| Comment | @ sunshine
Meine Lehrer haben gewohnheitsmäßig so langsam und deutlich gesprochen, dass ich da keine Probleme hatte.
Genau darin sehe ich aber das Hauptproblem. Hätten deine Lehrer "normales" Englisch gesprochen, also nicht extra langsam und extra deutlich, hättest du dich an diese Aussprache gewöhnt und dem Problem des schlecht Verstehens von Muttersprachlern, wenn sie "Hochenglisch" sprechen, wären damit von vorneherein entgegengewirkt. Ich glaube nicht, dass den Schülern etwas Gutes getan wird, indem im Unterricht langsam, deutlich und damit im Grunde genommen aber falsch gesprochen wird.
Auch ich komme heute noch auf Sachen drauf, die unser Lehrer damals wirklich falsch unterrichtet hat (was Grammatik betrifft). Bei der Aussprache habe ich das Glück sehr gut nach dem Gehör lernen zu können und dadurch tatsächlich von Filemn etc. zu lernen und dies übernehmen zu können, ohne groß darüber nachzudenken, wie ich Wörter, die mir schon öfter untergekommen sind, aussprechen muss. Und ich denke, dass ist auch die Art, wie Kinder eine Sprache (schließlich ja auch die Muttersprache) lernen, sodass es hier besonders wichtig wäre, sofort mit korrekter und nicht mit (Erwachsenen vielleicht) einfacher erscheinender Aussprache zu arbeiten.
Anscheinend gibt es inzwischen in Österreich auch zum Teil native speakers, aber dies scheint weder an allen Schulen der Fall zu sein, noch scheinen diese Lehrer fix an einer Schule zu sein, sondern jeweils nur für ein paar Wochen.
Haben sich die Lern-CDs/DVDs bezüglich Aussprache inzwischen verbessert? Das was ich von früher in Erinnerung habe, klang nämlich auch kaum besser als das Lehrer-Englisch.
Edit: Ach ja, gibt es für Lehrer die Fremdsprachen unterrichten eigentlich zumindest die Verpflichtung, eine gewisse Zeit in einem Land zu verbringen, in dem diese Sprache gesprochen wird? Ich bin mir nämlich absolut nicht sicher, ob manche Lehrer mit ihren Kenntnissen ein paar Monate dort überstehen würden. |
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