| Comment | @Breka: Mir scheint, du bist in einer ähnlichen Lage wie ich vor zwei Jahren. Ich habe 13 Jahre lang als Übersetzerin in einer Firma gearbeitet und bin dann "betriebsbedingt" gekündigt worden. Kaum hatte ich die Kündigung, hat man mich schon gefragt ob ich auch bereit wäre, von zuhause aus für sie zu arbeiten. Ich habe den Job nicht verloren, weil es keine Arbeit gab, sondern weil eben was nur geht ausgelagert wird, um Geld zu sparen. Ich habe mich dann hingesetzt und eine "Kalkulation" gemacht, also genau aufgeschrieben, mit welchen Kosten ich rechnen muss (Versicherung, Steuern, Telefongebühren, Hardware, Software, Bürobedarf, aber auch Arbeitszimmer, Heizung, Strom...). Denn als ich noch fest angestellt war, musste mein Arbeitgeben diese Kosten für mich übernehmen - und genau um diese Kosten zu sparen wurde ich auch entlassen. Aber es gibt sie halt noch immer und wenn du für die Firma arbeitest, sollte sie auch nicht nur deine Arbeitszeit, sondern auch allen anderen Aufwand bezahlen - sie lässt sich das von ihren Kunden schließlich auch bezahlen, sonst wäre sie schon längst bankrott. Außerdem ist eine freiberufliche Mitarbeiterin, die wirklich nur bei Bedarf arbeitet allemal billiger für die Firma als eine fest angestellte.
Mein Tipp für die Verhandlungen ist also, gut vorbereit hinein zu gehen, denn wenn es läuft wie bei mir, versucht man dich über den Tisch zu ziehen falls du nicht mit guten Argumenten kommst. Und die Krönung: Mir wurde gesagt, dass ich natürlich nicht so viel verlangen kann wie ein Mann. Da muss frau dann eben mit einem Mona-Lisa-Lächeln freundlich darauf hinweisen, dass sie schließlich auch eine qualifizierte Arbeit liefert. Nach harten Verhandlungen habe ich eine Stundensatz von 50 Euro mit meiner früheren Firma vereinbart - und ich finde nicht, dass das viel ist, denn ich weiß, dass für fest angestellte Mitarbeiter intern mit einem weit höheren Stundensatz gerechnet wird. Viel Glück! |
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