    #20Authorstefan <at/de>09 Oct 03, 09:49
    Comment
    stefan, nicht aufregen ;o) sag dir einfach: Hochdeutsch ist der kleinste gemeinsame Nenner - die Schnittmenge dessen, was übrigbleibt, wenn man allen deutschen Dialekten das wegnimmt, was ihren Charme ausmacht. *schnellwegduck*
    #21AuthorMarkus <de>09 Oct 03, 09:54
    Comment
    @Markus:hast irgendwie schon recht. Muß ich zugeben. Bin in der Nähe von Hannover aufgewachsen, wo man ja angeblich das reinste Hochdeutsch spricht. Und jetzt würde ich schon sagen, daß das ganz schön öd ist, so zu reden. Klaue mir bei irgendwelchen Freunden immer mal so einzelne Dialektbrocken bzw. regionale Ausdrücke, so daß ich meine Umgangssprache damit "aufpeppe".
    @stefan: Man muß - glaube ich - wenn man damit aufwächst, gesagt zu bekommen, daß man "das Richtige", das Hochdeutsch spricht, umlernen, daß das nicht unbedingt stimmt. Es ist EIN Deutsch. (Und ich finde es für wichtige schriftliche Ergüsse auch sinnvoll und gut. Aber nur meine Meinung.) Aber ich sehe bei vielen, die in Norddeutschland bleiben, daß die gar nicht auf die Idee kommen, es könnte eben anders sein. Ich bin auch erst langsam am Lernen. Erst seitdem ich unterschiedliche regionale Varianten kennenlerne samt dem Verständnis, mit dem die Leute sie sprechen.
    #22Authorchriss ti09 Oct 03, 10:09
    Comment
    Schade, dass ich diesen schönen Streit verpaßt habe... Ob ich wohl noch etwas Öl ins fast verglommene Feuer gießen soll? ;-) Nein, nur zwei Anmerkungen.
    @Jan: Auch die Franken benützen benützen.
    @chriss ti: Also diese Mär, dass man im Hannoverschen angeblich so etwas ähnliches wie reines Hochdeutsch spreche, glaube ich immer noch nicht. Wenn es auch nicht für einen anständigen Dialekt reicht, ist das dortige Idiom doch eindeutig und charakteristisch gefärbt.
    #23Authorsyl-de09 Oct 03, 11:29
    Comment
    @syl-de: als ich meinen Beitrag von 9:38 abgeschickt hatte, überfielen mich doch arge Bedenken, ob ich da nicht die Franken hätte separat aufführen müssen. Aber dann wußte ich ja auch wiederum nicht, ob die das sagen, und der Fachmann war abwesend. Seelenqualen! ;-)
    #24AuthorNadja09 Oct 03, 11:42
    Comment
    @syl-de: ja eben, was Dir so charakteristisch vorkommt, ist eben Hochdeutsch. Für Deine Fränkisch gewöhnten Ohren ist das nur ungewohnt. *ggg*
    #25Authorchriss ti09 Oct 03, 11:44
    Comment
    @chrissi: Ich komme auch aus der Nähe von Hannover (Langenhagen) und stimme Dir zwar was die Wörter anbelangt zu, aber langweilig ist es nicht, weil man dadurch gezwungen ist einen Wortwitz zu entwickeln, obgleich der im Süden erfahrungsgemäß nicht verstanden wird, weil man dort nicht auf ihn angewiesen ist. Aber auch ich klaue (österr.: fladere, schriftdeutsch: stehle) gerne in anderen Dialekten.

    Für mich hat Hochdeutsch (besser: Schriftdeutsch) weniger mit der Aussprache als mit den Wörtern zu tun, die man benu(e)tzt (?). ZIB-2- oder MDR-Moderatoren sprechen auch Schriftdeutsch, aber eben mit einer lokalen Verfärbung.

    Und es gibt eben Wörter, die man in der Schrift meiden sollte, weil sie regional zu unterschiedlich verwendet (!) werden. Wenn man Aubergine auch in Österreich versteht, Melanzani aber nur dort, warum sollte man dann Melanzani schreiben, wenn man möglichst viele erreichen will?
    #26AuthorMarianne09 Oct 03, 11:48
    Comment
    @syl-de: tja, wer zu spät kommt, verpasst halt das Beste *ggg*
    #27Authorskye09 Oct 03, 11:54
    Comment
    Jetzt misch' (mische, für unsere norddeutschen Kollegen*g*) ich mich auch noch einmal ein. Was in der Nähe von Hannover gesprochen wird, ist alles andere aber kein Hochdeutsch. Hochdeutsch wird nirgendwo gesprochen, Nachrichtensprecher haben selbst oft ihre liebe Not. In beinahe jeder Tagesschau kann man Fehler entdecken, obwohl die Damen und Herren, so weit ich weiss, wöchentliche Trainings bekommen. Besonders "r"s und "-zig" sind beliebt für falsche Aussprache.

    Dass es so etwas wie Schrifthochdeutsch gibt, wäre mir neu.
    #28AuthorUrs09 Oct 03, 12:12
    Comment
    Und seit wann gehören die Franken nicht zu Bayern?!?!?:-))
    #29AuthorUrs09 Oct 03, 12:14
    Comment
    Lieber Himmel, Urs, weißt Du, was Du da sagst? Oh Gott, oh Gott, oh Gott! Versteckt Dich, ganz schnell! Soll ich Dir die Narben zeigen? Ich habe einmal gewagt, Franken als Nordbayern zu bezeichnen.
    #30AuthorNadja09 Oct 03, 12:33
    Comment
    Bei Franken handelt es sich um ein seelisch dem schwäbisch-badisch-alemannischen Raum zugehöriges Gebiet, das von Bayern okkupiert und verwaltet wird.
    #31AuthorKarsten (FR)09 Oct 03, 12:50
    Comment
    München - Bislang unbestätigten Gerüchten zufolge soll in der Münchner Innenstadt heute gegen 13:30 Uhr ein seltsames Naturereignis stattgefunden haben. Dort, wo seither eine Insel die Isar geteilt hatte ist nun ein großer Kratersee zu sehen. Augenzeugen berichteten von einem Aufschrei aus Richtung der Insel, kurz bevor diese in einer gewaltigen Explosion vernichtet wurde. Der Schrei soll nur teilweise verständlich gewesen sein, jedoch bezeugten mehrere unabhängige Quellen die Worte "Franken" und "Bayern". Auf der Insel befand sich auch das altehrwürdige ............
    #32AuthorSCNR09 Oct 03, 12:55
    Comment
    Hallo,

    please don't forget us foreigners who get confused sometimes with Umlauts :-) I've been told many times that I've written "benutzen/benützen" wrong because I used an Umlaut!!!
    #33AuthorJCS09 Oct 03, 13:02
    Comment
    @SCNR: *gggggggggggggggggggggggggggg*
    #34Authorskye09 Oct 03, 13:11
    Comment
    @SCNR: im wesentlichen korrekte Schilderung, allerdings erst um 14:30 Uhr...;-)
    #35Author*blubb*09 Oct 03, 13:30
    Comment
    @SCNR: LOL
    #36Authornadja09 Oct 03, 13:47
    Comment
    *ggg*
    Ich habe mich vor der Explosion knapp retten können und bin begeistert über die Reaktionen!
    Natürlich wurde Franken okkupiert. Deswegen gehört es ja nun zu Bayern.*schnellwegduck*
    #37AuthorUrs09 Oct 03, 14:46
    Comment
    @Urs: Soweit ich weiss, wird 'ig' im Auslaut 'ich' ausgesprochen, ist doch richtig(ch), oder?
    #38Authormanu09 Oct 03, 14:54
    Comment
    @manu: Ich würde sagen, das ist ein klarer Fall von regionaler Verschiedenheit, bei dem es keine eindeutiges Hochdeutsch gibt.

    -ig
    -ich
    -isch

    je nachdem, wo man sich befindet. Nach Schauspielerdeutsch ist aber wohl -ich die bevorzugte Variante.
    Für mich beginnen die Kopfschmerzen wenn 'sandiger Platz' als "sandicher Platz' ausgesprochen wird. Das wäre für mich dann schon Dialekt. In Wortmitte sollte es immer '-ige-' heißen, oder?
    #39AuthorKarsten (FR)09 Oct 03, 15:47
    Comment
    Da ihr gerade dabei seit, sagt man Chinese denn nun offiziell mit "ch" oder "k" am Anfang?
    #40AuthorDummbatz09 Oct 03, 15:58
    Comment
    Offiziell bin ich hier für 'ch'.
    Ansonsten gilt das gleiche: alles geht:

    Chinese
    Kinese
    Schinese
    #41AuthorKarsten (FR)09 Oct 03, 16:04
    Comment
    Mir hat man folgendes beigebracht: Hochdeutsch orientiert sich zuerst an dem geschriebenen Wort. Und da steht eben -ig. Mir fällt nur auf, dass in der Tagesschau regelmässig entweder neunzig oder neunzich gesagt wird. Eins ist falsch so viel wiess ich sicher und ich denke -ich ist falsch. Ich kann mich da aber auch nochmal schlau machen.
    #42AuthorUrs09 Oct 03, 16:09
    Comment
    Über -ig habe ich mich mal mit einer Sprachwissenschaftlerin unterhalten: -ich ist hochdeutsch, -ik ist Dialekt. Chinese, Chemie und Chile werden vorne mit dem sog. Ich-Laut gesprochen, Rest ist Dialekt.

    Genauso spricht man es übrigens in meiner Heimat Hannover (-:.
    #43AuthorMarianne09 Oct 03, 18:20
    Comment
    @Marianne: Auch wenn ich selbst "zwanzick", "Kina" und "Kemie" sage, stimme ich dir (oder vielmehr deiner Sprachwissenschaftlerin) zu, dass "zwanzich", "Ch-ina" und "Ch-emie" hochdeutsch sind.
    Aber sei mir nicht böse: Dass die Aussprache "Tschile" Dialekt sein soll, halte ich für abenteuerlich. Das ist so, als würde man "Neffjork" und "Borr-deh-aucks" zur Hochsprache erheben und "Njujork" und "Bordoh" gerade mal Mundartstatus zubilligen.

    ...ist Franken denn kein bayrisches Protektorat? *jetztaberganzschnellwegrennundunauffindbarversteck*
    #44Authorrob-by09 Oct 03, 20:58
    Comment
    ... das ist ja das Problem *insunauffindbareversteckruf*
    #45AuthorSCNR,T09 Oct 03, 21:22
    Comment
    Hömma, wenn hier einen von Euch richtich Hochdeutsch kann, dann bin ich dem. Alles watt mehr als zwanzich Killemeter vom Kohlenpott entfernt is, muß erst ma' 'n Sprachkurs mitmachen, wennse im Kohlenpott reinwollen.
    Wir sagen auch nicht: "Du mußt den Hammer benutzen" oder "Du mußt den Hammer benützen". Bei uns heißt datt ganz einfach "Datt muß Du mit den Hammer machen!"

    Bitte ratzefatz im LEO aufnehmen, Kili, du alte Socke!
    #46AuthorWolfman (der getzt im Bett geht)09 Oct 03, 22:54
    Comment
    @Urs

    Anyway, Hamburg rulez and kicks butts! ;P ;P he he
    #47AuthorJanno10 Oct 03, 00:03
    Comment
    @Karsten (FR) Nur im Auslaut wird es zu '-ich', im Wort selbst wäre das selstverständlich falsch.

    Habe mein Buch 'Die Deutsche Aussprache' leider nicht hier, sonst könnte ich nach den Ausnahmen schauen ('König' z.B.. wird glaube ich mit 'ig' ausgesprochen)
    #48Authormanu10 Oct 03, 09:17
    Comment
    @manu: Interessant. Ich wußte nicht, daß es hier auch Ausnahme gibt. Wie ist es denn mit 'Krieg' (ich weiß, das paßt hier nicht ganz). Meine Großmutter pflegte immer 'Kriech' zu sagen, und die hat überhaupt keinen Dialekt gesprochen sondern ziemlich hochdeutsch (lebte in Niedersachsen, Nordhessen und Westfalen).
    #49AuthorKarsten (FR)10 Oct 03, 09:55
    Comment
    Wobei ich das noch nie einsehen konnte, warum man ein im Hochdeutschen mit -ig geschriebenes Wort im besten, reinsten Hochdeutsch -ich sprechen sollte. Ich dachte immer, daß wäre halt die etwas affektierte Bühnensprache. Das schöne am Deutschen ist doch, daß man eigentlich schon alles so spricht, wie es geschrieben wird.
    #50AuthorSelima11 Oct 03, 23:24
    Comment
    @Wolfman: Hömma, eyh, raus aus dein Bette und dich dat angehört:
    Wennze schonnich 'n Hammer benu/ützen willz, mussu dat aba mitt'n MOTTEK mach'n, sonss issat nich wiaklich aussen Kohlenpott!! ;-))))
    #51AuthorPeter <de>12 Oct 03, 13:56
    Comment
    @Selima: Nicht verrückt machen lassen von irgendwelchen (uuups..) Nordlichtern.
    @Janno: *ggg*

    Ich war krank am Freitag (wie so viele), jetzt bin ich wieder da und habe mich um eine Antwort bemüht. Bei den Nachrichtenleuten heisst es: die Endung -ig entweder als -ich oder als -ig. Und dann aber auch konsequent durchziehen, also auch bei König beispielsweise. Das Grundproblem damit ist, dass man nicht so einfach herausfinden kann, wie Luther gesprochen hat, schliesslich ist er lange tot, gilt aber dummerweise als "Hochdeutsch-Gründer". -ig- in der Mitte, wie oben schon gesagt, immer als ig. (sandiche Böden*g*)

    #52AuthorUrs13 Oct 03, 08:34
    Comment
    Aber immerhin wissen wir wie Goethe gesprochen hat... Zumindest hat er "segensreiche" auf "neige" gereimt...

    zum Thema Hoch-/Süd-/Norddeutsch ist dieses Forum ganz interesssant http://www.wer-weiss-was.de/theme197/article8.... Daraus:
    "Seit 1900 haben wir also das Kunstprodukt „Hochdeutsch“ als Grammatik, Wortschatz und Aussprache vorliegen. Dieses Kunstprodukt ist ein durch wissenschaftliche und theoretische Arbeit, im Nachhinein aus der Sprachgeschichte extrahiertes Regelwerk. Und zufälliger- oder niederträchtigerweise - klingt seine regelgerechte Aktualisierung durchs Sprechen fast ganz genauso wie das Deutsch, das man um Hannover herum spricht.
    Konrad Duden kam aus Norddeutschland, daran mag es wohl liegen, dass häufiger die „norddeutschen“ Formen zur Norm erklärt wurden und das Süddeutsche eher etwas zu kurz kam. Ein Beispiel dafür ist, dass im Süddeutschen „setzen“ und „stehen“ im Perfekt mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet werden, was in der Hochsprache als nicht korrekt angesehen wird. Auch die Aussprache von –ig am Wortende als –ich, bei Könich, Honich, Pfennich, herzich billich, etc. für König, Honig, Pfenning, herzig, billig, ist so eine Entscheidung gegen das Süddeutsche, und für das Norddeutsche."
    #53Authorsyl-de13 Oct 03, 09:32
    Comment
    Gesprochen jedoch in Hessisch: neische, neische segensreische ;-)
    #54AuthorSelima13 Oct 03, 09:40
    Comment
    @selima: Ja eben! Wenn Goethe unser Superdeutscher sich Hessisch artikulieren darf, dann dürfen wir doch wohl ein süddeutsches Hochdeutsch benützen!
    #55Authorsyl-de13 Oct 03, 09:51
    Comment
    "Sie müssen Ihre E-Mail-Adresse nicht angeben und können statt Ihrem eigentlichen Namen einen "Spitznamen" benützen."

    Da wir grad dabei sind, mal was Grammatikalisches: Sollte es nicht heißen: "...statt Ihres eigentlichen Namens..."? ;-)
    #56Authoranneli13 Oct 03, 09:54
    Comment
    <offtopic>
    @selima-grrrr: (nur für den fall) habe dir mail geschrieben, dass ich heute *nicht* kann, aber morgen oder übermorgen...
    </offtopic>
    #57Authorsyl-blubber13 Oct 03, 10:43
    Comment
    @syl-de
    Nein dürft ihr nicht! :P *g*
    #58AuthorJanno13 Oct 03, 11:15
    Comment
    @anneli: Das übersteigt meine Fähigkeiten bei weitem (ich bin Techniker), ich würde mich mit Deiner -s Variante aber auch wohler fühlen.

    Und sonst: Bayern (mit dem annektierten Franken*g*) hatte nach dem Krieg etwa 7 Millionen Einwohner. Jetzt sind es über 10. Und das bei einer Geburtenrate, die wirklich keine katholizismuskonforme Verwendung der Pille nahelegt. Wenn das so weitergeht, sind Sachsen, Niedersachsen und ein paar andere Teile Deutschlands bald leergefegt und die Süddeutschen erobern die Mehrheit der übrigens nur etwa 100 Millionen Mutter-Deutschsprachler, von denen jetzt schon 40 in Bayern, BW, Österreich und der Schweiz leben.

    1900 gab es technologisch ein Nord-Süd-Gefälle, auch das kann sich wenden...
    *jetztaberschnellweg*
    #59AuthorUrs13 Oct 03, 11:35
    Comment
    @Urs: vielleicht vergisst du bei denen Zahlenspielchen, dass viele Menschen nach Süddeutschland ziehen (die Gründe dafür seien mal dahingestellt), aber deshalb nicht zwangsläufig Süddeutsche werden oder sind! Das heißt, sie leben zwar in Süddeutschland, aber fallen deshalb nicht notwendigerweise unter die Bezeichnung "Süddeutsche".
    Ich für meinen Teil, bin und bleibe Preußin, auch wenn ich für den Rest meines Lebens in Stuttgart bleiben sollte - eine Süddeutsche wird aus mir nicht. Und auch für die Schwaben bin und bleibe ich eine Nei'gschmeckte. *g*
    #60Authorskye13 Oct 03, 11:42
    Comment
    Streitet euch ruhig weiter, die Weltherrschaft werden sowieso wir Österreicher übernehmen!
    Heute Kalifornien - morgen die ganze Welt! ;o)))
    #61AuthorArnie13 Oct 03, 12:34
    Comment
    Jaja, das kennen wir schon... aus Österreich über München in die Welt.
    #62AuthorUrs13 Oct 03, 12:54
    Comment
    @Arnie
    Ich sag' nur: "ANSCHLUSS" ;)
    #63AuthorJanno13 Oct 03, 12:54
    Comment
    @janno: wessen Anschluß woran? Arnies an den Tropf?
    #64AuthorSelima13 Oct 03, 13:06
    Comment
    @Janno: Fast gleichzeitig, das hab ich ja noch nie geschafft.

    @Selima: Österreichs an die USA vielleicht?
    #65AuthorUrs13 Oct 03, 13:12
    Comment
    Man sollte vielleicht klein anfangen und in Kalifornien erstmal alle Haushalte an ein vernünftiges Stromnetz ANSCHLIESSEN ;-)
    #66AuthorSelima13 Oct 03, 13:16
    Comment
    Ich bin mir sicher, Herr Schwarzenegger wird sich darum kümmern.

    Ich möchte hier mal im Ernst feststellen, dass ich Schwarzenegger nicht mit dem unrühmlichen Polit-Export Österreichs vergleichen möchte. Das wäre Blödsinn.
    #67AuthorUrs13 Oct 03, 13:38
    Comment
    @Urs: Stimmt, bei Arnie weiß wenigstens jeder, daß er Schauspieler ist. Und er hat meines Wissens auch kein eigenes Programm, wie es der andere Östereicher ja schon Jahre vor seinem politischen Erfolg veröffentlicht hatte...

    (Ok, ok, er hat doch ein eigenes Programm: "Hasta la vista, Baby")

    ;-)
    #68Authorwolfson &lt;de&gt;13 Oct 03, 14:08
    Comment
    Morning Smile
    If Governor Schwarzenegger runs for a second term will he announce it by saying, "I'll be back"? Phil Capobianco
    From the Toronto Globe & Mail
    #69AuthorWolfman14 Oct 03, 13:33
    Comment
    @Peter <de>:Hömma, musse schomma entschuldigen. Ich wollte Dich nich eimfach ichnoriern.
    Datt mitteen Mottek ham war früher gesacht. Heute weiß doch keine Sau mehr wattamit gemaint is.
    Un wenn Ihr hier mit diese Sachen wie "Könich" und "wenich" ankommt - ich hatte ma' ne Nachbarin, wenn die gesungen hat, dann ging Dich datt durch Mahk un Fennich (war vore Eurozeit ...). Un außerdem habbich früher Feife geraucht und ab und zu ma'n Kottlett inne Fanne gehauen ... *ggg*
    #70AuthorWolfman14 Oct 03, 13:39
    Comment
    Drei bayrische Worte mit Pf?
    Pfiaß,
    Pfinga
    Pfeiawea.
    #71AuthorUrs14 Oct 03, 13:43
    Comment
    @Urs: *g* heute hatte ich schon die Redewendung "grad mit Pfleiß" geschrieben, verwundert das Wort betrachtet und dann doch lieber das P gestrichen.

    Das Buch mit zwei X kennt man aber in ganz Deutschland?
    #72AuthorSelima14 Oct 03, 13:51
    Comment
    @selima: Buch mit zwei X??
    #73Authorsyl-de14 Oct 03, 14:02
    Comment
    @syl-de: Xanxbuch
    #74AuthorSelima14 Oct 03, 14:04
    Comment
    @Selima: *lol*
    #75Authordie per mail *und* letztem posting übermittelte … 14 Oct 03, 14:06
    Comment
    Aye!
    #76AuthorSelima14 Oct 03, 14:12
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    Und was ist mit den 3 X-en in Xanxvereinsbeitrittsxuch?
    #77Authorsyl-de14 Oct 03, 14:15
    Comment
    Für alle Nordripuarier:
    Wort mit drei P: Hauppossamp (für alle anderen: Hauptpostamt)
    Wort mit drei Z: Azvenzkranz (für alle anderen: Adventskranz)
    Wort mit vier Z: Azvenzkranzkääz (für alle anderen: Adventskranzkerze)
    und dann war da noch der Satz ganz ohne T:
    Lisch un Luff jibb der Jeiss Saff un Kraff, Pungk! (für die Auflösungs gibt's ein Bienchen)


    #78AuthorPeter &lt;de&gt;14 Oct 03, 15:12
    Comment
    Licht und Luft gibt dem Geist Saft und Kraft, Punkt!
    #79AuthorErst mal gucken, wie viel stimmt ...14 Oct 03, 15:15
    Comment
    @Peter: ich glaub, ich darf nicht mitspielen, oder? Auch wenn es bei uns zu Hause immer hieß "das Wort mit 3 (resp. 4) TZ: - Atzventzkrantz(kertze)"
    Genausoschön wie Bratskaatoffeln.
    #80AuthorStef14 Oct 03, 15:18
    Comment
    @Selima: Pfleiß *gggg*
    #81AuthorUrs14 Oct 03, 15:32
    Comment
    @Erst mal...: Volltreffer!
    Bitte um das Handzeichen, oder: Bitte aufstehen und nach vorne kommen!
    Christa (oder wie hieß meine Assistentin noch??!?), bitte das Bienchen!

    @Stef: wieso solltest Du nicht mitspielen dürfen, wo Du doch sogar die Kartoffeln mit dem (wie mein Vater das immer nannte) Marine-Bratskartoffeln-S kennst! Auf jeden Fall ein Fall für den Trostpreis!

    Übrigens: Weiß jemand wie die Bratskartoffeln zu ihrem Namen kamen?
    #82AuthorPeter &lt;de&gt;14 Oct 03, 15:54
    Comment
    *schüchterndiehandheb*
    #83AuthorKathrin14 Oct 03, 16:04
    Comment
    @Kathrin: Ja bitte, nur Mut, es tut ja nicht weh: Das Bienchen hat keinen Stachel, nur eine Anstecknadel, dafür ist es sehr schön gearbeitet!

    Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Mitraten!!

    Darf ich fragen, ob gewisses biographisches Hintergrundwissen vorhanden ist?
    #84AuthorPeter &lt;de&gt;14 Oct 03, 16:17
    Comment
    Also für mich gibt es einen Bedeutungsunterschied zwischen benutzen und benützen, der zwar gering ist, aber dennoch vorhanden. Man könnte ihn etwa so charakterisieren:
    "Benützen" bedeutet eher "verwenden".
    "Benutzen" bedeutet eher "anwenden", aber auch "verwenden".

    "Benützen" mit Umlaut passt eher auf eine laufende, den Verlauf beschreibende Tätigkeit, also das Tun, eine Zeit in Anspruch nehmende Handlung, die abläuft und vor sich geht, ein Entstehen etc.

    "Benutzen" ohne Umlaut passt eher auf Dinge, die bereits vorhanden sind, das Ergebnis beschreibende Tätigkeit, generalisierende Formulierungen usw., wird aber anscheinend oft auch für die Verlaufsform gebraucht.

    Etwa
    Verwendung bei Verlauf("dabei"):
    "ich benütze dabei" - Google-Treffer: 86
    "ich benutze dabei" - Google-Treffer: 103

    Verwendung bei Dingen("dazu"):
    "ich benütze dazu" - Google-Treffer: 17
    "ich benutze dazu" - Google-Treffer: 763

    Das Wort "benutzen" scheint insgesamt mehr verwendet zu werden. Das Wort "benützen" scheint mir sehr deutlich auf eine aktive Tätigkeit hinzudeuten. Ein Beispiel (aus Google):

    "Wer im Flugzeug ein Handy benützt, spielt russisches Roulette." - man könnte dies auch ohne Umlaut sagen, aber mit Umlaut, wie hier, ist für mich der Fokus nochmal verstärkt auf ein aktives Quasseln mit dem Handy gelegt. Es ist ja wohl kein Problem, das Handy im Flugzeug als Unterlage o.ä. zu benutzen, und das ist ja auch nicht gemeint.

    Findet ihr nicht?

    #85AuthorHarald14 Oct 03, 16:18
    Comment
    @Peter: Danke für das Bienchen! "Biographisches Hintergrundwissen" habe ich nicht zu bieten (ich komme ursprünglich aus dem nicht babbelnden Teil Hessens).
    #86AuthorKathrin14 Oct 03, 16:21
    Comment
    Für mich hat Harald gefühlsmäßig irgendwie recht! Muß ich aber nochmal darüber schlafen
    (falls ich heute nacht ein Auge zumache... aber das ist ein anderes Thema;-).
    #87Authorsyl-de14 Oct 03, 18:13
    Comment
    Meine obige Argumentation ist noch verbesserungsfähig.

    1. Man beachte die unterschiedlichen Bildungen 'nutzbar' und 'nützlich'. Die Endungen sind nicht austauschbar, nicht beliebig (nützbar klingt für mich möglich, aber irgendwie schräg)
    Die Endung -bar bedeutet "tragend, bringend" (ahd. beran "tragen, bringen").
    Die Endung -lich bedeutet "die Gestalt habend".

    Dies würde darauf hindeuten, daß benützen mit Umlaut eher auf die intrinsische oder vorgesehene Verwendungsmöglichkeit hinweist, während benutzen ohne Umlaut darüber hinaus auch noch die übrigen Verwendungsmöglichkeiten anzudeuten vermag. Man vergleiche das obige Handy-Beispiel. Das Handy ist zum Quasseln hergestellt worden (=hat die Gestalt, um zu...) - zu diesem Zweck benützt (mit Umlaut) man es. Man kann es aber (darüberhinaus, in nicht vorgesehener Weise) auch dazu benutzen (ohne Umlaut), um einen Nagel in die Wand zu schlagen. Dafür ist das Handy eben auch benutzbar, aber doch nicht nützlich (außer während der Handlung!). Insofern ist also benützen (mit Umlaut) nicht nur eine Verlaufsform, sondern darüberhinaus noch die Form zur Bennennung der spezifische, vorgesehene, 'normale' Verwendungsweise der entsprechenden Sache.
    Andere Beispiele: Einen Hammer benützt man, um einen Nagel in die Wand zu schlagen, nicht aber, um eine Fliege totzuschlagen. Dazu kann man ihn auch benutzen, sicher, aber doch eben nicht: benützen (außer in der ganz konkreten Handlung). Versucht das mal mit anderen Beispielen. Sessel: sitzen / drauf steigen. Bleistift: schreiben / stechen.
    #88AuthorHarald15 Oct 03, 00:49
    Comment
    2. Das Wort 'Nutzen' geht zusammen mit dem älteren (!) Adjektiv 'nütze' etymologisch auf 'genießen' zurück, das wiederum auf eine idg. Wurzel mit der Bedeutung "fangen, ergreifen" zurückgeht. Bei dieser Wurzel (ebenso wie beim Verb 'genießen') handelt es sich ganz klar um eine Verlaufsform. Die Verwendung dessen, was man gefangen oder ergriffen hat, hat sich (zwangsläufig) erst später entwickelt, offenbar gemeinsam mit der Vokalverschiebung zum 'u'. Also auch insofern ist 'benützen' eher eine Verlaufsform als 'benutzen'.

    Konklusion: Es ist klar, daß es zwischen 'benützen' und 'benutzen' einen Bedeutungsunterschied gab bzw. noch gibt. Ist es wirklich möglich, daß dieser Bedeutungsunterschied in Norddeutschland untergegangen ist? Ist er dort nicht mehr fühlbar? Bläßt der Wind wirklich so kalt? Das kann ich mir nicht vorstellen. Was sagt ihr Nordlichter dazu? Tief unter eurer Günsehaut - was spürt ihr da? ;-)
    Vielleicht ist es mir nicht gelungen, den Bedeutungsunterschied, wie ich ihn empfinde und wie ich mir nun darüber Klarheit verschafft habe, wirklich zu 100% herauszustellen, aber für mich ist er eindeutig vorhanden (Ich bin 21 Jahre in Hessen aufgewachsen, habe 7 Jahre in Bremen und bis jetzt 7 Jahr in Köln gelebt). Weil ich ein (vorrangig wirtschaftswissenschaftliches) Buch schreibe, in dem ich in einem wichtigen Kapitel absichtlich 'benützen' statt 'benutzen' verwenden wollte, wäre ich an ehrlichen Antworten, insbesondere aus Norddeutschland, sehr interessiert, denn es soll natürlich auch in Norddeutschland verstanden werden...

    Und darüber hinaus (schließlich sind wir bei Leo), wie würde man - in meinem Sinne treffend - benützen, und wie benutzen ins Englische übersetzen?
    #89AuthorHarald15 Oct 03, 00:49
    Comment
    @Harald: nachdem ich gründlich drüber geschlafen habe (und zwar nicht schlecht;-), kann ich Dir nur absolut Recht geben. Es würde mich auch interessieren, was die nördlichen Deutschen dazu meinen.
    #90AuthorSelima15 Oct 03, 06:45
    Comment
    So sehr ich Haralds Argumente verstehe und auch akzeptiere (über die Sache mit nutzbar und nützlich habe ich mir beispielsweise noch nie so wirklich Gedanken gemacht), aber für mich gibt es in der Verwendung keinen Unterschied. Ich kenne und gebrauche nur benutzen und habe benützen hier in Süddeutschland überhaupt erst kennen gelernt (ebenso wie z.B. du frägst, aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte). Vielleicht ist ja dieser Bedeutungsunterschied mit der Zeit im Norden verlustig gegangen, ist ja nicht auszuschließen. Sprache ist ja schließlich einem ständigen Wandel unterzogen.
    Und jetzt bin ich auch mal gespannt, welche Rückmeldungen diesbezüglich noch kommen.
    #91Authorskye15 Oct 03, 07:54
    Comment
    @Harald: nach unruhiger Nacht gebe ich dir völlig recht. Vielen Dank für deine ausführlichen und aufschlußreichen Überlegungen.
    #92Authorsyl-de15 Oct 03, 10:09
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    @Harald: Zu Deiner Frage 'Ist es wirklich möglich, daß dieser Bedeutungsunterschied in Norddeutschland untergegangen ist?' kann ich nur sagen das ich ihn nicht kenne/ kannte. Deine Erklärung macht durchaus Sinn, aber bevor ich diese Diskussion gelesen hatte war mir nicht einmal klar, daß man in Süddeutschland "benützen" sagt. Ich hätte es schlicht und einfach als Druckfehler abgetan und mir weiter keine Gedanken darüber gemacht. Dabei zähle ich mich nicht gerade zu den Norddeutschen (lebe jetzt in Berlin, geboren und aufgewachsen bin ich in Sachsen).
    #93AuthorLeah22 Oct 03, 13:03
    Comment
    An Ole: Oiso wenns es sunst koane Probleme habts, dann gfreits me wirkle fir eng. Fois des iatz ned verstehts, is ma a wurscht, weil des is eh grod für Insider. Wenn i ab und zu do nei schau, lest ma owei des gschaftlad Boflad vo söchane Studis und Möchte-gern-Fuzzis, dass ma echt kotzen kannt. Des hod scha lang amoi gsogt ghört. Kinnts me iatzt ruhig agreifa wega meiner Sproch, erstens tangiert me des grod perifär und zwoatens han de dann grod neidisch. Hawedere
    #94AuthorDads gern wissen, gö !22 Oct 03, 14:33
    Comment
    Oiso i war des need, need dassds moands iaz draada durch, da rob-by :-)
    #95Authorrob-by22 Oct 03, 14:42
    Comment
    Na guat, dawischt, i wars doch *voigschameinbomeinschau*
    #96Authorrob-by22 Oct 03, 14:45
    Comment
    @rob-by: und für Möchte-Gern-Fuzzi gibt's keine bayerische Aussprache?
    #97Authorskye22 Oct 03, 14:48
    Comment
    @skye: Na, absolut ned. Geh, es kemmts o do gor ned mit, wias laft af da wöd.
    #98Authorrob-by22 Oct 03, 14:52
    Comment
    Nur für den Fall, dass es jemand nicht merkt: Wed Oct 22 15:33:12 2003, Wed Oct 22 15:45:56 2003 und Wed Oct 22 15:52:15 2003 sind eindeutig -at und nicht -by und daher *nicht* von mir!

    #99Authorrob-by (der echte)22 Oct 03, 15:03
    Comment
    @rob-by (der echte): kam mir gleich etwas Spanisch vor! Und wer ist eigentlich Ole? *g*
    #100Authorskye22 Oct 03, 15:11
    Comment
    Ich hatte Robby auch als Münchner und nicht als Tirol-Wien-Mischling in Erinnerung. Und wer wars nachad? i ned. Ich komme auch aus München. Stefan?
    #101AuthorUrs22 Oct 03, 15:24
    Comment
    Tschuldung: selbstredend rob-by.
    #102AuthorUrs, zerknirscht22 Oct 03, 15:28
    Comment
    @Urs: Passt schon, hab ja gewusst, dass du mich meinst. Also hör auf, zerknirscht zu sein... Stefan? Nie im Leben, der macht sowas nicht.
    #103Authorrob-by22 Oct 03, 15:44
    Comment
    @Urs: ne, stefan auch nicht. Da bin ich mir ganz sicher.
    Ein Troll ist ein Troll ist ein Troll ist ein Troll.
    #104Authorskye22 Oct 03, 15:50
    Comment
    Gu Moang, mei hads es Nullchecker, i bi absolut by und af koan foi at ! Des is o fast a Beleidigung. Es redn hoit ned ole des gepflegt Münchner-Bayrisch. I steh zu meim urigen Dialekt. Und iatzt hoits mi nimmer länger af. Servus mitanand und nix für unguat *g*.
    #105AuthorHoloridi23 Oct 03, 07:52
    Comment
    Holoridi: Deutlich Ostbayern (ös, hand, söchane) und nicht immer ganz korrekt. Seinen Dialekt sollte man wenigstens schreiben können.
    #106AuthorSelima23 Oct 03, 07:55
    Comment
    Selima, du Gscheidhaferl, des muast scho mir überlossen, wia i mein Dialekt schreib ! Schau da liaba söba zua. Mit mir is des Forum do doch erst richte interessant worn, oder warum schauts es do nu ole eina ?
    #107Author.23 Oct 03, 07:59
    Comment
    Echt? In Ostbayern spricht man 'überlossen'. Sehr interessant!
    #108AuthorSelima23 Oct 03, 08:11
    Comment
    Wennst as genau wissn mechst, dann iwalossn, owa wer woas ob mi dann no ebba vasteht. Und wer hod denn gsogt, dass des ostboarisch sa soid. Des warst ja woi du und sunst koaner.
    #109Author.23 Oct 03, 09:09
    Comment
    @Harald (und alle diejenigen, die Nicht-Deutsch-Muttersprachler sind): Auch bei uns im Norden bläst der Wind, weil er nun mal nicht bla*ß*en kann. ;-)

    Der Bedeutungsunterschied ist wohl wirklich ein wenig verlorengegangen... :-(
    #110AuthorAngela14 Jan 04, 12:09
    Comment
    ich bin hamburger. mich kratzt es nicht, ob eine/r benutzt oder benützt schreibt.

    wer sich daran aufhängt, hat selber schuld.
    #111Authorhein mück 14 Jan 04, 12:54
    Comment
    Noch ein Statement eines Norddeutschen:

    nutzen transitiv: "Nutze die Gunst der Stunde!"
    nützen intransitiv: "Was nützt mir das?"

    benutzen: ebenfalls transitiv: "Benutzername", "Benutzungsgebühr".
    benützen: inexistent. (Eventuell noch als Jargon, absichtlich eingefärbt, um "Schmutzigkeit" zu suggerieren: "Sie fühlt sich von ihm benützt." "Benützen" klingt für mich nach Igittigitt.)
    #112AuthorNikolas14 Jan 04, 21:05
    Comment
    Ergänzung:

    Die Versuchung, "benützen" statt "benutzen" zu sagen, erklärt sich daraus, dass es grundsätzlich beide Stämme ("nützen"/"nutzen") gibt, und dass bei fast allen vergleichbaren Wortpaaren ("fallen"/"fällen", "trinken"/"tränken ...) die Umlautform die transitive ist. Im Fall von "nützen"/"nutzen" ist die Aufteilung aber andersherum und der Instinkt, Umlaut mit Transitivität zu assoziieren, irreführend.
    #113AuthorNikolas14 Jan 04, 21:45
    Comment
    @Nikolas: "benützen: inexistent".

    Einspruch, Euer Ehren! Laut Duden heißt es "benutzen oder benützen", wobei zu "benützen" noch die Fußnote gilt: "Süddeutsch, österreichisch und schweizerisch meist so".

    Da die Hochdeutsche Sprache (im Gegensatz zum Niederdeutschen) aus dem Mitteldeutschen und dem in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz gesprochenen Oberdeutschen entstanden ist, haben oberdeutsche Sprachgewohnheiten in ihr Heimatrecht und können nicht einfach nach norddeutschem Belieben für "nichtexistent" erklärt werden. (Oder soll gelten: "Was ich nicht kenne, das gibt es nicht!"?)

    #114AuthorPaul M.14 Jan 04, 21:47
    Comment
    Hmmmm, gibt es hier eigentlich keine Germanistinnen und Germanisten? Mit zu den ersten Dingen im Studium, die ich "gelernt" habe, zählen zwei Dinge:

    1. Die Aussprache des Deutschen ist seit Siebs offiziell (im Gegensatz zur Schreibung, die ist es erst seit der Rechtschreibreform) festgelegt. So wird das auslautende -ig -ich gesprochen, -ei- immer als -ei- und nie getrennt ("beinhalten" und "kreieren" sind deshalb keine deutschen Worte;-) und das Ch- am Anfang wie ein "Ch-" und nicht wie ein "K".

    2. Das "Hochdeutsche" ist im süddeutschen Raum entstanden. Das "Hoch" leitet sich nämlich von der Topographie (im Süden ist es halt bergiger als im Norden) ab, nicht von der Sprachebene. Der Begriff ist aus dem Mittelhochdeutschen entstanden....und damals waren die Literaturhochburgen im Süden.
    #115AuthorKatrin15 Jan 04, 12:06
    Comment
    @Katrin: Wie liest man dann "Kasein" oder "Kodein"? Etwa 'kasain' und 'kodain'? Oder sind das auch keine deutschen Wörter?

    Übrigens war die deutsche Rechtschreibung schon vor der sog. 'Rechtschreibreform' festgelegt (im Duden nämlich).
    #116AuthorKatrin15 Jan 04, 12:20
    Comment
    @Katrin: Wie liest man dann "Kasein" oder "Kodein"? Etwa 'kasain' und 'kodain'? Oder sind das auch keine deutschen Wörter?

    Übrigens war die deutsche Rechtschreibung schon vor der sog. 'Rechtschreibreform' festgelegt (im Duden nämlich).
    #117AuthorN.N. (sorry, habe mich beim letzten Posting vert… 15 Jan 04, 12:22
    Comment
    Welch schöner Diskussionsfaden.

    @N.N. alias Katrin: *ggg*

    @Katrin: Ccchhhlohr.

    So einfach ist das alles nicht. Und das mit dem -ig ist sowieso so eine Sache.
    #118AuthorUrs15 Jan 04, 12:41
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    SCNR: "beinhalten"' und "kreieren" sind tatsächlich keine deutschen Worte, sondern deutsche Wörter ;-)
    #119AuthorSelima15 Jan 04, 14:17
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    Sorry to have missed out on this stimulating discussion earlier. Just one more word from a foreigner trying to learn and improve her German. I would have been totally at sea if there had been no "hochdeutsch". I can't imagine trying to master the German spoken in Bayern, Hessen to name just two..and all others all at once.For us, hochdeutsch simply represents a single German language to learn as such. When (and if?) we master it sufficiently, only then would we probably be courageous enough, and be in a position to delve into the many forms of the language existing in Germany, and learn to appreciate their charm, flavour and beauty. This case is just like our Hindi in India. The Hindi spoken in Lucknow (North India) is very different from that spoken in Hyderabad (South India) or that spoken in Mumbai (Western India). But in school, we all learn a common Hindi which is not quite like any of those mentioned. A living language has these dynamics I believe, and we cannot judge that one is better or more correct than the other in MHO.
    #120AuthorReshma16 Jan 04, 06:26
    Comment
    @Reshma: Keine Sorge, wir diskutieren hier hauptsächlich über Kleinigkeiten bei der Aussprache. Das sind Feinheiten, derer sich wahrscheinlich 2/3 der Deutschen nicht einmal bewusst sind. Und benutzen/benützen ist nicht wirklich schlimm, wenn beides richtig ist, oder?
    #121AuthorUrs16 Jan 04, 09:30
    Comment
    @N.N. und Selima: In >Kasein< und >Kodein> liest man >e< und >i< getrennt und das sind glasklar Fremdwörter oder auch Fremdworte....diese beiden Plurali existieren nämlich gleichberechtigt nebeneinander, Selima, wie >benutzen< und >benützen< oder >Generale< und >Generäle<. Es gibt übrigens noch ziemlich viele andere Beispiele für Rechtschreibfragen, bei denen es keine eindeutige Antwort, sondern zwei richtige Varianten gibt.

    Und Urs: Das mit dem >-ig< ist wirklich eindeutig geregelt und nicht "so eine Sache".

    Und der Duden war schon immer "nur" ein Buch und vor der so genannten Rechtschreibreform in keinster Weise verbindlich (auch wenn dieses Gerücht, insbesondere von Lehrern, gerne verbreitet wurde;-).
    #122AuthorKatrin16 Jan 04, 10:36
    Comment
    @Katrin: In Süddeutschland hört man ewig, ledig, König und niemand sagt ewich, ledich und Könich. Wir haben das Recht, diese WÖRTER so zu sprechen, und es bleibt richtiges Deutsch.

    Worte und Wörter sind NICHT gleichbedeutend. Siehe:
    http://courses.nus.edu.sg/course/e-daf/cir/la3203 gr/Thema 1 Wiederholung/hotpot-Wortwahl-wortc.htm
    #123AuthorSelima16 Jan 04, 10:53
    Comment
    @Katrin: Meines Wissens gibt es keine verbindlichen Regelungen für die Aussprache der deutschen Sprache. Es gibt da nur die "Deutsche Hochsprache" und der Inhalt dieser Zusammenstellung ist nicht bindend. Von einer einduetigen Regelung kann keine Rede sein. Jeder Versuch, das historisch untermauert festzulegen, scheitert schon von Beginn an an dem Problem, dass keiner so genau weiss, wie Luther denn nun wirklich gesprochen hat.

    Übrigens ist sprachgeographisch alles Hochdeutsch, was südlich einer Trennlinie (Aachen, Düsseldorf, Kassel, Magdeburg und Berlin) gesprochen wird (zweite Lautverschiebung). In Hannover und Niedersachsen wird Niederdeutsch gesprochen.

    #124AuthorUrs16 Jan 04, 11:00
    Comment


    Selima? Das ist doch ein Forum, bei dem wir uns gegenseitig unser Fachwissen zur Verfügung stellen, oder? Also, ich bin etwas verwirrt....
    #125AuthorKatrin16 Jan 04, 11:05
    Comment
    @Katrin: was verwirrt dich denn?
    #126AuthorSelima16 Jan 04, 11:07
    Comment
    Also, ich habe lediglich ein paar Dinge wiedergegeben, die ich schon im Grundseminar "Einführung in die deutsche Philologie" erfahren habe bzw. in der "Einführung in die Phonetik". Das sind keine Meinungsäußerungen oder so und da verwirrt es mich schon, wenn es einfach abgelehnt wird. Du kannst gerne weiter so sprechen, wie Du magst, aber "richtig" ist es dann halt nicht.

    Und, Urs, es gibt sie tatsächlich, die verbindliche Regelung. Da gab es die "Deutsche Bühnenlautung" von einem Herrn Siebs. Bei Gelegenheit krame ich germe mal in meinen Studienunterlagen danach....
    #127AuthorKatrin16 Jan 04, 11:23
    Comment
    Was heißt denn in diesem Zusammenhang verbindlich? Wer legt es fest und wie wird es sanktioniert?
    #128AuthorSelima16 Jan 04, 11:25
    Comment
    @Katrin: Du schreibst: "der Duden war schon immer 'nur' ein Buch und vor der so genannten Rechtschreibreform in keinster Weise verbindlich." Das stimmt einfach nicht! Die staatliche Rechtschreibkonferenz von 1901 machte Dudens "Orthographisches Wörterbuch" zur Grundlage der Einheitsschreibung; 1902 wurden die darin niedergelegten Regeln durch Bundesratsbeschluß als für alle Bundesstaaten verbindlich erklärt. Diese Verbindlichkeit der im Duden enthaltenen Schreibweisen wurde durch Beschluß der Kultusministerkonferenz vom 18./19.11. 1955 bestätigt und erst durch die sogenannte Rechtschreibreform aufgehoben.

    Die Plurale (nicht Plurali!) "Worte" und "Wörter" mögen gleichberechtigt nebeneinander stehen, aber sie sind nicht gleichbedeutend. "Seine Worte haben mich überzeugt!" kann man nicht gleichsetzen mit "Seine Wörter haben mich überzeugt!" (Näheres dazu siehe Duden, 22. Auflage, Wort/Worte/Wörter).
    #129AuthoryrbyD16 Jan 04, 11:33
    Comment
    1955: Zur Wahrung einer einheitlichen deutschen Rechtschreibung erklärt die westdeutsche Kultusministerkonferenz (KMK) »in Zweifelsfällen ... die im Duden gebrauchten Schreibweisen und Regeln« für vorläufig (nämlich bis zu einer amtlichen Neuregelung) verbindlich.

    Die Rechtschreibreform wurde nicht zuletzt deswegen auf den Weg gebracht, weil es keine wirklich verbindliche Regelung gab. Frag das IDS in Mannheim.
    #130AuthorKatrin16 Jan 04, 11:44
    Comment
    @Katrin: Du gibst also zu, daß der Duden nicht nur irgendein Buch darstellte, sondern daß seine Schreibweisen von 1902 bis zur sog. Rechtschreibreform verbindlich waren. Danke!
    #131AuthoryrbyD16 Jan 04, 11:58
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    Zugeben? Seufz....das könnte man bei einer geäußerten Meinung, aber um so etwas geht es hier nicht....es gab da übrigens das kleine Wort "vorläufig"...
    #132AuthorKatrin16 Jan 04, 12:20
    Comment
    Österreichisches Wörterbuch, 36. Auflage (1985), Österreichischer Bundesverlag Wien, S. 100 (im Kapitel "Aussprache und Betonung"):

    Ein b, d, g vor einem stimmlosen Konsonanten oder am Wortende wird immer stimmlos, also wie p, t, k gesprochen.Ž

    Wenn an deutschen Unis gelehrt wird, das "Könich" etc. die alleinig richtige Aussprache ist, dann ist das also schlicht und ergreifend falsch!!! Zumindest in Österreich heißt es "König".
    #133AuthorHannes (at)24 Mar 04, 17:33
    Comment
    Bin auch dafür, dass das in "benutzten" umgeändert wird, denke mir, dass "benutzen" wetiaus häufiger vorkommt, was google auch eindeutig bestätigt (2.620.000:142.000)
    #134AuthorDavid24 Mar 04, 20:37
    Comment
    weitaus*
    #135AuthorDavid24 Mar 04, 20:38
    Comment
    @David: schön, dass wir das jetzt auch wissen. Es gab da allerdings in den 133 vorherigen Postings einige gute Argumente die über die Googlesche Erbsenhäufigkeit hinausgingen. Aber warum darauf eingehen...?
    #136AuthorPA24 Mar 04, 21:30
    Comment
    Schön, dass du jetzt einen grundlos unhöflichen Kommentar abgegeben hast. Es gab da allerdings die Möglichkeit zu bedenken, dass ich nicht alles gelesen habe. Aber warum einen konstruktiven Kommentar abgeben...?

    Ich hab nach google gesucht und folgende Posts auch gelesen, nichts gesehen, also zeig schon was du meinst.
    #137AuthorDavid24 Mar 04, 22:21
    Comment
    Wenn du hingegen keine Kommentare zu den google-Ergebnissen meinst, hat dein Beitrag keinen Sinn, weil google-Ergebnisse hier durchaus eine Rolle spielen, und wenn du nochmal genauer liest, entdeckst auch noch was anderes in meinem Post
    #138AuthorDavid24 Mar 04, 22:23
    Comment
    @Süddeutscher
    "(Es gibt viel mehr süddeutsche, schweizerische und österreichische Ohren als Hamburger!)"

    und es gibt noch mehr Ausländer auf der ganzen Welt . Es macht dann keinen Unterschied, denn alles klingt sowieso furchtbar.
    #139Author.25 Mar 04, 08:26
    Comment
    Mensch, leude. Warum denn so aggri?

    Lasst es doch einfach zu "verwenden" wechseln. Und fertig ist die Chose :)

    Mein Thread-Start war halb Witz und halb Ernst.
    #140AuthorJanno25 Mar 04, 08:43
    Comment
    @Janno: Tja, es gibt eben auch humorlose Menschen.

    #141AuthorUrs25 Mar 04, 09:43
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    Ich bleibe dabei: es ist keineswegs gleichgültig, ob man verwenden benutzt, benützen verwendt oder benutzen benützt.
    *g*
    #142AuthorHarald25 Mar 04, 10:58
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    Vorschlag zur Güte:

    "... und können statt Ihres eigentlichen Namens einen "Spitznamen" einsetzen.

    ;-))

    Viel schlimmer klingt für mich der Dativ nach statt.
    #143AuthorSüddeutscher mit großer Sympathie für Norddeutsc… 25 Mar 04, 11:15
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    Immer wieder dieser David...............
    #144Author...........25 Mar 04, 13:51
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    Na David?? Noch nicht aus der Schule wieder da??
    #145AuthorEkelpaket25 Mar 04, 15:23
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    @David: Bitte verwechsele (ironische) Kritik nicht mit Unhöflichkeit. Ich bin der Meinung, dass ich dir stets höflich gegenübergetreten bin.
    #146AuthorPA26 Mar 04, 12:37
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    David ist aber mein Liebling hier . Er ist so immer so höflich und nett.
    #147AuthorNN26 Mar 04, 15:10
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    @PA: Die Kritik war aber nicht sehr höflich verpackt ;)

    @NN: Ernsthaft? Ironie? Sorry, keine Ahnung :o)
    #148AuthorDavid26 Mar 04, 15:46
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    Möchte nur anmerken (der Vollständigkeit halber), daß ich mit NN nicht identisch bin.
    #149AuthorN.N. (aka Norman Neal)26 Mar 04, 17:41
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    Da fände ich doch viel wichtiger, dass auf der ganzen Seite endlich die Plural-S entfernt werden.

    LEO's Sitemap, LEO's Bar... mit gutŽem Bei'spiel vor'an.
    #150AuthorH-Trainer28 Mar 04, 20:38
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    Das ist kein Plural-S
    #151AuthorDavid28 Mar 04, 21:44
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    unglaublich
    #152AuthorFrank HKT28 Apr 06, 19:19
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    Janno schrieb: <<Außerdem klingt es in Hamburger Ohren nur schief ;) >>

    Mit der zukünftigen Einführung einer Personalisierung kann man vielleicht auch Plattdüütsch als Sprache angeben.

    Anne Alster, anne Elbe, anne Bill'
    doa kann jeden eenen moken, wat he will

    #153AuthorMike E.29 Apr 06, 00:40
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    Also ich könnte mit "benutzen" sehr gut leben. In meinen ostösterreichischen Ohren klingt es überhaupt nicht "schief", sondern ziemlich gleichwertig mit "benützen" - ähnlich wie die Aussprachevarianten Mótor und Motór. Wenn das die anderen "Südländer" auch so sehen und Prestigedenken und regionales Lobbying beiseite lassen, könnte man damit alle Beteiligten zufriedenstellen. Ein überregionaler gemeinsamer Nenner ist ja keine Selbstverständlichkeit: bei Kneipe - Beisl - Beiz - Spunten - Pinte - Krug hat man z.B. keine Chance, man muss sich für eine der Regionalvarianten entscheiden.

    Interessant ist, dass ich zwar "benützen" als normal empfinde, nicht aber das Hauptwort "die Benützer". Hier ziehe ich eindeutig "Benutzer" vor. Keine Ahnung, woran das liegt.
    #154AuthorAndi (AT)29 Apr 06, 01:41
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    ist zwar kein plural-s, trotzdem gehört kein apostroph rein, oder? ist ein normaler genitiv. wie neulich bei wwm sehr schön erklärt.
    #155AuthorsTos30 Apr 06, 22:07
     
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